Alexander Broicher

 3.3 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Fakebook, Unter Frauen und weiteren Büchern.
Alexander Broicher

Lebenslauf von Alexander Broicher

Alexander Broicher ist Schriftsteller, Herausgeber und Drehbuchautor.

In seinem popliterarischen Bestseller „fakebook“ nimmt der scharfzüngig und ironisch gesellschaftliche Entwicklungen in Zeiten von Social Media aufs Korn. Die von ihm herausgegebene Buch-Reihe „Unbehauste“ wurde "NDR Buch des Monats". Broichers Arbeiten sind mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Literaturpreis des Deutschen Schriftstellerverbandes oder dem Eyes and Ears Award.
Broicher lebt und arbeitet in Berlin und in New York. Mehr Infos: https://www.facebook.com/BroicherAlexander


Alle Bücher von Alexander Broicher

Fakebook

Fakebook

 (43)
Erschienen am 13.08.2012
Unter Frauen

Unter Frauen

 (26)
Erschienen am 01.08.2018
Fakebook: Roman

Fakebook: Roman

 (2)
Erschienen am 13.08.2012
Unbehauste

Unbehauste

 (1)
Erschienen am 17.10.2016
Unbehauste

Unbehauste

 (1)
Erschienen am 11.10.2016
Fakebook

Fakebook

 (1)
Erschienen am 01.07.2018

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Alexander Broicher

Neu

Rezension zu "Fakebook" von Alexander Broicher

Leider schlechte Umsetzung - Flop!
Linsenliebevor 3 Monaten

Frieder Kurtsmeier ist Food-Designer in einer Firma, die außergewöhnliche Lebensmittel produziert und vermarktet. Seine Aufgabe ist, sich neue möglichst verrückte Lebensmittel auszudenken und diese dann so vorzubereiten, dass sie vom Labor nur noch hergestellt werden müssen und dann in den Verkauf können. Frieders letzte zündende Idee für seine Eigenkreationen liegt aber schon lange in der Vergangenheit.

Da trifft es sich nicht gerade gut, dass er viel zu spät davon erfährt, dass er seinen Chefs ein neues Produkt vorstellen muss und damit in direkter Konkurrenz zu seinem Kollegen Hansen steht. Hansen hat die Rundmail wegen des Produkt-Pitchs bekommen und Frieder nicht – nun drängt die Zeit und Frieder ist ideenlos.

Frieders Leben läuft nicht rund

Auch sonst läuft es in Frieders Leben alles andere als rund.

Die Freundin Lena ist weg, die Kollegen lästern über ihn, der Arzt sagt er ist sehr krank. Frieder hat gar keine Motivation im Leben und lebt sehr zurückgezogen.

Erst als ihm die Idee kommt, auf Facebook ein Fake-Profil für “Rocco” anzulegen, den er als berühmten Kerl mit Hut online sehr schnell etabliert, geht es Frieder besser.

Frieder erfindet “Rocco”

Frieders Fake-Profil “Rocco” geht durch die Decke. Er kriegt im Internet all die Aufmerksamkeit, die Frieder nie bekommt. Online kann er plötzlich draufgängerisch sein und flirtet mit Frauen, als wäre das total einfach für ihn.

Auch im Job kann Frieder sich behauptet, ja, er krempelt sein ganzes Leben durch Rocco um. Er fühlt sich wie ein neuer Mensch.


Frieder ist der absolute Durchschnittstyp, eher langweilig als aufregend. Umso unrealistischer ist es, dass er ganz plötzlich Rocco erschafft und mit diesem Fake-Profil von jetzt auf gleich ein anderer Mensch sein kann. Als hätte diese Seite von ihm schon immer in ihm geschlummert.

Dass Rocco innerhalb von kürzester Zeit eine Legende im Internet ist und alle ihn “kennen”, ist einfach unsinnig. Facebook ist wirklich längst nicht mehr so neu und innovativ, dass 1-2 Posts ausreichen, um im Internet eine Berühmtheit zu werden.

das Fakeprofil wird über Nacht berühmt

Das ist ein Grund, weswegen dieser Roman einfach nicht für mich funktioniert.

Der Inhalt von “Fakebook” ist einfach nicht mehr aktuell.

Vor einigen Jahren noch hätte man diese Berühmtheit durch ein paar Posts vielleicht noch geglaubt. Aber jeder Nutzer von Facebook kennt doch inzwischen das Problem, dass Posts einfach super schnell im Strom der Neuigkeiten verschwinden und da reicht es einfach nicht, nur so zu tun als sei man berühmt. Wenn man ein Profil erstellt, hat man nicht sofort Freunde, die einen durch 1-2 Posts zur Legende machen.

Für mich wirkte das Buch leider so, als wäre es von jemandem geschrieben worden, der sich selbst nicht so richtig gut im Internet auskennt.

leider sehr unrealistisch

Dass Frieder dann auch noch Rocco im echten Leben sieht und mit ihm spricht, setzt der unrealistischen Story dann einfach die Krone auf.

Auch die Krankheitsgeschichte…. Wenn man vom Arzt durch die Blume gesagt bekommt, dass man nicht mehr lange zu leben hat, dann macht man doch nicht weiter wie bisher und verdrängt das einfach? Die Storyline um den Arzt ist auch wirklich weit hergeholt und überzeugt mich nicht im Geringsten.

