Alexander Merow Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843

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Inhaltsangabe zu „Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843“ von Alexander Merow

Die Welt im Jahr 2028: Die Menschheit befindet sich im Würgegriff einer alles überwachenden Weltregierung. Frank Kohlhaas, ein unbedeutender Bürger, fristet sein trostloses Leben als Leiharbeiter in einem Stahlwerk, bis er eines Tages durch ein unglückliches Ereignis mit dem tyrannischen Überwachungsstaat in Konflikt gerät. Er wird im Zuge eines automatisierten Gerichtsverfahrens zu fünf Jahren Haft verurteilt und verschwindet in einer Haftanstalt, wo er einem grausamen System der Gehirnwäsche ausgesetzt wird. Mental und körperlich am Ende, wird er nach acht Monaten in ein anderes Gefängnis verlegt. Auf dem Weg dorthin geschieht das Unerwartete. Plötzlich verändert sich alles und Frank befindet sich zwischen den Fronten.

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  • Rezension zu "Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843" von Alexander Merow

    Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843
    Klusi

    Klusi

    08. January 2012 um 17:34

    Der Roman spielt im Jahr 2028. Es herrscht eine totalitäre Weltregierung; alles wird genau geregelt und überwacht. Privatsphäre gibt es fast nicht mehr, die Menschen werden nur noch mit einer Nummer registriert. Frank Kohlhaas, der Bürger mit der Nummer1-564398B-278843, ist ein eher unscheinbarer Zeitgenosse, der in einem Stahlwerk arbeitet und ein ziemlich trostloses Leben führt, bis er eines Tages mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Es ist nur eine Kleinigkeit, die sich der junge Mann zu Schulden kommen lässt, aber es bringt ihn, nach einem automatisierten Gerichtsverfahren, in eine Gefängnisanstalt mit einem völlig neuartigen, ausgeklügelten System, die Inhaftierten zu „bessern“. Viele Monate ist Frank dort, isoliert in einer so genannten „Holozelle“, einer unerbittlichen Gehirnwäsche ausgesetzt. Als er in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll, geschieht etwas, das Franks Leben grundlegend verändert. In dem Roman „Beutewelt“ zeichnet Alexander Merow das reinste Schreckensszenario von einer nicht allzu fernen Zukunft. Seine Schilderungen sind zum Teil sehr drastisch, und man kann sich nur von Herzen wünschen, dass die Realität nicht annähernd so aussehen wird. Nicht alles war für mein Empfinden einleuchtend und realistisch, es gibt einige Situationen, die mir doch recht unglaubwürdig erschienen. Auch blieben mir die Protagonisten allesamt fremd, was an dem sehr nüchternen, emotionslosen Schreibstil lag. Aber das Gesamtbild war dann doch recht stimmig, denn anders könnte man diese Welt gar nicht beschreiben. Dystopien gehören normalerweise nicht zu meiner Lieblingslektüre, und trotzdem (oder auch gerade darum) hat mich die Geschichte gefesselt, denn diese Vision der politischen Weltlage, in naher Zukunft, bietet viel Stoff zum Nachdenken. Die beklemmende Atmosphäre wird hier schonungslos und in aller Deutlichkeit ausgemalt.

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  • Rezension zu "Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843" von Alexander Merow

    Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. August 2011 um 22:46

    Erschreckend reales Zukunftsszenario * „Bürger 1-564398B-278843! Sie werden hiermit zu 5 Jahren Haft in einem Zentrum für Umerziehung und Resozialisierung verurteilt! Zur Begründung: Die statistische Wahrscheinlichkeit für theoretische schwere Körperverletzung beträgt in Ihrem Fall 78,11 %! Die statistische Wahrscheinlichkeit für zukünftiges subversives Verhalten beträgt bei Ihnen 53,59 %! Weiterhin hat sich die Auswahl des Menüpunktes NEIN strafverschärfend auf Ihr Urteil ausgewirkt. Doch seien Sie unbesorgt. Es gibt mittlerweile zahlreiche staatliche Einrichtungen, in denen Menschen wie Sie bestens therapiert werden können, um wieder ein glückliches und angepasstes Leben in unserer humanistischen Gesellschaft führen zu können! Wir danken für Ihr Verständnis!“ * Frank Kohlhaas arbeitet als Produktionsmitarbeiter in einem Stahlwerk. Bis zu dem Tag an dem er den One-World-Song nicht ordentlich mitsingt und gegen einen Vorgesetzten laut wird. Er erhält ein automatisiertes Gerichtsverfahren und kommt ins Gefängnis, eine politische Umerziehungsanstalt. Als er nach acht Monaten verlegt werden soll, wird der Gefangenentransport überfallen und Frank und Alfred Bäumer werden von Rebellen befreit... * Mit "Beutewelt I: Bürger 1-564398B-278843" ist Alexander Merow ein wunderbarer und beeindruckender Auftakt seiner düsteren Science-Fiction Dystopie Trilogie "Beutewelt" gelungen. * Sein Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen, aber dennoch so fesselnd, dass man durch das Buch getragen wird - auf Merows Worten sozusagen. Ich bin wirklich begeistert, denn meistens versteckt sich in jedem Buch die ein oder andere Länge, durch die man sich als Leser durch kämpfen muss, aber hier konnte ich keine entdecken. Der Schreibstil bleibt konsequent spannend und schrecklich realistisch. * Die Beschreibungen der "One-World", in der das Individuum nichts mehr zählt und das höchste Ziel Konsum ist, erschrecken mich und machen mir Angst. Zumal man als Leser, immer wieder die ein oder andere Parallele zu ungesunden Entwicklungen in unserer Zeit und Politik erkennen kann. Die Atmosphäre ist düster, erdrückend und grau. So grau wie Frank Kohlhaas Leben vor dem Gerichtsverfahren und der Inhaftierung, aber alles wird sich ändern.... * Auch die Protagonisten sind Herrn Merow wunderbar gelungen, wobei er da auch mit einfachen Mitteln arbeitet. Ich als Leserin hatte für mich da ein ganz typisches schwarz-weiß Denken: die Rebellen sind die Guten, und die Politiker die Bösen, die die Menschen unterdrücken und sogar nicht davor zurückschrecken diese umzupolen. Am beieindruckendsten ist natürlich die Entwicklung von Frank Kohlhaas. Zu Anfang hat er sich eigentlich mit seiner Situation engagiert, und lebt stumpfsinnig sein Leben, dass nur aus Arbeit und daraus alleine zu hause zu sitzen besteht. Aber nicht nur die Befreiungsaktion der Rebellen bringt ihn zum umdenken, es gibt noch mehr Gründe, aber diese solltet ihr selbst rausfinden. Fakt ist von einem im höchsten Falle reagierenden, wandelt er sich zu einem agierenden und denkenden Menschen, der sich nicht länger unterdrücken und manipulieren lassen will.... Aber auch die Vielzahl der anderen Protagonisten ist interessant und vielschichtig, egal ob es der Rebellenanführer Wilden ist, oder sein Kumpel Alfred Bäumer. Sie alle hauchen dem Buch und Frank Kohlhaas Leben ein! * Das Cover wirkt trist, ist in dunklen Farben gehalten und zeigt Plattenbauten. Der Leser fühlt sich direkt an den Beginn des Romanes erinnert. Passend! * Ein Buch, dass nicht nur Science-Fiction-Fans begeistern wird! Erschreckend real, fesselnd und definitiv lesenswert!

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  • Rezension zu "Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843" von Alexander Merow

    Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843
    shao

    shao

    01. August 2011 um 22:24

    Frank Kohlhaas ist ein gesetzestreuer Bürger der One World, obwohl er mit dem System, der Überwachung und Kontrolle nicht einverstanden ist. Dann jedoch eskaliert eine eigentlich harmlose Situation und Frank wird angeklagt und verurteilt. Einmal in den Fängen des Systems angelangt, erlebt Frank seinen persönlichen Alptraum, aus dem er mehr zufällig heraus gerissen wird, nur um an eine Gruppe von Regimegegnern zu gelangen. Eine Begegnung, die nicht nur Franks Leben verändert. * Alexander Merow legt hier eine Dystopie vor, die so dunkel und beklemmend und doch so glaubhaft ist, dass es einem Angst und Bange werden kann. Die Sprache ist eingängig und den Situationen und Personen angepasst, einfach stimmig. Der Erzählstil passt zum Geschehen und reißt den Leser in Franks Welt hinein. So, wie Dinge und Situationen beschrieben werden, ist man hautnah dabei und das ist gerade in Anbetracht der Tatsache, dass wir uns tatsächlich in diese Richtung entwickeln, sehr erschreckend. * Überhaupt ist die Idee so durchdacht, dass man keine Ansatzpunkte findet, an denen man abwiegeln und alles in das Reich der Phantasie verbannen kann. Nein, die beschriebene Entwicklung der Weltgeschichte, die zur One World führte, hat eigentlich in der Realität schon begonnen. Und das macht das Buch fast schon zu einer auf einer wahren Begebenheit beruhenden Horrorgeschichte. * Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, man kann, auch wenn Frank einem zu Beginn recht seltsam vorkommt, durchaus nachvollziehen, wieso er sich so entwickelt, wie er es tut. Auch die Konflikte der Menschen mit sich selber und ihrem Umfeld, der Spagat zwischen „etwas verändern wollen“ und „endlich in Ruhe leben können“ ist nur allzu verständlich. * Und dennoch wirkt das Geschriebene teilweise etwas bemüht, die Personen etwas verwirrt. Den Durchmarsch von Alf und Frank in Paris empfand ich persönlich als ZU einfach und damit nicht mehr realistisch und auch leider nicht mehr dem der One World zugesprochen Informationsstand, der Allwissenheit angemessen. * Und so ist es weniger ein Roman über irgendjemanden mit einem sehr, sehr passenden Namen, als viel mehr ein Blick in eine durchaus mögliche, vielleicht sogar wahrscheinliche Zukunft. Ein handwerklich gut gearbeitetes Buch, das auch inhaltlich überzeugen kann. Kleine Schwächen lassen hier für die Nachfolger noch Luft nach oben.

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