Alexander Rösler Ein Kuss ist ein ferner Stern

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Inhaltsangabe zu „Ein Kuss ist ein ferner Stern“ von Alexander Rösler

Manche Gedanken lassen sich gut schneiden, wie Papier. Andere sind hart wie Alabaster. Der Gedanke an das Mädchen vom Strand ist ein unendlicher Alabastergedanke - für August, der nicht lügen kann, nichts in Gesichtern liest und für den Berührung eine Kröte auf der Haut ist. Ein Zufall wirft sein geregeltes Leben aus der Bahn. Und konfrontiert August mit einem Gefühl, das völlig neu für ihn ist.

Leider bleibt die Story Oberflächlich trotz starker Charaktere, ein guter Humor zieht sich durchs Buch, leider reicht es am ende nicht

— peggy

Hat mir überhaupt nicht gefallen :(

— lena90

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  • Leo Löwchen Video-Rezi zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern"

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    LeoLoewchen

    22. January 2016 um 13:26

    Hier könnt ihr euch meine Video-Rezi zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" anschauen :) Viel Spaß! https://www.youtube.com/watch?v=DOOLBcKwBTQ

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Dupsi

    09. September 2012 um 17:30

    _„Möchtest du mit mir reden?“, frage ich. „Bin nicht gut darin, mit Leuten zu reden“, sagt er. „Rudi sagt es, meine Mutter sagt es, die Lehrer sagen es. Ich versteh die Dinge oft falsch, die zwischen den Menschen passieren, gerade die ohne Worte. Aber ich bin froh, dass ich hier sitze. Es ist gut, dass noch jemand da ist, also du.“_ (S. 28) Dies ist die Geschichte von Freya und August. Es ist eine besondere Geschichte, denn August ist etwas Besonderes. Er ist Autist und damit sind Gefühle und alles was dazu gehört, nichts weiter als ein großes Rätsel für ihn. Umso schöner ist die Geschichte, wie er und Freya zueinander finden. Sie lernen sich kennen, als beide in Hamburg in ein Auto steigen, um zu trampen, bzw. sitzt er schon drin, als sie dazu steigt. Während der ganzen Fahrt wechseln die beiden kein Wort miteinander, bis er irgendwo mitten auf der Strecke ausgesetzt wird, weil er seinen Fahrern nicht geheuer ist. Freya steigt mit aus, obwohl sie ihn gar nicht kennt. Die beiden verbringen ein wenig Zeit miteinander, bis sie zu ihrer eigentlichen Verabredung muss. Doch wie sieht man sich jetzt wieder? Scheint unmöglich, wenn man nichts weiter voneinander weiß, als den Vornamen- Und doch schaffen es die beiden, wenn auch nur durch Zufall, als Freyas Schwester einen Mathenachhilfelehrer sucht. Aber da ist ja auch noch das Problem, dass Freya eigentlich schon einen Freund hat… Diese Geschichte ist einfach nur unglaublich süß. Freya und August sind so ein sympathisches Paar, dass man sie einfach lieben muss. Und dann die Sprache. Einfach zum Darin versinken, zeitweise gewöhnungsbedürftig, vor allem, wenn ich an Augusts erste Schreibversuche denke, aber im Nachhinein doch umso schöner. Die Geschichte wird anhand der Notizen von Freya und August erzählt, die alle von Augusts bestem Freund Rudi gesammelt und kommentiert wurden. Augusts Notizen sind zu Beginn eigentlich nur Schreibübungen, die er von Rudi aufbekommt, um seine Gedanken in Worte fassen zu können, doch mit der Zeit findet er auch eigene Themen zu denen er schreibt und die Beiträge werden länger, tiefgründiger. Ich finde, Alexander Rösler ist mit diesem Roman etwas ziemlich schwieriges gelungen. Er hat es geschafft, sich in einen Menschen hineinzuversetzen, der unglaublich schwer zu verstehen ist und es ist ihm gut gelungen. Freyas und Augusts Geschichte hat mir ein paar vergnügliche Lesestunden beschert, die mich daran glauben ließen, dass manchmal auch das Unmögliche oder das Ungewöhnliche möglich ist. 5 Sterne dafür.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Hanna86