Dass Frauen in “Fakebook” als absolut berechenbar und leicht manipulierbar dargestellt werden, finde ich auch alles andere als positiv.

Was mir leider auch negativ aufgefallen ist, ist dass überall der Nachname des Protagonisten falsch geschrieben wurde. Er heißt “Frieder Kurtsmeier”, wird aber sowohl auf der Verlagsseite wie auch auf Portalen wie Netgalley etc. immer “Frieder Kurzmeier” geschrieben.

bleibt leider farblos

Ich hab während des Lesens einige Male überlegt, das Buch abzubrechen. Ich kann die Story leider einfach nicht ernst nehmen weil sie total lieblos wirkt. Die Charaktere finde ich bis auf einen (Jolinde) alle unsympathisch und nicht besonders tiefgründig. Der Haupt-Protagonist Frieder bleibt für mich absolut farblos.

Ich kann daher leider für “Fakebook” nur 1 von 5 Sternen vergeben.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Fakebook" von Alexander Broicher

Facebook = Fakebook?
SanneLvor 6 Monaten

Frieder Kurtsmeier, respektlos Kurz gerufen, ist der graue, uninteressante Sesselhocker, das Hackhuhn in einer Designfirma. Selbst seine Freundin ist genervt und hat ihn verlassen. Wenn er doch nur bekannt, angesagt, begehrt wäre! Nachdem ein Arzt sein baldiges Ende ankündigt, geht Frieder aufs Ganze. Er erschafft den perfekten Womanizer, Influencer bzw. Trendsetter in einem Fake-Profil auf Facebook. Rocco ist geboren! Lässig, arrogant, gefühlskalt schart er schnell eine Fangemeinde um sich. Frieder versucht, sich seinem Alter Ego anzugleichen, kleidet sich neu ein, tritt selbstbewusster auf. Das hilft ihm aber nicht, Designfood zu entwickeln, mit der er im Job punkten kann. Fake- Rocco taucht auf, gibt hinterhältige, aber erfolgreiche Tipps. Die Ex zeigt wieder Interesse, die Likes auf Facebook werden mehr, man kommt in angesagte Locations. Die zündende Produktidee für eine wichtige Präsentation fehlt aber immernoch. Da ist allerdings die nette Joli aus dem Labor. Nur: eine unerwartete Eigendynamik lässt die Dinge aus dem Ruder laufen. Alexander Broicher hat sich eines interessanten Themas angenommen. Welchen Einfluss haben Social Media auf das eigene Leben? Wird man süchtig nach Likes, anhängig von unbekannten und oberflächlichen Followern? Ändert man Einstellungen, Handlungen, setzt Prioritäten neu? Eindeutig: Ja! In dieser Hinsicht sollte man eigene Haltungen hinterfragen. Schöner Denkanstoß aus dem Aufbau Verlag (aufbau digital).

Kommentieren0
29
Teilen

Rezension zu "Fakebook: Roman" von Alexander Broicher

interessante Satire mit seltsamen Momenten
Buchfeelingvor 6 Monaten

Die Story beginnt recht witzig. Der Looser Frieder schleicht unbeachtet und desillusioniert durchs Leben. Von der Freundin verlassen, im Job ausgebremst und optisch eher unterer Durchschnitt ist sein größter Wunsch, bei Facebook viele Freunde zu haben und viele Klicks auf seinen Posts. Denn eines ist Frieder klar, wenn man ETWAS sein will, muß man bei Facebook sichtbar sein.

Nachdem Frieder in der Firma mal wieder übergangen wurde und nun sein Job auf dem Spiel steht, hat er die rettende Idee: Er erschafft sich eine Fake-Identität bei Facebook! Diese füllt er mit aberwitzigen Informationen, mit übertriebenen Posts und aus dem Netz kopierten Fotos. Und der Coup gelingt! Sein Alter Ego wird gehypt, jeder möchte den imaginären Rocco kennenlernen, möchte auf seiner Freundschaftsliste stehen. Und dieser Zuspruch färbt auf Frieder ab. Er stellt sich einem Makeover, gibt sich selbstbewußt und stark und wird plötzlich von Anderen mit Respekt behandelt… doch jede Situation hat ihre Schattenseiten…

So witzig-satirisch die Story auch ist, so gut es auch ist, den ganzen Facebook-Schwindel mal aufs Korn zu nehmen… leider übertreibt es der Autor ein wenig bei der Darstellung des Rocco. Die Story bekommt ein paar Fantasy-Aspekte, die nicht wirklich in die eigentlich gute Idee passen. Das fand ich ein wenig schade.

Ansonsten ist die Geschichte aber ein sehr guter Klaps auf den Hinterkopf für all Jene, die jeden Beitrag bei Facebook für bare Münze nehmen und glauben, dass die Beliebtheit bei Facebook in irgend einem Maße wichtig für ihr echtes Leben wäre.

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Die Frage ist so alt wie die Geschlechter - und doch brennt sie jedem unter den Nägeln. Doch wie muss Gleichberechtigung 2.0 eigentlich aussehen? Und: gibt es sie? Was denkt ihr???
Letzter Beitrag von  Verena-Juliavor 6 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Alexander Broicher wurde am 22. August 2012 in Koblenz (Deutschland) geboren.

Alexander Broicher im Netz:

Community-Statistik

in 104 Bibliotheken

auf 11 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks