Alexander Neubacher Ökofimmel

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Inhaltsangabe zu „Ökofimmel“ von Alexander Neubacher

Öko, aber logisch: Wie wir der Umwelt wirklich helfen können. Müll sortieren, Biosprit tanken, auf Solarstrom umsteigen oder auf Fleisch verzichten – die Möglichkeiten, die Umwelt zu schützen, scheinen endlos. Doch retten wir mit unserem Einsatz wirklich die Natur? Oder lassen wir uns lediglich von sinnlosen Vorschriften gängeln? Mittlerweile wissen wir: Die Energiesparbirne endet als gefährlicher Sondermüll, die ausgespülten Joghurtbecher werden verfeuert statt recycelt, und für die Herstellung von Biobenzin wird der Regenwald gerodet. Alexander Neubacher, selbst überzeugter Biokisten- Käufer, hinterfragt den Ökofimmel in unserem Leben und in der Politik und zeigt, was buchstäblich für die Tonne ist und womit wir der Umwelt wirklich helfen können.

Wenn man nach Argumenten gegen nachhaltigeres Verhalten sucht, findet man sie hier zuhauf. Schrecklich unwissenschaftlich und kriegerisch.

— zukunftskind
zukunftskind

Das Buch bietet gute Ansätze, ist jedoch streckenweise dürftig recherchiert und zu kurz gefasst. Jedoch für Neueinsteiger optimal.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Ökofimmel
    zukunftskind

    zukunftskind

    27. August 2015 um 20:25

    Ich versprach mit von diesem Buch ein Blick hinter den Kulissen von unserem nachhaltigen Verhalten. Stattdessen bekam ich ein aggressiv geschrieben Buch, von dem Zorn und Wut rausgehen. Der Autor stellt die Tatsachen so dar, als ob jemand (vor allem die Politiker) ihn höchstpersönlich über den Tisch gezogen hätten. Verschiedene Tatsachen (wie z.B. dass Energiesparlampen Quecksilber beinhalten oder der Gelbe Sack nicht zu 100% recycelt wird) stellt er wie die Aufdeckung der grössten Verschwörungen dar. Ich persönlich denke, dass es zumindest den meisten Menschen klar ist, dass nachhaltigeres Verhalten nicht perfekt ist, sondern bloss Schritte in die richtige Richtung. Daher sollte keinen überraschen, dass es auf dem Weg auch Probleme gibt. Ein gutes Beispiel sind  die vom Autor so verpönten Energiesparlampen - nur 3 Jahre nach Buchherausgabe finden man sehr gute Alternativen in den neuen LED Lampen. Also war die Richtung schon richtig, von den alten Lampen loszukommen, um endlich mehr Forschung im dem Bereich zu bewirken. Die meisten beschriebenen Probleme sind richtig, aber eben gar nicht so absurd, wie der Autor sie vorstellt. Mit etwas gesunden Menschenverstand könnte man ja auch einige der Probleme umgehen... Was ist noch sehr störend am Buch fand ist das Fehlen von Referenzen. Ständig werden Studien erwähnt, die als Beweise dienen sollen, aber sie werden nicht angegeben, wo man sie nun findet. Bloss am Ende des Buches findet sich eine ellenlange Liste, die man natürlich nicht durchforsten möchte.

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  • Schwach

    Ökofimmel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. August 2015 um 19:49

    Schade, der Ansatz dieses Buches ist wirklich gut, und in manchen Punkten (Einwegpfand, Energiesparlampen, ...) hat der Autor ja auch völlig recht. Leider ist das Lesen durch den durchgängig spöttischen Unterton und die Aneinanderreihung von Themen ohne Verbesserungsvorschläge sehr, sehr mühsam. Ich habe etwa nach der Hälfte aufgegeben und ans Ende geblättert in der Hoffnung, dort ein paar nützliche Anregungen zu finden. Doch bei den gerade einmal 10 Punkten (die noch nicht mal wirklich 10 unterschiedliche sind) finden sich nur zwei, die konkret für den Einzelnen umsetzbar sind. Damit wird das Buch insgesamt leider zu ziemlich ziellosem Geschwafel. Einziger Gewinn für mich ist die Erkenntnis, dass ich mich mal näher mit dem Thema Emissionszertifikatehandel beschäftigen sollte.