    05. July 2012 um 20:55

    Inhalt: August ist Autist. Seine größte Begabung ist die Mathematik und das Cello spielen. Zwei Bestandteile, die für ihn das wichtigste in seinem Leben sind. Bis er eines Tages auf Freya trifft. Das hübsche Mädchen, das neben ihm im Auto saß. Das Mädchen, das einen Mondsteinring am Finger trug. Das Mädchen, das ihm seinen ersten Kuss auf die Wange schenkte. Das Mondsteinmädchen, das in seinen Träumen wandert. Sein Mondsteinmädchen! August wird zum ersten Mal bewusst, das bisher etwas in seinem Dasein gefehlt hat. Ein Gefühl, das sein Herz höher schlagen lässt. Wie nennt man das doch gleich? Ah, Liebe?! August ist komplett überfordert und kann nichts damit anfangen. Ruhelos und frustriert, bitte er seinen Freund Rudi um Rat. Der prompt versteht, in welcher unausweichlichen Lage sich August befindet. August hat sich bis in beide Ohren in dieses Mädchen verknallt! Der Arme weiß leider noch nichts von seinem Glück. Rudi nimmt die Sache selbst in die Hand und spielt Amor um August bei seiner ersten Liebe zu verhelfen. Doch bevor er loslegen kann, taucht das nächste Problem auf. Wo zum Teufel, wohnt dieses Mädchen? Mission „Mondsteinmädchen“ wurde eröffnet und Rudi macht sich auf die Suche nach ihr. Wer hätte gedacht, dass Augusts mathematisches Talent ihn zu seinem Mondsteinmädchen führt?... (Quelle: Eigene Zusammenfassung) Meine Meinung: Das Buch ist einfach nur herrlich schön. Vom ersten Moment an war ich von der Handlung gefesselt und konnte immer nur schweren Herzens mich davon los reißen. Das Interessanteste an dem Buch ist die Erzählweise. Die Geschichte besteht hauptsächlich aus den Tagebucheinträgen der Hauptpersonen, oder wie August es immer so schön geschrieben hat „Schreibaufgabe von Rudi Nr. … “. Rudis Rolle in der Handlung ist, das er sozusagen als „Autor“ fungiert und über August und Freyas Begegnung schreibt. Dadurch, dass er die Tagebucheinträge von beiden (August und Freya) gesammelt und chronologisch aufgelistet und nieder geschrieben hat, ist daraus diese Geschichte entstanden. Es war superspannend August Entwicklung von seinen „Schreibaufgaben“ her mit zu erleben. War er zunächst zurückhaltend und hat nur sehr wenig gesprochen, geschweige denn geschrieben, sieht man zum Ende hin eine Verbesserung in seinem Sozialverhalten. Man muss verstehen, dass August in seiner eigenen Welt lebt und Menschenmaßen und Berührungen verabscheut. Nur bei Freya und seinem engeren Freundeskreis öffnet er sich ein bisschen und wird geselliger und gesprächiger. Oh, man ich könnte noch Stunden lang über dieses Buch schreiben. Es gibt so viele kleine Besonderheiten in der Geschichte, die man einfach nicht unerklärt lassen, kann XD Ihr merkt ich bin ein Fan von diesem Buch ^^ Ok, ich schreib nur noch kurz zu Rudi, zu Freya möchte ich nicht viel schreiben, weil ich sie weiterhin mysteriös auf euch wirken lassen möchte. Rudi ist als Freund ein toller Kerl und auch im Buch nie müde dazu, das deutlich zu schreiben XD als „Autor“ wirkt er sehr sympathisch auf den Leser und führt einen durch die Geschichte mit viel Gefühl, Witz und Ironie. Bei Letzterem musste ich des Öfteren lachen. Seine Nebensätze in dem Buch waren einfach göttlich. Obwohl er versucht ganz cool rüber zu kommen ist er doch manchmal etwas tollpatschig. Man kann ihn getrost als krassen Gegensatz zu August nennen ;D alles in einem hat mir das Buch sehr gefallen und ich kann es jedem nur wärmstens weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Millie

    26. January 2012 um 22:03

    "Ich wollte schon immer einen Roman schreiben... Jetzt aber war die Chance da! Die Story war abgesteckt, die Texte waren fertig, da sag ich nicht Nein! Und wenn ich fertig bin, dann, Heidi, dann setz ich mich zu dir in die Imbissbude und wir trinken einen und ich lese dir den Liebesroman vor, während du zärtlich die Würstchen wendest. Gut drei Wochen sind ins Land gegangen und jetzt sitze ich tatsächlich mit einer Molle Astra bei Augusts Mutter.... Heidi, sag ich, wir haben einiges zu bejubeln und ein bisschen was zu beweinen. Was, wird noch nicht verraten. Das folgt erst, wenn ich Heidi die Geschichte vorlese und dabei die Schicksale langsam entblättere..." (aus Rudis "Kein Vorwort") . Rudi, der Germanistik-Student im zweiten Semester, aber in erster Linie Augusts "Freund und Kümmerer", schreibt die Einleitung zu diesem wunderbaren Roman. Mit seinen witzigen Kommentaren schafft er gelungene Übergänge zwischen den tagebuchähnlichen Beiträgen von August und von Freya. Der lebenslustige und coole Typ Rudi sieht es als seine Aufgabe, seinen introvertierten und kontaktscheuen Kumpel August, und der nicht gut reden kann und keine Berührungen erträgt, eine Gebrauchsanweisung fürs Leben zu geben, da der alleine nicht klar käme. "Also vor allem für die Essentials: Frauen, Freunde, Quatschen, Genießen." Ob das gut gehen kann und was daraus wird erfahren wir beim Lesen des vorliegenden Buches. Der ständig wechselnde Blickwinkel - mal aus Augusts, mal aus Freyas und dazwischen immer mal wieder aus Rudis Sicht sorgt für zusätzliche Spannung. Vieles bleibt ungesagt oder wird nur angedeutet, und so bleibt genug Raum für die Fantasie des Lesers, diese Lücken selbst zu füllen. Mir hat das Buch aufgrund des besonderen Themas und der außergewöhnlichen Erzählweise sehr gut gefallen und es hat mich auch nach dem Fertiglesen nicht so schnell wieder losgelassen. . "Und jetzt stelle ich mich breitbeinig hin und frage euch: Was lest ihr am liebsten? Wenn ihr dann sagt: Was Echtes, was Authentisches. Dann sage ich: Okay. Dann ist das hier was für euch. Und wenn ihr antwortet: Was mit Liebe, aber nicht so Hollywood-08/15, dann antworte ich: Kein Problem, lest das hier. Ihr sagt: Was mit Krankheit, Tragik und Konflikt? Dann schaut mal in dieses wunderbare Buch hier. Ihr wollt was mit lebendigen Figuren mit Entwicklungspotential. Jede Menge! Aber ohne Konservierungsstoffe, naturidentische Aromen und so'n Krams! Versteht sich von selbst. Mit echter Sehnsucht, mit Anspruch, mit Alkohol, Sex, Boxen und mit süßen Tieren? Alles inklusive!" - Rudi hat uns in seinem Kein-Vorwort nicht zu viel versprochen...

