Alexander Raabe Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(5)
(6)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gesa - Verrat im Kastell Bürgel“ von Alexander Raabe

Im Jahre 351 gerät die Grenze des römischen Reiches unter dem Ansturm von Franken und Alamannen ins Wanken. Selbst das mächtige Köln fällt kurzfristig den Barbaren in die Hände. Mit knapper Not entkommt die junge Bäuerin Gesa einem Überfall marodierender Germanen. Nur das Kastell Bürgel verspricht ihr und den anderen Flüchtlingen Schutz. Doch Ulfert, der Drillmeister der verwahrlosten Garnison, nutzt ihre Notlage gnadenlos aus und zwingt sie zur Prostitution. Unterdessen reift im Kastell der Plan für ein Komplott gegen den Neffen, Erben und Stellvertreter des Kaisers: Julian soll nach Bürgel gelockt und in die Hände seiner Feinde gespielt werden. Kann Gesa den Verrat rechtzeitig aufdecken? Und wer wird ihr glauben? Alexander Raabe entfaltet seine mitreißende Geschichte auf der Grundlage sorgfältiger Recherchen zur spätrömischen Geschichte im Rheinland und vor Ort in Bürgel. Meisterhaft entführt er den Leser in eine Zeit dramatischer Umbrüche und großer Leidenschaften.

Ein historischer Roman um 351. Grandiose Recherche, viel Herzblut des Autors, starke Charaktere, tolle Schauplätze!

— Floh

Gut recherchierter Roman aus dem Jahre 356, der in der nähe von Trier spielt. Das Kastell gibt es noch!

— mabuerele

Stöbern in Historische Romane

Die Legion des Raben

Invita, die Kriminalbeamtin, versucht einen Mord aufzuklären, um einen ganzen Sklavenhaushalt vor der Hinrichtung zu bewahren.

MalaikaSanddoller

Die Fallstricke des Teufels

Toller, sehr genau recherchierter Roman, der eine spannende Geschichte erzählt!

Ellaliest

Edelfa und der Teufel

Piemont-Saga im 16. Jahrhundert - Gefangenschaft, Reise, Teufel, Liebe, Schicksal - alles kommt vor und sehr schön geschrieben!

Limarie

Die Rückkehr des Erben

Schöner zarter Roman!

Bibi1960

Die Widerspenstige

Ein wirklich lesenswerter historischer Roman, der sich locker und flüssig lesen lässt und kurzweilig spannende Unterhaltung bietet.

HEIDIZ

Der Preis, den man zahlt

Spanien im Bürgerkrieg.Spion ohne Überzeugung zwischen den Fronten. Ein klug komponiertes Buch über Leben&Sterben,Täuschen&Trauen.

franzzi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Gesa" von Alexander Raabe

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    katja78

    Lust auf einen historischen Krimi? Alexander Raabe entfaltet seine mitreißende Geschichte auf der Grundlage sorgfältiger Recherchen zur spätrömischen Geschichte im Rheinland und vor Ort in Bürgel. Meisterhaft entführt er den Leser in eine Zeit dramatischer Umbrüche und großer Leidenschaften. Im Jahre 351 gerät die Grenze des römischen Reiches unter dem Ansturm von Franken und Alamannen ins Wanken. Selbst das mächtige Köln fällt kurzfristig den Barbaren in die Hände. Mit knapper Not entkommt die junge Bäuerin Gesa einem Überfall marodierender Germanen. Nur das Kastell Bürgel verspricht ihr und den anderen Flüchtlingen Schutz. Doch Ulfert, der Drillmeister der verwahrlosten Garnison, nutzt ihre Notlage gnadenlos aus und zwingt sie zur Prostitution. Unterdessen reift im Kastell der Plan für ein Komplott gegen den Neffen, Erben und Stellvertreter des Kaisers: Julian soll nach Bürgel gelockt und in die Hände seiner Feinde gespielt werden. Kann Gesa den Verrat rechtzeitig aufdecken? Und wer wird ihr glauben? Leseprobe Zum Autor Alexander Raabe lebt in Düsseldorf und begeisterte sich schon während seines Geschichtsstudiums für die steinernen Zeugen der römischen Zivilisation im Rheinland. Wir vergeben für die Leserunde nun 15 Rezensionsexemplare. Schreibt uns einfach euren Eindruck zur Leseprobe und schon seid ihr im Lostopf :-) Gerne könnt ihr euch auch auf der Seite vom Sutton Verlag mal umschauen, was es so Neues gibt Wir sind gespannt auf eure Eindrücke und wünschen viel Glück!  Katja *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!

