Alexander Jehle und immer wieder leben

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Inhaltsangabe zu „und immer wieder leben“ von Alexander Jehle

Es ist ein - unberechenbarer - Gewinn mit Jehles Texten ins Gespräch zu kommen und mit jemandem, der dankbar, hoffend und betend auf dem Weg

— walterb
walterb

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    und immer wieder leben
    walterb

    walterb

    11. November 2015 um 18:26

    Da meldet sich einer zu Wort und gibt zu verstehen, dass ‚Einfach-Sein‘ sinnvoll, Gefühle lebenswichtig und Verantwortung unverzichtbar ist. Er geht ums Menschsein und ums Leben - so sehr Rätsel wie Geschenk, so wundersam schön und ein bisschen schrecklich auch. „ein Mensch  eben“. Die berühmten drei Worte sind es zwar nicht, aber sie können es noch werden. Tatsächlich beschließen sie die reduzierte, ja minimlistische Kurzbiografie des Autors auf der Seite 96, der letzten Textseite, des jüngst erschienen Buches von Alexander Jehle. Der Buchtitel zählt ein Wort mehr, ist der einzige in Kleinbuchstaben gesetzte Text: „und immer wieder leben“. Er ist sicher programmatisch zu nehmen, denn das Wörtchen „leben“ ist auch das einzige farbig - nämlich: grün - gedruckte Wort unter den 66 Texten, die auf 95 Seiten versammelt - klassisch schön, in englischer Broschur gebunden - im Bucher-Verlag erschienen sind. Vier Mal - in vier Kapiteln - geht der Autor zum Brunnen seiner Erfahrungen aus 44 Lebensjahren und sieht sich und „unsere“ Welt in Bildern des Wandels, des ortlosen Unterwegsseins, erkennt „Liebe und andere Gefühle“, beklagt mahnend und in kritischen Worten und Bildern „unser Leben in Wachstumsmilch und Systemhonig“ bis die grossen und lezten Fragen nach „Leben, Tod und Gott“ auftauchen. Das schmucke Büchlein wird bibliografisch unter Lyrik geführt. Das ist nicht falsch aber auch nicht ganz richtig. Die Texte haben alle einen sehr persönlichen, vertrauensvoll werbenden Ton. Aber sie biedern sich nicht an. Und sie sind unverstellt authentisch und von einem realistischen Ernst durchzogen. Auch dort - und das ist oft der Fall - wo Gefühle im Spiel sind oder appellative Obertöne durchkommen. Und manche der prosaisch-lyrischen Fragmente sind - im besten Sinn des Wortes - ein Gedicht, das entsteht, wo die literarischen Arbeit sich der unverfügbaren Intuition anvertraut und der Erfahrung, dass Weniger Mehr ist. Es ist ein - unberechenbarer - Gewinn mit Jehles Texten ins Gespräch zu kommen und mit jemandem, der dankbar, hoffend und betend auf dem Weg ist, das „Pflänzchen Mut“ und das Wagnis Vertrauen zu üben, zu lernen und wer weiss - zu lieben. Nun macht eine Schwalbe noch nicht den Sommer, den Jehle so sehr liebt und auf einem Bein kann man nicht (gut) stehen, das ist dem Gerne-Wanderer auch klar … Punkt! (_wb)

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