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Binea_Literatwo

    Wir haben Dezember, das Jahr neigt sich seinem Ende. Doch blicken wir zurück, denn vor ein paar Monaten war August. Der Monat in dem sich August und Freya zum ersten Mal in Hamburg in einem Auto begegnen. Beide wurden mitgenommen, trampen ein kleines Stück, da diese Möglichkeit schneller ist, als mit dem Bus zu fahren. August redet nicht, August scheint anders zu sein, August riecht gut, August gefällt ihr. Freya, mit einer Flasche Wein für einen gemütlichen Abend bewaffnet, wollte so schnell wie möglich zu ihrem Freund Ben ins Zentrum der Stadt. Doch August steigt eher aus und sie geht einfach mit, geht mit ihm an den Strand, schaut mit ihm aufs Wasser, gibt ihm einen Kuss und rennt weg. Ohne August, der für sein Leben gern Kontrabass spielt und später nicht nur in der bisherigen Band, sondern auch solo richtiger berühmter Musiker werden will, wäre dieses Buch nicht entstanden, schreibt Rudi gleich im Vorwort, welches kein richtiges Vorwort ist. Rudi ist Augusts bester Freund, sein Kumpel, sein Kümmerer, eine wichtige Bezugsperson. Er steht August immer zur Seite, denn August ist schon anders als wir alle. Er zählt für sein Leben gern alle möglichen Dinge, er ist überdurchschnittlich schlau und er liebt geregelte Abläufe, sonst wird er aus seinem Lebensrhythmus geworfen, er schmelzt dann, wie er es bezeichnet. Die Begegnung mit Freya wirft August aus der Bahn, er denkt stundenlang über diesen Kuss, den er auf seine Wange bekommen hat, nach. Dieser Kuss löst bei ihm Gedankenstrudel aus, aus denen er so schnell nicht mehr herauskommt. Er entdeckt Gefühle, er möchte Freya gern wieder sehen und Rudi hilft ihm dabei sie zu finden, denn sie könnte Augusts Leben ändern, vielleicht sogar August in ein Leben helfen, was er so noch nicht kannte. Alexander Rösler hat drei besondere Charaktere erschaffen, jeder einzelne überzeugt. August ist feinfühlig, ist introvertiert, könnte als Autist bezeichnet werden, ist tiefgründig ehrlich, etwas schusselig und ihm fehlen sämtliche Erfahrungswerte, da er am liebsten zurückgezogen lebt. Gerade diese Schwäche, dieses Anderssein, dieses Verletzliche bringt ihn so nahe. Man kann und muss über ihn lachen, aber auch staunen, denn hat er ein Ziel, gibt es für ihn nur den Tunnelblick, alles andere sind dann Nebensächlichkeiten. Rudi ist das komplette Gegenteil. Er ist laut, er liebt Partys, ist gern unterwegs, fährt Auto, mag Frauen und hat schon einige wilde Erlebnisse hinter sich, ist aufgeschlossen und keinesfalls schüchtern oder auf den Mund gefallen. Er ist ein normaler Jugendlicher und gerade weil er so normal ist, traut man ihm anfangs überhaupt nicht zu, dass sein bester Freund August ist. Er hat ein großes Herz, ist immer da und gibt August Aufgaben, um etwa so zu werden wie er. Freya ist reich, Freya lebt im gut beschützten und vornehmen Villenviertel Hamburgs, hat alles, was sie zum Leben braucht. Genau aus diesem Grund scheint August sie zu faszinieren, denn er hebt sich mit seiner Art von all ihren Freunden ab. Ein Jugendbuch, in welchem ich gern länger verweilt hätte, da ich die drei Romanfiguren gern noch länger begleitet hätte. Der Autor lässt August und Freya abwechselnd erzählen, aber auch Rudi bringt sich stellenweise ein, ganz wichtig sind seine Worte am Anfang des Romans. In denen gibt er ein Versprechen an den Leser ab, was er bis zum Ende hält. Eine Geschichte, die authentisch ist, mit Liebe, aber keinem Hollywood 08/15 Kram, mit Tragik, Komik, Bier, Sex und Figuren mit Entwicklungspotenzial und so einigem mehr. Rudi, genauso, dein Versprechen hast du eingehalten und mich überzeugt, einzig und alleine das Ende, hätte ich mir ein klein wenig anders erhofft, aber so ist es nun mal.

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  • Leserunde zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    van-rijn

    Kann man noch Liebengeschichten schreiben? Dachte ich eigentlich nicht. Aber wenn einer beteiligt ist, der autistische Zügen trägt, Gesichter nicht lesen kann, Anspielungen nicht versteht und ganz anders, um die Ecke denkt und die Frau dazu aus einem Viertel kommt, in dem vor jedem Haus drei Garagen stehen und sehr charakterstark ist, dann wird es vielleicht doch spannend. Ich möchte gern eine Leserunde zu meinem Buch "Ein Kuss ist ein ferner Stern" starten. Es gibt auch 5 Freiexemplare, für die ihr euch unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" melden könnt. Erzählt dort einfach, was euch neugierig auf das Buch macht. Bewerbungsschluss ist der 18. September - danach darf, wenn die Bücher angekommen sind - fleißig diskutiert werden.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    thorstendoerp

    22. December 2011 um 22:54

    Ein Kuss ist ein ferner Stern ist eines meiner Lieblingsbücher 2011. Es handelt von Liebe, es handelt von Menschen und es handelt von August. Mit toller Sprache und großartigem Blick erzählt Rösler von einem Jungen namens August, der nicht nur autistisch veranlagt ist, sondern sich verliebt hat. In ein Mädchen vom Strand ... August ist das Gegenteil eines Draufgängers und genau das macht die Geschichte so sympathisch. Er schliddert ins Verliebtsein rein, kann es zuerst eigentlich gar nicht richtig deuten. Von Seite zu Seite folgt man seinen zaghaften Entwicklungsschüben und, ebenfalls von Seite zu Seite, wird man traurig, dass dieses Buch irgendwann einmal zu ende sein wird. Schöne Geschichte, schön eingepackt - tolles Buch!

