Alexander Gerst

 5 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von 166 Tage im All, Begegnung im All - Mission ISS und weiteren Büchern.

Neue Bücher

166 Tage im All

 (10)
Neu erschienen am 21.12.2018 als Hardcover bei Frederking & Thaler.

Alle Bücher von Alexander Gerst

166 Tage im All

166 Tage im All

 (10)
Erschienen am 21.12.2018
Begegnung im All 3D - Mission ISS

Begegnung im All 3D - Mission ISS

 (0)
Erschienen am 22.10.2014

Neue Rezensionen zu Alexander Gerst

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Rezension zu "166 Tage im All" von Alexander Gerst

Die Erde aus einem anderen Blickwinkel.
Schwammvor 25 Tagen

Der Autor

Alexander Gerst, geboren 1976 in Künzelsau, war vor seinen Ausflügen ins Weltall promovierter Geophysiker und Vulkanologe, ehe er 2010 nach einem langen und aufwendigen Auswahlverfahren letztlich zum Astronauten durch die EAC ernannt wurde. Seitdem war er zusammen mit seinem letzten Aufenthalt 2018 mehr als 362 Tage bereits auf der ISS im Weltall. Zusammen mit Jules Grandsire und Lars Abromeit veröffentlichte er das Buch „166 Tage im All“, ein Bildband für eben jenen ersten Besuch auf der ISS im Jahr 2014.


Fazit

Die Welt ist im WM Fieber, als 2014 mehrere hunderte Kilometer über dem Erdball ein Deutscher seine Kreise zog: Alexander Gerst, der wohl derzeit bekannteste deutsche Astronaut. Unzählige Follower warten täglich auf seine Berichte zu den verschiedensten Exprimente rund um das Leben im Weltall. Mit seinem ersten Start im Jahr 2014 zur ISS, zusammen mit dem Russen Maxim Surajew und Reid Wiseman.
Dadurch schaffte es Gerst nach seinen beiden Vorgängern Thomas Reiter und Hans Schlegel, erst als dritter Deutscher auf die ISS.

Von dort machte er im Laufe seiner Zeit von Mai bis November unzählige Fotografien von dem blauen Planeten, der jedoch aus dem Weltall gesehen, teilweise gar nicht mehr so blau zu sein scheint. Verschmutzte Flüsse, Smokwolken, hell erleuchtete Ballungsgebiete in Europa, Nordamerika und Asien, gerodete Wälder in Südamerika und immer kleiner werdende Polkappen. Gerst zeigt uns in „166 Tagen im All“ auf knapp 156 Bildern und 208 Seiten unsere Erde von oben, aus einer Perspektive der sicherlich der Großteil der Menschheit – zumindest in naher Zukunft – selbst live niemals sehen werden können, und genau deshalb nehmen wir uns gerne den Bild-band zur Hand.
Alexander Gerst dokumentiert uns von Anfang an, wie er zum Astronauten wurde, welche Strapazen er auf sich nahm, was ihm am schwersten fiel und von Seite zu Seite arbeiten wir uns zum Kernstück des Buches vor: seinem Start mit der Sojus TMA-13M in Kasachstan und seinem Flug zur Internationalen Raumstation ISS.

Auf der Raumstation angekommen, lernen wir seinen Alltag kennen. Wie er lebt, wie er schläft und letztlich dem Großteil seines Daseins auf der ISS: wie er arbeitet. Und da Gerst zwischendrin sehr viel Zeit hat, knipste er uns unzählige Fotos, die eigentlich, aufgrund ihrer atemberaubenden Schönheit der Erde, eigentlich keinerlei Erklärung bedarf, wären da nicht die anfangs bereits erwähnten Spuren der Menschen.
Denn wo der Laie teilweise nur Wüste oder Berge erkennt, so zeigt uns Gerst als Geophysiker und Vulkanologe die wesentlichen und wichtigen Details der Bilder.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass die nun überarbeitete Neuauflage von „166 Tage im All“ gerade durch seine zweite Mission auf der ISS, immer wieder sehenswert ist, sprichwörtlich kann man sich an den Bildern niemals satt sehen. Heben Sie ab, lassen Sie den Alltag hinter sich und stellen sie sich vor, sie werden hunderte Kilometer über ihrem jetzigen Standpunkt. Welche Bilder stellen sie sich vor …

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W

Rezension zu "166 Tage im All" von Alexander Gerst

Was ist faszinierender? Die Technik? Oder doch eher unser blauer Planet?
wschvor einem Monat

Die Neuauflage des Bild-/Textbandes wurde durch rund 10 Seiten unter dem Titel "Mission Horizons", die im Juni 2018 startete ergänzt. Ansonsten gilt für die Neuauflage das Gleiche wie für das 2017 erschienene Buch: nur schön, nur interessant.

Alexander Gerst beschreibt und dokumentiert seine 166 Tage auf der Raumstation ISS in Zeiträume und den damit verbundenen Aufgaben detailliert. Von den Trainings- und Vorbereitungsmassnahmen über seinen Ausseneinsatz bis zur Rückkehr auf die Erde am 10.11.2014.
Das Buch gibt einen Einblick in den Alltag, in das Leben auf der, in der ISS. Die technischen Voraussetzungen und Bedingungen beschreibt A. Gerst ebenso wie das Alltagsleben vom Zähneputzen bis Essen, körperliches Fitnesstraining und 'Freizeit'-Beschäftigungen.

