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von Alexander Oetker 
4,0 Sterne bei70 Bewertungen
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Positiv (51):
ChattysBuecherblogs avatar

Leichter Urlaubskrimialroman. Verbreitet Wohlfühlatmosphäre gepaart mit Ermittlungsarbeit. 👍

Kritisch (3):
Felices avatar

Mix aus Groschenroman und Krimi mit Urlaubsfeeling. Konnte mich leider gar nicht überzeugen

Alle 70 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Retour"

Luc Verlain liebt gutes Essen, Frauen und sein sorgenloses Leben in Paris. Doch als sein Vater schwer erkrankt, lässt Luc sich versetzen. Ausgerechnet nach Bordeaux in die Region Aquitaine, von wo er als junger Polizist geflohen war. Zurück in seiner Heimat muss Luc sich seinen Erinnerungen stellen. Und schon kurz nach seiner Ankunft erschüttert ein Mord die Gegend: Ein Mädchen liegt erschlagen am Strand von Lacanau-Océan. In dem kleinen Dorf kochen schnell die Spekulationen hoch. Das Opfer hat erst vor kurzem die Beziehung zu dem algerischen Nachbarsjungen beendet, der als dringend tatverdächtig gilt. Der Stiefvater des Mädchens will die Sache selbst in die Hand nehmen. Lucs Ermittlungen führen ihn an die Strände und in die Weinberge der Region und zurück nach Paris, immer an seiner Seite seine Kollegin Anouk, deren Charme er nur schwer widerstehen kann.

Mehr über Luc Verlain und das Aquitaine unter www.lucverlain.de.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455003499
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:24.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.03.2017 bei Hoffmann und Campe erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Bibbeys avatar
    Bibbeyvor 2 Monaten
    Ein Auftakt, der sich sehen lassen kann!

    INHALT

    Luc Verlain verschlägt es von Paris nach Bordeaux. Aber nicht, weil er Urlaub machen will, sondern weil sein Vater schwer erkrankt ist und er während dieser schweren Zeit in seiner Nähe sein möchte. Aber schon kurz nach seiner Ankunft überschattet ein grausamer Mord die Idylle des sonst so friedlichen Orts. Schnell wird klar, dass der versetzte Polizist Verlain auch hier einiges zu tun hat. Das Opfer, ein Mädchen aus der Region, war bei den Bewohnern bekannt. Schnell brodelt die Gerüchteküche, es heißt, dass der algerische Nachbarsjunge an der Tat schuld sein muss. Dass das Opfer aus Eifersucht und unerfüllter Liebe getötet wurde. Vor allem der Vater des Mädchens ist schon bald nicht mehr davon abzubringen, die Schuld in dem Jungen zu sehen. Dann aber überschlagen sich die Ereignisse ein weiteres Mal und die Ermittlungen werden immer verzwickter. Und dabei merkt Luc Verlain nicht nur, dass das neue Leben in Bordeaux keinesfalls so langweilig ist, wie erwartet. Und dass seine neue Kollegin das eine oder andere Mal zu häufig seine Aufmerksamkeit auf sich lenkt.


    MEINUNG

    Frankreich-Krimis sind ja voll mein Ding. Vor allem in den Sommermonaten, wenn es kurz vor dem eigenen Urlaub ist und man sich die Wartezeit bis dahin gerne mit ein paar buchig-warmen Sommerorten versüßen möchte, aber dabei keinesfalls auf ein bisschen Spannung verzichten will, sind diese Krimis goldrichtig.

    Auch der erste Fall von Luc Verlain und Schöpfer Alexander Oetker konnte mich mit einer sehr angenehmen Schreibweise und einem interessanten Plot überzeugen. Ich konnte mich sehr schnell in die handelnden Figuren hineinversetzen. Normalerweise finde ich es bei Krimis oft schwer, mit den Charakteren warm zu werden, weil oft sehr schnell bloß der Fall in den Vordergrund rückt. Hier war es nicht der Fall, aber auch waren die persönlichen Angelegenheiten nicht zu überdeutlich oder zu häufig dargestellt. Auch das Verhältnis zu seiner Kollegin ist weder überspitzt noch unpassend.

