März 1814: Napoleon ist endgültig geschlagen, doch Admiral Sir Richard Bolitho wird noch einmal nach Malta entsandt – jenen Ort, der schon einmal Ruhm wie Tragödie in seinem Leben bestimmte. In den Gewässern vor Malta, im Angesicht eines verhassten Gegners, wird sich sein Schicksal in einer letzten, unerbittlichen Seeschlacht entscheiden.
Als Abschluss einer so langen und geliebten Reihe trägt dieser Band naturgemäß ein enormes Gewicht – und das spürt man beim Lesen auch. Die Rückkehr nach Malta, wo Bolithos Geschichte schon einmal so entscheidend Wendungen nahm, gibt dem Band eine fast schicksalhafte, kreisförmige Note, die dem langjährigen Bolitho-Leser durchaus zu Herzen geht.
Leider wird dieser emotionale Anspruch aber nicht ganz eingelöst: Wie bei den vorherigen Bänden bemängeln viele Leser, dass die Erzählung zunehmend in großen Sprüngen voranschreitet – Gefechte werden kurz angerissen und sind oft schon vorbei, bevor sich richtige Spannung aufbauen kann. Besonders der entscheidende Moment, Bolithos Tod selbst, wird von manchen als zu knapp und nebensächlich empfunden – fast so, als würde ein namenloser Matrose in einer Nebenhandlung fallen, statt der große Held, dessen Weg man über 25 Bände verfolgt hat. Für einen solchen Abschluss hätten sich viele treue Leser etwas mehr erzählerischen Raum gewünscht.
Auf der anderen Seite gibt es auch Stimmen, die genau diese Kürze und Nüchternheit als angemessen empfinden – "kurz und schmerzlos", wie es ein Leser formulierte – und den Band zu den besseren der späteren Reihe zählen.
Insgesamt ein Band, der als Serienabschluss emotional viel mitbringt, dessen Umsetzung aber polarisiert – wer die Reihe von Anfang an begleitet hat, wird ihn wohl trotz aller Kritik lesen müssen, auch wenn der Abschied selbst zwiespältig bleibt. 3 bis 4 Sterne von mir.