    Mehr
    • 239
  • Gesa und der Verrat im Kastell Bürgel

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    Svanvithe

    18. February 2014 um 15:22

    Die Römische Provinz im September 356. Die junge Bauersfrau Gesa entkommt den Männern, die ihr Dorf überfallen und nicht nur ihren Ehemann Bernulf und ihre beste Freundin Osrun getötet haben. Doch gerät sie quasi vom Regen in die Traufe und wird innerhalb kürzester Zeit mehrmals vergewaltigt. Zunächst von Soldaten, die sie im Wald aufgreifen. Später begegnet sie Ulfert, den Drillmeister des Kastells Bürgel, in dessen Schatten Gesa wie viele andere Flüchtlinge Schutz und Nahrung sucht. Gegen einen trockenen Platz zum Schlafen und das Versprechen, dass niemand sie anrührt, der es nicht darf, lässt sie sich zur Prostitution zwingen. Währenddessen reift im Kopf des Tribuns Rikulf, des Befehlshabers über die Soldaten des Kastells Bürgel ein Plan zur Ermordung des Neffen und Nachfolgers des Kaisers... Der Einstieg in den Roman ist "gewaltig", und das Geschehen liest sich zügig und ohne Hänger. Der Autor hat einen flotten, leichten Schreibstil. Die Schilderungen waren für mich sehr deutlich, und mittels meiner Vorstellungskraft hatte ich auch all die üblen Gerüche in der Nase, die genau beschrieben werden. Manchmal stellte sich das ständige Beschreiben von Körperflüssigkeiten doch als anstrengend und damit zu viel heraus. Die handelnden Personen sind überschaubar und überfordern den Leser nicht. Denn alle Hauptfiguren hätten eine deutlich vertiefende Charakterisierung vertragen. Da ist zunächst Gesa. Bewundernswert finde ich, dass sich die 17-Jährige nicht unterkriegen lässt und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Ihr Lebenswille scheint ungebrochen zu sein. Bis auf die Tatsache, dass Gesa viel Durchhaltevermögen beweist und mir deshalb sympathisch ist, konnte ich jedoch keine wirkliche Verbindung aufbauen. Ein bisschen mehr Hintergrundinformation über das Wenige und Bekannte über die junge Frau (17, blond, Ehemann, Freundin) hinaus wäre - für mich persönlich - wünschenswert gewesen. Vielleicht würde es erklären, warum sie ihre Situation nicht verzweifeln lässt und woher sie die Kraft nimmt, mit den Geschehnissen klar zu kommen. Daneben fällt Kreka, die Ehefrau Ulferts, auf, deren Vergangenheit als Kriegerin angedeutet, aber dennoch im Dunkeln bleibt und von der ich den Eindruck habe, dass sie vor allem den "Schutz " ihres Ehemannes in dieser von Männern dominierten Zeit und Gegend zu schätzen weiß und darum alles daran setzt, dieses Schutz nicht zu verlieren. Ansonsten treten viele Männer auf, die - so scheint es mir - bis auf wenige Ausnahmen nur daran denken, bei Gesa Befriedigung zu finden. Zu diesen erfreulichen Ausnahmen gehört Lutto, der damit trotz seiner blutigen und grausamen Vergangenheit ein Lichtstrahl am Horizont ist. Zum Ende hin geht dann alles sehr schnell. So schnell, dass gar nicht mehr ins Gewicht fällt, dass der Verlag im Klappentext ankündigt, Gesa würde den Verrat aufdecken. Denn wer dies erwartet, wird enttäuscht werden. Und zum weiteren Schicksal von Gesa fällt mir nur "Vom Winde verweht" ein? Den Einband finde ich in Ordnung. Er passt zum Inhalt. Hilfreich war für mich die handgezeichnete (mal etwas anderes) Karte, mit der ich eine guten Blick bezüglich des Aufbaus eines Kastells bekam. Alles in allem lässt sich die Geschichte gut lesen, sie ist unterhaltsam, stellt jedoch keine große Leseherausforderung dar.

