Alexander Häusser Karnstedt verschwindet

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Inhaltsangabe zu „Karnstedt verschwindet“ von Alexander Häusser

Zwei Außenseiter, zwei Freunde und ein gut gehütetes Geheimnis Über zwanzig Jahre lang hat Simon seinen Jugendfreund Karnstedt nicht mehr gesehen. Jetzt ist Karnstedt verschwunden, und Simon wird gebeten, sich um den Nachlass zu kümmern. Bei Simons Ankunft ist das Haus verwüstet. Karnstedts Auto und ein paar Kleidungsstücke am Strand sind das Einzige, was von ihm gefunden wird. Ein lange zurückliegendes Geheimnis der beiden Freunde scheint der Grund für die rätselhaften Ereignisse zu sein.

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  • Rezension zu "Karnstedt verschwindet" von Alexander Häusser

    Karnstedt verschwindet
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. March 2012 um 10:44

    Inhalt: Karnstedt, in seiner Jugendzeit mit Simon sehr gut befreundet, ja, Somion sogar liebend, ist nun fast spurlos verschwunden. In Dänemark ist an einem Strand sein Auto gefunden worden und seine Klamotten. Die Polizei denkt, er habe den Freitod gewählt und informieren Simon darüber. Denn Karnstedt hat eine art Testament hinterlassen, indem er Simon seine Hinterlassenschaften vermacht. Simon macht sich auf die Suche nach Karnstedt. Lebend oder tot... ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Ein interessantes Buch, denn trotzdem es zwei Zeitstränge gibt, die erzählt werden - einmal die Gegenward, wie Simon sucht und einmal die Vergangenheit, in dem der Leser Einblick in das gemeinsame (Liebes-)Leben der beiden Jungen erhält - und diese beiden Zeitstränge sich immer mehr vermischen und so ein wenig Chaos für mich entstand, konnte ich das Buch ganz gut lesen. Schade nur, dass das Ende so offen geblieben ist. ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Karnstedt verschwindet" von Alexander Häusser

    Karnstedt verschwindet
    variety

    variety

    06. January 2009 um 13:12

    Ich kann die lobenden Kritiken nicht ganz nachvollziehen. Zwar gibt es einige interessante Aspekte im Buch (die Rückblenden, z. B. ins Lager, oder die Beziehungen bzw. die Mobbing-Geschichten), aber insgesamt haben mich die Personen einfach zu wenig berührt, um mich in den Bann zu ziehen. Auch die Exkurse zu den Paläontologen waren nur bedingt spannend für mich. Was mich dagegen noch mehr interessieren würde, ist die Abenteuererzählung "The Mystery of the Henderson Skeletons"; das tönt unglaublich spannend!

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  • Rezension zu "Karnstedt verschwindet" von Alexander Häusser

    Karnstedt verschwindet
    Steerpike

    Steerpike

    06. August 2008 um 12:41

    Karnstedt wird mit einer physiologischen Besonderheit geboren: Er hat am gesamten Körper kein einziges Haar. Das macht ihn zu etwas Fremdem und damit zum Außenseiter und zum Ziel der Gemeinheiten des Klassenbullys Tummer. Der einzige, der zu Karnstedt hält, ist Simon Welde, ein schmächtiger Klassenstreber. Die beiden sind durch die gesamte Schulzeit hindurch beste Freunde, bis sich Simon in eine ältere Frau verliebt, die zu allem Überfluss etwas mit Tummer hat. Das darf natürlich keiner wissen, da beide noch minderjährig sind. Simons Sehnsucht wird von dem cleveren Karnstedt befriedigt, doch seine Motive sind nicht ganz uneigennützig. Auf der Abiturfahrt droht die Situation zu eskalieren und es kommt zum Bruch zwischen Karnstedt und Simon. Zwanzig Jahre später erhält Simon den Auftrag, den Nachlass Karnstedts abzuwickeln. Dieser ist unter mysteriösen Umständen ins Wasser gegangen und hat testamentarisch verfügt, dass Simon sich um sein Haus und seine Habseligkeiten kümmern soll. Simon rekonstruiert, während er sich diesem Wunsch fügt, die gemeinsame Vergangenheit mit Karnstedt und gelangt nach und nach zu einigen erschütternden Erkenntnissen. Ein kleiner Roman, keine 200 Seiten lang, Alexander Häusser beschränkt sich auf wenige Situationen im Leben seiner Figuren, die sie und ihr Handeln aber recht plastisch werden lassen. Was mir gefehlt hat, war der Grund, aus dem Simon sich tatsächlich 20 Jahre lang nicht mehr bei Karnstedt meldet, obwohl es, wie wir erfahren, in seiner Hand gelegen hätte. Vielleicht ist Simons Schwächlichkeit, die ihn buchstäblich in allem Mittelmaß bleiben lässt, der Grund dafür? Eine Reflexion dieses Handelns findet im Buch jedenfalls nicht statt. Das ist aber schon das einzig Schlechte, was man über dieses kleine Prosastückchen sagen kann, und ob man es wirklich sagen kann, ist ja auch dahingestellt, einem anderen Leser mag die Schilderung Simons als Motivation für sein Handeln ausreichen. Häusser schreibt eine nicht sehr charakteristische, aber gut lesbare Sprache, die Handlung ist spannend wie ein Krimi und endet auch mit einer Kriminalhandlung. Das Thema "Außenseitertum" ist zudem eines, über das ich immer wieder gern lese, gerade wie man sich in jungen Jahren darin einrichtet. Für Simon, so macht Häusser deutlich, ist die Freundschaft mit Karnstedt wohl nur ein Ersatz für die Freundschaften, die er nicht haben kann. Für Karnstedt ist es anders. Und damit komme ich wieder auf meine Kritik zurück, denn tatsächlich ist es nicht ganz ersichtlich, warum Simon Karnstedts Wunsch entspricht, als er ihn zum Nachlassverwalter macht. Ist Karnstedt für ihn doch ein "richtiger" Freund gewesen? So gibt er es zumindest dem dänischen Anwalt Karnstedts gegenüber zu Protokoll, aber überzeugt mich als Leser diese Begründung? Nicht vollständig. Es ist vielleicht doch eine Schwäche des Buches, dass es sich auf eine Figur fokussiert, die so wenig reflektiert ist, der aber auch so wenig widerfährt. Karnstedt und seine Beharrlichkeit, sein Festhalten an der Freundschaft zu Simon, werden nur aus der Perspektive Simons erzählt, und die Figur erscheint so als außerordentlich selbstsicher und manipulativ. Simon hingegen zieht sich in die Gewöhnlichkeit zurück und seine Reflexion setzt im Grunde erst auf den letzten Seiten des Buches ein. Ihre Auswirkungen können wir uns als Leser nur ausmalen. Was soll ich sagen? Sicher ein lesenswertes Buch, das mir aber einfach einen Tick zu sehr auf der sicheren Seite bleiben wollte.

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