Alexander Gorkow

 3,7 Sterne bei 140 Bewertungen
Autor*in von Die Kinder hören Pink Floyd, Mona und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Alexander Gorkow, geboren 1966, arbeitet seit 1993 bei der Süddeutschen Zeitung. Buchveröffentlichungen: »Kalbs Schweigen« (2003), »Mona« (2007),  »Draußen scheint die Sonne. Interviews« (2008), »Hotel Laguna« (2017). Als Herausgeber: Till Lindemanns »In stillen Nächten« (2013) und »100 Gedichte« (2020).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alexander Gorkow

Cover des Buches Die Kinder hören Pink Floyd (ISBN: 9783462003581)

Die Kinder hören Pink Floyd

 (47)
Erschienen am 18.08.2022
Cover des Buches Mona (ISBN: 9783596163823)

Mona

 (17)
Erschienen am 01.12.2009
Cover des Buches Hotel Laguna (ISBN: 9783462053067)

Hotel Laguna

 (11)
Erschienen am 10.04.2019
Cover des Buches Draußen scheint die Sonne (ISBN: 9783462040630)

Draußen scheint die Sonne

 (4)
Erschienen am 23.11.2008
Cover des Buches Kalbs Schweigen (ISBN: 9783453406414)

Kalbs Schweigen

 (4)
Erschienen am 01.04.2009
Cover des Buches Wieso fragen Sie das? (ISBN: 9783636061195)

Wieso fragen Sie das?

 (1)
Erschienen am 25.08.2004
Cover des Buches Die Kinder hören Pink Floyd (ISBN: 9783732406050)

Die Kinder hören Pink Floyd

 (3)
Erschienen am 09.09.2022
Cover des Buches Hotel Laguna (ISBN: 9783839816479)

Hotel Laguna

 (1)
Erschienen am 11.12.2017

Neue Rezensionen zu Alexander Gorkow

Cover des Buches Die Kinder hören Pink Floyd (ISBN: 9783462003581)
twocandless avatar

Rezension zu "Die Kinder hören Pink Floyd" von Alexander Gorkow

Etwas sperrig
twocandlesvor einem Jahr

Westdeutschland, die 1970er. Der zehnjährige Protagonist und seine herzkranke Schwester sind riesige Pink Floyd Fans. Die Musik ist wie ein Leuchtfeuer, dass ihre Leben erhellt, das Leben zwischen spießiger Dorfgemeinschaft, Schule, Kino und Erwachsenwerden. 

Dieser autobiografische Roman erzählt aus der Perspektive des Jungen, dessen Gedanken mitunter kurios sind und der Einfluss der Schwester unübersehbar ist. Geschickt bindet der Autor Pink Floyd Passagen in den Text ein, doch liest sich dieser für mein Empfinden sehr sperrig und wenig flüssig. Ich habe mich mitunter schwer getan und musste mehrfach nachlesen. 

Ich bereue es nicht, diese Geschichte gelesen zu haben, sie war eine interessante Reise in den Kopf eines jungen Pink Floyd Fans, deren Einfluss sein ganzes Leben prägten. Ich fand es nur etwas schwierig zu lesen, musste auch einiges für den Zusammenhang nachschlagen. Tja, da spricht der Ossi aus mir. 

Cover des Buches Die Kinder hören Pink Floyd (ISBN: 9783462003581)
B

Rezension zu "Die Kinder hören Pink Floyd" von Alexander Gorkow

Gefühlvolle Geschwistergeschichte mit kantigen Ecken
buntetraeumerinvor einem Jahr

Ich glaube, dass ich einfach zu jung für dieses Buch war. Ich muss auch gestehen, dass ich weder Alexander Gorkow vorher kannte, noch dass ich viel Ahnung von Pink Floyd hatte.


Die Geschichte liefert einem einen schönen und authentischen Einblick in die 70er Jahre, jedoch kommt die so angepriesene Beziehung zwischen Schwester und Bruder leider zu kurz. 


