Alexander Demandt Vandalismus

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Inhaltsangabe zu „Vandalismus“ von Alexander Demandt

Abriß oder Denkmalschutz? Vom richtigen Umgang mit der ungeliebten Geschichte Der Umgang mit den Zeugnissen der Vergangenheit führt immer wieder zu öffentlichen Auseinandersetzungen. Der Streit um den Abriß des Berliner "Palasts der Republik" Sitz der ehemaligen DDR-Volkskammer, ist nur eines von zahllosen aktuellen Beispielen. Nicht allein Denkmalschützer und Stadtplaner stehen täglich vor dem Dilemma, daß man nicht alles bewahren kann - oder nicht bewahren will. Umgekehrt kann man aber auch nicht alles zur Disposition stellen, nur weil es nicht mehr dem Geist der Zeit entspricht. Doch woher nehmen wir die Maßstäbe zu entscheiden, wie wir mit eigenen und fremden Kulturgütern verfahren? Wie sollen wir den Verlust unwiederbringlicher Zeugnisse der Geschichte abwägen gegen die Anforderungen der Moderne oder den menschlichen Drang nach symbolischer Zerstörung, gerade in Umbruchzeiten? Mit seinem neuesten Buch liefert Alexander Demandt erstmals die umfassende Darstellung eines Phänomens, das bislang nur ausnahmsweise und in Ausschnitten behandelt wurde: Vandalismus, verstanden als Verbrechen gegen die Kultur. Ihm geht es nicht um pubertären Vandalismus wie Graffiti von Jugendlichen oder psychopathischen Vandalismus, der sich etwa in Anschlägen auf berühmte Gemälde Luft macht. Sein Thema ist der gleichsam offizielle Kulturfrevel in Zusammenhang mit Krieg, Revolution und Modernisierung, ein Vandalismus, der zumeist bewußt die Zerstörung von gegenständlichen Symbolen unserer Erinnerung zum Ziel hat. In einem fulminanten kulturgeschichtlichen Überblick von der Antike bis in die Gegenwart beschreibt Demandt die folgenschwersten, ungewöhnlichsten und mitunter doch längst vergessenen Akte der Kulturzerstörung: Er spannt den Bogen vom Alten Orient, Griechenland und Rom (Kulturfrevel als Barbarei) über Byzanz und das europäische Mittelalter, die Reformation (Bildersturz im Glaubenskampf), die Renaissance und die Französische Revolution bis in unser Jahrhundert (Kulturvernichtung im Namen des Fortschritts).

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  • Rezension zu "Vandalismus" von Alexander Demandt

    Vandalismus
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. July 2012 um 12:54

    Der Begriff allein wird als erstes unter 26 Aspekten (a-z) betrachtet. Es folgt die Beschäftigung mit Grenzfällen des Vandalismus, wieder in den Punkten A bis Z Es darf gemutmaßt werden, in wie vielen Facetten der Kunstfrevel in der Antike abgehnadelt wird; richtig in den Punkten A – Z Wer meint, dass es im Mittelalter geringer abginge als mit einer Differenzierung der 26 Punkte A-Z liegt natürlich falsch. Da will das Kapitel der Kulturopfer in der Neuzeit natürlich nicht zurückstecken: A- Z Formen und Gründe für Vandalismus müssen sich somit mit allem Selbstverständnis auf die Kriterien A –Z aufteilen. Der Frage „Sinngebung des Sinnlosen“ ist 26 Merkzeichen wert A - Z Sieht man sich die Gliederung zum Thema Gewalt in der Kultur an, überrascht einen die Zahl 26 nicht mehr wirklich. Und auf Seite 271 dann die Enttäuschung: Er stellt nur 9 Thesen auf. Um die Orientierung nicht zu verlieren, findet man dann einen 15 seitigen Kalender mit Zuordnung von "Höhepunkten" des menschlichen Vandalismus`. Abschließend sichert ein profundes 20 seitiges Register die Kontrolle über die Vielfalt des Vandalismus. Ein Sachbuch wie es zu sein hat. Es widmet sich mit unvorstellbarer Tiefe einer Sache, hier dem Vandalismus. Ich habe ca. die Hälfte gelesen. Über lange Zeit musste ich mich nicht mühen. Wirklich sehr! aufschlussreich und anregend. Für das ganze Buch hat es nicht gereicht. Das Erleben jedoch, wie man sich einem Thema klar begrenzend, zugleich systematisch ausufernd und zugleich verständlich für Laien nähern kann, möchte ich nicht missen. Schmunzeln muss ich jetzt trotzdem. Sachen gibt`s. Alexander Demandt ist Professor für alte Geschichte an der FU Berlin

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