Alexander Košenina

Lebenslauf von Alexander Košenina

Alexander Košenina, geb. 1963, ist Professor für Deutsche Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts an der Leibniz Universität Hannover.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Anton Reiser (ISBN: 9783150142233)

Anton Reiser

 (39)
Neu erschienen am 18.03.2022 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Alle Bücher von Alexander Košenina

Cover des Buches Anton Reiser (ISBN: 9783150142233)

Anton Reiser

 (39)
Erschienen am 18.03.2022
Cover des Buches Tristan (ISBN: 9783150196496)

Tristan

 (1)
Erschienen am 25.09.2020
Cover des Buches Die Zwillinge (ISBN: 9783150140512)

Die Zwillinge

 (1)
Erschienen am 08.07.2021
Cover des Buches Blaise Gaulard oder Tante Bobé’s Neffe (ISBN: 9783865258793)

Blaise Gaulard oder Tante Bobé’s Neffe

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Erschienen am 14.07.2021
Cover des Buches Briefwechsel (ISBN: 9783865257796)

Briefwechsel

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Erschienen am 29.04.2020
Cover des Buches Die amerikanische Waise (ISBN: 9783865258113)

Die amerikanische Waise

 (0)
Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Die Maler, ein Lustspiel (ISBN: 9783865258304)

Die Maler, ein Lustspiel

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Erschienen am 07.12.2020

Neue Rezensionen zu Alexander Košenina

Cover des Buches Tristan (ISBN: 9783150196496)L

Rezension zu "Tristan" von Thomas Mann

Die Gewöhnlichen und die Künstler...
Lese_Liselvor einem Jahr

Thomas Manns „Tristan“ hat mich vor mehr als dreissig Jahren im Deutschunterricht sehr fasziniert. Es war wunderbar, die Erzählung heute noch ein mal zu lesen. Während ich von Tonio Kröger zwar nicht enttäuscht, aber auch nicht mehr so völlig begeistert war wie damals, hat mich Tristan richtiggehend verzaubert!

Inhalt:

Im Sanatorium Einfried begegnen sich der skurrile, weltfremde Schriftsteller Detlev Spinell und die schöne, unirdische Gabriele Klöterjahn. Spinell ist hingerissen von der todkranken Schönheit, sieht in ihr eine Seelenverwandte und sucht ihre Nähe. Er fragt sie aus über ihre Herkunft und kann es nicht fassen, dass Gabriele aus freien Stücken, ja sogar gegen den Willen ihres Vaters den vitalen, lebenstüchtigen und in seinen Augen viel zu groben Anton Klöterjahn geheiratet und ihm einen Sohn geschenkt hat. Für ihn gehört sie nicht in diese vulgäre, gewöhnliche Welt.

Schliesslich bittet Spinell Gabriele, für ihn trotz des Verbots der Ärzte Klavier zu spielen. Er holt sie also aus der einfachen Welt ihres Mannes zurück in die Welt der Kunst. Sie spielt das Nocturne in Es-dur von Chopin und er ist entzückt über ihren „nervösen Sinn für differenzierte Klangfarbe“. Schliesslich findet Spinell die Noten von Wagners Oper Tritstan und Isolde, und Gabriele spielt Wagner für ihren Verehrer.

Um den schrulligen Schriftsteller ist vollends geschehen. Nach dem Klaviernachmittag setzt er sich hin und schreibt Gabrieles Ehemann einen Brief, in dem er diesem seine ganze Wut und Entrüstung darüber entgegen schleudert, dass dieser „Gewöhnliche“ es sich erlaubt hat, ein derart zartes, entrücktes Wesen wie Gabriele zu heiraten. Und während Gabriele in ihrem Bett Blut spuckt, kommt es zu einem Wortgefecht zwischen Klöterjahn und Spinell, zwischen dem «unbewussten Typus» und dem Künstler.

