Alexander Kissler

 4 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Widerworte, Alles über Patrick Süskinds Das Parfum und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Widerworte

 (3)
Neu erschienen am 25.02.2019 als Hardcover bei Gütersloher Verlagshaus.

Alle Bücher von Alexander Kissler

Alles über Patrick Süskinds Das Parfum

Alles über Patrick Süskinds Das Parfum

 (3)
Erschienen am 28.09.2006
Widerworte

Widerworte

 (3)
Erschienen am 25.02.2019
Dummgeglotzt

Dummgeglotzt

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Erschienen am 20.07.2009
"Wo bin ich denn behaust?"

"Wo bin ich denn behaust?"

 (1)
Erschienen am 01.09.2003
Papst im Widerspruch

Papst im Widerspruch

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Erschienen am 14.03.2013
Der Jahrhundertpapst

Der Jahrhundertpapst

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Erschienen am 04.04.2011
Deutschlandtheater.

Deutschlandtheater.

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Erschienen am 21.08.2009

Neue Rezensionen zu Alexander Kissler

Neu
Z

Rezension zu "Widerworte" von Alexander Kissler

Ein einziges Thema in zahlreichen Varianten
Zhou-Yivor einer Stunde

Am Anfang dieses Buchs heißt es:

„Wer über die Worte bestimmt, der beherrscht das Denken.“

Das kann man so stehen lassen. Framing nennt man das auf Neudeutsch.

Im Klappentext wird das Thema so umrissen:

„Phrasen regieren uns. Sie täuschen etwas vor, was nicht da ist: einen klugen Gedanken, eine tiefe Einsicht, eine hohe Moral. Sie sind Sie sind Behauptungen, denen nicht auf den Grund gegangen werden soll, rhetorisches Lametta fast ohne Substanz.“

Kissler arbeitet sich an der Flüchtlingskrise ab. Er erregte sich im Jahr 2015 über Merkels Satz zur Flüchtlingskrise: „Wir schaffen das.“

Für Kissler ist das: „Ein reiner Behauptungssatz, man weiß nicht, wer WIR ist, man weiß nicht, was DAS ist und auch nicht, was SCHAFFEN meint.“

Das kann man so stehen lassen.

Im Interview mit „The European“ sagt Kissler frei heraus, was er von Angela Merkel hält:

„Frau Merkel ist die Phrasenkönigin unserer Republik. Merkel setzt sehr bewusst das Mittel des schlechten Deutsch ein, weil sie a) kein Deutsch kann, aber auch b) ihr das zugutekommt, weil sie fast nie auf den Sinn ihrer Sätze festgenagelt wird. […] Frau Merkel will sich nicht erklären, muss aber reden. Deshalb greift sie zu Phrasen.“

In der Weltwoche bemängelte Kissler die Arbeit der Journalisten, die oft aus blanker Not zu Phrasen greifen, denn Dinge zu begreifen, kostet Zeit:

„Journalisten sind heute mehr denn je willige Abnehmer von Phrasen ebenso wie Produzenten und Händler von Phrasen. Das liegt auch am ökonomischen Druck. Immer weniger Journalisten schreiben unter immer größerem Druck immer schlechtere Texte. Das Diktat der Zeit trifft auch Politiker. Je weniger Zeit ich habe, um nachzudenken, desto leichter greife ich zum Satzbaukasten der Phrase. Indem Journalisten die Phrasen der Politiker ungeprüft weiter tragen, geben sie Phrasen die falsche  Weihe des Arguments.“

Weiter führt er aus:

„Phrasen sind strategisch eingesetzte rhetorische Operationen, mit denen man ein Basta bemäntelt als Diskussionsbeitrag. Politische Phrasen sind Basta-Wörter. Sie simulieren Nachdenklichkeit, sie geben vor, dass sie eine Debatte eröffnen wollen, dabei wollen sie diese schließen oder erst gar nicht entstehen lassen.“

Fazit:

Bis auf einige treffende Definitionen ist das Buch eine Enttäuschung. Selbst wenn der Autor stellenweise Recht hat. Es macht keinen Spaß, ständig Kisslers Analyse der Flüchtlingskrise vorgekaut zu bekommen. Ich hätte gerne etwas zum Thema Alltagsphrasen gelesen.

Kissler behandelt die folgenden 15 Phrasen:

Heimat gibt es auch im Plural

Vielfalt ist unsere Stärke

Wir schaffen das

Jeder verdient Respekt

Religion ist Privatsache

Europas Werte ertrinken im Mittelmeer

Willkommenskultur ist der beste Schutz vor Terror

Solidarität ist keine Einbahnstraße

Unser Reichtum ist die Armut der Anderen

Menschlichkeit kennt keine Obergrenze

Angst hat man vor dem, was man nicht kennt

Gewalt ist keine Lösung

Haltung zeigen

Das ist alternativlos

Wir müssen zur Sacharbeit zurückkehren.

