Alexander Lohner Die Jüdin von Trient

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Inhaltsangabe zu „Die Jüdin von Trient“ von Alexander Lohner

Am Palmsonntag 1473 verschwindet ein Kind , Die Kirche versündigt sich, damit ein Kind heiliggesprochen wird. Eine schöne Jüdin muß auf der Folterbank ihrem Glauben entsagen. Ein junger Pater stirbt, weil er zuviel weiß. Als am Palmsonntag des Jahres 1473 der kleine Simon spurlos verschwindet, verdächtigt man die jüdischen Bürger Trients des Ritualmordes. Brunetta, die junge Frau des jüdischen Kaufmanns Samuel, kennt die Wahrheit - und darf sie nicht aussprechen.§§Ein beispielloser Machtkampf und ein infames Intrigenspiel um die Heiligsprechung des Kindes entflammt zwischen Franziskanern, Fürstbischof und Papst.§§Alexander Lohner erzählt diesen wahren Kirchenskandal außergewöhnlich spannend und einfühlsam.§

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  • Rezension zu "Die Jüdin von Trient" von Alexander Lohner

    Die Jüdin von Trient
    anushka

    anushka

    29. July 2007 um 16:34

    In Trient gibt es eine kleine jüdische Gemeinde, bestehend aus drei Familien. Bisher sind Juden und Christen in Trient gut miteinander ausgekommen. Doch im Jahr 1475 predigt ein fremder Mönch in Trient. Und er predigt Hass, Hass gegen die Juden. Als eine eine grausame Tat der Juden voraussagt und kurz darauf der knapp zweijährige Simon verschwindet, geht in Trient die Angst um. Als die Leiche des Jungen im Haus der Juden gefunden wird, scheint allen klar zu sein, dass die Juden einen Ritualmord begangen haben. Nun gibt es kein Halten mehr. Die männlichen Juden werden festgenommen, gefoltert und aufgrund ihrer Geständnisse zum Tode verurteilt. Das getötete Kind soll zum Märtyrer gemacht werden. Es beginnt eine gnadenlose Verfolgung der Juden in Trient und ein wahrer Kult um den kleinen Märtyrer. Eigentlich genießen die Juden den Schutz Roms, vieler wichtiger Fürsten und des Kaisers. Doch das interessiert den Fürstbischof von Trient und den anti-jüdisch predigenden Mönch nicht. Sie lehnen sich gegen die Macht Roms auf und behindern die Arbeit des päpstlichen Ermittlers. Längst geht es nicht mehr um Schuld und Unschuld der Juden und außer den päpstlichen Gesandten und einen mutigen jungen Mönch scheint niemanden die Wahrheit zu interessieren. Wird sie dennoch ans Licht kommen? Alexander Lohner schildert in diesem Buch ein wahres historisches Geschehen. Im Jahr 1588 wurde der kleine Simon vom Papst heiliggesprochen. Erst im 21. Jahrhundert sieht die Kirche das von ihr begangene Unrecht ein. Dieses Buch ist schockierend und lehrreich zugleich. Das Intrigenspiel macht deutlich, wie sehr die Machtkämpfe zwischen kirchlichen und weltlichen Fürsten tobten, aber auch innerhalb der Kirche selbst. Aberglaube und Kult entwickeln sich zu Selbstläufern und kosten viele unschuldige Menschen das Leben. Beides wird jedoch von einzelnen Kirchenoberhäuptern im Kampf um Macht und Geld angestachelt, die selbst irgendwann so verblendet sind, dass für sie keine Wahrheit mehr existiert. Dieses Buch ist sehr gut recherchiert und beleuchtet die Hintergründe aus verschiedenen Perspektiven. Beispielsweise wird auf der Basis der unterschiedlichen Entwicklung deutlich, warum die beiden Religionen von ihren Anhängern als konkurrierend empfunden werden und warum sich immer wieder Feindseligkeiten entwickelten. Auch die Motivation der Kirche, den judenfeindlichen Tendenzen nicht entgegen zu wirken, werden deutlich und scheinen in keinster Weise den christlichen Idealen zu entsprechen. In philosophischen Passagen werden Glauben, Handeln und der Kult um den Märtyrer Simon analysiert. Dieses Buch ist absolut empfehlenswert und aufschlussreich, gleichzeitig aber auch spannend. Einen Punkt Abzug gibt es allerdings dafür, dass Handlung und Spannung manchmal aufgrund der ausführlichen Selbstreflektion und philosophischen Analysen auf der Strecke bleiben.

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