    Der Krimi ist nicht grausam, aber spannend. Verschiedene Ansätze verflechten sich nach und nach und auch wenn ich anfangs wirklich dachte, dass vielleicht mit einigen Klischees jongliert wird, gab es dann doch einige Charakterzüge an dem Ermittler, die mich begeistern konnten. Besonders sein Umgang mit Klischees gegenüber dem Hauptverdächtigen fand ich gut und war überrascht, dass das auf diese Weise zur Sprache kommt.

    Das Ende kam mir dann irgendwie dennoch ein bisschen zu plötzlich. Zwar war es durchaus plausibel und hat mich auch überrascht, aber irgendwie hat mir da ein Fünkchen gefehlt. Ich kann es nicht genau benennen, aber es war dann plötzlich auf einen Schlag vorbei und hat mich ein bisschen unbefriedigt zurückgelassen. Nichtsdestotrotz ein sehr lesenswerter Krimi!

    FAZIT

    Spannender Krimi zum Mitfiebern, sehr angenehme Charaktere und ein besonders charmantes Setting. Ein gelungenes Debüt, bei dem mich nur das Ende nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte.

    4 VON 5 BUCHHERZEN ♥♥♥♥

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    talishas avatar
    talishavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Debut mit den vielfältigen Charaktere und der Savoir-vivre-Atmosphäre machen Lust weitere Folgen zu lesen.
    Der Kommissar aus Bordeaux

    Dieses Cover! Meer, Strand, blauer Himmel, der alte Holzzaun - und erst noch ein Krimi, der in Frankreich spielt. Hörte sich gut an, wurde gekauft. Und gelesen. 

    Aufgrund der schweren Krebserkrankung und dem damit verbundenen Spitalaufenthalt seines Vaters zieht Kommissar Luc Verlain zurück in sein Heimatdorf Lacanau-Ocean in der Nähe von Bordeaux. Luc liess sich von Paris nach Bordeaux in die Brigade criminelle, der Sondereinheit für Kapitalverbrechen versetzen, wo er bereits früher schon arbeitete. Sein Vorgesetzter Preud'homme meinte noch zu ihm, er werde nicht viel zu tun haben, Morde seien selten. Kaum ausgesprochen, findet man eine junge tote Frau und das neue Team muss ausrücken und zusammen arbeiten, obwohl sie sich noch gar nicht kennen. Für Anouk Filipetti und Hugor Pannetier kein Problem. Aber der kaltschnäuzige Etxeberria fühlt sich gemassregelt, will keinen neuen gleichgestellten Kollegen - obwohl er von Glück reden kann, dass er selbst nicht versetzt wurde. 

    Es kommt wie es kommen muss: Etxeberria hält sich nicht an Abmachungen, fasst einen Verdächtigen viel zu früh und mobilisiert somit den unflätigen Vater der Toten samt Gefolge, die nur zu gerne Selbstjustiz ausüben wollen. Luc hat infolge einiges zu tun, um den Ball flach zu halten und in dem explosiven Umfeld trotzdem genau zu ermitteln.

    Nach der Sache mit Etxeberria freut sich Luc auf einen Abstecher nach Paris, wo er während einigen Tagen zusammen mit Brigadier Yacine Zidouna aus seinem Pariser Team Zeugenbefragungen vornimmt. Sein Team in der Hauptstadt ist längst mehr als nur eine Arbeitsgemeinschaft; Luc, Yacine und Michel sind gute Freunde, die sich aufeinander verlassen können.

    Zurück in Aquitanien bleibt ihm genügend Zeit für sein Privatleben. Zwischen Surfen, gutem Essen und zwei Frauen vergisst er zwar höchstens seinen kranken Vater, nicht aber seinen aktuellen Fall. 

    Die Charaktere der Serie wie zum Beispiel Hugo Pannetier, der mal in einer Spezialeinheit arbeitete, hier als der ruhige Familienvater daherkommt und die forsche und neugierige Anouk Filipetti  wie auch Lucs Pariser Kollegen Yacine und Michel sind interessant. Wenn man ihre Lebensläufe beachtet, ergibt sich eine tolle Mischung an Fähigkeiten, die in zukünftigen Fällen eine tragende Rolle spielen könnten. 

