In dem Werk beschreibt der Autor gekonnt, wie ein Mann hinab in eine schwere Depression fällt. Wortgewandt, kühl, unnahbar beschreibt er den langsamen Verfall des Protagonisten. Selten las ich ein Buch, welches so voller gekonnter Sprache lebte. Mühsam verfolgt man den schleichenden, bitteren Prozess dieser Krankheit und am Ende blickte ich sprachlos auf das Buch. Die letzte Frage die sich mir stellte: Warum ist niemand da?
Bedauerlicher Weise muss man erkennen, dass der Protagonist niemanden in sein Leben, in sein Herz lies. Fast grausam erscheint mir dieses Krankheitsbild. Wer es verstehen möchte, selbst womöglich durchlebte oder vielleicht einfach die Anzeichen erkennen lernen mag. Dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches. Die Wahl der Briefe an seinem Freund, die wenigen Dialoge gestalten es etwas langatmig. Wobei es bei dem Thema sehr passend ist.
Der Fall in die Depression ...

