Alexander Demandt

 4 Sterne bei 51 Bewertungen
Autor von Die Kelten, Kleine Weltgeschichte und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Das Attentat in der Geschichte
 (3)
Erscheint am 01.11.2018 als Hardcover bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG).
Marc Aurel
Neu erschienen am 28.08.2018 als Hardcover bei C.H.Beck.

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Alexander DemandtDie Kelten
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Die Kelten
Die Kelten
 (10)
Erschienen am 27.04.2015
Alexander DemandtKleine Weltgeschichte
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Kleine Weltgeschichte
Kleine Weltgeschichte
 (7)
Erschienen am 15.02.2007
Alexander DemandtEs hätte auch anders kommen können
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Es hätte auch anders kommen können
Es hätte auch anders kommen können
 (5)
Erschienen am 29.09.2010
Alexander DemandtDas Privatleben der römischen Kaiser
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Das Privatleben der römischen Kaiser
Das Privatleben der römischen Kaiser
 (4)
Erschienen am 19.01.2012
Alexander DemandtAlexander der Große
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Alexander der Große
Alexander der Große
 (4)
Erschienen am 22.10.2009
Alexander DemandtGeschichte der Spätantike
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Geschichte der Spätantike
Geschichte der Spätantike
 (3)
Erschienen am 17.05.2018
Alexander DemandtDas Attentat in der Geschichte
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Das Attentat in der Geschichte
Das Attentat in der Geschichte
 (3)
Erschienen am 01.11.2018
Alexander DemandtVandalismus
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Vandalismus
Vandalismus
 (2)
Erschienen am 07.10.1997

Neue Rezensionen zu Alexander Demandt

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Rezension zu "Alexander der Große" von Alexander Demandt

Alexander der Große zwischen Quellen und Rezeption.
Admiralvor 2 Jahren

Bevor ich mit Euch, werten Lesern, über dieses Buch plaudere, solltet Ihr evtl. wissen, dass ich das Buch nicht vollständig gelesen habe. Das hat 2 Gründe. Erstens hat dieses Buch von Alexander (!) Demandt "Alexander der Grosse. Leben und Legende" (2009) satte 483 Seiten Fließtext, mit Anmerkungen, Zeittafel, Karten, Stammbäumen, sonstigen Verzeichnissen, Bibliographie und Register sogar 655 Seiten. Zweitens wollte ich von vorneherein lediglich über Rezeption und Quellenlage Alexanders lesen, da ich für die Person Alexanders des Großen bereits andere Bücher gelesen habe. Doch eines will ich Euch, werten Lesern, von vorneherein sagen. Dieses Buch hier ist mit bisher das sympathischste.

Denn mal abgesehen davon, dass die Darstellung der Quellenlage ("Die Quellen", S. 1-32) gut strukturiert und die Erforschung der Alexanderrezeption ("Alexander im Spiegel der Nachwelt", S. 405-455) sehr nachvollziehbar dargelegt ist, schimmert der Autor Alexander Demandt mit einer sehr positiven und einnehmenden Art durch. Damit schafft der Autor die schwierige Brücke zwischen seriöser Wissenschaftlichkeit und gut lesbarerer Literatur.

Beide Kapitel, die ich gelesen habe, sind international angelegt, bearbeiten also intensiv Quellen und Perspektiven, die den lateinischen Westen hinaus gehen.
Da mir das Wenige so gut gefiel, habe ich noch das Fazit des Buches ("Alexander der Große?", S. 457-483) gelesen, in dem Demandt scheinbar alle bisherigen Themen und Einzelaspekte zusammenfasst und Alexander somit unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet (?). Dazu gehören Alexanders Politik, Alexanders Entdeckungen, Alexanders Persönlichkeit als Mensch und mehr.

Besonders positiv an dieser Biographie ist mir die alte römische Verhaltensorientierung der "variatio" aufgefallen, nach der römische Literaten nicht einfach ihr Thema abarbeiten sollten. Stattdessen sollten sie mit Exkursen (zB Geographie, Ethnologie, Anekdoten, etc.) Freude auf seiten des Lesers hervorrufen. Ähnliches macht Demandt auch, wenn er zB am Ende des Buches die Aporie des Historikers thematisiert, einerseits einen Mörder und (nach heutigen Maßstäben) Verbrecher als "Groß" zu bezeichnen und andererseits doch etwas Achtung vor dieser Person zu haben, da Gewalttaten in allen Zeiten durchaus üblich gewesen waren (und zT noch sind !), was jedem Historiker mehr als bewusst ist.