    Freunde von französischen Landschaften und Kulinarik kommen in "Retour" auf ihre Kosten. Luc besucht gerne kleine Restaurants, wo er als Einheimischer sicher sein kann, dass er einfaches, aber gutes Essen vorgesetzt bekommt. Als Leser würde man sich manchmal auch gerne zu ihm an den Tisch setzen, sich ebenso bekochen lassen und bei einem Glas Wein mit ihm über seinen aktuellen Fall sprechen.  

    Der Fall um die ermordete junge Frau bietet viele Verdächtige und lädt zum Miträtseln ein. Die Brigade criminelle geht allen Spuren nach und sorgt für spannende Ermittlungen. Somit liefert Autor Alexander Oetker ein gelungenes Erstlingswerk ab. 

    Fazit: Interessanter Einstieg in die Krimireihe um Kommissar Luc Verlain. Dieses Debut mit den vielfältigen Charaktere und der Savoir-vivre-Atmosphäre machen Lust weitere Folgen zu lesen. 
    4 Punkte.  

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    E
    Ekiam72vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: ..., der zwar die Gegend treffend beschreibt, aber der Kommissar vermag keine Sympathie zu wecken.
    Enttäuschender Regiokrimi

    Nachdem Luc Verlain sich aus privaten Gründen hat versetzen lassen, genießt er lieber Wein und Austern als seinen Vater im Krankenhaus zu besuchen. Dann geschieht auch prompt ein Mord, obwohl die Region sonst eher kriminalistische Langeweile zu bieten hat. Hals über Kopf verliebt er sich erst in seine Kollegin und bändelt dann auch noch mit einer Zeugin an. Derart abstrus spinnt sich die Geschichte fort. Für mich ist das alles zu konstruiert und unrealistisch auch wenn die französische Lebensart und die Region Lust auf mehr machen,

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Klischeehaft, stereotyp und vorhersehbar, dazu voller Sexismus. Muss nicht sein.
    Alexander Oetker - Retour

    Da sein Vater schwer krank ist, lässt sich Commissaire Luc Verlain von Paris in seine Heimat in Aquitaine zurückversetzen. Dort hofft er auf eine ruhige Zeit und die Möglichkeit, sich um seinen Vater zu kümmern. Doch kaum ist er angekommen, wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, erschlagen am Strand. Der Stiefvater ist sich sicher, dass es der junge algerische Freund war, den sie verlassen hatte und der ihr immer noch hinterherlief. Die Indizien, die zunächst gegen Hakim sprechen, erweisen sich jedoch schnell als entlastend und so rückt der unbekannte reiche Liebhaber des Mädchens in den Fokus der Ermittlungen.

    Die Liste der Ermittler in der französischen Provinz wird immer länger. Alexander Oetker hat mit Luc Verlain nun einen weiteren Kommissar ins Rennen um die Gunst der deutschen Leser geschickt und setzt dabei auf bewährte Versatzstücke: aus Paris in die Provinz versetzt; dort schwieriger Start mit den Kollegen; den Fall kann der Superermittler quasi im Alleingang lösen, auch acht teilweise bewaffnete Gegner sind für ihn kein Problem und zwischendurch wird viel über Weinberge, Wein und Essen geredet. Natürlich darf die hübsche junge Frau aus der Provinz, die dem gestandenen Ermittler aus der Großstadt den Kopf verdreht, auch nicht fehlen. Viel Neues war hier leider nicht zu entdecken.

    Der Fall selbst ist recht vorhersehbar, zwar mit ein zwei vermeintlichen Fährten gespickt, ist es jedoch recht schnell offenkundig, wer hier welches Spiel spielt. Die Figurenzeichnung beschränkt sich weitgehend auf stereotype Schwarz-Weiß-Malerei, so etwa der böse Bulle, der in Korruption verstrickt war als Widersacher des Helden – der sich allerdings recht schnell selbst ins Aus schießt. Anouk, die zwar zunächst als talentierte Polizistin eingeführt wird, dann aber nur noch in Form des assistierenden Häschens auftreten darf und deren Relevanz und Beschreibung sich auf ihren Hintern, Busen und Haare und den Wunsch Verlains, sie endlich ins Bett zu zerren, beschränkt. Für ihr berufliches Geschick bleibt leider bei dem Ego des Protagonisten nicht viel Platz.

