Alexander Karl

 4.4 Sterne bei 16 Bewertungen
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Lebenslauf von Alexander Karl

Alexander Karl, Jahrgang 1989, studiert in Tübingen Medienwissenschaft und Geschichte. Aufgewachsen ist er in einem kleinen hessischen Dorf und begann mit 16 Jahren zu schreiben. Die Romanreihe „Real Me“ ist sein erstes Projekt. Es umfasst vier Bände und entstand innerhalb von dreieinhalb Jahren.

Alle Bücher von Alexander Karl

Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich

Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich

 (16)
Erschienen am 06.06.2012

Interview mit Alexander Karl

> Ein derartiger Erfolg beim ersten Roman ist außergewöhnlich und selten. Hast du an Kursen zum kreativen Schreiben teilgenommen, um deine eigenen Schreibfähigkeiten zu verbessern oder auszubauen. Oder war es ein spontanes Drauflosschreiben?

Es gab tatsächlich einen Moment, in dem ich einfach drauf los geschrieben habe – in einer Unterrichtsstunde auf einem Collegeblock, da war ich 15 Jahre alt. Da entstand die Rohversion von „Real Me“. Mit 16 Jahren habe ich dann alles auf den PC gebracht und den ersten Band abgeschlossen. Ich habe natürlich auch viele Bücher gelesen und geschaut, wie andere ihre Geschichten erzählen und mich mit anderen Jungautoren auf www.hierschreibenwir.de ausgetauscht. Aber ein richtiges Coaching hatte ich nicht.

> Was war bisher das schönste, was das schlimmste Feedback zu deinem Buch?

Es gab einige sehr nette Nachrichten von Jugendlichen, die „Real Me“ berührt hat und die das Lesen genossen haben. Das sind für mich auch immer unglaublich schöne Momente, wenn so eine Nachricht über Facebook kommt, weil man da ja nicht mit rechnet. Übrigens gefällt nicht nur Jugendlichen mein Buch, sondern auch Erwachsene fühlen sich durch „Real Me“ wieder an ihre Jugend erinnert, wie ich bereits erfahren habe. All diese Reaktionen zeigen mir dann, wie sehr sich die Jahre der Arbeit gelohnt haben. Hin und wieder gibt es auch konstruktive Kritik und Anregungen, die ich aber immer gerne aufnehme und mich damit auch auseinandersetzte.

> Interessant ist natürlich auch die Schreibtechnik, die ein junger Autor verfolgt. Gibt es irgendwelche Tipps und Tricks zur Verbesserung der Ausdrucksweise? Wie schreibst du überhaupt: ganz klassisch am PC, von Hand oder gar an ungewöhnlichen Orten? Zu welchen Zeiten bist du besonders kreativ?

Mittlerweile bin ich ein klassischer Laptop-Schreiber, wenn es um das Tippen einer Story geht. Spontane Ideen schreibe ich mir auf irgendwelche Zettel und mache mir Notizen im Handy. Manchmal passen sie dann zu einem Buch oder einer Kurzgeschichte, an der ich arbeite, manchmal wandern sie in den Ideen-Fundus. Übrigens gehöre ich zu den Menschen, die auch unter der Dusche plötzlich eine super Idee haben können – aber da habe ich den Notizblock nie dabei. Komischerweise bin ich bei Regen und Gewitter sehr kreativ und schreibe da auch gerne. Wenn draußen die Blitze zucken und der Regen plätschert, fliegen meine Finger besser über die Tastatur.

> Und welche Ratschläge würdest du jemandem geben, für den du jetzt ein neues Vorbild geworden bist?

Ich glaube, alle Autoren ticken und arbeiten ganz unterschiedlich – deshalb sind generelle Tipps schwer. Aber auf jeden Fall sollte man mit offenen Augen durchs Leben gehen und offen für neue Ideen sein. Und natürlich: An seine Träume glauben, wenn man von seinem Talent und seinem Können überzeugt ist.

> Ist es dir schwer gefallen, sich in die Erlebnis- und Gefühlswelt der einzelnen Figuren einzufinden? Der Text lebt ja gerade aus einem Wechsel unterschiedlichster Perspektiven.

Stimmt, bei „Real Me – Die Suche nach dem wahren Ich“ gibt es immer wieder wechselnde Erzähler, wobei John doch sehr dominant seine Sicht und seine Erlebnisse schildert. Schwierig war es aber nicht, weil ich ja wusste, wie sich die Figur in der Handlung fühlt. Denn sie agiert und „lebt“ ja auch, wenn ich aus Johns Perspektive erzähle.

> Das eigene Buch auf der Buchmesse. Wie fühlt sich das an? Hast du deinen Erfolg gebührend gefeiert?

Das sind solche Wow-Gefühle, die für ein breites Grinsen auf meinem Gesicht sorgen. Vor ein paar Jahren habe ich den Verlagen dort noch „Real Me“ angeboten, nun steht es da. Es dauert immer ein wenig, bis ich das dann wirklich realisiert habe. Aber nach dem Wow-Gefühl ist vor dem nächsten Wow-Gefühl und das bedeutet eben auch: weiter arbeiten.

