Alexander Hoffmann Der Wolkenschieber

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Inhaltsangabe zu „Der Wolkenschieber“ von Alexander Hoffmann

Das Leben ist zu kurz für schlechte Anzüge“ – unter diesem Motto tummeln sich der Werbemann Thomas und seine schöne Laura in der Schickimicki-Szene Düsseldorfs. Dann bricht die Konjunktur ein und seine Höllenfahrt beginnt. Anfangs hofft er noch auf die Wende, mimt weiterhin den erfolgreichen Businessmann. Vom Penthouse in Oberkassel geht es in eine Einzimmer-Wohnung im Zooviertel. Er verliert alles, kann schließlich den beruhigenden runden Pillen nicht widerstehen. Zu seiner eigenen Überraschung bleibt ihm Laura treu und zeigt ungeahnte Überlebenskräfte. Thomas erkennt, was wirklich wichtig ist, und beginnt ein neues Leben. Alexander Hoffmann wirft in seiner spritzigen Satire einen ironisch-kritischen Blick auf die Düsseldorfer (Möchtegern-)Highsociety, die Welt des Freiberuflers, die lähmende Stagnation und die Geiz-ist-geil-Manie in Deutschland. Der Düsseldorfer wird seine Stadt und das Milieu der Glamourszene schmunzelnd wieder erkennen – was auch dem Leser jeder anderen Großstadt so gehen wird.

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  • Rezension zu "Der Wolkenschieber" von Alexander Hoffmann

    Der Wolkenschieber
    Miriam Pharo

    Miriam Pharo

    06. November 2010 um 11:08

    Ein Kartenhaus stürzt ein und wir lachen mit! Alexander Hoffmann schildert in seinem Buch den unaufhaltsamen Abstieg eines bis vor kurzem erfolgreichen Inhabers einer Werbeagentur im schicken Düsseldorf. Natürlich residiert er in einem repräsentativen Penthouse in bester Wohnlage Düsseldorfs und nennt allerlei Statussymbole wie den obligatorischen Sportwagen sein eigen. Trotz zurückgehender Aufträge denkt er nicht daran, sich einzuschränken, um nicht sein Gesicht zu verlieren. Also verkehrt er weiterhin in den In-Lokalitäten und verschuldet sich immer mehr bis zum totalen Zusammenbruch. Um es auf den Punkt zu bringen: Mir gefällt der Wolkenschieber außerordentlich gut. Der herausragende Sprachstil führt leichtfüßig durch die Geschichte eines Werbers am Wendepunkt seines Lebens. Hoffmann verurteilt seinen Protagonisten nicht, vielmehr führt er ihn mit leichter Ironie vor, bleibt dabei aber immer ritterlich. Bis auf den schwärzesten Moment im Leben von Thomas, so der Name unseres Antihelden, ist man als Leser eigentlich zum Dauerschmunzeln "verdammt". Ein paar Lacher konnte ich mir nicht verkneifen bei "Der Herr macht sich. Noch zwei Generationen, und aus der Familie wird was..." Und nicht zu vergessen: der AA-Knäuel! Die Nebencharaktere haben mir besonders gut gefallen: Jeder Typus ist mit dem adäquaten Nachnamen versehen. Die Figur, die mir am wenigsten zusagt, ist die perfekteste von allen: Laura, die Ehefrau. Sie ist mir zu eindimensional, irgendwie nicht von dieser Welt. Eben göttlich. Hoffmann hält ihr nur einen sehr kleinen Spiegel vor. Man merkt ihm an, dass er seiner weiblichen Hauptfigur zugetan ist. Was ja nicht immer schlecht sein muss.. Fazit: Hoffmanns Buch ist absolut empfehlenswert und gibt Hoffnung, dass ein einstürzendes Kartenhaus nicht das Ende sein muss, sondern ein viel versprechender Anfang! Mein liebster Satz im Buch ist: "...schielte aufs Rheinufer gegenüber und nahm übel." Und nahm übel. Eine kurze, Regel brechende Formulierung, die alles sagt. Perfekt.

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