    Dieser trotzt nur so vor Klischees, an kaum einer Frau kommt er vorbei, ohne ausführlich ihre optischen Qualitäten zu eruieren und bei Gelegenheit mit ihr das Bett zu teilen. Natürlich hat er in Paris auch noch eine Partnerin, die sich aber auf einen Kurzurlaub seinerseits beschränken muss und ansonsten nicht einmal eine SMS verdient hat. Ausnahmslos alle Frauen werfen sich an seinen Hals, er bleibt dabei aber der coole rauchende Surfer, der sich auf nichts Festes einlassen will. Ach ja, da war ja noch sein Vater, wegen dessen Krankheit er die Versetzung erwirkte. Der muss sich mit einem wenige Minuten dauernden Besuch mehrere Tage nach seiner Ankunft zufriedengeben.

    Für mich keine Reihe, die ich weiter verfolgen werde, zu platt Handlung wie Figuren und viel zu viel sexistische Flachheit, um daran Gefallen zu finden.

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor einem Jahr
    Kommt zunächst nicht so recht in Schwung

    Luc Verlain, der einst von Bordeaux nach Paris floh, kehrt nun, als sein Vater schwer erkrankt, zurück. Trotz aller Erinnerungen, die ihn schnell heimsuchen, versucht er, seiner Arbeit als Polizist bestmöglich nachzugehen. Schon bald kann er beweisen was er drauf hat, als ein junges Mädchen erschlagen am Strand aufgefunden wird. Seine Ermittlungen führen über den Ex-Freund und den Stiefvater des Opfers, bis hin zum mysteriösen Unbekannten. Die Nachforschungen gestalten sich mitunter als schwierig, doch Luc ist über die Maßen gewillt den Fall zu einem positiven Abschluss zu bringen...

    Mit Luc Verlain bringt Alexander Oetker einen weiteren französischen Ermittler aufs Parkett, der sich nun neben allen anderen beweisen muss, obwohl er natürlich seine ganz eigenen Charakterzüge besitzt und somit eigentlich nicht verglichen werden kann. Dennoch neigt der Leser dazu, die ihm bekannten (fiktiven) Persönlichkeiten quasi auf eine Stufe zu stellen, um Parallelen oder eben Unterschiede zu entdecken. Somit hat es jeder Autor schwer, der eine ähnliche Richtung einschlägt wie schon viele andere vor ihm, vor allem gefühlt in letzter Zeit.

    Den hier auftretenden Hauptprotagonisten zieht es aus persönlichen, absolut verständlichen, Gründen zurück in die Heimat. Dass er in der Folge auf alte Bekannte trifft, die ihm mal mehr mal weniger wohlgesonnen sind, ist ebenfalls klar, doch in der Hauptsache soll es natürlich um den Kriminalfall gehen, der auch nicht lange auf sich warten lässt. Doch obwohl das Opfer recht bald entdeckt wird und die Ermittlungen anlaufen, scheint es, als sei Luc Verlain noch gar nicht richtig angekommen, weder in Bordeaux, noch in seinem Job. Irgendetwas läuft nicht ganz rund, weshalb das Geschehen des ersten Drittels recht zäh vonstatten geht. Als Leser kommt man zu diesem Zeitpunkt noch nicht nah genug an die Figuren heran, so dass es auch von dieser Seite aus schwer fällt Hinweise zu entdecken oder eigene Überlegungen anzustellen.

    Glücklicherweise wird die Distanz im weiteren Verlauf überwunden, so dass nicht nur der Lesefluss gegeben ist, sondern auch emotionale Bindungen entstehen. Zeitgleich steigt die Spannungskurve merklich an, endlich macht die Geschichte seinem Genre alle Ehre. Großartige Überraschungen seitens der Personen oder der Handlung als solcher sind nicht zu erwarten, dennoch ist nicht sofort ersichtlich in welche Richtung die jeweilige Entwicklung geht. Ob und inwiefern der Schluss nun vorhersehbar ist oder nicht, muss und wird jeder Leser für sich entscheiden.

