Alexander Lohner Das Jesustuch

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Inhaltsangabe zu „Das Jesustuch“ von Alexander Lohner

§B§Ein grausamer Mord im Angesicht Jesu§§S§Wir schreiben das Jahr 1270, Ludwig IX. von Frankreich ruft seine Getreuen zum siebten Kreuzzug. Unter ihnen ist der junge Ritter Jean-Pierre de Voisins. Wie so viele seiner Zeitgenossen hält er Judentum und Islam für Religionen des Teufels. Doch auf dem Weg ins Heilige Land muß er seine Meinung von Grund auf ändern. Er verliebt sich in eine Mohammedanerin und schließt Freundschaft mit einem jungen Rabbiner. Dann aber werden die Bande, die ihn mit Nathanael verbinden, durch einen grauenhaften Mord zerrissen.§§Viele Christen in aller Welt verehren das Turiner Grabtuch, weil es angeblich den Leichnam Jesu zeigt. Der faszinierende Roman von Alexander Lohner ist eine spannende Legende über die Entstehung dieser Reliquie.

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  • Rezension zu "Das Jesustuch" von Alexander Lohner

    Das Jesustuch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2013 um 15:38

    In seinem Roman "Das Jesustuch" macht Alexander Lohner was er am Besten kann: Über Religion schreiben. Besonders spannend ist das allerdings nicht. Der französische Ritter Jean-Pierre de Voisin blickt mit seinen neunundneunzig Jahren auf ein stolzes Leben zurück. Doch im Jahr 1349 macht er sich noch einmal auf die Reise, um zum angeblichem Grabtuch Jesu Christi zu pilgern. Auf dieser Reise rekapituliert er seine Teilnahme am Kreuzzug König Ludwigs IX. gut siebzig Jahre zuvor, die ihn erst über Umwege ins Heilige Land geführt hat. Eine Reise, auf der er fremde Kulturen kennenlernte und die ihn nicht nur seiner eigenen Religion näher gebracht hat. Das titelgebende Jesustuch kommt jedoch nur am Rande des Buches vor, zu Beginn etwa, als der Protagonist von der Existenz der Relique in einem Ort in der Champagne erfährt. Mit der Pilgerfahrt dorthin wird dann erst die eigentliche Geschichte in Gang gesetzt, die während des siebten Kreuzzugs spielt, der die Kreuzzügler zuerst nach Tunis führte, anstatt direkt in die Levante. Doch die Überfahrt der Flotte über das Mittelmeer läuft nicht wie geplant. Das Schiff, auf dem der junge de Voisin reist, wird von Piraten gekapert. Durch seine adelige Herkunft kann sich Jean-Pierre in die Sklaverei retten und kommt so als Geisel an den Hof des Emirs von Tunis. Für den Franzosen eine unbekannte Welt voller Exotik. "Das Jesustuch" ist historisch äußerst korrekt gestaltet und versucht nicht nur eine Geschichte zu erzählen, sondern auch Geschichte zu erklären. Lange Passagen widmen sich der Vorgeschichte der Kreuzzüge oder der Situation im Westen Europas im 13. Jahrhundert. So können sich auch die Leser, denen die Epoche eher wenig sagt, schnell ein Bild vom hochmittelalterlichen Leben machen. Lohner versteht es hier, Historisches ansprechend und noch vergleichsweise kompakt zu erklären. Mit weniger Wissen wird wohl niemand diesen Roman beenden. Geschichte und Religion erklären zu wollen ist allerdings auch ein Schwachpunkt des Romans, denn oftmals kommt die Handlung zu kurz. Auf den weit über fünfhundert Seiten passiert bis auf wenige Ausnahmen nicht besonders viel. Betrachtet man nur die eigentliche Handlung, so hätte man das Buch vielleicht auf die Hälfte zusammenstreichen können. Zu oft ufern Gespräche über die Weltreligionen ins Unendliche aus, ohne das dadurch die Handlung weitergesponnen wird. Der Leser lernt viel über Christentum, Islam und Judentum, doch strengt der Wunsch des Buches nach Verständigung und gegenseitigem Kennenlernen der Religionen schnell an. Das ist ein wenig Schade, denn sowohl die Charaktere, als auch die Schreibe Lohners sind stimmig. Die Charaktere wirken durchaus wirklichkeitsnah, sowohl in ihren Handlungen, als auch in ihrer Gedankenwelt, wenn ich den Protagonisten ab und an jedoch als zu modern denkend wahrnahm. Für einen historischen Roman reicht die Charaktergestaltung in dieser Geschichte aus. Viele Facetten hat aber keine der Figuren. Die Rollen der Charaktere im Buch sind wie in vielen historischen Romanen klar verteilt: Auf der einen Seite der noch unwissende Jüngling, auf der anderen Seite die weisen Bartträger. Die Diskussionen dieser beiden Fraktionen über ihren Glauben gehen in die Tiefe, wirken aber oft auch belehrend. Und am Ende fehlt auch hier eine Prise Coelho nicht. Das Alexander Lohner als Honorarprofessor für Systematische Theologie sich in der Martertie auskennt dürfte klar sein und es zeigt sich auch in diesem Buch. Leider hat mir im "Jesustuch" die Mischung aus Erkenntnis und Lesespaß nicht ganz zugesagt. Denn Letzteres kommt ein wenig zu kurz.

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