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  • Abrechnung mit konstruktiven Ansätzen

    Ökofimmel
    Wimpernschlag

    Wimpernschlag

    19. June 2014 um 13:11

    Brauchen wir ein Buch mit dem provokativen Titel „Öko-Fimmel“? Was soll denn an Ökologie und insbesondere Klimaschutz falsch sein? Nachdem ich das Buch gelesen habe, liegt der Schluss nahe, dass da so manches im Argen liegt, gerade in Deutschland, das an sich eine Vorreiterrolle einnimmt (als Schweizer kann ich das freilich nicht selber beurteilen). Einiges ist gut gemeint, aber schlecht durchdacht, wie das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ oder das Dosenpfand. Anderes ist dann schon höherer Blödsinn, wie die Förderung von Biosprit, zumal wenn für die betreffenden Pflanzungen Regenwald abgebrannt wird. Zwar bekam ich in der ersten Hälfte des Buches den Eindruck, dass da ein „Wolf im Schafspelz“ schreibt, also ein radikaler Öko-Gegner und nicht ein kritischer Geist, dem die Umwelt sehr wohl ein Anliegen ist, so scharf wird da teilweise geschossen. Aber dieser Eindruck korrigierte sich gegen das Ende hin. Vielleicht ist  diese Polemik nötig, um die Kruste von political correctness und grüner Ideologie zu durchdringen, vielleicht ist es auch zuviel des Guten, da bin ich mir nicht schlüssig. Ungefähr vier Fünftel des Buches setzen sich mit der Umweltpolitik vor allem Deutschlands und der EU auseinander, im letzten Teil gibt der Autor dann einige Empfehlungen, welche Haltungen und Massnahmen aus seiner Sicht wirklich helfen würden, jenseits irgendwelcher Parteidoktrinen. Das Thema ist zu wichtig, als dass wir uns den Luxus ideologischer Scheuklappen erlauben könnten; gefragt sind eher viel nüchterner Realismus und eine grosse Portion Kreativität. Mir hat die Lektüre viele Gedankenanstösse gegeben. Sehr empfehlenswert!

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  • Anfangs gut, dann unnötig polemisch

    Ökofimmel
    JuliaB

    JuliaB

    12. April 2013 um 17:10

    Alexander Neubacher und seine Familie sorgen sich um die Umwelt. Sie kaufen Bioprodukte und trennen brav ihren Müll, auch wenn die immer unüberschaubareren Regeln der Mülltrennung schon mal für heiße Diskussionen sorgen. Aber können Energiesparlampen, die giftige Gase verströmen, wenn sie kaputt gehen, und anschließend als Sondermüll entsorgt werden müssen, wirklich gut für die Umwelt sein? Ist die Energiebilanz einer in regionalen Gewächshäusern angebauten Tomate wirklich besser als der sonnengereifte Import aus Spanien? Und dass die städtischen Wasserwerke jedes Jahr tausende Liter frisches Trinkwasser in die Kanalisation laufen lassen, weil durch das weitverbreitete Wassersparen der zähflüssige dreckige Schlamm in den Röhren liegen bleibt und die Strassen verpestet, kann doch auch nicht sinnvoll sein? Also macht sich der Autor auf die Suche nach der Wirkung des weitverbreiteten „Ökofimmels“ und kommt zu sehr unterschiedlichen und teils erschreckenden Ergebnissen. Nun ja, irgendwie bin ich mit diesem Buch ziemlich unzufrieden. Der erste Teil ist wirklich gut. Da zeigt der Autor in unterhaltsamen Plauderton an lebensnahen Beispielen, dass „gut gemeint“ nicht immer wirklich gut ist und viele Leute in bester Absicht der Umwelt manchmal eher schaden als nützen. Daran sind die Politiker, aber auch die Medien nicht unschuldig, denn oftmals werden Regeln, die eigentlich die Natur bewahren sollten, sich aber als nutzlos entpuppt haben, weiter beibehalten und unterstützt, um das here Ziel des Umweltschutzes nicht zu diskreditieren. Leider verliert das Buch dann mehr und mehr sowohl an Unterhaltungswert als auch an Sachlichkeit. Die Argumentation wird deutlich grundsätzlicher und emotionaler und dadurch ebenso angreifbar wie die kritisierten Hysterie-Schürer. Klar sind auf weniger als dreihundert Seiten wissenschaftlich wasserdichte Thesen nicht machbar, aber etwas weniger unnötige Polemik hätte der zweiten Hälfte gut getan. Vor allem verspielt das Buch hier unnötig viele Sympathien der Leser und schadet so rückwirkend der Glaubwürdigkeit des ersten Teils. Der Autor schafft es zwar am Ende, mit kreativen Ideen zu effektiverem Umweltschutz nochmals etwas Boden gut zu machen, aber letztlich bleibt ein schaler Nachgeschmack.