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Literatur

    20. November 2011 um 17:15

    Jeder kennt das erdrückende Gefühl in einer Menschenmenge: Einkaufstour in der Kaufingerstraße am Münchner Marienplatz, Umsteigen am Berliner Hauptbahnhof, Abflug vom Frankfurter Flughafen, Reisen mit der Bahn an einem Freitag Abend oder Ergattern des besten Stehplatzes in einem Konzert. Die Sehnsucht nach Ruhe und die Fluchtinstinkte werden stärker. In August, die Hauptfigur im Roman "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler, ist dieses Gefühl tief verwurzelt, es ist sein ständiger Begleiter. Er kann seinen Alltag bewältigen, indem er sein Leben streng ordnet, immer einen gewissen Abstand zu seinen Mitmenschen einhält und sich auf die mathematischen Dinge des Lebens konzentriert. Die Freundschaft zu Rudi verhilft ihm zu etwas mehr Offenheit und Flexibilität. Die Zuneigung zu Freya verändert sein Leben. Der Roman berührt mit seinen authentischen Figuren zutiefst und verdeutlicht, dass es verschiedene Blickwinkel auf das Leben gibt und dass jede einzelne davon wertvoll ist. Stilistisch habe ich zunächst nur schwer in den Roman gefunden, da dieser in einer Art Tagebuchstil aus drei Perspektiven erzählt wird: aus Rudis, Freyas und Augusts Sicht. Jeder findet seine eigenen Worte, seine eigene Sprache, seinen eigenen Stil. Das Besondere an dieser Erzählweise ist, dass deutlich wird, dass ein und dasselbe Ereignis auf andere Weise wahrgenommen und gedeutet werden kann. Insbesondere diese Botschaft verbunden mit sehr poetischen, bildhaften Gedanken macht dieses Buch sehr wertvoll. Insgesamt kann ich es insbesondere Jugendlichen empfehlen, die sich gerade in der Lebensphase von Rudi, August und Freya befinden.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    books_and_senses