Der Künstler und der Normale

Wie bei Tonio Kröger geht es auch in Tristan um den Gegensatz zwischen Künstlern und Normalen, die hier in den Personen von Grosskaufmann Anton Klöterjahn und Detlev Spinell aneinandergeraten. Während Tonio Kröger jedoch beides in sich trägt und den Gewöhnlichen in einer heimlichen Liebe verfallen ist, verachtet Spinell diesen Menschentyp. Und die todkranke Gabriele? Sie, die freiwillig und sogar gegen den Willen ihres Vaters den lebenstüchtigen Klöterjahn geheiratet hat, die ihm auch offensichtlich zugetan ist? Wo steht sie, was verkörpert sie? Die Kunst an sich, die nur denen vorbehalten sein sollte, die sich ihrer als würdig erweisen? Wie auch immer: Die Novelle liest sich leicht sprüht nur so vor Wortwitz und Überzeichnungen. Ein köstlicher Lesegenuss. In Spinells Brief an den vitalen, ordinären Klöterjahn hat sich Mann selber übertroffen! Er schilt Klöterjahn als unbewussten Typen. Er ertrage dieses dumpfen, unwissenden, erkenntnislosen Menschen nicht, diese aufreizende Naivität. Klöterjahn habe Gabrieles verträumten Willen in die Irre geführt, ins Leben un din die Hässlichkeit. Er habe sie erniedrigt, in dem er sie zur Ehefrau, Hausfrau und Mutter gemacht habe:

Sie erniedrigen die müde, scheue und in erhabener Unbrauchbarkeit blühende Schönheit des Todes in den Dienst des gemeinen Alltags.»

Spannend in Tristan ist auch die Macht der Musik! Ich denke an Tolstois Kreutzersonate. Wie dort bringt auch hier das gemeinsame Musizieren Unheil und Verderben.

Bibliografische Angaben:

  • Thomas Mann: Tristan
  • Sowohl einzeln als auch in verschiedenen Sammlungen enthalten.
  • Hörbuch-Download: Die großen Erzählungen: Tristan – Der Tod in Venedig – Mario und der Zauberer – Die vertauschten Köpfe – Das Gesetz. 
  • Spieldauer: 13 Stunden und 55 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Gesprochen von Gert Westphal.
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Erscheinungsdatum: 27. September 2013

Gelesen in den späten 1980er Jahren im Deutschunterricht.

Gehört im Februar 2019

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Cover des Buches Prinz Friedrich von Homburg (ISBN: 9783150188606)M

Rezension zu "Prinz Friedrich von Homburg" von Heinrich von Kleist

Prinz Friedrich von Homburg-Weinerlicher Charakter; so gar nicht dem Idealbild eines Mannes gerecht
Maikimevor 6 Jahren