    Ein erster Fall und somit der Auftakt einer Reihe, hat es häufig schwer. Auch Luc Verlain beziehungsweise Alexander Oetker bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Da sich sämtliche Kritikpunkte, die zu Beginn noch aufgeführt werden können, nach und nach verflüchtigen, ist die Hoffnung groß, dass ein zweiter, sowie weitere Folgebände gleich zeigen welches Potential in ihnen steckt.

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    Mira20s avatar
    Mira20vor einem Jahr
    Kurzmeinung: War mir zu wenig raffiniert und hat nicht meinem Geschmack getroffen!
    unkomplizierter Urlaubskrimi!

    Leider hat dieser Krimi gar nicht meinem persönlichen Geschmack entsprochen.

    Als Luc Verlain von Paris in seine Heimat Aquitaine zurückkehrt, erwartet ihn bereits den ersten Mordfall. Eine junge Frau wird erschlagen am Strand aufgefunden. Sie hinterlässt einige gebrochene Herzen in der Männerwelt. 

    Wie weit die persönlichen Vorlieben gehen können, hat mir gerade dieser Krimi mal wieder aufgezeigt. Mir hat die Raffinesse gefehlt. Der Aufbau und die Sprachen waren mir eindeutig zu einfach. Vor allem der Satzbau empfand ich als sehr eintönig. 

    Die Handlung und Struktur waren klar und chronologisch aufgebaut. Ebenso wurde der Krimi zusätzlich mit viel Landschaft und Gefühlen ausgeschmückt. Da hat mir der persönliche Bezug gefehlt, da ich diese Gegend Frankreichs überhaupt nicht kenne.

    Auch der Kommissar Luc Verlain konnte bei mir nur wenige Punkte sammeln. Zwar wurden viele Gefühle beschrieben, aber die Emotionen kamen bei mir als Leser nicht an. Ich blieb ein unbeteiligter Zuschauer.

    Warum ich trotzdem 3 Sterne gebe? Meine Kritikpunkte betreffen persönliche Vorlieben. 
    Leser, die gerne Ermittlungskrimis lesen und dabei auch noch ein Stück Landschaft erleben wollen, die es nicht so blutig mögen und eine unkomplizierte Urlaubslektüre suchen, denen kann ich diesen Krimi durchaus empfehlen. 
    Der Autor spricht halt ein Lesersegment an, zu dem ich einfach nicht gehöre.

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    faanies avatar
    faanievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöner Krimi mit ausgeprägter Liebesgeschichte, toller Landschaft und sympathischen Charakteren
    Schöner Krimi mit ausgeprägter Liebesgeschichte, toller Landschaft und sympathischen Charakteren

    Alexander Oetker entführt uns mit Retour nicht wie so viele Autoren nach Südfrankreich, sondern in den Südwesten des Landes, nach Aquitaine: die raue Atlantikküste ist beliebt bei Surfern, die Produkte der Weinberge um Bordeaux sprichwörtlich in aller Munde. Perfekt, um der Hektik der Hauptstadt zu entfliehen. Wenn da nicht die Leiche eines jungen Mädchens am Strand wäre. Und Commissaire Luc Verlain eigentlich gar nicht dem Pariser Treiben entkommen möchte. Vorerst zumindest..


    Für mich war das mein erster Ausflug in diese Gegend Frankreichs, abgesehen von einem uralten Schinken der Autorin Tanja Kinkel. 
    Den schönen Landschaftsbeschreibungen nach ist der Landstrich auch durchaus berechtigt, Schauplatz einer eigenen Krimireihe zu werden.



    Oetker hat einen lesenswerten Krimi geschrieben, der definitiv Spaß macht und Lust auf Nachfolgebände. Es wird viel ermittelt, es wird (fast schon ein Muss in Frankreichkrimis hab ich das Gefühl) auf die Einwanderungsproblematik eingegangen, es gibt einen Kollegen, der anfangs quer schießt und deshalb ungeliebt ist. 


