Alexander Kröger Das Kosmodrom im Krater Bond

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Inhaltsangabe zu „Das Kosmodrom im Krater Bond“ von Alexander Kröger

Mitten in die fortschreitende Besiedlung des terraformten Mars platzt die Nachricht von der Ankunft einer riesigen außerirdischen Raumflotte. Die Centauren, von denen sieben Raumfahrer einst in Südamerika notlanden mussten, sind nach 100 Jahren zurückgekehrt! Und sie wollen den Mars, denn sie benötigen dringend einen neuen Planeten. Kann und darf man sie zur Umkehr bewegen? Ist die Menschheit nicht eher verpflichtet, den Fremden zu helfen?

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    Das Kosmodrom im Krater Bond

    buchwanderer

    10. June 2017 um 15:29

    Zum Inhalt: Die unfreiwillige Landung der ersten Centauren auf der Erde und die Etablierung einer Kommunikationsbrücke zwischen deren und unserer Welt liegt schon einige Jahrzehnte zurück. Nicht zuletzt mit dem Wissen welches die Besucher den Menschen hinterließen, war es möglich das Umgestalten des Mars in Angriff zu nehmen. Und nun steht die Menschheit kurz davor die Früchte dieser entbehrungsreichen jahrzehntelangen Arbeit zu ernten: die Raumbrücke zum Mars würde mit dem Kosmodrom im Krater Bond eine neue Qualität bekommen und den Mars noch näher an die Erde bringen – im übertragenen Sinne. Doch es kommt anders: mitten in die Fertigstellung des gigangtischen Raumhafens schlägt die Nachricht über das Auftauchen einer Raumschiffarmada ein, über deren Ursprung schnell alle Zweifel ausgeräumt sind. Sie stammt von dem im Sterben liegenden Heimatplaneten der Centauren. Ist nicht allein der Zeitpunkt schon pikant gewählt, so ist es die Forderung der interstellaren Nachbarn aus Sicht der Menschen noch erheblich mehr: sie beanspruchen nichts weniger, als das Recht, den Mars als ihre neue Heimat zu kolonisieren! Nicht aus Machthunger oder Verschlagenheit, sondern aus schlichtem Überlebenswillen heraus, denn ihr Planet und somit ihre Spezies, scheint dem Untergang geweiht zu sein. Obwohl die Menschheit in den zurückliegenden Jahrzehnten auch eine ethisch moralische Entwicklung durchmachte, mehren sich dennoch die Stimmen, die einen Affront dieser Art in keinster Weise dulden wollen. Sogar der Ruf nach Gewalt als letztem Mittel die Interessen der Menschen durchzusetzen wird lauter – und es bleibt nicht bei Worten. So stellt der Mars den Scheideweg zweier Spezies dar, deren Ursprung und Lebensauffassung in ihrer Unterschiedlichkeit beides bergen: das Potential zu kriegerischer Auseinandersetzung und das eines langen anspruchsvollen Weges der Annäherung und des Herausstreichens der Gemeinsamkeiten… Fazit: Alexander Kröger führt im zweiten Band der Centauren-Trilogie die Geschichte, die mit „Sieben fielen vom Himmel“ begonnen hatte, konsequent und logisch stimmig fort. Der moderate Spannungsbogen bleibt bis zu den letzten Seiten hin aufrecht, wobei die Handlungsweisen der Protagonisten nie sprunghaft oder im Gesamtkontext unverständlich wirken. Gerade das Herausarbeiten der Verschiedenartigkeit einer Gesellschaft die geprägt ist von einer Art Schwarmverhalten im Gegensatz zu der hochindividuellen derer der Menschen gelingt Kröger ausgezeichnet. Er geht dabei von einer seiner zentralen Weltanschauungsprämissen aus, dass Evolution zu einer (moralisch und technisch) höheren Stufe stets einhergeht mit der parallelen Entwicklung hin zu einem Mehr an „Humanismus“. Sehr wohl ist Kröger sich dabei der gewagten Verwendung eben dieses Begriffes im Zusammenhang mit außeriridschen Spezies bewusst und lässt den Konflikt nicht unbeleuchtet. Sowohl der Handlungsstrang rund um Jul – den unfreiwilligen Leiter der Aktionen auf dem Mars – , wie auch die Entscheidungsfindungen auf der Erde, den Annäherungen und Rückschlägen von Menschen und Centauren im alltäglichen Leben, verweben sich in dem Text zu einer eutopischen Vision eines möglichen Kontaktes zwischen grundverschiedenen Spezies. Es bleibt spannend und der Ausblick auf den dritten Teil der Geschichte ist ein durchweg positiver. Zum Buch: Nachdem es sich bei Band 1 der Alexander-Kröger-Werkausgabe (AKW) um ein in Verarbeitung wie Aufmachung identes Buch, abgesehen vom Coverbild, wie bei Band 20 „Chimären“ handelt, sei hier auf ebendiesen für die Buchbeschreibung verwiesen. Als Besonderheit kann angeführt werden, das auf Seite 279 mit detailierten Farbdrucken erläutert wird, wo sich der Marskrater „Bond“, benannt nach dem Astronomen George Phillips Bond befindet.

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