    31. October 2011 um 17:12

    Was hat mir an dem Buch gefallen? Die Geschichte von Augusts erster „Liebe“ ist anders, als alle Liebesgeschichten, die ich bisher gelesen habe. Vielleicht sollte ich aber auch eher sagen: August ist anders. August ist kein normaler Junge, wenn man mal von der allgemeinen Definition von Normalität ausgeht. Sein Gehirn funktioniert anders als das der meisten Menschen. Er braucht einen geregelten Tagesablauf und für ihn hat alles eine Ursache und eine Wirkung. "Sie lacht kurz, ich weiß nicht, warum. Ich öffne das Mathebuch, um zu sehen, ob sie wieder lacht, aber es scheint nicht gekoppelt, das geschlossene Mathebuch und das Lachen." Die Welt aus Augusts Augen zu erleben ist am Anfang sehr anstrengend. August soll nämlich im Auftrag von Rudi, der sozusagen das Bindeglied zwischen August und Freya ist, seine Gedanken über die Zeit aufschreiben, nach dem er Freya getroffen hat. August hat bis dahin nie viel geschrieben und es fällt ihm schwer, seine Gedanken in Worte zu fassen. Er lernt es aber dann sehr schnell und die Passagen, die aus seiner Sicht geschrieben sind, wurden zu meinen liebsten. Neben August erzählt Rudi einen großen Teil der Geschichte. Rudi ist ein Freund von August und beide spielen in derselben Band. Rudi ist gerade heraus, nett und er kümmert sich wirklich toll um August. Nachdem August Freya getroffen hat, ist er ganz verwirrt und ruft Rudi an, damit dieser ihm erklären kann, was mit ihm los ist. Von da an macht Rudi es sich zu seiner Aufgabe, August dabei zu helfen, Freya wiederzusehen und beim Treffen mit ihr „ganz normal“ zu sein. Augst hat nämlich ein Problem: Er lässt sich nicht gerne anfassen. Er „schmilzt“ dann und kann auch aggressiv werden. Mit der Hilfe von Rudi, und auch von Freya, lernt August, mit seinen Gefühlen umzugehen. Freya löst in August nämlich Gefühle aus, die er bis dahin noch nicht kannte. Auch Freya ist fasziniert von August, denn so einen wie ihn, den hat sie noch nicht getroffen. Das erste Treffen zwischen den beiden verlief meiner Meinung nach etwas komisch, aber zu August und seiner Geschichte passt es sehr gut. Freya ist ein wirklich nettes Mädchen und dennoch habe ich zu ihr nicht so eine „Beziehung“ aufgebaut, wie zu August und Rudi. Sie scheint im Vergleich zu den beiden anderen sogar etwas langweilig ;) Ich hatte beim Lesen wirklich viel Spaß, denn Rudi und August, die haben es einfach drauf. Rudi weiß das und August, der bringt die anderen zum Lachen und weiß nicht warum. „PS: Habe August gefragt, welches Tattoo er sich auf den Hintern machen lassen würde. Er fand das gar nicht witzig. Dann hat er aber gesagt: V= 4/3∙ π∙r³. Wozu die Formel gut wäre, habe ich gefragt. Zur Volumenberechnung einer Kugel, hat er geantwortet.“ Rudi und August sind wirklich ein Dream-Team! Die Beziehung zwischen August und Freya darf man sich jetzt aber nicht schnulzig vorstellen. Das ist sie wirklich nicht. Die beiden sind vom jeweils anderen einfach sehr fasziniert, weil jeder für den anderen „anders“ ist. Für Freya ist August ein ganz besonderer Mensch, für August ist Freya die Mondsteinfrau, die ihn ganz durcheinander bringt. Einen Großteil des Buches über erlebt man die beiden auch nicht zusammen, es geht vielmehr darum, wie die beiden mit dieser ersten Begegnung umgehen. Natürlich sehen sie sich wieder, aber der Teil vorher ist besser ;) . Vor allem das, was August schreibt. Man liest und liest und liest und man merkt gar nicht, wie die Zeit rumgeht. Augusts Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und gerührt. Es ist schön mitzuerleben, wie August sich durch die neuen Gefühle und Erfahrungen entwickelt und am Ende dann ein ganz persönliches und ein von ihm wunderschön beschriebenes Happy End bekommt. Aber auch die anderen beiden Hauptcharaktere werden durch diese Geschichte berührt und verändern sich auf positive Weise. Ich glaube, niemand, der diese Geschichte miterlebt hat, ist danach noch derselbe ;) Was ich vom Autor auch sehr gut finde ist, dass während des gesamten Buches keine Diagnose für August gestellt wird. Jeder nimmt ihn so, wie er ist. Wenn man Augusts „Zustand“ beschreiben müsste, dann würde man wohl sagen, er ist Autist. Alexander Rösler aber sagt: „Es war mir wichtig, dass "Autismus" als Diagnose im Buch nicht vorkommt, weil jede Diagnose in gewisser Weise auch ein Stempel ist, der die Beobachtung und die Mühe einschränkt.“ Fazit Ein Kuss ist ein ferner Stern ist ein ganz besonderes Buch. August ist einer der sympathischsten Protagonisten, die ich bisher „kennengelernt“ habe und seine Geschichte ist sehr schön und wirklich rührend. Ich habe die Welt aus einer anderen Perspektive kennengelernt, fand das aber gar nicht schlimm oder befremdlich, sondern sehr interessant. Dank Rudi und August gibt es in dem Buch auch viel zu Lachen. Erst als ich das Buch zugeklappt habe wurde ich traurig, weil das Buch zu Ende war. PS: Der Titel kommt im Buch noch einmal vor. 3 Mal dürft ihr raten, wer diesen Satz sagt ;)

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Charlousie

    10. October 2011 um 17:37

    Herr Gelinder hat mir gesagt, ich soll mir die Menschen vorstellen als Tiere und als Möbel. Ich bin ein Spind. Abgeschlossen. Ihr Mittelfinger ist etwas zu dünn für den Ring mit dem Mondstein. Der Ring umzingelt den Finger. Warum hat sie mich geküsst? S. 39 Inhalt: Freya und August leben beide in Hamburg. Als sie sich zufällig in dem Auto eines Fremden begegnen, bleibt ihnen dieses Treffen noch lange in Erinnerung. Während Freya zunehmend an der Beziehung zu ihrem Freund Ben zweifelt, versucht August sein Leben zu überleben. Denn August, einerseits geniales Zahlengenie und begnadeter Kontrabass-Spieler, ist andererseits nicht dazu in der Lage mit anderen Menschen normal zu kommunizieren, Berührungen zu ertragen oder sich so in die Gesellschaft zu integrieren, wie es erwartet wird. Deswegen besucht er regelmäßig seinen Psychologen Herr Gelinder, der versucht ihm zu helfen. Im Prinzip würde niemand von dieser Geschichte erfahren, wenn es da nicht noch Rudi gäbe. Rudi, mit dem niemand gerechnet hat. Schlagzeuger, Kümmerer von August und ein junger Mann, der dafür sorgen will, dass Freya und August sich finden und die Welt davon erfährt. Meine Meinung: „Ein Kuss ist ein ferner Stern“ ist so besonders, wie die von Alexander Rösler gezeichneten Charaktere dieses unglaublichen Werkes. Die Worte reihen sich wunderschön aneinander und ergeben in einer Art Tagebuch und Briefform einen einmaligen Genuss. Literarisch sehr wertvoll und unbedingt zu lesen, denn wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören. Ich habe mich tief in dieser Geschichte versenken können und die drei Hauptfiguren, die alle zu Wort kommen, sehr lieb gewonnen. Dieses Buch gefiel mir sogar so gut, dass mir bei dem Versuch seine Einzigartigkeit zu beschreiben immer mal wieder die Worte ausgehen. Ich weiß nicht, wie dieser Autor das anstellte. Aus einer eigentlich banal erscheinenden Situation zaubert er einen gewaltigen Spannungsbogen, der mich tief durchfuhr, in mein Herz drang und dafür sorgte, dass mir Schauer über den Rücken liefen. Dabei ist Alexander Rösler ein „Wiederholungstäter“. Dann ergaben sich Passagen, in denen ich sehr herzlich lachen musste. Von den drei Gedankenwelten fühlte ich mich in jeder wohl. Einzeln genommen unterschieden sie sich in ihrer Sprache und ihrem Aufbau sehr, doch gemeinsam ergaben sie ein funkelndes Gebilde, von dem ich meinen Blick nicht mehr abwenden konnte. Eine intensive Liebesgeschichte, die dann doch nicht unbedingt, zumindest nicht ausschließlich als solche zu bezeichnen ist, authentisch und meisterhaft beschriebene Gedankenpfade und ich als Leserin mittendrin, die von einem Prickeln ins nächste stolperte und der es von diesem Zauber beinahe schon zu viel war. Es entstand ein Vakuum. Um mich herum und dieses Buch, so dass nichts mehr existierte, außer uns Beiden. Die Welt entspringt einzig und allein aus unserer Wahrnehmung und wie Menschen unsere Welt erleben, wenn ihre Wahrnehmung komplett von denen anderer abweicht, habe ich eindringlich erfahren dürfen. Es ist traurig, wie mühevoll es sein kann, wenn man von der Norm abweicht und auf dem Weg sich selbst zu finden immer Angst haben muss, sich selbst im Weg zu stehen. Doch manchmal ist es auch gut, anders zu sein. Mein Fazit: „Ein Kuss ist ein ferner Stern“ ist fern von jeglichen Vergleichen, die ich anstellen könnte, um es einer Kategorie unterzuordnen. Der Protagonist und die Art und Weise wie der Autor die Gefühle hier zum Ausdruck brachte sind so besonders, dass man dieses Highlight selbst erlebt haben muss, um zu verstehen, was ich meine. An diesem Roman sollte niemand einfach so vorbeigehen. Er vermittelt eine hochsensible Botschaft, die mich tief berührt hat und viel Platz zum Nachdenken lässt. Manchmal schlägt das Schicksal eben doch zu und eine einzige Begegnung kann alles verändern. Vielleicht findet das Schicksal auch dich, wenn du dich auf die ferne Reise, in die dieses Buch dich tragen könnte, einlässt.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    kathrineverdeen