Das Thema "Alexander der Große" hatte mich bisher noch nie wirklich interessiert, obwohl Euch das etwas paradox anmuten könnte, wenn Ihr mal in meine Bücherlisten reinschaut (viel mit Antike und so). Doch ganz besonders dieses Buch hat es mir angetan und sollte sich nochmal die Zeit und Gelegenheit bieten, werde ich es nachholen, es in seiner Gesamtheit zu lesen. Denn in einem Punkt zweifle ich nicht: dass es sich lohnen würde.



Bisher ist mir Alexander Demandt schonmal positiv aufgefallen. Evtl. habt Ihr das Buch in meiner Liste schon gesehen: "Das Attentat in der Geschichte" (hg. von A. Demandt). Auf diesen Namen werde ich in Zukunft auch vermehrt achten. :)

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Irves avatar

Rezension zu "Zeit" von Alexander Demandt

*+* Toll für Kenner der Materie *+*
Irvevor 3 Jahren

Liebe Lesefreunde,

hin und wieder greife ich gerne zum Sachbuch, um mein Wissen zu vertiefen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. So hatte ich es mir auch von diesem Buch erhofft.

„Zeit“ birgt ein ungeheures Ausmaß an Informationen. Der Autor spielt gekonnt sein gesamtes Wissen aus. Er war jahrzehntelang als Althistoriker und Kulturwissenschaftler tätig. Alexander Demandt schlägt einen weiten Boden zum Thema, der schon vor Christi Geburt beginnt und bis hinein ins Heute reicht. Er geht den Dingen auf den Grund, gräbt sehr tief. Die Fakten, die er vermittelt, sind umfassend und interessant.

Jedoch tat ich mich mit seinem Schreibstil sehr schwer. Nach dem Rückentext, der dem Buch zuschrieb, „unterhaltsam und lehrreich“ zu sein, sowie eine „kurzweilige Art“ zu haben, hatte ich ein viel leichteres Lesen erwartet. (Die Originalbesprechung ist auf meinem Bücherblog erschienen: https://irveliest.wordpress.com/2016/03/17/alexander-demandt-zeit-eine-kulturgeschichte/) Für Fachleute oder Leser mit größerem historischen Vorwissen erlaubt dieses Sachbuch sicher eine großartige Auffrischungskur und Ausbau des Wissens. Ich als historischer Laie tat mich hingegen oft sehr schwer. Der Stil ist leider nicht wie versprochen kurzweilig und unterhaltsam, eher sehr fachterminologisch gefärbt und mehr berichtend denn erzählend. Das tut natürlich dem Wissen an sich keinen Abbruch. Der Weg, dieses Wissen zu erfassen und zu verinnerlichen war mir nur leider sehr häufig steinig und schwer.

Dennoch begab ich mich auf die Reise durch die Zeit, immer wieder begleitet von lateinischen Aussagen und Terminologien, Mythologien, Theorien, Jahreszahlen und Fakten, Fakten, Fakten. Die Dichte der vermittelten Informationen war hoch, meine Bewunderung für den Autor und sein unerschöpflich scheinendes Wissen groß….aber ein bisschen weniger Wissen und dafür ein erklärenderer und lebendigerer Schreibstil hätte sicherlich geholfen, mehr der Informationen in meinem Wissensspeicher abzulegen.

Aber die Umsetzung ist bekanntlich Geschmackssache und wer den „Akademiker-Stil“ mag, kann sich über diesen Quell an Wissen freuen. Der Autor bedient u.a. die Themen der Zeitbegriffe und -metaphern, verschiedene Kalender und Zeitrechnungen, Epochen und Perioden, hat also ein breit gefächertes Angebot für den Leser.

Mein Fazit: Interessanter Inhalt, der leider für Laien nicht so einfach umgesetzt wurde. Zeitgenossen mit Hintergrundwissen und Lesern, die den sachlichen Stil bevorzugen, dürfte dieses Buch aber zusagen.

Inhalt
Die Zeit vergeht im Fluge, doch tat sie das immer schon? Welche Zeitvorstellungen begleiteten die alten Griechen und Römer durch den Tag? Welchen Begriff hatten sie von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? Und wie beeinflusst ihr Zeitmaß noch heute unseren Alltag? Der Althistoriker Alexander Demandt zählt zu den wenigen seines Faches, die zugleich unterhaltsam und lehrreich zu schreiben wissen. In der ihm eigenen kurzweiligen Art bringt er uns eine Zeit nahe, die im wahrsten Sinne des Wortes ganz anders tickte als unsere.