Besonders und sehr beeindruckend sind zumindest nach meinem Dafürhalten die zahlreichen tollen Farbfotos der Erde, die der Autor während seines Aufenthaltes aus rund 400km Entfernung von der Erde gemacht hat, Teile der Raumstation mit der fragilen Erde als Hintergrund, das nächtliche Lichtermeer auf der Iberischen Halbinsel, die verheerenden Abholzungen im Urwald des Amazonas, das Auge von tropischen Wirbelstürmen, die 'Feuerberge' von Kamtschatka usw. usw. Man kann gar nicht entscheiden, welches dieser Fotos beeindruckender ist.

Wer sich sowohl einen fundierten Eindruck der technischen Leistungen, des Lebens auf der Raumstation, aber auch von der fragilen Schönheit der Erde, mit der so viel Schindluder getrieben wird, verschaffen möchte, liegt mit diesem Bildband goldrichtig.

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Rezension zu "166 Tage im All" von Alexander Gerst

Must Have für alle Spacenerds und Weltraumbegeisterten
-Leselust-vor 6 Monaten

Kurzmeinung:
Ein großartiges Buch. Interessante Texte über das Leben des deutschen Astronauten Alexander Gerst auf der Raumstation ISS. Sehr informativ, dabei aber verständlich und sehr unterhaltsam. Die wunderschönen Bildaufnahmen unseres blauen Planeten geben einem fast das Gefühl, selbst einen kleinen Ausflug in den Weltraum unternommen zu haben.

Meine Meinung:
Gestern Abend saß ich mit ein paar Freunden am Hafen, als ich plötzlich ein helles Licht am dunklen Nachthimmel sah, dass sich zügig, und ohne zu blinken von Westen nach Osten bewegte. Als ich dann freundlich gen Himmel gewinkt habe, hat das für irritierte Blicke bei meinen Freunden gesorgt. Aber schließlich ist gerade Alexander Gerst – der deutsche Astronaut auf der ISS – vorbeigeflogen. Da wäre es doch unhöflich, nicht zu winken.

Völlig gebannt habe ich im Juni Livestream beobachtet, wie der Alexander Gerst zu seiner zweiten Mission "Horizons" auf der ISS aufgebrochen ist. Das Weltall und die Raumfahrt fasziniert mich sehr und ich finde es so spannend, immer mehr darüber zu erfahren. Und da ist "166 Tage im All" genau das richtige Buch. Alexander Gerst berichtet über seinen Alltag auf der Internationalen Raumstation bei seiner ersten Mission 2014 – "Blue Dot". Er schreibt in einfacher und verständlicher Sprache über die Experimente, die er dort in der Schwerelosigkeit durchgeführt hat, über den Aufbau der ISS, über seinen Weltraumspaziergang und einfach das alltägliche Miteinander auf der ISS. Er gewährt uns Einblicke in das langwierige und schwierige Astronautentraining, die Vorbereitung auf die Mission, den Flug in der Sojus-Kapsel auf dem Hin- und Rückweg. Es ist also perfekt für alle, die sich für das Raumfahrtprogramm interessieren, oder schon immer mal wissen wollten, die man Astronaut wird.
Das Buch bietet nicht nur interessante Texte, sondern auch atemberaubende Bildaufnahmen, die unseren Planten aus einer Perspektive zeigen, die für uns sonst unerreichbar ist.

Ich habe viel Neues erfahren, sowohl über die Raumfahrt allgemein, als auch über die Mission "Blue Dot" speziell. So gab es zum Beispiel einige kritische Situationen an Bord. Eine sogar schon auf dem Weg dorthin, die die Mission fast beendet hätte, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Zum Glück ist ja alles gut gegangen, aber beim Lesen hatte ich trotzdem Herzklopfen und habe noch im Nachhinein mitgefiebert. Da wird einem richtig bewusst, wie lebensfeindlich das All eigentlich ist und was für eine außergewöhnliche Leistung der Menschheit es ist, dass wir das ermöglichen können.
In anderen Momenten des Lesens hingegen ist man weniger stolz, der Spezies Mensch anzugehören. Zum Beispiel, wenn man die Fotoaufnahmen betrachtet, die an abgeholzten Regenwäldern das ganze Ausmaß der menschlichen Zerstörungskraft erkennen lassen. Oder auf anderen Bildern sieht, wie der Krieg auf unserem Planeten sogar vom All aus zu sehen ist. Durch Gersts Perspektive von der ISS aus ist es noch unbegreiflicher als ohnehin schon, dass die Menschen sich gegenseitig und ihren Heimatplaneten zerstören. Sei es durch Krieg oder Klimawandel. Wir haben nur diesen einen Planeten, der uns mit allem versorgt, das wir zum Leben brauchen. Und der eigentlich ein absolutes Wunder ist –eine Oase im lebensfeindlichen Raum, der uns umgibt. Und es ist unglaublich, wie verantwortungslos wir mit dieser Oase umgehen.
Alexander Gerst schreibt darüber sehr eindrücklich, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Ich hoffe, er kann durch seine Worte und Bilder viele Menschen erreichen und wachrütteln. Bei mir hat er es auf jeden Fall geschafft.

Fazit:
Wahnsinnig interessanten Texte über das Leben auf dem Außenposten der Menschheit im All werden begleitet von überwältigend schönen Fotoaufnahmen, die Gerst vom Weltraum aus geschossen hat. So gewährt er uns einen einzigartigen Blick auf unsere Erde mal von einer ganz anderen Perspektive. Diese Mischung aus wunderschönem Bildband, interessanten Fakten und persönlichen Erfahrungen machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Ein "Must Have" für alle Spacenerds und Weltraumbegeisterten.
Ich hoffe ja sehr, dass es ein neues Buch über die zweite Mission "Horizons" geben wird. Bis dahin werde ich einfach weiter in diesem tollen Bildband blättern. 

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