    Das Leben ist unberechenbar. Weil ich immer alle Möglichkeiten denken will, verliere ich mich. * Freya lebt in dem für sie langweiligsten Stadtteil „Blankenese“ in Hamburg. Um in die aufregenderen Viertel zu gelangen muss sie entweder, den Bus nehmen, oder was einfach anders und spannender ist, trampen. Beim trampen begegnet Freya eines Tages August. Er sitzt bereits auf der Rückbank als sie einsteigt. Der Fahrer erzählt ihr, dass der „Typ“ auch trampt aber kein Wort spricht. Vorsichtig versucht sie mit ihm ins Gespräch zu kommen aber aus seinen Antworten wird sie nicht schlau. Er benimmt sich wie jemand, der eingesperrt und bedrängt wird. Der Fahrer des Wagens kann mit dieser Situation nicht umgehen und wirft August raus. Freya ist neugierig und folgt ihm. Wer jetzt an eine einfache Liebesgeschichte denkt ist auf dem Holzweg. * Die Geschichte handelt von August, einem besonderem Menschen, der einfach anders ist, und der Liebe die große Hürden überwinden muss. Für August sind Berührungen wie eine Kröte auf der Haut und sie ängstigen ihn. Mimik und Gestik seiner Mitmenschen kann er nicht lesen. Sogar die einfachsten Redewendungen versteht er nicht, löst dafür aber die unmöglichsten Matheaufgaben. Für ihn werden Gespräche und Menschenansammlungen zu einer Gefahr, die Gefahr zu „schmelzen“. Es ist dann wie eine Reizüberflutung und er bekommt epileptische Anfälle. Zahlen und Regeln beruhigen ihn. Er liebt und lebt die Musik und spielt Kontrabass in einer Band. Die Begegnung mit Freya wird zu etwas ganz neuem, denn er interessiert sich für sie. Sonst lebt er introvertierter, denn das ist für ihn sicherer. Freya könnte man als einen pubertierenden und gelangweilten Teenager bezeichnen. Sie lebt in einem schönen Haus mit ihrem Vater Klaus und ihrer älteren Schwester Hilda. Sie hat Freiheiten, die sich andere Teenager wünschen würden, denn ihr Vater Klaus ist beruflich sehr beschäftig und fast immer unterwegs. Freya ist ein sehr neugieriger und liebenswerter Charakter. * Der Autor schreibt aus mehreren Perspektiven. Eine Erzählerfunktion hat Rudi, der Freund und "Kümmerer" von August. Sie spielen zusammen in der Band. Er ist wirklich interessiert an August, ihn zu verstehen und aus seinem „Schneckenhaus“ hervor zu locken.Rudi verbindet alle Perspektiven zu einem Ganzen. Der Autor hat einen wunderschönen, jugendlichen Schreibstil und versteht es den Leser sofort für seine Geschichte zu interessieren….ihn neugierig auf August zu machen. Man möchte die Welt rund um August kennenlernen und von ihm lernen. Positiv finde ich auch den ungezwungenen Umgang des Autors mit August, denn der Leser erlebt neben tragischen, auch lustige und wunderschöne Momente mit ihm. * Mich hat dieses Buch wirklich begeistert und ich werde es jedem empfehlen. * Vielen Dank an den Autor und den Verlag für dieses wunderschöne Buch und die Leserunde.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    catbooks

