Alexander Kluge

 4,5 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Chronik der Gefühle, Das Bohren harter Bretter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alexander Kluge

Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt geboren. Er studierte in Marburg und Frankfurt/Main Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt absolvierte er ein Volontariat bei dem Filmregisseur Fritz Lang und betätigte sich mit Erfolg als Filmemacher und literarischer Autor. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Filmpreis 2008 (Ehrenpreis). In der filmedition suhrkamp erschien zuletzt Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital. »Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.« Alexander Kluge, (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)

Neue Bücher

Cover des Buches Alexander Kluge. Napoleon Kommentar (ISBN: 9783959054447)

Alexander Kluge. Napoleon Kommentar

Neu erschienen am 01.04.2021 als Hardcover bei Spector Books OHG.

Alle Bücher von Alexander Kluge

Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)

Trotzdem

 (30)
Erschienen am 11.05.2020
Cover des Buches Die Herzlichkeit der Vernunft (ISBN: 9783630875910)

Die Herzlichkeit der Vernunft

 (14)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Chronik der Gefühle (ISBN: 9783518456521)

Chronik der Gefühle

 (5)
Erschienen am 29.11.2004
Cover des Buches Das Bohren harter Bretter (ISBN: 9783518422199)

Das Bohren harter Bretter

 (3)
Erschienen am 14.03.2011
Cover des Buches Die Lücke, die der Teufel läßt (ISBN: 9783518457375)

Die Lücke, die der Teufel läßt

 (2)
Erschienen am 28.11.2005
Cover des Buches Geschichten vom Kino (ISBN: 9783518419045)

Geschichten vom Kino

 (2)
Erschienen am 14.02.2007
Cover des Buches Tür an Tür mit einem anderen Leben (ISBN: 9783518418642)

Tür an Tür mit einem anderen Leben

 (1)
Erschienen am 18.09.2006

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Alexander Kluge

Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)

Rezension zu "Trotzdem" von Ferdinand von Schirach

Interessant, aber lasch
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten

"Trotzdem" war eine durch und durch interessante Lektüre - mir allerdings etwas zu lasch. Zu wenig hat nachgewirkt und nichts konnte mich wirklich nachhaltig beeindrucken oder beschäftigen. Leider hat mir komplett der Mehrwert gefehlt, das "Neue", Bahnbrechende, das "Wow, das wusste ich nicht". 

In einer Art "Chatverlauf" gehen Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland - Ende März 2020 - der Frage nach, ob der Shutdown unserer Gesellschaft auch den Shutdown unserer Grundrechte bedeutet. Sie beschreiben wie die Corona-Pandemie unsere freiheitsliebende und -verwöhnte westliche Gesellschaft mit voller Wucht in einen soziokulturellen, wirtschaftlichen und politischen Ausnahmezustand katapuliert hat und stellen fest: "Das Corona-Virus hat uns an eine Zeitenwende gebracht. Beides ist jetzt möglich, das Strahlende und das Schreckliche."

Heute, rund 8 Monate später, hält uns die Pandemie nach wie vor im Würgegriff. Zweiter Lockdown. Viel Gespaltenheit. Viel Diskussion. Viel Unsicherheit. Die Denkanstöße, die Schirach und Kluge bereits im März durch "Trotzdem" geben, lassen sich genauso gut auf heute übertragen. Dazu gesagt werden muss allerdings, dass zum Zeitpunkt des 30. März zwar die Lockdown-Situation ähnlich wie heute war, aber in der Zwischenzeit im Corona-Sommer und -Herbst gesellschaftlich einiges in Bewegung geraten ist, was  - logischerweise - alles fehlt. Aus diesem Grund kam mir der Fokus auf die Vergangenheit manchmal etwas lückenhaft vor. Vor allem konzentrieren sie sich auf die Frage, wie man im Umgang mit Seuchen, Pandemien und Epidemien aus der Vergangenheit lernen kann und das fand ich höchstspannend. 