Titel: Prinz Friedrich von Homburg
Autor: Heinrich von Kleist; seine letzten Worte bevor er in den Freitod ging sind an seine Frau gerichtet und lauten: "(...) die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war. Und nun lebe wohl."
Erscheinungsdatum: 1821
Seitenanzahl: 96
Sprache: deutsch
Teil: 1 von 1
Inhalt:
Fehrbellin im Jahre 1675. Prinz Friedrich gewinnt die Schlacht gegen Schweden unter dem Befehl von Kurfürst Friedrich Wilhelm. Jedoch hatte er gegen den ausdrücklichen Befehl des Kurfürsten gehandelt und so lässt dieser Friedrich verhaften und verurteilt ihn zu Tode. Vor Todesangst zitternd fehlt er seine Geliebte Natalie (die Nichte des Kurfürsten) diesen um Gnade zu ersuchen. Der Kurfürst kommt dieser Bitte nach, aber nur unter einer Bedingung: Friedrich soll erklären, dass das Urteil ungerecht sei. Daraufhin erkennt der Prinz das Urteil als gerecht an und ist bereit dem Tod ins Auge zu blicken. Er wird in den Schlossgarten geführt doch anstelle der erwarteten Exekution schenkt der Kurfürst ihm sein Leben und Natalies Hand noch gleich dazu.
Meine Meinung:
Eine schwere Lektüre, die ohne Lektüreschlüssel  oder gutem Lehrer wohl kaum für einen Durchschnittsmenschen verständlich wäre. Aufgebaut ist das Schauspiel wie ein klassisches Drama nach Aristoteles mit der Exposition (Einführung in die Geschichte), der Steigerung, der Peripethie (Höhepunkt), dem retardierendem Moment (welches dem Publikum noch einmal Hoffnung zur Verbesserung der immer schlechter werdenden Lage geben soll) und zuletzt der Katastrophe (Achtung! Katastrophe ist hier eher als Auflösung der Geschichte gemeint, kann also auch etwas Gutes sein).
Dennoch soll der Schein nicht trügen! Denn diese Erzählung ist keineswegs so durchschnittlich und klassisch wie bis jetzt beschrieben. Zu Kleists Zeit musste ein Mann noch einem sehr strengen Idealbild entsprechen. Heldenhaft, gutmütig, stark, gebildet und selbstbewusst sollte er doch bitte sein. Jedoch schaffte Kleist in dem Prinzen einen Charakter, der so ganz anders ist als es damals gewünscht war (daher wohl auch die ganzen Aufführungsverbote und Klagen gegen sein Schauspiel). Denn Friedrich ist ein fehlbarer Mann; er ist narzistisch, unorganisiert und weinerlich. Im Kopf eigentlich noch ein Junge, tut aber so als wäre er der größte Hengst im Stall.
To put it in a nutshell: Er geht einem im Laufe der Akte immer mehr auf den Nerv und man möchte, dass er doch bitte endlich mal erwachsen werden und aufhören soll zu heulen. Zugegeben; vielleicht bin ich mit meinem Urteil ein bisschen hart, aber was solls. Es gibt bestimmt viel schlimmere Sachen, die so manch ein Schüler über diese Lektüre von sich gibt.
Bewertung: 2,5 von 5 Sternen

Mehr Rezis gibt`s auf meinem Blog unter:
http://marasbookpalace.blogspot.de/
Ich freu mich auf euch! Bis bald :)
Eure Maikime

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Cover des Buches Der Verbrecher aus verlorener Ehre (ISBN: 9783150191842)C

Rezension zu "Der Verbrecher aus verlorener Ehre" von Friedrich Schiller

Alter Schinken, oder doch eher heiße Ware?
Clara-Skyevor 8 Jahren

>>In der ganzen Geschichte des Menschen ist kein Kapitel unterrichtender für Herz und Geist als die Annalen seiner Verirrung.<< - mit diesen Worten beginnt Friedrich Schiller seine „wahre Geschichte“ des Wilddiebes, Bandenführers und Mörders Christian Wolf.

Schillers Lektüre handelt von dem Verbrecher Christian Wolf, welcher aus einer kleinen Landstadt kommt.

Er begeht mehrere Schandtaten und verzweifelt zwischen Rache und Zorn und seinem Gewissen, denn er sucht bei seinen Mitmenschen nach Menschlichkeit, doch seine Suche endet erfolglos.

Schiller spricht sich dagegen aus, dass das Gesetz die Täter nur nach ihren Vergehen beurteilt und nicht auf ihre sozialen Verhältnisse achtet, oder versucht den Grund nachzuvollziehen.

Für einen Text von Schiller wirkt diese Erzählung sogar etwas modern, dennoch langweilt sie etwas, da keine Spannung entsteht und kein Aufbau herrscht, sondern nur Sätze aneinander gereiht werden, welche dann zu einer dramatischen Geschichte herhalten sollen.

Ich finde, dass diese Geschichte doch etwas ungelungen ist, wenn ich mir denn erlauben kann das so zu sagen.

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