Alexander L. Kielland

 4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Jakob und Ringsum Napoleon.

Lebenslauf von Alexander L. Kielland

Alexander L. Kielland (1849–1906), »dessen subtile Beobachtung und formvollendeter Stil an Flaubert gemahnen und dessen geistige Aggressivität an Heine und Kierkegaard erinnert« (Lexikon der Weltliteratur), ist der norwegische Fontane und gilt als Inspirationsgeber u.a. für Thomas Manns Buddenbrooks.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alexander L. Kielland

Cover des Buches Jakob (ISBN: 9783520612014)

Jakob

 (5)
Erschienen am 15.02.2019
Cover des Buches Ringsum Napoleon (ISBN: 9783862676361)

Ringsum Napoleon

 (0)
Erschienen am 01.12.2012

Neue Rezensionen zu Alexander L. Kielland

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Cover des Buches Jakob (ISBN: 9783520612014)Martinchens avatar

Rezension zu "Jakob" von Alexander L. Kielland

Jakob
Martinchenvor 2 Jahren

"Geld und Mädchen - deshalb geht der kleine Bauernsohn Torres Snortewold in die große Stadt. Wild entschlossen, sein Glück zu machen, baut er nur auf sich allein. Der Prototyp des Selfmademan. Am Ende aber wird einem der Mund offen stehen bleiben, denn die fein gesponnen Geschichte des "geborenen Erzählers" Killand kommt einem so bekannt vor, dass es beinahe gruselig wirkt: Wer seinen Jakob verpasst, verpasst eines der treffendsten Porträts unserer Zeit. Elegant, witzig und völlig anders als erwartet." - soweit der Klappentext.

Alexander Lange Kielland, der "norwegische Fontane", zählt zu den "Großen Vier" der norwegischen Literatur des 19. Jahrhunderts, neben Ibsen, Bjørnstjerne Bjørnson  und Jonas Lie. Er wurde 1849 in Stavanger geboren und starb 1906 in Bergen. Sein literarisches Schafften erstreckte sich auf die Zeit zwischen 1879 und 1891. Nach dem literarischen Skandal um Jakob stellte der "geborene Erzähler" das Schreiben ein und wurde zunächst Bürgermeister in Stavanger, dann Bezirksamtmann in Møre und Romsdal. (Quelle: Klappentext).

Das auffällige Cover zeigt Goldbarren, in die Autorenname und Titel eingraviert sind - sehr passend.

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunden gelesen. Der Autor war mir bis dahin völlig unbekannt, die Ankündigung machte mich neugierig.

Der Schreibstil ist distanziert, die einzelnen Charaktere bleiben etwas unscharf, dennoch lässt sich der Roman sehr gut lesen. Torres Snortewold wird zu T. Vold, nicht nur der Name, auch der Mann verändert sich. Kielland lässt seinen Protagonisten immer wieder Bezüge zur Bibel, genauer zu der Geschichte Jakobs herstellen. Die entsprechenden Stellen sind im Anhang zu finden, ebenso einige Erläuterungen zu Namen und Begriffen, was ich als hilfreich empfunden habe.

"Jakob" ist das letzte Werk Kiellands, denn es wurde zum literarischen Skandal.

Fazit: Ein lesenswertes Buch, denn die Themen sind auch heute relevant.

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Cover des Buches Jakob (ISBN: 9783520612014)LaSonrisas avatar

Rezension zu "Jakob" von Alexander L. Kielland

Ein Roman, der mich emotional leider überhaupt nicht packen konnte.
LaSonrisavor 2 Jahren

Inhalt

Geld und Mädchen - deshalb geht der junge Bauernsohn Törres Snortewold in die große Stadt. Wild entschlossen, sein Glück zu machen, baut er nur auf sich allein. Der Prototyp des Selfmademan.

Meine Meinung

Der Schreibstil Kiellands ist flüssig und angenehm zu lesen. Er ist auch sehr bildreich und lässt einen die Geschichte gut vor dem eigenen inneren Auge erleben.

Leider konnte ich mit der Geschichte an sich nichts anfangen. Die Charaktere waren mir allesamt zu oberflächlich gezeichnet und zumeist auch sehr unsympathisch.

