Alexander Kent

 3,9 Sterne bei 158 Bewertungen
Autor von Die Feuertaufe, Großdruck, Strandwölfe und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Alexander Kent kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Marineoffizier im Atlantik und erwarb sich danach einen weltweiten Ruf als Verfasser spannender Seekriegsromane. Er veröffentlichte über 50 Titel (die meisten bei Ullstein erschienen), die in 14 Sprachen übersetzt wurden, und gilt als einer der meistgelesenen Autoren dieses Genres neben C.S. Forester.Alexander Kent, dessen richtiger Name Douglas Reeman lautet, war Mitglied der Royal Navy Sailing Association und Governor der Fregatte »Foudroyant« in Portsmouth, des ältesten noch schwimmenden Kriegsschiffs.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alexander Kent

Cover des Buches Feind in Sicht (ISBN: 9783548264691)

Feind in Sicht

(6)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Strandwölfe (ISBN: 9783548266572)

Strandwölfe

(7)
Erschienen am 01.10.2006
Cover des Buches Bruderkampf (ISBN: 9783548283029)

Bruderkampf

(6)
Erschienen am 10.11.2010
Cover des Buches Bruderschaft der See (ISBN: 9783548264066)

Bruderschaft der See

(6)
Erschienen am 09.11.2005
Cover des Buches Donner unter der Kimm (ISBN: 9783548263144)

Donner unter der Kimm

(6)
Erschienen am 14.09.2005
Cover des Buches Der Piratenfürst (ISBN: 9783548264035)

Der Piratenfürst

(5)
Erschienen am 12.01.2006
Cover des Buches Eine letzte Breitseite (ISBN: 9783548283067)

Eine letzte Breitseite

(4)
Erschienen am 14.01.2011
Cover des Buches Fieber an Bord (ISBN: 9783548280820)

Fieber an Bord

(4)
Erschienen am 13.05.2009

Neue Rezensionen zu Alexander Kent

Cover des Buches Das letzte Gefecht (ISBN: 9783548247373)
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Rezension zu "Das letzte Gefecht" von Alexander Kent

Rash
Das Ende einer Ära – bewegend, aber erzählerisch zu hastig

März 1814: Napoleon ist endgültig geschlagen, doch Admiral Sir Richard Bolitho wird noch einmal nach Malta entsandt – jenen Ort, der schon einmal Ruhm wie Tragödie in seinem Leben bestimmte. In den Gewässern vor Malta, im Angesicht eines verhassten Gegners, wird sich sein Schicksal in einer letzten, unerbittlichen Seeschlacht entscheiden.

Als Abschluss einer so langen und geliebten Reihe trägt dieser Band naturgemäß ein enormes Gewicht – und das spürt man beim Lesen auch. Die Rückkehr nach Malta, wo Bolithos Geschichte schon einmal so entscheidend Wendungen nahm, gibt dem Band eine fast schicksalhafte, kreisförmige Note, die dem langjährigen Bolitho-Leser durchaus zu Herzen geht.

Leider wird dieser emotionale Anspruch aber nicht ganz eingelöst: Wie bei den vorherigen Bänden bemängeln viele Leser, dass die Erzählung zunehmend in großen Sprüngen voranschreitet – Gefechte werden kurz angerissen und sind oft schon vorbei, bevor sich richtige Spannung aufbauen kann. Besonders der entscheidende Moment, Bolithos Tod selbst, wird von manchen als zu knapp und nebensächlich empfunden – fast so, als würde ein namenloser Matrose in einer Nebenhandlung fallen, statt der große Held, dessen Weg man über 25 Bände verfolgt hat. Für einen solchen Abschluss hätten sich viele treue Leser etwas mehr erzählerischen Raum gewünscht.

Auf der anderen Seite gibt es auch Stimmen, die genau diese Kürze und Nüchternheit als angemessen empfinden – "kurz und schmerzlos", wie es ein Leser formulierte – und den Band zu den besseren der späteren Reihe zählen.

Insgesamt ein Band, der als Serienabschluss emotional viel mitbringt, dessen Umsetzung aber polarisiert – wer die Reihe von Anfang an begleitet hat, wird ihn wohl trotz aller Kritik lesen müssen, auch wenn der Abschied selbst zwiespältig bleibt. 3 bis 4 Sterne von mir.