Was wir schon immer über die Zeit wissen wollten: Demandt gibt beredte Auskunft. Warum beginnt das Jahr am 1. Januar? Weshalb ist der September nicht der siebte (septem), sondern der neunte Monat? Warum fällt der Schalttag auf den 29. Februar und nicht auf den 32. Dezember? Wann wurde der Sonntag zum Ruhetag? Woher stammen die Namen unserer Wochentage? Seit wann gibt es unsere Zeitrechnung? Anhand vielfältiger Beispiele aus der antiken Überlieferung entwirft Demandt eine Kulturgeschichte der Zeit und schlägt den Bogen bis zur Gegenwart, die mehr denn je vom Takt der Zeit geprägt ist. Eine ebenso unterhaltsame wie anregende Zeitreise.

Buch
„Zeit – eine Kulturgeschichte“ von Alexnader Demandt ist im September 2015 unter der ISBN-Nr. 13 9783549074299 im Propyläen Verlag erschienen. Das Sachbuch umfasst 592 Seiten und ist auch als eBook erhältlich.

Autor
Alexander Demandt, geboren 1937 in Marburg, von 1974 bis 2005 Althistoriker und Kulturwissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Zu seinem umfangreichen Werk gehören Bücher über das Römische Reich, über Wissenschafts- und Kulturgeschichte. Zuletzt erschienen bei Propyläen »Über die Deutschen. Eine kleine Kulturgeschichte« und »Es hätte auch anders kommen können. Wendepunkte deutscher Geschichte«.
Quelle: Ullstein Buchverlage

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Admirals avatar

Rezension zu "Das Attentatt in der Geschichte" von Alexander Demandt

Demandt (Hg.): Attentate in der europäischen Geschichte.
Admiralvor 4 Jahren

Auf über 500 Seiten erzählt der Sammelband (eine Verschriftlichung einer universitären Ringvorlesung ?) "Das Attentat in der Geschichte" des Herausgebers Alexander Demandt aus dem Jahr 2000 die Geschichte mehrerer Attentate, wobei Personen unterschiedlichster Fachbereiche zu Wort kommen.

Zeitlich reichen die Attentatsbeschreibungen von der Antike (Darius, Caesar) bis in die Neuzeit (Gandhi, Kennedy). Thematisch betrachtet reichen die Aufsätze auch relativ weit, betrachtet man beispielsweise das Endkapitel (von Alexander Demandt selbst) über das Ereignis des Attentats an sich, in dem er von der Etymologie (lat. attemptare, nicht dt. Tat !) ausgeht, anschließend die unterschiedlichsten Motivationen differenziert betrachtet, unterschiedliche Rezeptionen andeutet und auf den interessanten Aspekt der kontrafaktischen Geschichtsschreibung hindeutet (S. 503-518). Ein anderes thematisches Feld berührt Halm (S. 75-89) mit seinem Aufsatz, da er kein spezielles Attentat beschriebt, sondern eine Attentatsgruppe, nämlich die Assassinen.

Besonders interessant sind jedoch die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen heraus die einzelnen Themen betrachtet werden. Überraschend war da der kunsthistorische Ansatz Gaethgens (S. 211-240), der das Attentat auf Marat mit einer Analyse des Gemäldes "Marat" von David verknüpft. Besonders interessant hat auch Steinbach (S. 406-441) in seiner Darstellung zum 20. Juli 1944 methodische und strukturelle Exkurse zum Ereignis des Attentats speziell in einer Diktatur und zur Abhängigkeit der nachträglichen Bewertung der Attentäter von moralisierenden Wertvorstellungen und persönlichen Tendenzen untergemischt.

Etwas enttäuschend andererseits waren die Aufsätze von Krippendorff (Sand, Kotzebue und das Blut des Verräters. 1819, S. 241-260) und Barbara Demandt (Das Attentat auf Kaiserin Elisabeth von Österreich am 10. September 1989, S. 299-329, die entweder eine eigenartige religiös/spirituelle Perspektive einnehmen (Krippendorff), oder sich auf eine prosopographische (ohne Quellenverweise wohlgemerkt) und biographische Sicht beschränken, ohne eine Struturanalyse zu betreiben, den Kontext zu erläutern, oder Auswirkungen ausführlich darzustellen (Barbara Demandt).


Was fast allen Aufsätzen positiv anzumerken ist, ist die mehr oder weniger wissenschaftliche Herangehensweise und gute Lesbarkeit. Auch ist durch die (oben angedeutete) thematische und perspektivische Vielfalt eine Herausfilterung von eigenen "Lieblingen" (mir mangelt es gerade an treffenderen Formulierungen, aber ihr versteht schon !) möglich.
Leider beschränkt sich der Band größtenteils auf europäische Attentate und einige Ereignisse (Pulververschwörung von 1605 !) fehlten schmerzlich. Doch lässt sich das verkraften.

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