Alexander Kröger Die Marsfrau

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Inhaltsangabe zu „Die Marsfrau“ von Alexander Kröger

Der Mars wird mit gewaltigen technischen und materiellen Anstrengungen für eine Nutzung durch die Menschheit urbar gemacht. Künstliche Mini-Sonnen umkreisen ihn und auf der Oberfläche werden erste Pflanzen kultiviert. Gleichzeitig forscht man in Sibirien an der Verschmelzung von pflanzlichen und tierischen Zellen, um z.B. Schweine zu erhalten, die in sauerstoffarmer Umgebung leben könnten. Da begegnet Mac, der in der marsianischen Einöde arbeitet, einer rätselhaften nackten, grünen Frau ... Eine Halluzination? Eine Außerirdische? Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen von Genmanipulation, aber auch der Terraformung fremder Welten und andere ethische Konflikte sind die Hauptthemen Krögers in diesem Roman.

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    Die Marsfrau
    buchwanderer

    buchwanderer

    16. April 2017 um 21:23

    „»Das Leben ist im Letzten unerforschlich.«“ (S.51) Zum Inhalt: Mac O’Man und Alexej Bolscha sind ein eingespieltes Team. Als Terraformer auf dem Mars leisten sie zusammen mit ihren zahlreichen Kollegen Pionierarbeit in der Begrünung des Planeten und damit der Schaffung einer dem Menschen zuträglichen Atmosphäre. Ein Tag vergeht wie jeder andere. Routine par excellence sozusagen bis zu dem Tag an dem Mac jenes verstörende und verstörte Wesen in den von ihm und Alexej betreuten Anpflanzungen ausmacht, das alles auf den Kopf stellen soll. Zur selben Zeit auf der Erde bemühen sich Wissenschaftler eine Synthese von tierischen und pflanzlichen Eigenschaften auf Zellniveau zu erreichen, um somit in kargen Umgebungen – also nicht zuletzt auch auf dem roten Planeten – die solide Grundlage einer Nahrungsversorgung für die menschliche Zukunft zu erarbeiten. Allan Nagy ist dabei einer der zentralen Motoren, den jedoch die Geister seiner Vergangenheit ebenso verfolgen, wie ethische und moralische Grundfragen zur Richtigkeit der Eingriffe, die mit Hilfe der Gentechnik zur bewerkstelligen sind. Es bleibt nicht aus, dass der nächste Schritt nach den Test mit „niederen“ Organismen gewagt wird und Nutztiere für den Mars mit assilimilatorischen Fähigkeiten kreiert werden. Allan wird, als in sein Kollege Sylvester immer wieder durch sein Interesse an den vergangenen Forschungen damit konfrontiert, mehr und mehr bewusst, dass seine früheren wissenschaftlichen Beiträge, ebenso wie die fatalen Fehlentscheidungen, auf der Erde ihren Schatten bis auf den Mars werfen. Und dabei hält dieser Planet eine Überraschung für ihn bereit, die – wenn auch erahnt – so doch von ungeheurlicher wissenschaftlicher, moralischer, ethischer und nicht zuletzt menschlicher Tragweite ist… Fazit: Die Erzählung, welche Alexander Kröger vor dem Leser ausbreitet könnte angesichts der stets wieder aktuellen Patentrechtstreitigkeiten großer Pharma- und Landwirtschaftsriesen um Genmanipulationen nicht brisanter sein. Er wirft Fragen auf, ohne dabei für eine bestimmte Seite polemisch zu vereinnahmen. Es sind die unterschiedlichen Charaktere, welche Kröger geschickt verschiedene Aspekte des Themas artikulieren lässt. Wo die Grenzen, aber auch die Möglichkeiten genetischer Manipulation liegen (können), darum drehen sich als eine der zentralen Fragen die erzählerischen Wendungen. Zum einen spürt man dabei eine gewisse Hin-und-Her-Gerissenheit zwischen Pessimismus („Gesetze wurden schon immer den Erfordernissen angepasst, erst recht ethisch-moralische.“ (S.234))  und Fortschittsglauben („Sobald man vom Nutzen, nein vom Funktionieren überzeugt war, hat man die Gentechnik angewendet. Krebs ist Geschichte, fast alle Erbkrankheiten sind ausgerottet, der verbleibende kleine Rest wird in den nächsten Jahren auch verschwinden. Wir werden bald den intakten Menschen haben, den Menschen ohne körperlichen Defekt, ohne geistigen, zumindest was die Anlagen betrifft…“ (S.189)). Kröger will mit dem Text keinesfalls endgültige Antworten oder gar simplifizierende Richtlinien geben, sondern vielmehr Denkanstöße für ein komplexes Thema liefern, dem mit monokausalistischen Stammtischargumentationen nie und nimmer genüge getan werden könnte. Er überlässt es dem Leser (s)einen Standpunkt zu suchen und vielleicht zu finden. Die Protagonisten seiner Geschichte sind allesamt stimmig, von solidem Entwurf und durchgehend nachvollziehbar in Handlung, sowie Entwicklung, gekennzeichnet durch eine – wie mir scheint – positive Haltung Krögers zur Grundfähigkeit des Menschen aus Fehlern zu lernen. Zum Buch: Nachdem es sich bei Band 19 der Alexander-Kröger-Werkausgabe (AKW) um ein in Verarbeitung wie Aufmachung identes Buch, abgesehen vom Coverbild, wie bei Band 20 „Chimären“ handelt, sei hier auf ebendiesen für die Buchbeschreibung verwiesen.

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