Alles in allem war ich nach den 70-Seiten Corona-Talk allerdings doch eher enttäuscht. Zu doll klang mir das Schulterzucken-Motto "Hat's alles schonmal gegeben, wird schon werden" durch. Zu sehr hat sich das Buch nach historischem Schnelldurchlauf, nach Geschichtsunterricht und Theorie angefühlt. Zu weniges konnte ich persönlich daraus mitnehmen, das ich auf die heutige Situation hätte beziehen können, das mir hätte Mut machen oder Mut nehmen können. Deswegen - 3/5 Sterne



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Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)stefanbs avatar

Rezension zu "Trotzdem" von Ferdinand von Schirach

geschichtliches Wissen
stefanbvor 9 Monaten

„Literatur ist keine Macht, aber so kann sie zum Trost werden.“ [22]

Der Klappentext verspricht einiges: „Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge gehen der Frage nach, was die Corona-Pandemie für unsere Gesellschaftsordnung und unsere bürgerliche Freiheit bedeutet.“ Und genau das tun die beiden Autoren in dem übersichtlichen Büchlein „Trotzdem“. Trotzdem muss man sagen, dass sie dabei keinerlei neue Informationen liefern. Es sind Denkanstöße und Betrachtungen, wie sich ähnliche Situationen in der Vergangenheit abgespielt haben.

„Voltaire schickte sein Gedicht an einen anderen großen Intellektuellen seiner Zeit: Jean-Jacques Rousseau. Aber Rousseau wurde wütend, sein Glaube war beleidigt worden. Das Erdbeben in Lissabon habe nichts mit Gott zu tun. Schuld seien die Menschen. [25 f.]

Das Buch ist unterhaltsam und gut geschrieben. Es lässt sich prima lesen und ist mit seinen 80 Seiten für einen ruhigen Abend bestens geeignet. Von Schirach und Kluge werfen sich immer wieder ein paar Stichpunkte zu und führen diese dann ausführlich aus. Sie reisen dabei durch die Geschichte, stellen Vergleiche an und liefern den Lesern*innen viel geschichtliches Wissen.

Betrachtet man „Trotzdem“ eher als geschichtliches und philosophisches Werk, dann hat man daran seine Freude. Jedoch unter der Thematik der Corona-Pandemie betrachtet, war mir das hier insgesamt zu wenig.

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Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)_Buchseeles avatar

Rezension zu "Trotzdem" von Ferdinand von Schirach

Austausch zweier kluger Köpfe
_Buchseelevor einem Jahr

Aktueller kann wohl gerade ein Buch nicht sein, wie dieses. Denn 'Trotzdem' dreht sich um die Corona-Krise. Zunächst dachte ich, dass sich Ferdinand von Schirach und Alexander Klug in ihrem Austausch womöglich nur über Fakten unterhalten, welche man oftmals selber schon die Tage in den Medien vermittelt bekommen hat. Aber nein, sie gehen viel tiefer in die Materie hinein, was dieses Büchlein von nur knapp 80 Seiten wirklich sehr spannend und interessant macht. Denn so sprechen diese beiden klugen Köpfe auch zunächst darüber, wie eine solchen Staatsstruktur, und damit ist die Demokratie gemeint, zustande gekommen ist und sich mit der Zeit entwickelt hat. Dabei wird auch nicht nur allein auf deren Entwicklung geschaut, sondern auch ganz besonders auf die 'Feinde', die Gefährdung, für die Demokratie. 


Fazit: 


Dieses kleine Büchlein sollte in meinen Augen definitiv gelesen werden, da es trotz der wenigen Seiten so viel Wissen und auch Denkanstöße bietet, was ich nicht missen wollen würde mehr. 


Demnach eine klare Leseempfehlung von mir und ein Aufruf über den Tellerrand zu schauen. :)

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Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt (Deutschland) geboren.

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