Der Webung auf der Buchrückseite "Elegant, witzig und völlig anders als erwartet" kann ich leider überhaupt nicht zustimmen. Eleganz und Witz konnte ich beim besten Willen nicht erkennen und mir blieb auch nicht der Mund offenstehen wie im Klappentext angekündigt.

Fazit

Der Schreibstil ist gelungen, aber die Geschichte erreichte mich emotional überhaupt nicht, daher kann ich nur 2 Sterne und keine Leseempfehlung vergeben.

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Cover des Buches Jakob (ISBN: 9783520612014)tob82s avatar

Rezension zu "Jakob" von Alexander L. Kielland

Ein "Selfmademan" am Ende des 19. Jahrhunderts
tob82vor 2 Jahren

Alexander L. Kielland ist ein Autor, den ich bisher nicht auf dem Schirm hatte. Er war als Norweger ein Zeitgenosse Ibsens und schrieb seine Werke im Zeitraum zwischen 1879 und 1891 (basierend auf Informationen aus dem Buch).

In Kiellands von Gabriele Haefs neu übersetzten und mit Anmerkungen versehenen Roman "Jakob" (Original: "Jacob") geht es um den Bauernsohn Torres Snortevold aus der norwegischen Provinz, der in jungen Jahren in eine Kleinstadt zieht, um für sich Reichtum und Wohlstand zu erlangen. Beginnend als Laufbursche in einem renommierten Geschäft der Stadt arbeitet er sich mit seiner Intelligenz und großem Fleiß kontinuierlich nach oben. Jeden Tag zweigt er dabei einen kleinen Betrag aus der Kasse für sich ab und investiert sein gestohlenes Kapital gewinnbringend. Er bildet sich kontinuierlich weiter (besucht z.B. Abendkurse in Buchhaltung) und schmiedet Kontakte zu den Mächtigen und Einflussreichen der Stadt.

Am Anfang bin ich nur schwer in die Geschichte hineingekommen. Die Personen bleiben nur oberflächlich beleuchtet und man erhält kaum Hintergrund. Nach 40 bis 50 Seiten wird die Handlung dann immer dichter und hat mich bis zum Ende kurzweilig und gut unterhalten. Die tieferen Motive der Protagonisten bleiben weiterhin eher dunkel, aber dennoch wirken sie auf mich stimmig. Torres Aufstieg ist spannend geschildert. Neben der Ethik des Handels stehen vor allem das Leben und die Lebenswelten der norwegischen Städter zu dieser Zeit als Thematik im Vordergrund (u.a. auch die Rolle der Frau). Dies hat mich stark an Theaterstücke von Ibsen ("Nora", "Hedda Gabler") erinnert.

Das Buch hat auch einen Bezug zur Bibel. Torres hält sich für einen modernen Jakob (Sohn von Isaak und Enkel Abrahams) und vergleicht sein eigenes Leben gerne mit dessen Darstellung im Alten Testament. Dies nimmt aber nur einen kleinen der Geschichte ein. Nach dem eigentlichen Roman findet man im Buch Ausschnitte aus den relevanten Passagen aus der Bibel. Diese kann man lesen, muss es aber zum Verständnis nicht unbedingt.
Hilfreich und interessant waren für mich auch die Anmerkungen der Übersetzerin zu einigen Begriffen und Anspielungen des Textes.

Insgesamt hat mich "Jakob" positiv überrascht und wirklich gut unterhalten. Die behandelten Thematiken sind auch in heutiger Zeit von hoher Relevanz.

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Gespräche aus der Community

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Ein sehr ungewöhnliches Buch, das wir gerne ein wenig unter die Leute bringen würden!
54 BeiträgeVerlosung beendet
Martinchens avatar
Letzter Beitrag von  Martinchenvor 2 Jahren
Ich weiß nicht, warum ich die Rezension nicht eingestellt habe. Hier ist sie: https://www.lovelybooks.de/autor/Alexander-L.-Kielland/Jakob-1896743309-w/rezension/2095566514/ Sie wird nach Freischaltung auch bei amazon, weltbild und thalia veröffentlicht. Herzlichen Dank für diesen Roman-

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