Alexander Peer Bis dass der Tod uns meidet

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Inhaltsangabe zu „Bis dass der Tod uns meidet“ von Alexander Peer

Nietzsche und Beziehungsdilemma! Was könnte besser passen und sich gleichzeitig mehr ausschließen als die pathetisch-ironische Philosophie des großen Unzeitgemäßen und die verwegenen Erwartungen sowie trübenden Niederungen, die sich ereignen, wenn zwei aufeinandertreffen?Der Erzähler Franz schlittert in eine fiktional-reale Dreiecksbeziehung, als die Beziehung zu Rebecca zu erodieren beginnt: Immer mehr steigert sich Franz in einen Monolog mit dem Diagnostiker und Überwinder des Nihilismus hinein, driftet zwischen Selbstauflösung und Bestimmung. Nietzsche als Brennpunkt von Rastlosigkeit. „Je verlotterter das Leben, umso ergiebiger das Denken“, könnte das Motto von Franz sein, einem sich an seinem Übervater wundreibenden modernen Menschen, der seine Identität findet, indem er sich verliert.

Eine gelungene Mischung aus Intellekt, absurder Komik und tiefem Gefühl.

— autoren-versteherin
autoren-versteherin

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    Bis dass der Tod uns meidet
    autoren-versteherin

    autoren-versteherin

    21. July 2015 um 16:29

    Was ist real – die Gedanken in deinem Kopf, der Körper neben dir im Bett oder am Ende doch nur der Wein? Mit dieser Fragestellung schickt Alexander Peer seinen Ich-Erzähler auf die Suche nach den Schnittstellen zwischen abstrakter Philosophie und dem atmenden, rauschhaften Leben. Dass die komplexen Überlegungen und Erkenntnisse des Protagonisten beim Lesen Spaß machen, liegt an Peers dynamischem Erzählstil und seinem Humor, der sich vor allem in charmanten und überraschenden Wortspielen zeigt. Dabei changiert er gekonnt zwischen Intellekt und einer schelmischen Lust am Absurden, wobei die Übergänge bewusst oft fließend sind. Der Autor wird beiden Hauptfiguren gerecht, indem er sie als vielschichtige Charaktere präsentiert, die liebenswert, aber bei weitem nicht makellos sind. Eines ist klar: Im Vergleich zur Komplexität von Liebesbeziehungen ist die Philosophie ein Kinderspiel.

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