Alexander Bek Die Ernennung

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Inhaltsangabe zu „Die Ernennung“ von Alexander Bek

»Ein wahrhaft großer Stoff, ein Schicksalsbuch, ein Buch, das dem alten Thema des Menschen, seiner Möglichkeiten und seiner Grenzen gilt. Daß das Exempel in einer Welt, von der wir immer noch sehr wenig wissen, mit jener inneren Freiheit abgehandelt wird, die allein das Fundament von Literatur ist, macht Beks Roman auch für Leser in nichtsozialistischen Ländern zu einem Ereignis.« (Karl Korn, Frankfurter Allgemeine Zeitung) Mit der eindringlichen Beschreibung der »Mensch-Maschine« Onissimow, einem hohen sowjetischen Parteifunktionär - Spezialist in Sachen Metallurgie, zuletzt im Ministerrang -, ist Alexander Bek mit seinem Roman eine überaus einfühlsame Darstellung gelungen, für die es derzeit in der westlichen Literatur Vergeichbares nicht gibt. Dieser Dokumentarroman spielt zeitlich in den Hauptteilen unter Stalin und nicht weniger wesentlich in den Jahren nach dem XX. Parteitag. * Wer konnte die Zeit unter Stalin ungebrochen überstehen, unter welchen Umständen, Konzessionen war das möglich, war es überhaupt möglich? Bek gibt mit seinem minuziösen Dechiffrierungsversuch, der den Funktionär UND Menschen zu erfassen vermag, eine Antwort. Er schildert Aufstieg und Fall eines Mannes, der sich der besonderen Gunst Stalins erfreute, einen von fanatischer Arbeitswut besessenen, eisern disziplinierten Technokraten, der pedantisch, unbestechlich, jedes Diktat von OBEN ausführt, nur »seinen Pflichten« gehört, die jedes Privatleben ausschließen und subjektive Regungen nicht gestatten. Als »Soldat der Partei« hat er nie über einen Entwicklungsprozeß nachzudenken, sondern nur in ihm zu stehen. Im Zug der Entstalinisierung ist Onissimows Ministerium aufgelöst und er selbst als Botschafter in die Hauptstadt eines nicht genannten skandinavischen Landes versetzt worden. Auch in »Ruhe-Land« erfüllt er, obwohl nun kaltgestellt, seine Pflicht, doch seine Gedanken kreisen nach wie vor um Stahlgewinnung, Metallurgie und Vergangenheit. Er hat die erlittene Kränkung nicht überwunden. Die neue Zeit - in seinem Sohn ist sie ihm einst jäh deutlich geworden - ist über ihn hinweggegangen. Bek beschränkt sich nicht nur auf das nachempfundene Bewußtsein seines Helden, sondern liefert auch fragmentarisch das Innenleben einiger der nächsten Mitarbeiter Onissimows mit. Ohne Ankläger-Pose und ohne freilich Zweifel daran zu lassen, wo seine Sympathien liegen, zeigt Alexander Bek, wie Onissimow im Zugzwang der ständigen Anpassung an den Apparat und der Pressionen, die er wiederum auf andere ausübt, zugrunde gehen muß. ›Die Ernennung‹ ist etwa 1965 fertiggestellt gewesen, konnte aber - im Gegensatz zu vielen anderen Werken Beks - noch nicht in der Sowjetunion erscheinen. * Mit Onissimow ist der langjährige Minister für Metallurgie Iwan Tewossjan gemeint, mit diesem wird wiederum auf Mikojan angespielt; Tschelyschew ist der Metallurg und Akademiker Bardin, Pyshow der Schriftsteller Fadejew. (Quelle:'Fester Einband/01.01.1972')

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