> Neben deiner Tätigkeit als Autor gehst du zusätzlich noch einem Studium nach. Wie schafft man es, beides zu vereinbaren ohne dass ein Bereich vernachlässigt wird?

Das fragen mich tatsächlich viele. Die vier „Real Me“-Bände habe ich ja alle neben der Schule und dem Abitur geschrieben, was darunter auch nicht gelitten hat. Zwei weitere Bücher neben dem Studium. Zudem war ich noch über ein Jahr Chefredakteur des medienkritischen Blogs media-bubble.de und habe noch allerhand andere Sachen gemacht. Das geht nur mit einem guten Zeitmanagement und To-Do-Listen, die immer auf meinem Schreibtisch liegen. Anders funktioniert das nicht.

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Neue Rezensionen zu Alexander Karl

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Rezension zu "Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich" von Alexander Karl

Rezension zu "Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich" von Alexander Karl
Moosbeerevor 6 Jahren

“Ohne sich noch einmal umzudrehen, stieg sie in den Bus und verschwand mit ihm. Dorthin, wo sie vor zwei Tagen wie aus dem Nichts zu mir gekommen war.“
Inhalt
John hat es gar nicht so leicht. Er steckt mitten in der Pubertät, in seiner Clique bilden sich zusehens Pärchen und dann geht es auch noch auf Klassenfahrt, auf der es heiß hergeht. Strand, Alkohol und die eine oder andere Intrige warten. Wer sind eigentlich seine richtigen Freunde? Und was ist mit Kris? Eigentlich ist sie richtig anstrengend, aber verliebt ist er trotzdem. Macht sie bei der Sache gegen ihn mit?
Meine Meinung
Das Buch „Real me – Die Suche nach dem wahren Ich“ ist der Auftakt zu einer Jugendbuch-Reihe, die der Autor bereits in der Schulzeit begonnen hat zu schreiben und erzählt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte der Clique um John. Die unterschiedlichsten Themen wie erste Liebe, Verhütung, Verrat, Streit, Selbstmordgedanken, homosexuelle Gefühle und vieles mehr werden angesprochen. Leider für mich etwas zu oberflächlich – eine tiefere Reflexion oder eine „Lösung“ der Probleme (bzw. ein möglicher Ausweg) wäre hier sicherlich auch interessant gewesen. Die sehr jugendliche Sprache lässt sich leicht lesen, nur ab und an bin ich auf ein paar merkwürdige Formulierungen gestoßen. Zudem aufgefallen ist mir die Auswahl der Namen – äußerst ungewöhnlich für eine Gruppe deutscher Jugendlicher.
Fazit
Die Reihe birgt sicherlich viel Entwicklungspotenzial. Das erste Buch vermochte mich nicht so recht zu überzeugen, dafür blieb die Story an sich zu seicht und unabgeschlossen. Daher vergebe ich knappe 3 Sterne und empfehle das Buch wirklich nur deutlich jüngeren Lesern ab ca. 12 Jahren.

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Rezension zu "Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich" von Alexander Karl

Rezension zu "Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich" von Alexander Karl
Lizzy1984wvor 6 Jahren

Ein Buch das einen in die eigene Kindheit zurück versetzt und viele Erinnerungen wach ruft.
Es geht um John, einen 16-Jährigen Teenager, der alle Situationen des Teenagerdaseins durchlebt. Diese Situationen meistert er mit seiner Klassen-Clique die aus vielen verschiedenen Charakteren besteht. Neue Beziehungen, Sex, Alkohol, Zigaretten gehört dazu wie auch unerwiderte Liebe.
Dieses Buch versetzt einen richtig gut in die pubertierende Lebensweise von Teenagern mit all ihren Problemen. Manche Situationen haben mich schon mal genervt aber so reif sind sie eben noch nicht. Und trotz allem kamen die Charaktere richtig sympathisch rüber. Die meiste Zeit verfolgt man das Geschehen aus Johns Sicht bekommt aber auch mal einen Einblick in die Sicht von Gwen oder Kris. Was zum Beispiel die Situationen auch ganz anderster da legt aber auch andere Probleme mit sich bringt. Jedes Kapitel hat einen eigenen Songtitel was auch mal was schönes und anderes war.
Mir hat das Buch auf jedenfall gefallen und ich freu mich schon auf die nächsten Bände. So bekommt man mal wieder dargestellt wie schwer doch der Weg ins Erwachsenleben ist.

