Alexander Nym Schillerndes Dunkel

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Inhaltsangabe zu „Schillerndes Dunkel“ von Alexander Nym

Über die Darkwave-/Gothic-Szene ist viel geschrieben worden; die Klischees und Missverständnisse verzerren und verdecken eine gegenkulturelle Bewegung, die schon längst nicht mehr auf Jugendliche beschränkt ist. Seit den Punk- und Späthippietagen in den 1970er Jahren entwickelte sich eine in jeder Hinsicht heterogene Subkultur, die sich trotz aller Unterschiedlichkeit nach Außen einer Reihe ästhetischer Positionen bedient. Die Themen, die die Szene beschäftigen, reichen von Vor- und Frühgeschichte über Mittelalter, Fantasy- und Schauerliteratur, abendländischer Kunst- und Kulturgeschichte bis zu philosophischen Themen wie Eschatologie, Religion, Mystik und Esoterik. Das Medium der "dunklen" Musik dient dabei als gemeinsame ästhetische Ausgangsposition, von der aus gesellschaftliche Gegebenheiten kritisch hinterfragt und alternative Lebenskonzepte praktiziert werden. "Schillerndes Dunkel" hat sich zum Ziel gesetzt, Diskurse in der und über die Szene zu versammeln; die Vielfalt der versammelten Musiker, Künstler, Journalisten und Wissenschaftler zeigt mit ihren Beiträgen die Vielschichtigkeit einer kulturellen Entwicklungsströmung, die aus dem Spektrum der Populärkultur nicht mehr weg zu denken ist. Jenseits von Kanonisierungs- und Definitionsansprüchen werden Gemeinsamkeiten und Widersprüche sichtbar, die die faszinierende Komplexität, ästhetische Flexibilität und kulturelle Relevanz des dunkelromantischen Kulturgenerators aufzeigen, und sowohl interessierten Beobachtern wie auch gestandenen Szenegängern einen seltenen Einblick in das Innenleben der hinter- und untergründigsten "Jugend"kultur der Gegenwart ermöglichen. Die üppige Bebilderung vermittelt daneben auch einen faszinierenden optischen Eindruck der Opulenz, mit der sich die verkleidungsfreudige Szene selbst inszeniert.

Gibt einen guten Überblick über die Schwarze Szene

— FelinhovanBaier

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  • Rezension zu "Schillerndes Dunkel" von Alexander Nym

    Schillerndes Dunkel

    Tialda

    09. December 2010 um 19:31

    Herausgeber: Alexander Nym x (Original-) Titel: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene x Genre: Sachbuch x Erscheinungsdatum: 25. Mai 2010 x 432 Seiten x Plöttner Verlag x ISBN: 3862110060 Klappentext: Gothics, Gruftis, Waver, Schwarzkittel – Vor dem Hintergrund dieses komplexen Phänomens türmen sich herkömmliche Erklärungsmuster, eklektische Deutungsbegierden, Meinungsdifferenzen aller Art. Selbst auf Szenegänger wirkt die Vielfalt der dunklen Subkultur verwirrend und streitbar. In der Öffentlichkeit indes findet sich das schwarze Outfit weit häufiger als früher. Man muss nur genau hinsehen. Das ändert jedoch nichts an der klischeehaften Bewertung des Schwarzen Untergrundes, der so untergründig gar nicht mehr ist. Warum? Die vorliegende Anthologie hat Einsichten und Ausblicke von Künstlern, Szene-Protagonisten, Veranstaltern, Insidern und Musikjournalisten zusammengetragen. Ein seltener Tauchversuch in die Abgründe einer sinkenden Gesellschaft, ebenso üppig wie illustrativ in Szene gesetzt wie die schwarze Szene selbst. Der Band blickt hinter die kostümierten Fassaden, hinter das Make-up der Prinzessinnen, unter die Tattoos der Sexfetischisten, er unterzieht die Szene einer kritischen Analyse und einer zeitgemäßen Sinnverortung. Rezeption: Mit „Schillerndes Dunkel“ hat Kulturwissenschaftler und Herausgeber Alexander Nym ein grandioses Werk über die ‘schwarze Szene’ geschaffen, das in keinem Bücherregal eines Schwarzvolk-Anhängers fehlen sollte. Für die alten Hasen, die sich noch an die Szene-Anfänge erinnern können, wird vor allem der Anfang dieses Buches, in dem es um die Entstehung und die Grundlagen geht, eine Reise in die Vergangenheit darstellen und zum darin Schwelgen einladen. Doch auch für neuere Szenemitglieder ist dieses erste Kapitel keineswegs uninteressant, denn die Texte, die von unterschiedlichen Autoren, wie zum Beispiel Oswald Henke (Goethes Erben) verfasst wurden, sind flüssig zu lesen und machen das Schmökern zu einem wunderbaren Erlebnis. Beachtenswert ist überhaupt der Themenumfang des Werkes. Denn es werden nicht nur, wie schon erwähnt, die Entstehung, die Grundlagen und die Entwicklung der Szene behandelt, sondern zudem noch viele andere Gebiete, nämlich „Genres und Subgenres schwarzer Musik und Kultur“, „Mode, Ästhetik und Lebenskultur“ und „Themen und Diskurse“, wie beispielsweise „Schwarze Musik heute“, „Gothic-Konsum“ und „Vom Rüschenhemd zur Uniform“. So bleiben bei „Schillerndes Dunkel“ kaum Wünsche offen, da nahezu alle möglichen Themen besprochen werden, bei denen man im übrigen merkt, dass ausgezeichnet recherchiert wurde. Nicht nur bei den Texten, sondern auch bei der Aufmachung des Buches wurde sich viel Mühe gegeben und so kommt „Schillerndes Dunkel“ mit seinen ca. 800 schwarz/weiß Bildern, bei denen die helleren Töne leicht silbern schimmern, in einem sehr edlen Design und natürlich mit Schutzumschlag daher. Abgerundet wird das Ganze mit Galerien von namhaften Szenefotografen und -künstlern wie Silent View und Nik Fiend. Ich persönlich bin von diesem umfassenden Werk völlig hingerissen <3. Fazit: „Schillerndes Dunkel“ ist DAS Werk über die ‘schwarze Szene’ und man sollte es sich nicht entgehen lassen. ________________________ Die Original-Rezension ist unter http://www.necroweb.de/magazin/buch/schillerndes-dunkel-geschichte-entwicklung-und-themen-der-gothic-szene/ zu finden.

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