    01. September 2011 um 20:50

    Alexander Rösler greift mit seiner Geschichte „Ein Kuss ist ein ferner Stern“ eine wirklich sehr interessante und vor allem spannende Sicht auf die Liebe auf. Wir befinden uns in Hamburg, eine literarisch wohl sehr begehrte Stadt, in der August und Freya, die beiden Hauptfiguren dieser Geschichte, leben. August und Fraya lernen sich zufällig in einem für beide fremdem Auto kennen, in dem sie eingestiegen sind, da sie eine Mitfahrgelegenheit brauchten. Beide finden sich sehr sympathisch und bekommen sich nachdem jeder seine Wege gegangen ist, nicht mehr aus dem Kopf. August ist ein sehr eigensinniger junger Mann, bei dem es alles strickt nach Plan laufen muss und das Gefühl von mögen oder gar lieben so gut wie gar nicht in seine Welt einordnen kann. Der Umgang mit seinen Mitmenschen ist für ihn eher schwierig. Daher hat er auch nur sehr, sehr wenige Freunde, die ihn so akzeptieren, wie er ist. Als er Freya trifft versucht er aus seiner Haut zu gehen und sich von seinen festgefahrenen Prinzipien zu lösen. Doch so einfach ist es für ihn nicht. Es ist wirklich extrem süß August zu sehen, wie er sich um Freya bemüht und damit sein komplettes Leben auf den Kopf stellt. Freya ist auch eine wirklich sehr liebenswerte Person, die jedoch eher in den Hintergrund rückt und Platz für den Autisten August macht, deren Gefühle und Lage mehr beschrieben werden. So interessant das auch ist, umso mehr hätte ich mich gefreut, wenn es noch mehr Szenen im kompletten Buch gegeben hätte, in denen beide zusammen auftreten. Ich habe mich in den Szenen der beiden wirklich verliebt und ich fand es einfach nur sehr, sehr süß. Das Cover spiegelt auch eine ganz wichtige Szene wider, die für beide sehr wichtig war und noch mehr aneinander geschweißt hat. Das Buch ist wie eine Art Tagebuch aufgebaut, dass abwechselnd aus der Sicht von Freya, August und seinem besten Freund Rudi erzählt wird. Mir hat diese Form sehr gefallen und ich konnte somit die einzelnen Figuren viel besser einschätzen und verstehen. Denn gerade August ist ein sehr spezieller Typ, den man erst etwas besser kennenlernen muss, um ihn zu mögen. Ich habe von allen Figuren die Gedankengänge sehr gut nachvollziehen können, sie waren glaubwürdig und genauso dargestellt, wie man es selbst auch erleben bzw. denken könnte. Etwas schade fand ich, dass das Ende des Buches etwas offen gelassen wurde. Ich hätte mich wirklich sehr gefreut, wenn es noch einige Seiten mehr gegeben hätte oder wenn in Form eines Epilogs noch einige Ausführungen gegeben hätte. Aber so konnte ich noch etwas meine Fantasie spielen lassen und mir meine Wünsche und Hoffnungen zu dem Ende ausmalen und diese innerlich weiter ausführen. ;) Fazit: Alexander Rösler hat in einer wirklich sehr schönen Geschichte ein Stück aus einem Leben eines autistischen Jugendlichen geschildert, der sich zum ersten Mal in seinem Leben verliebt und verstehen muss, was mit ihm geschieht. Sie ist sehr gefühlvoll und realistisch geschrieben, dass man mit August und Freya die ganze Zeit mitfiebert und unbedingt wissen möchte, wie sich alles entwickelt. Ich kann dieses Buch mit guten Gewissen an alle romantischen Leser weiter empfehlen.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    26. August 2011 um 23:37

    Was Echtes, was Authentisches. Was mit Liebe, aber kein 08/15-Kram. Was mit Krankheit, Tragik und Konflikt. Was mit lebendigen Figuren mit Entwicklungspotential. Das alles verspricht euch Rudi, der neben August und Freya, die wohl schönste Liebesgeschichte des Sommers erzählt…Und er hält sein Versprechen! August ist 17 und leidet am Asperger Syndrom, sein Alltag ist klar strukturiert, seine zwischenmenschlichen Beziehungen äußerst rar gesät. Als Kontrabassist in einer Band trifft er auf Rudi, der ihn unter seine Fittiche nimmt und ihn ermutigt, seine Gedanken aufzuschreiben. Und seine Gedanken beginnen bei Freya, die er durch Zufall trifft. Freya wohnt im gutsituierten Hamburger Stadtteil Blankenese, spart sich gerne mal die Busfahrt und fährt stattdessen per Anhalter zu ihrem Freund. Bei einer solchen Anhaltertour begegnet sie August. August, der so groß, so schweigsam, so unmodern und so echt ist. Die Begegnung ist zwar kurz, hallt aber in beiden lange nach. Rudi bestärkt August ganz vorsichtig darin, sich seiner Außenwelt zu öffnen und das, was ihn betrifft auch schriftlich zu fixieren. Aber so ganz uneigennützig agiert Rudi nicht, hat Freya doch eine ältere Schwester, die Rudi äußerst gut gefällt. Und so fädelt Rudi ganz geschickt ein Wiedersehen mit August und Freya ein… Die Geschichte, die Alexander Rösler sehr einfühlsam erzählt, verzaubert mit ganz viel Witz und Charme. Bleibt dabei immer bewundernswert unpathetisch und ist ganz wunderbar zum Mitleiden und Mitlachen geeignet. Ein absolutes Muss – auch für Jungen! Ab 14 (Sandra Rudel)