Cover des Buches Unter dem Georgskreuz (ISBN: 9783548266657)
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Rezension zu "Unter dem Georgskreuz" von Alexander Kent

Rash
Etwas besser als der Vorgänger, aber die Ermüdung der späten Reihe ist spürbar

1813: Großbritannien befindet sich bereits im zweiten Jahr des Krieges mit Nordamerika. Sir Richard Bolitho, kaum aus Übersee zurückgekehrt, wird erneut in die Pflicht genommen – Napoleon zieht sich an allen Fronten zurück, und die Amerikaner drängen auf eine schnelle Entscheidung. Doch zuvor muss sich sein Neffe Adam Bolitho einem Kriegsgericht stellen, da er einige Monate zuvor seine Fregatte "Anemone" verlor und in Kriegsgefangenschaft geriet. Nach seinem Freispruch wird Adam Flaggkapitän von Konteradmiral Valentine Keen – eine schwierige Konstellation, denn beide trauern, jeder auf seine Weise, um Zenoria, Keens Frau und Adams einstige Geliebte. In Halifax treffen alle wieder zusammen, und Richard Bolitho muss nicht nur einen amerikanischen Angriff auf Kanada verhindern, sondern sich auch mit einem Mann auseinandersetzen, der ihm ewige Rache geschworen hat.

Im Vergleich zum vorherigen Band ("Dem Vaterland zuliebe") ist hier zumindest wieder etwas mehr Handlung und Konfliktpotenzial vorhanden – die Geschichte um Adam, Keen und die gemeinsame Trauer um Zenoria gibt dem Band eine gewisse emotionale Tiefe, und der persönliche Racheplot bringt zusätzliche Spannung.

Allerdings macht sich auch hier die Ermüdung der späten Reihe bemerkbar: Die Grundstruktur – eine aussichtslose Schlacht gegen einen überlegenen Feind, die dann doch im letzten Moment gewonnen wird, während praktisch jede Figur ständig über die Liebschaften und Verluste in der Heimat sinniert – wirkt inzwischen sehr vertraut und wenig überraschend. Auch das altbekannte Muster, dass praktisch alle Admiräle außer Bolitho und seinen Getreuen als unfähig oder charakterlich fragwürdig dargestellt werden, wiederholt sich hier erneut.

Insgesamt ein Band, der zwar etwas mehr bietet als sein direkter Vorgänger, aber im Vergleich zu den stärkeren früheren Teilen der Reihe deutlich abfällt. Für Komplettisten ein notwendiger Baustein, für alle anderen eher Mittelmaß. 2 bis 3 Sterne von mir.

Cover des Buches Das letzte Riff (ISBN: 9783548280097)
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Rezension zu "Das letzte Riff" von Alexander Kent

Rash
Spannender Schiffbruch, schwächerer zweiter Teil

1808: Noch nie war Sir Richard Bolitho dem Tod so nahe wie jetzt. Mit seinem Stab schifft er sich auf der Brigg "Golden Plover" nach Kapstadt ein, wo er ein neues Geschwader übernehmen soll. Doch aus Goldgier meutert die Besatzung unterwegs, es kommt zu einem blutigen Kampf, und das führerlose Schiff strandet auf dem Hundert-Meilen-Riff vor Westafrika. Während man in England bereits um den vermeintlich verlorenen Seehelden trauert, treibt Bolitho in einem kleinen Boot auf dem Atlantik – von Durst gequält und von Haien umkreist.

Der erste Teil dieses Bandes – die Meuterei, der Schiffbruch und der verzweifelte Überlebenskampf auf See – ist mit Abstand der stärkste und packendste Teil. Auch wenn die Grundsituation an "Fieber an Bord" erinnert, funktioniert die Odyssee hier hervorragend und sorgt für echte Spannung und Mitgefühl mit Bolitho und seinen Begleitern.

Der zweite Teil, der sich um die Eroberung Martiniques dreht, fällt für mich dagegen deutlich ab – die historischen Ereignisse werden eher am Rande und oberflächlich behandelt, und wie schon in anderen späteren Bänden vermeidet Kent es, seinen Helden wirklich in den historischen Ablauf einzubinden. Zusätzlich sorgt die Liebesgeschichte zwischen Adam Bolitho und der Ehefrau von Valentine Keen für einen schalen Nachgeschmack – moralisch wirkt das nicht ganz stimmig, gerade weil die Bolithos in solchen Situationen gerne als die eigentlichen Opfer dargestellt werden.

Insgesamt ein Band mit zwei sehr unterschiedlichen Hälften: ein mitreißender Überlebensthriller, gefolgt von einem eher schwächeren, oberflächlicheren zweiten Teil. In der Summe aber immer noch ein solider, lesenswerter Band – 4 Sterne.

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Zusätzliche Informationen

Alexander Kent wurde am 15. Oktober 1924 in Großbritannien geboren.

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