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Rezension zu "Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich" von Alexander Karl

Rezension zu "Real Me - Die Suche nach dem wahren Ich" von Alexander Karl
Sophia!vor 7 Jahren

"... und ich verdeutlichte meine Gesprächsbereitschaft, indem ich die Stöpsel aus den Ohren zog!"
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Dank diesem Buch fühlt man sich als Leser zurückversetzt in eine Zeit des unbeschwerten Daseins - der eigenen Jugend!
Eine Zeit, in der die Zukunft als ein unbeschriebenes Blatt vor einem lag, alle Möglichkeiten und Wege offen. Eine Zeit, in der es keine Sorgen um das Morgen gab, sondern in der nur das Heute, das Hier und Jetzt zählte. Dem jungen Autor schon jetzt ein herzliches Dankeschön für die Wiedererweckung dieser Gefühle!
Inhaltlich geht es, wie der Titel schon andeutet, um die alles entscheidende Frage eines Jugendlichen: Wer bin ich wirklich? Was will ich vom Leben? Welche Rolle spiele ich in den Augen der anderen?
In diesem Sinne begleitet man John und seine Clique in ihrem Alltag. Da wäre der arrogante und eigensinnige Bulldog, die gutaussehende Kris, die in sich gekehrte Gwen und viele weitere. Gleich gegen Anfang der Geschichte begleitet man die Freunde auf ihrer turbulenten Klassenfahrt voller Intrigen und sexueller Eskapaden. Aufrichtigkeit, Vertrauensmissbrauch, Liebe und Enttäuschungen spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Charaktere geraten oftmals an ihre Grenzen und müssen schwierige Entscheidungen treffen, die alles verändern können. Und inmitten all dieser Turbulenzen ist es alles andere als leicht, zu sich selbst zu finden. Die Klassenfahrt entwickelt sich schließlich zu einem Ereignis, das vieles verändert. Und auch wieder zurück in ihrem Schulalltag geschehen Dinge, die die individuelle Entwicklung der Figuren fordern. Sei es eine vermeintliche Schwangerschaft oder homosexuelle Neigungen.
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Alexander Karl hat einen Roman geschaffen, der das ganze Spektrum jugendlicher Erfahrung wiedergibt. In authentischer Schilderung erleben die Leser verschiedenste Perspektivwechsel und somit Selbstreflexionen einzelner Charaktere in ihrer Entwicklung. Sowohl Handlung als auch Sprache sind sehr nah an der Realität, wie etwa die aus den unterschiedlichsten Charakteren zusammengesetzte Clique. Dadurch ist es leicht möglich, sich mit den sympathischen Figuren zu identifizieren. Wie ereignisreich und aufwühlend die Jugend sein kann, verdeutlicht dieser Text immer wieder aufs Neue. Aber auch Spaß und Unbeschwertheit dieser Zeit werden deutlich spürbar.
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Fazit: Schule, Liebe, Party, Freunde, Probleme, Sex, Drugs and Rock'n Roll, … Die volle Ladung, das Leben! Ein gelungenes Debüt, bei dem man sich auf weitere Teile der Reihe freuen darf.

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Gespräche aus der Community

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Es ist soweit: Mein Debütroman „Real Me – Die Suche nach dem wahren Ich“ ist erschienen – und ihr dürft darin schmökern!

Was erwartet euch? In „Real Me“ geht es um John, dessen Leben ganz leicht sein könnte, stünde ihm da nicht sein Leben im Weg. Immer wieder tauchen wie aus dem Nichts Probleme auf: Da wäre sein bester Freund, der ihm plötzlich Wichtiges verschweigt. Oder seine beste Freundin, die mit einem mehr als fragwürdigen Kerl zusammenkommt. Und natürlich Kris, die John eigentlich viel zu anstrengend findet, sich aber dennoch in sie verliebt. Auf einer Klassenfahrt nach Malta eskaliert die Situation: Kris ist in eine Intrige verwickelt, die John schaden soll. Nun gilt es zu verstehen: Wer ist Freund und wer ist Feind?

Das Besondere: Jedes Kapitel hat als Überschrift einen Songtitel, wodurch ihr beim Lesen quasi einen Soundtrack zum Buch bekommt. Außerdem ist „Real Me“ authentisch, aber nicht autobiografisch: Ich habe mit 15 ¾ Jahren mit dem Buch in einer Unterrichtsstunde auf einem Collegeblock begonnen und konnte mich gut in die Protagonisten einfühlen und rein denken.

So bekommt ihr das Buch: Ihr dürft euch bis zum Sonntag, 8.7.2012 um 24.00 Uhr bewerben, um eines von fünf Büchern zu bekommen. Dazu solltet ihr mir einfach sagen, was euch spontan zum Cover von „Real Me“ einfällt – und dann entscheidet Fortuna, ob ihr ein Exemplar bekommt ;-) Ich frage euch dann nach eurer Adresse und ihr bekommt das Buch schnellstmöglich.

Alle anderen dürfen natürlich auch bei der Leserunde mitmachen, es gibt ja bereits weitere Exemplare im Handel. Ich hoffe, ihr habt Lust auf die einzelnen Leserunden und Aktionen. Denn soweit ich weiß gab es noch nie auf Lovelybooks die Möglichkeit, ein Gespräch mit dem Autor zu gewinnen ;-)

Ich freue mich auf die Gespräche und Diskussionen mit euch und wünsche euch natürlich viel Spaß beim Lesen!

Und wer noch mehr über mich als Autoren wissen will: www.realmebuch.wordpress.de und natürlich unter www.facebook.de/realmebuch.

Hier gibt es die Leseprobe zum Lesen und hier zum Hören und Sehen

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Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Alexander Karl wurde am 17. November 1989 in Deutschland geboren.

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