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  • Rezension zu "Ökofimmel" von Alexander Neubacher

    Ökofimmel
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    24. January 2013 um 21:16

    »Ökofimmel: Wie wir versuchen, die Welt zu retten - und was wir damit anrichten« Der Autor, Alexander Neubacher, schildert die vielen gut gemeinten Maßnahmen der Umweltpolitik der letzten Jahre zum Umweltschutz und ihre tatsächlichen Folgen. Dabei wird deutlich gemacht, wie viele Handlungen der Umwelt überhaupt nichts nützen. Humorvoll und ohne erhobenen Zeigefinger wird hier über Umwelt- und Klimaschutz geschrieben. Das letzte Kapitel macht Hoffnung und denn es beschreibt anschauliche Schritte, mit denen jeder Einzelne sicherlich zum Klimaschutz beitragen kann. Ein Sachbuch der anderen Art.

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  • Rezension zu "Ökofimmel" von Alexander Neubacher

    Ökofimmel
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    25. May 2012 um 14:13

    Weltrettung? Seit Jahrzehnten ließ man es sich einbläuen. Energiesparen, Umweltschutz, Wasser abschalten beim Zähneputzen, Fahrrad statt Auto.... und das alles nicht in erster Linie, um den eigenen Geldbeutel zu schonen, sondern quasi „um die Welt zu retten“. Unbestritten, bei aller Auseinandersetzung der Fachleute, Veränderungen sind beobachtbar, der Planet ächzt unter der Last der Menschen, Handlungsänderungen wären nötig in fast jeder Hinsicht, von Monokulturen über Ölabhängigkeit, vom C02 Ausstoß bis zum hemmungslosen Roden von Wäldern und der stetig steigenden Weltbevölkerung. Handlungsänderungen sind nötig. Auf einem ganz anderen Blatt aber steht, wieweit das individuelle Verhalten im Haushalt, von der Energiesparlampe bis zur Mülltrennung mitsamt dem Einsparen von Wasser wirklich seinen Teil zur Schonung des Planenten hinzufügt. Oder eher schadet. Und dies ist das Thema des (flüssig, humorvoll und zudem genau beobachtend) vorgelegten Buches von Alexander Neubacher. Ein Buch zur passenden Zeit. Denn gerade in den vergangenen Wochen und Monaten wurde informativ und breit auf all das hingewiesen, was eben auch die Folgen des durchstrukturierten „individuellen Umweltschutzes“ sind. Das die alte Glühbirne ausdienen musste für neue, teurere Energiesparlampen, die allerdings mit solchen Schadstoffen „gefüllt“ sind, dass ihre Entsorgung eigentlich jeden Energiegewinn und Nutzen wieder verliert. Das gesamte Rohrsystem und die Kanalisation sind auf eine bestimme Grundmenge an Wasserdurchlauf angelegt. Bleibt dieser aus, werden tausende von Litern Wasser „nachgespült“. Wo ist der Gewinn? So passt der gewählte Untertitel des Buches wie die Faust aufs Auge: „Wie wir versuchen, die Welt zu retten – und was wir damit anrichten“. Er selbst übrigens auch, denn natürlich nimmt er das Rad zum Brötchenhalten und natürlichen sind die Toiletten seines Hauses mit Wasserstopptasten ausgestattet und ebenso natürlich liegt dem Spiegel Mitarbeiter Alexander Neubacher an der Umwelt. Gerade daher ist es ja durchaus bedenkenswert und in Teilen auch beeindruckend, dass hier jemand mit Irrtümern und Folgen auch des eigenen Verhaltens aufräumt, die in Teilen mehr Schaden anrichten, als dass sie der Umwelt Nutzen erbringen. In durchaus flüssigem Stil legt Neubacher Seite für Seite Bedenkenswertes vor. Dass Wasserwerfer gegen Demonstranten in Stuttgart durchaus legitim sind, aber der seltene Juchtenkäfer auf dem Gelände des neuen Bahnhofes umgehend für einen Baustopp sorgte ist nur eine der kaum nachvollziehbaren Merkwürdigkeiten der deutschen Umweltpolitik. Das Buch zeigt eklatante Beispiele auf, wie in bester Absicht die Umwelt nachhaltig geschädigt wird. Weder wird die verheerende Umweltbilanz von Biolebensmitteln ausgespart noch die „klimakillende“ Funktion von Biosprit. Neubacher nimmt die Unweltpolitik durchaus überzeugend argumentiert ins Visier. „Wir tun nicht zu wenig, um die Welt zu retten, sondern in übertriebenem Eifer vom Falschen zuviel“. Das Buch bildet einen deutlichen Appell gegen „Symbolpolitik“ und „Aktionismus“ und will vor allem einem besonnenen, nachhaltigen und überlegten Wandel eine Lanze brechen. Dies gelingt Neubacher auf sehr informative und gut lesbare Weise, auch wenn er kein „anderes“ Programm im Einzelnen vorlegt.

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