Alexander P. Tschirk (v)erleiden

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Inhaltsangabe zu „(v)erleiden“ von Alexander P. Tschirk

Sein Leben gestaltet er sich so, wie er sich darin wohl-fühlt: Er lebt eher zurückgezogen, liest viel, liebt gute Musik und pflegt eine intensive Brieffreundschaft mit seinem Freund Thomas, der vor einiger Zeit in die USA gezogen ist. Ein ruhiges Leben, in dem es Konstanz und Beständigkeit gibt. Wie bei Bill Murray, nur ohne Murmeltier. Sein Alltag wird aufgewirbelt, als Wiebke in sein Leben tritt - eine Frau, die ihm auf Augenhöhe begegnet, seine Interessen teilt, sein Leben vervollständigt. Er ist glücklich. Eigentlich. Denn tief in ihm keimen Zweifel auf, ob er der Beziehung wirklich genügt, und Ängste, das wieder zu verlieren, was er sich so sehnlich gewünscht hat. Und bekanntlich führt die Spirale der Angst abwärts.
Alexander P. Tschirk erzählt vom leichten und gleichzeitig doch so schweren Leben, und was passiert, wenn man im Strom des Lebens nicht mehr mitschwimmt, sondern stehen bleibt, sich zurückzieht, während sich um einen herum alles weiterdreht.

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  • Der Fall in die Depression ...

    (v)erleiden

    SteffiKrumbiegel

    13. November 2016 um 12:08

    In dem Werk beschreibt der Autor gekonnt, wie ein Mann hinab in eine schwere Depression fällt. Wortgewandt, kühl, unnahbar beschreibt er den langsamen Verfall des Protagonisten. Selten las ich ein Buch, welches so voller gekonnter Sprache lebte. Mühsam verfolgt man den schleichenden, bitteren Prozess dieser Krankheit und am Ende blickte ich sprachlos auf das Buch. Die letzte Frage die sich mir stellte: Warum ist niemand da? Bedauerlicher Weise muss man erkennen, dass der Protagonist niemanden in sein Leben, in sein Herz lies. Fast grausam erscheint mir dieses Krankheitsbild. Wer es verstehen möchte, selbst womöglich durchlebte oder vielleicht einfach die Anzeichen erkennen lernen mag. Dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches. Die Wahl der Briefe an seinem Freund, die wenigen Dialoge gestalten es etwas langatmig. Wobei es bei dem Thema sehr passend ist. 

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