    Was für mich ganz okay war, aber eventuell einige Krimileser fehl am Platz finden, ist die ausgesprochen in den Vordergrund rückende Liebesgeschichte: "sie schauten sich tief in die Augen" las ich gefühlt 10mal, dicht gefolgt von "sie lächelten sich an". Ich mag so schnulziges Zeug, kann aber verstehen, wenn dabei ein anderer Leser mit den Augen rollt.


    Deshalb von mir 4 Sterne, da ihre Augen wenigstens nicht wie dieselbigen funkelten (das ginge selbst mir zu weit) und ich gut unterhalten wurde.

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    Flamingos avatar
    Flamingovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bisschen viel Rosamunde Pilcher, bisschen wenig Krimi. Aber die Figuren gefallen, da ist Potential drin für einen zweiten Fall.
    Bisschen viel Liebesgeschnulze für einen Krimi

    "Retour" ist eine Mischung zwischen Luc Verlains erstem Fall und typischem Rosamunde-Pilcher-Gewäsch. Also...was ICH für typisches Rosamunde-Pilcher-Gewäsch halte lol
    Luc Verlain ist Commissaire in Paris (die französischen Einsprenkel liebt Oetker, vermutlich soll das dem Roman das gewisse Lokalkolorit verleihen), sein Vater hat Bauchspeicheldrüsenkrebs (was in der Realität keine gute Lebenserwartung bedeutet) und Luc tritt daher eine Stelle in der alten Heimat Bordeaux an, um seinem Vater näher zu sein. Den besucht er aber in der Woche, in der der Krimi spielt, nur einmal für ein paar Minuten. Weil... Luc ist eigentlich noch gar nicht richtig in Bordeaux angekommen, da passiert schon ein Mord. Obwohl da doch eigentlich nix los sein soll. Naja, muss ja, sonst gäb's kein Buch. Trotzdem geht jetzt alles Schlag auf Schlag. Jetzt geht's nicht nur mit dem ersten Fall von Luc Verlain in Bordeaux los, sondern auch mit Lucs Geschnulze, weil er sich in seine Kollegin Anouk verguckt hat.
    Mit 285 Seiten ist das Buch ja eher dünn, ein Drittel macht Lucs sehnsüchtiges Nachdenken über Anouk aus. Was unglaublich nervt. Ein weiteres Drittel machen seeeeeeeeeeeeehr ausführliche Landschaftsbeschreibungen aus. Die sind nicht völlig uninteressant, aber teilweise liest es sich doch einfach wie Füllmaterial.
    Der Mordfall ist recht dünn, da ist auf alle Fälle noch mächtig Luft nach oben.
    Ansonsten fand ich Oetkers Originalfiguren allesamt sehr charmant und würde auf alle Fälle auch Luc Verlains zweiten Fall lesen. Aber: Weniger Rosamunde Pilcher, mehr Spannung und Finesse im Krimi und voilà, dann gibt es mindestens einen Stern mehr.
    Sehr schön sind die inneren Cover gemacht mit Karten der Aquitaine und von Bordeaux. Das gefällt. 

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    twentytwos avatar
    twentytwovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender und abwechslungsreicher Frankreichkrimi mit viel Lokalkolorit.
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    Um seinem schwer kranken Vater näher zu sein, läßt sich der Pariser Kommissar Luc Verlain in sein ehemaliges Revier nach Bordeaux versetzen. Während er noch darüber nachsinnt dass sein Leben jetzt wesentlich ruhiger als in Paris verlaufen wird, passiert bereits der erste Mord. Eine junge Frau wird brutal erschlagen am Strand aufgefunden. Während es für seinen Kollegen ein klares Eifersuchtsdrama ist und kein anderer als der ehemalige Freund in Frage kommt, bezweifelt Verlain diese Vorverurteilung aufs Äußerste. Ihm erscheint der unbekannte Liebhaber, mit dem sich das Mädchen regelmäßig getroffen hat, als Täter wesentlich realistischer. Doch der junge, aus Paris stammende, Mann ist irgendwo unauffindbar abgetaucht und als Verlain ihn endlich findet, muss er feststellen er sich ebenfalls geirrt hat.

    Fazit
    Ein Kriminalfall, bei dem neben der Suche nach dem Täter genügend Zeit bleibt, viel Atmosphäre und französischen Flair zu vermitteln und so ein überaus lebendiges Bild einer einzigartigen Landschaft zu zeichnen.

