Alexander Kluge

 3,9 Sterne bei 75 Bewertungen
Autor von Chronik der Gefühle, Das Bohren harter Bretter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alexander Kluge

Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt geboren. Er studierte in Marburg und Frankfurt/Main Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt absolvierte er ein Volontariat bei dem Filmregisseur Fritz Lang und betätigte sich mit Erfolg als Filmemacher und literarischer Autor. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Filmpreis 2008 (Ehrenpreis). In der filmedition suhrkamp erschien zuletzt Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital. »Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.« Alexander Kluge, (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)

Alle Bücher von Alexander Kluge

Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)

Trotzdem

 (33)
Erschienen am 11.05.2020
Cover des Buches Die Herzlichkeit der Vernunft (ISBN: 9783630875910)

Die Herzlichkeit der Vernunft

 (14)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Chronik der Gefühle (ISBN: 9783518456521)

Chronik der Gefühle

 (5)
Erschienen am 29.11.2004
Cover des Buches Das Bohren harter Bretter (ISBN: 9783518463963)

Das Bohren harter Bretter

 (3)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Die Lücke, die der Teufel läßt (ISBN: 9783518457375)

Die Lücke, die der Teufel läßt

 (2)
Erschienen am 28.11.2005
Cover des Buches Geschichten vom Kino (ISBN: 9783518419045)

Geschichten vom Kino

 (2)
Erschienen am 14.02.2007
Cover des Buches 30. April 1945 (ISBN: 9783518465882)

30. April 1945

 (1)
Erschienen am 06.04.2015
Cover des Buches Das fünfte Buch (ISBN: 9783518422427)

Das fünfte Buch

 (1)
Erschienen am 23.01.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Alexander Kluge

Cover des Buches Das Proust-ABC (ISBN: 9783150205693)
AQuas avatar

Rezension zu "Das Proust-ABC" von Ulrike Sprenger

Etwas für den schnellen Einstieg oder zum gezielten Nachschlagen.
AQuavor 2 Monaten

Literaturwissenschaftliche Analyse Proustscher Schlüsselbegriffe. Als Gesamtlektüre eher unbefriedigend. Durch das Lexikonformat sind die einzelnen Beiträge auf das Wesentliche reduziert, wecken aber den Wunsch, tiefer einzusteigen. So hangelt man sich von Begriff zu Begriff und kommt doch nicht recht weiter. Weniger ausgewählte Begriffe und dafür ausführlichere Analysen und Exkurse hätten mir mehr zugesagt.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)
EllaEsSteffs avatar

Rezension zu "Trotzdem" von Ferdinand von Schirach

Trotzdem
EllaEsSteffvor 7 Monaten

🦠👨‍⚖️ 

𝘋𝘢𝘴 𝘊𝘰𝘳𝘰𝘯𝘢-𝘝𝘪𝘳𝘶𝘴 𝘩𝘢𝘵 𝘶𝘯𝘴 𝘢𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘡𝘦𝘪𝘵𝘦𝘯𝘸𝘦𝘯𝘥𝘦 𝘨𝘦𝘣𝘳𝘢𝘤𝘩𝘵. 𝘉𝘦𝘪𝘥𝘦𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘫𝘦𝘵𝘻𝘵 𝘮𝘰𝘦𝘨𝘭𝘪𝘤𝘩, 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘵𝘳𝘢𝘩𝘭𝘦𝘯𝘥𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦.


Ist der aktuelle Shutdown unserer Gesellschaft auch ein Shutdown unserer Grundrechte? Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge gehen der Frage nach, was die Corona-Pandemie für unsere Gesellschaftsordnung und unsere bürgerliche Freiheit bedeutet.


💭

19 Tage nachdem die WHO Corona zur Pandemie erklärte führten Schirach und Kluge Gespräche über einen Instant-Messaging-Dienst. Demnach „erzählen“ die beiden Abwechselnd von ihren Gedanken. Das wirkt an einigen Stellen aber recht merkwürdig, da dort Sätze offen gelassen werden, damit der andere sie dann vervollständigt. 

Das ist schon… 

…irgendwie sonderbar.


Sonst werden grundlegend interessante Aussagen bezüglich des Shutdowns und die Einschränkung der Grundrechte getroffen. Vor allem wenn man dies nun 2 Jahre später liest kann man an diesen Stellen gut für sich selbst Vergleiche ziehen. 