Ich wollte das Buch einfach lesen, um einen kurzen Einblick in die 70er Jahre in Westdeutschland zu bekommen, weil das genau die Zeit war, in der mein Vater aufgewachsen ist. Besonders die politischen Diskussionen gegen Ende haben mich überzeugt, aber alles in einem lässt mich das Buch eher zwiegespalten zurück.

Cover des Buches Die Kinder hören Pink Floyd (ISBN: B0B97XM4W1)
Wortklaubers avatar

Rezension zu "Die Kinder hören Pink Floyd" von Alexander Gorkow

Die Kinder hören Pink Floyd
Wortklaubervor einem Jahr

Eine Kleinstadt im Rheinland in den Siebzigern: Im Fernsehen läuft die Hitparade, gerne mit Heino, Gerhard Klarner ist Nachrichtensprecher. Im Kino wird „Die Nacht der reitenden Leichen“ im Vormittagsprogramm gezeigt – bis der Jugendschutz einschreitet. Dann nimmt der Betreiber zum Beispiel die alten Schwarzweißfilme mit Godzilla und King Kong wieder ins Programm, vorübergehend, bis Gras darüber gewachsen ist. Die „reitenden Leichen“ müssen sich schließlich amortisieren. 

Der Krieg ist so lange noch nicht her, und so trifft man allenthalben noch auf Altnazis, auf jeden Fall aber auf sehr rigorose Einstellungen. Die Lehrerinnen werden Fräulein gerufen, dem Pfarrer rutscht schon einmal die Hand aus. Auf dem Schulhof gilt das Recht des Stärkeren, der Ich-Erzähler behauptet sich ganz passabel, was nicht unbedingt gesagt ist, da er an einer Sprachstörung leidet, er stottert. Nur sein Freund Huby darf im Unterricht nicht bestraft werden, denn Huby ist, so hieß das damals, mongoloid. Einem anderen Freund wirft die gelangweilte Mutter kleine Goldbarren in den familieneigenen Pool, nach denen die Jungen tauchen dürfen.

Die Gorkow-Familie besteht neben den Eltern noch aus der älteren Schwester, die an einem angeborenen Herzfehler erkrankt ist und die dem Bruder gerne boshafte Märchen auftischt, in denen Musiker die Bösewichte sind, die es auf kleine Kinder abgesehen haben. Der Vater ist, wenn er nicht im Büro ist, sehr stolz auf seine Rosen, was vor allem einem inflationären Einsatz der Giftspritze zu verdanken ist. Ob seine Kinder ihm bei der Gartenarbeit helfen möchten? Wenn diese besseres zu tun haben, kann die Antwort der Mutter auf eine diesbezügliche Anfrage schon einmal stellvertretend abschlägig lauten: „Die Kinder hören Pink Floyd“. So wie: „Die Kinder machen Hausaufgaben“. Diese englische Band hat es den Geschwistern besonders angetan, die Schwester schreibt Briefe nach London, und selbst der Vater ist bereit, sich diese Musik mit seinen Kindern anzuhören, sogar auf dem guten Plattenspieler, dem Thorens, dessen Handhabung an nichts weniger als eine kultisch-religiöse Zeremonie erinnert. Leichtsinnigerweise, muss man sagen, fürchtet der Vater doch irgendwann, die Platte von Pink Floyd könne das Gerät geradeweg pulverisieren.

 

Insgesamt: Es gab für mich ein paar Längen, der Tonfall, das Absurde, ist, so konstant durchbehalten, irgendwann auch keine Überraschung mehr, am Ende ist der Junge erwachsen, und ich bin mir noch uneins, ob es das gebraucht hätte oder das im Gegenteil die Geschichte erst rund macht, aber im Ganzen: Daumen hoch. 

 

Man merkt: Hier am Niederrhein, Mitte der Siebzigerjahre, ist der ganz normale Wahnsinn zu Hause. Und das Ulkige daran ist: Obwohl Alexander Gorkow (der Autor) Figuren, Situationen, Dialoge völlig überzeichnet, ins Wahnwitzige steigert … kam mir das eine oder andere irgendwie seltsam vertraut vor.


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