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor einem Jahr
    Ein Krimi mit viel französischem Flair ...

    Luc Verlain kann es immer noch nicht fassen, er verlässt sein heiß geliebtes Paris, seinen Lebensmittelpunkt, da wo das Leben tobt und lässt sogar seine Karriere bei der Mordkommission hinter sich und fährt Richtung Vergangenheit. Er hat sich in seine Heimat versetzen lassen, auf Zeit, wie er immer gern betont, um seinen Vater beizustehen, da dieser schwer erkrankt ist und es wohl keine Besserung geben wird. Nun schleicht er mit seinem Jaguar über die Autobahn und will sich dem Unausweichlichen noch entziehen, denn ein Leben an der französischen Atlantikküste, kann er sich einfach nicht vorstellen. Luc ist nämlich ein Großstädter, der den Lärm, den Luxus von offenen Läden, sowie den hübschen Pariser Damen zuspricht und nun die Provinz. Er ahnt Schlimmes, Langeweile im Job, Gedanken an seine Jugend und die damit verbunden schmerzlichen Erinnerungen und viel zu viel Einsamkeit sowie Ruhe. Allerdings überrascht ihn Aquitaine auch gleich und so muss Luc sofort einen Mord an einem jungen Mädchen am Strand aufklären. Wie wird er sich mit den neuen Kollegen verstehen? Kann er sich mit dem Ländlichen arrangieren? Und wer hat das Verbrechen begangen?
    Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen gehalten hatte, war mein erster Gedanke, schon wieder ein französischer Polizist, der sein Dasein in der Provinz fristen muss. Bei Genaueren hingucken, fällt aber auf, dass er es freiwillig tut und diese Gegend noch nicht oft in Erscheinung getreten ist, da war dann mein Interesse geweckt und nun gut, ich gebe es gern zu, tolle Landschaftsbeschreibungen und gutes Essen geht bei mir in Büchern ja immer, ob mich auch der Hauptakteur überzeugt hat, erzähle ich euch jetzt.

    Luc Verlain ist ein wirklich entzückender Filou, ein Lebemann, ein überzeugter Junggeselle und jemand, der gern den Dingen aus dem Weg geht, zumindest privat. Was macht ihn mir sympathisch, sein Genuss am Leben, wie er sich Restaurant aussucht, wie er sich die Meeresbrise um die Nase wehen lässt, aber auch sein Blick nach Paris, der ganz von allein immer wieder dahin schweift und das weckt auch bei mir Erinnerungen, wenn es auch nur Touristische sind. Auch sein Umgang mit Menschen fand ich wirklich bewundernswert, er ist eher der Stratege, der genau weiß, wie er was bekommt, ohne große Drohungen auszusprechen und sein Fingerspitzengefühl, bei seinem Ermittlungen. Man merkt einfach, er liebt seinen Beruf und die Frauen, mein Gott, was ist dieser Mann heiß begehrt. Für meinen Geschmack hat der Gute, ein bisschen zu viele Eisen im Feuer, aber das macht natürlich auch sein Privatleben aus und da wird es wohl nie langweilig werden. Aber hier merkt man auch, wenn es um Gefühle geht, ist er auch ein bisschen ein Angsthase und versucht, sich immer drum herum zu mogeln. Ihr seht, ein wirklich interessanter Typ und ja, ich gebe es zu, ich mag ihn.

    Aber was dieses Buch wirklich ausmacht, sind die Beschreibungen, Alexander Oetker beschreibt nicht nur, nein, er lässt Bilder im Kopf entstehen, man hat einfach beim Lesen, das Meer, die Weinberge, aber auch die Straßen von Paris vor Augen und kommt so zu einem absoluten Genuss der Unterschiede. Für mich war diese Wechselseitigkeit perfekt, da haben wir das Rauschen des Meeres und die Ruhe dazu, sowie die nie schlafende Großstadt mit ihrem Verkehrslärm, für mich absolut überzeugend in Szene gesetzt und es hat unglaublich Spaß gemacht zu erleben. Was ich auch absolut toll fand, war, dass er der Gegensätzigkeit treu geblieben ist, so beschreibt er immer wieder die Probleme der Provinz sowie der Hauptstadt und scheut sich auch nicht politisch Stellung zu beziehen, wo wahrscheinlich seine journalistische Tätigkeit Einfluss hat. Mich hat es überzeugt und so bekommt der Roman auch noch mal mehr Tiefe und nimmt am aktuellen Leben teil.