Zur Analyse der Zeitenwende werden Beispiele aus der Geschichte, wie das Erdbeben in Lissabon 1755, herangezogen, um darzulegen wie die Menschen damals diese Ereignisse zur gesellschaftlichen Entwicklung nutzten. Hier scheinen sich die Beiden aber zu verlieren. Es wird erzählt, wann welcher König was getan und was gesagt hat ohne danach den Mehrwert für die aktuelle Situation zu liefern. 

Während die einen den „Shutdown unserer Grundrechte“ befürchten, vertraut Schirach auf die Demokratie, es müsse immer noch ein Parlament entscheiden, führt aber zugleich an, dass sich autoritäre Strukturen verfestigen könnten, da sich Menschen daran gewöhnen könnten. 


Unterm Strich enthält „Trotzdem“ gute Denkanstöße, aber für mich driftet es zu oft zu sehr ab. Schade.


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Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)
GAIAs avatar

Rezension zu "Trotzdem" von Ferdinand von Schirach

Wenn zwei chatten ... trotzdem
GAIAvor einem Jahr

Interessant ist an diesem Büchlein (75 Seiten Text in den Abmessungen 10x15cm!) vor allem die Entstehung des Diaglogs zwischen Ferdinand von Schirach und Alaxander Kluge. Beide Juristen, beide auch Schriftsteller. Denn sie haben am 30. März 2020 wenige Wochen nach dem Ausrufen des Lockdowns miteinander zum Thema "Grundrechtseinschränkungen zum Schutze der Menschen" miteinander gechattet. Der Text ist in den Vormittag und Nachmittag des genannten Tages eingeteilt und wechselt zwischen Kommentaren von Schirach und Kluge hin und her.

Kurz, knapp und prägnant diskutieren sie die Einschränkungen der Rechte des Volkes im Rahmen einer Pandemiebekämpfung. Meiste wird sich der Ball eher zugespielt, um dann mit eigenem Wissen aufwarten zu können. Eine richtige "Diskussion" entsteht weniger. Es gibt einen knappen geschichtlichen Abriss und historische Denkansätze von philosophischen Größen präsentiert. Das ist durchaus interessant, manchmal aber auch langweilig. Gefühlt springen die Juristen hier zwischen den Themen hin und her, kommen aber schlussendlich doch wieder auf die Grundfrage zurück. So wirkt das Buch weniger wie ein realer Chatverlauf, als vielmehr ein in Ruhe durchdachtes Mini-Projekt in Lockdown-Zeiten. Inwieweit die Nachrichten tatsächlich genauso wie abgedruckt zwischen den beiden verschickt wurden, würde mich wirklich interessieren. Ich würde es beieindruckend finden, wenn Menschen so gebildet und pointiert in Echtzeit schreiben und zitieren können.

Was mich inhaltlich einfach störte, aber an der Stelle schlicht die Meinung von Schirach darstellen kann, und ihm nicht abzusprechen, aber doch zu kritisieren ist, ist ein Kommentar seinerseits zu den "westlichen Werten" in "normalen Zeiten": Diese würden sich in den genannten "normalen Zeiten" "darin erschöpfen, dass wir im Supermarkt zwischen 146 verschiedenen Joghurtsorten wählen können, Oder dass es im Internet für jede erdenkliche sexuelle Verwirrung eine Plattform gibt". Spricht er hier von "sexuellen Verwirrungen" im Sinne sogenannter "sexueller Divianzen" (wie Pädophilie) oder meint er Geschlechtsidentitäten? Das eine oder das andere in einen Topf mit Joghurtsorten zu werfen, finde ich merkwürdig, wenn nicht gar zweifelhaft.

Nun ja, insgesamt gab es schon ein paar Denkansätze zu philosophischen Theorien der Vergangenheit. Einen bleibenden Eindruck konnte das Buch, eineinhalb Jahre nach Veröffentlichung und bei anhaltender Pandemiesituation sowie nach verschiedensten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht wirklich bei mir hinterlassen. Es ist jedoch schnell gelesen und schadet zumindest nicht dem Allgemeinwissen. Fraglich bleibt, ob der Text im Format eines Buches wirklich hat veröffentlicht werden müssen, oder ob dieser Diskurs nicht auch in der Form als Beitrag z.B. im ZEIT Magazin hätte erscheinen können. Meines Erachtens hätte dies auch "ausgereicht".

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Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt (Deutschland) geboren.

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