Wer will, soll das Buch lesen. Mir reicht es. Ich werde nichts mehr von Kissler lesen. Wahrscheinlich haut er auch da in die immer gleiche Kerbe.

Kissler ist der Autor von Sachbüchern wie „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“ und „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“.

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Rezension zu "Widerworte" von Alexander Kissler

Politische Widerworte
breathingwordsvor einem Tag

Rezensionsexemplar

Inhalt: In seinem Sachbuch „Widerworte“ erklärt der Alexander Kissler, dass manche Sprüche eine Tiefe vorgeben, die sie eigentlich nicht besitzen. Phrasen sind Totschlagargumente, denn ihr Zentrum ist „unerklärlich, unbeschreiblich, unbeweisbar“ (S. 8). Dabei klafft in ihrer Mitte eine Leere des Denkens. Diesem Mangel an Gedanken geht Alexander Kissler auf den Grund, indem er fünfzehn Phrasen auseinandernimmt. Von „Wir schaffen das“ über „Jeder verdient Respekt“ bis hin zu „Das ist alternativlos“ wird ihnen jeweils ein Kapitel gewidmet.


Eigene Meinung: Kisslers Definitionen der Phrasen haben mir gut gefallen. Sie stellen das Grundproblem solch leerer Worten dar: „Die Phrase beginnt dort, wo das Denken endet.“ (S. 171) Eine gefährliche Kombination mit „tausendfach erprobte[m...] Kopfnicken“ (S. 71).

Allerdings entwickelte sich das Buch etwas anders, als von mir erwartet. Wenn man den Autor und sein Engagement für politische Kultur bereits kennt, dann überrascht die Richtung vermutlich nicht. Ich jedoch hatte mir etwas Ausgeglicheneres zwischen politischen und zwischenmenschlichen Phrasen vorgestellt. Es ist schwer, beim Auseinandernehmen politischer Phrasen neutral zu bleiben. Wie erwartet, gibt sich im Verlauf des Buches eine politische Stellungnahme zu erkennen. Der Autor kommt immer wieder auf das Thema Flüchtlingskrise zurück und lässt klar durchscheinen, dass er Merkels Handeln missbilligte. Darüber hinaus verabsolutiert er seine eigene Meinung. Es hinterließ bei mir einen üblen Nachgeschmack, wenn er z. B. entschied, wessen Weltanschauung die Richtige sei. Beispiel, Kapitel 12 „Gewalt ist keine Lösung“, S. 143: „Realisten wie der Historiker Jörg Baberowski bescheiden sich mit dem generellen Hinweis, »wer Gewalt eindämmen will, muss Gewalt ausüben.«“


Fazit: Wer das Buch zur Hand nimmt, sollte sich auf eine politische Lektüre einstellen. Die Erklärung von Phrasen ist gelungen, die Beispiele jedoch von einem festen Standpunkt aus erläutert. Wer bereits von Alexander Kissler gelesen hat, wird sich diese Lektüre sicher bewusst aussuchen und Gefallen finden.

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W

Rezension zu "Widerworte" von Alexander Kissler

Ein wichtiger und aufklärerischer Beitrag gegen die allgemeine Sprach- und Politikverdummung
WinfriedStanzickvor 9 Tagen


Nicht erst seit seiner hochgelobten Streitschrift „Keine Toleranz den Intoleranten“ die 2015 ebenfalls im Gütersloher Verlagshaus erschien, gilt der Kulturjournalist und Sachbuchautor Alexander Kissler als ein Publizist, der sich mit differenzierten und pointierten Beiträgen in die politischen und kulturellen Debatten in unserem Land einmischt.

 

In seinem neuen, hier vorliegenden Buch nimmt er sich die phrasenhafte Sprache in der Politik an fünfzehn Beispielen vor und seziert sie ganz genau. Beispiele dieser Phrasen sind unter anderen:

·        Wir schaffen das

·        Jeder verdienst Respekt

·        Religion ist Privatsache

·        Menschlichkeit kennt keine Obergrenze

·        Gewalt ist keine Lösung

·        Haltung zeigen!

·        Das ist alternativlos

 

Ganz genau und mit hoher sprachlicher Präzision  seziert er diese Phrasen und deckt die wahre Absicht derer auf, die sie benutzen  bzw. in die Welt gesetzt haben.

 

Sein Kollege Jan Fleischhauer sagt zu diesem Buch vollkommen richtig: „Wen beim freihändigen Gebrauch politischer Phrasen eine leichte Übelkeit erfasst, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Nach der Lektüre ist einem, wie bei einem guten Tonikum, bedeutend wohler.“

 

Ein wichtiger und aufklärerischer Beitrag gegen die allgemeine Sprach- und Politikverdummung.

 

 

 

 

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