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Daniliesing

    21. August 2011 um 16:53

    Zunächst möchte ich sagen, dass ich das Cover von "Ein Kuss ist ein ferner Stern" großartig finde. Erst dadurch bin ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden und das ist sehr gut so. Die Gestaltung des Buchcovers trifft hier auch perfekt den Kern des Inhalts - ich selbst nenne es immer "Augenblick", was gleich in doppeltem Sinne auf die Szene des Buches zutrifft, die dieses Bild widerspiegelt. Seit ich "Supergute Tage" von Mark Haddon gelesen habe, lese ich gern von Zeit zu Zeit Bücher, in denen dem Leser die Welt eines Autisten nähergebracht wird. Zwar wählt Alexander Rösler die Bezeichung "Autist" nie in seinem Buch, aber dennoch bleibt der Eindruck, dass die Hauptfigur August eine leichte Form des Autismus hat. Zumindest tut er sich etwas schwer im Umgang mit Menschen, besonders wenn es um Berührungen und den Blick in die Augen anderer geht. Andererseits spielt August in einer Band, hat einen besten Freund und - und das ist das Besondere an dieser Geschichte - er verliebt sich in Freya. Behutsam und aus wechselnden Perspektiven erzählt Alexander Rösler von der beginnenden Liebe und der Überraschung auf Augusts Seite darüber. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch Rudi, Augusts bester Freund, denn er kann ihn davon überzeugen, all seine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben, was ihm natürlich gar nicht leicht fällt. Als Leser sind diese Einblicke in Augusts Gedanken- und Gefühlswelt besonders interessant, denn zwar findet er nicht immer die richtigen Worte und doch sind seine Worte so ehrlich, dass sie irgendwie perfekt sind. Mir hat "Ein Kuss ist ein ferner Stern" besonders aufgrund der sympathischen Figuren so gut gefallen, die so frei von Vorurteilen sind und zusammen mit August ein Leben führen, wie es jeder Jugendliche haben sollte: trotz des ein oder anderen Problems halten sie immer zusammen, haben Spaß und unterstützen einander. Ein klein wenig hat mir, wenn ich so das komplette Buch betrachte, der Funke gefehlt, der überspringt und mich total für das Buch einnimmt. Es ist zwar eine bewegende Geschichte, aber sie hat mich nicht vollkommen ins Herz getroffen. Gut möglich, dass er daran liegt, dass vieles aus Augusts Sicht beschrieben ist und er nunmal eben nicht übersprudelt vor Gefühlen bzw. er diese nicht so offen zeigen kann. Es ist also nur ein winziger Kritikpunkt, denn zugleich hat mir dieser Blickwinkel sehr zugesagt.

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  • Rezension zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" von Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

    Claudia-Marina

    18. August 2011 um 15:56

    ….und eine Berührung ist eine Kröte auf der Haut. August kann nicht lügen. Er kann nicht in den Gesichtern anderer Menschen lesen. Er mag es nicht, wenn sie ihn berühren, und er kann ihnen nicht in die Augen blicken. Dafür kann er wundervoll Kontrabass spielen und rechnen. Mit Zahlen jonglieren. Zahlen und sein Kontrabass sind ja auch viel leichter zu durchschauen als Menschen. Doch dann trifft er Freya. Eine ganz unverhoffte Begegnung. Für beide. Und für beide ist sie unvergesslich, denn beide können nur noch an den anderen denken. Obwohl es nicht Liebe auf den ersten Blick ist. Denn Freya hat ja Ben, und August weiß nicht so recht, was Liebe überhaupt ist. Oder verliebt sein. Aber August hat ja Rudi, der sich immer um August kümmert. Der ihm Schreibaufträge erteilt und dafür sorgt, dass August und Freya sich ganz unverhofft wiedersehen. Mit keinem Wort wird erwähnt, was August fehlt, warum er so ist, wie er ist. Aber in meinem Kopf bildet sich das Wort „Autist“, was eigentlich egal ist. August ist August und die Definition seiner Persönlichkeit genauso unmöglich wie unnötig. Sicher ist nur, dass er direkt einen Weg in mein Herz findet. Weil er so entwaffnend ehrlich ist und mich damit zum schmunzeln und lachen bringt. Weil er mit seinen neuen Verliebtseinsgefühlen so unbeholfen und verletzlich ist. Weil er in seiner Musik so vollkommen aufgeht, dass alles andere um ihn herum unwichtig wird. Und weil er ein Ziel hat – Musik zu studieren, trotz seiner Behinderung und trotz der riesengroßen Angst, die damit verbunden ist. Nicht nur Augusts Leben wird durcheinander gerüttelt. Freya, die wohlbehütet mit Schwester und Eltern im vornehmen Blankenese wohnt, ist diese Gefühle für August nicht gewohnt. Sie umgibt sich sonst nur mit schönen, heilen Dingen – jemand wie August passt da nicht rein. Jemand, der so viel Zuneigung braucht und davon selbst nichts weiß. Beeindruckend ist, dass sie nicht versucht, ihn in ihre Welt zu ziehen, sondern Stück für Stück versucht, in seine einzudringen – und mich dadurch mit nimmt auf diese kleine Reise. August und Freya erzählen abwechselnd, unterbrochen nur von Rudi, dem besten Freund von August, der dem ganzen eine völlig andere Perspektive gibt. Schließlich hat der auch ein eigenes Leben, kann sich nicht nur um August und dessen (Liebes)Leben kümmern. Eine ungewöhnliche (Liebes)Geschichte, mit viel Wärme und viel Witz erzählt. Und wenn für August ein Kuss ein ferner Stern ist, dann ist er selbst eine nahe Sternschnuppe.

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