    Was den Fall und seine Vergangenheit betrifft, müsst ihr selber herausfinden, diese Entdeckungsreise mag ich euch nicht nehmen. Aber vielleicht so viel, sie ist gut gelungen und immer harmonisch in die Geschehnisse eingebunden, auch wenn ich den Täter schnell gefunden hatte, fand ich die Ermittlungen durchaus spannend, es hat mich also nicht gestört, das ich schneller war.

    Ich muss sagen, ich hatte wirklich tolle Lesestunden und nach Beenden ein Gefühl, Urlaub gemacht zu haben. Solche Bücher mag ich eigentlich ganz besonders, da sie einem vom Alltag entschleunigen und so ein zuhause Gefühl mitgeben, man fühlt sich einfach wohl, trotz Mord. Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich mehr Luc Verlain lesen mag und ich mich jetzt schon darauf freue, wenn ihn mal eine Dame stehen lässt, ob wir das wohl erleben dürfen, Herr Oetker? Bitte erzählen sie uns noch mehr von Aquitaine.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hoffmann_und_Campe_Verlags avatar
    Bist Du bereit für Luc Verlain , den neuen Kommissar zum Verlieben? In »Retour« ermittelt er an der malerischen südfranzösischen Atlantikküste, in der Region Aquitaine . Hier gibt es kilometerweite Sandstrände, Weinberge soweit das Auge reicht, köstliche Austern, viele leckere Bordeaux-Weine und ... eine Tote am Strand. Dieser Roman ist der spannende Auftakt zu einer aufregenden neuen Krimi-Reihe . Sei von Anfang an dabei!  
     
    »Dieses Buch macht Spaß. Seine Schwachstelle ist, dass es irgendwann endet.« Hubertus Volmer, Journalist

    Alexander Oetker: »Retour«

    Luc Verlain liebt gutes Essen, Frauen uns sein sorgloses Leben in Paris. Doch als sein Vater schwer erkrankt, lässt Luc sich versetzen. Ausgerechnet nach Bordeaux in die Region Aquitaine, von wo er als junger Polizist geflohen war. Zurück in seiner Heimat muss Luc sich seinen Erinnerungen stellen. Und schon kurz nach seiner Ankunft erschüttert ein Mord die Gegend: Ein Mädchen liegt erschlagen am Strand von Lacanau-Océan. In dem kleinen Dorf kochen schnell die Spekulationen hoch. Das Opfer hat erst vor kurzem die Beziehung zu dem algerischen Nachbarsjungen beendet, der als dringend tatverdächtig gilt. Der Stiefvater des Mädchens will die Sache selbst in die Hand nehmen. Lucs Ermittlungen führen ihn an die Strände und in die Weinberge der Region und zurück nach Paris, immer an seiner Seite seine Kollegin Anouk, deren Charme er nur schwer widerstehen kann.


    Mehr über Luc Verlain und das Aquitaine unter www.lucverlain.de.

    Zum Autor


    Alexander Oetker lebte und arbeitete vier Jahre als Korrespondent für RTL und n-tv in Paris. Er ist fundierter Kenner der französischen Politik und Gesellschaft. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er für die Berliner Zeitung, den Bayerischen Rundfunk und den Mitteldeutschen Rundfunk. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland mit dem Schwerpunkt Europa-Berichterstattung. 
    Alexander Oetker lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Berlin.


    Wir möchten mit Euch und gemeinsam mit dem Autor Alexander Oetker exklusiv vor der Veröffentlichung den Krimi »Retour« lesen und diskutieren. Dafür stellen wir 30 Exemplare zur Verfügung. Ihr könnt Euch für diese Leserunde bewerben, indem Ihr uns in einem Kommentar folgende Frage beantwortet:


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    Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde mit Euch und Alexander Oetker und wünschen Euch viel Glück!

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