    Mehr
  • Geschichtsunterricht

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    aftersunblau

    06. February 2014 um 10:18

    Wir befinden uns im Jahr 351 als das Dorf von Gesa überfallen wird. Alle bis auf Gesa werden hingemetzelt, nur ihr gelingt die Flucht. Ihr gelingt es bis zum Kastell Bürgel zu kommen, aber sie hat sich ihre Rettung anders vorgestellt. Von nun an muss sie für Ulfert anschaffen gehen. Dabei bekommt Gesa so einiges mit und ist die Einzige die einen Mordanschlag auf Cäsar Julian verhindern kann. Wird ihr dies gelingen? Ehrlich gesagt konnte ich mit dem Buch nicht so richtig warm werden, denn für mich war es eher eine Geschichtsstunde und der Krimi war eher Nebensache. Zwar war alles hervorragend recherchiert, aber ich hatte etwas anderes erwartet und wurde daher enttäuscht. Die Zeiten damals waren hart und dies ist auch sehr deutlich zum Ausdruck gekommen, dennoch hat es mich nicht erreichen können wie die Menschen damals gelitten haben. Das Ende kam mir dann viel zu schnell, da hätte ich ein wenig mehr Aufklärung erwartet. Für Leser die stark an Geschichte interessiert sind würde ich das Buch empfehlen, Krimilesern eher abraten.

    Mehr
  • Hartes Frauenschicksal im 4.jahrhundert

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    LadySamira091062

    03. February 2014 um 16:22

    Gesa eine junge Bäuerin muss nach dem Überfall auf ihrem Dorf fliehen. Mit nichts ausser ihrem Leben entkommt sie der plündernden Meute,doch  damit nicht genug.Sie schafft es  bis zum Kastel Bürgel,wo  schon viele andere Flüchtlinge versuchen aus den Abfällen des Forts noch etwas Essbares zu finden.Gesa fällt dort wegen ihres blonden Haares auf und wird prompt von zwei Männern vergewaltigt. Drillmeister Ulfert kommt ihr zu Hilfe ,doch nicht aus Freundschaft sondern  um sie  erneut   zu unterjochen.Er  nimmt sie mit ins Kastel wo sie nun  gezwungen wird gegen  Obdach und Kost als Prostituierte zu leben.Gesas Leben ist hart ,denn als Frau ist sie nicht viel wert und so ist ihr Alltag geprägt von Missgunst ,Neid und Gewalt.Es gelingt ihr die Flucht aus Kastel Bürgel  mithilfe des Waldmenschen Lutto.Die beiden machen sich auf den Weg nach  Köln ,doch da entdecken sie  einen Hinterhalt der Franken auf einen Gesandten  der Römer.  Nun muss Gesa sich entscheiden   reist sie weiter nach Köln und ist endlich frei so zu leben wie sie wil oder kehrt sie zurück nach Kastel Bürgel und warnt die Menschen dort vor der Invasion der Franken? Das Buch beschreibt auf schonungslose Art und  Weise den rauhen  und oft mörderischen Alltag der Menschen  und besonders der Frauen im 4.jahrundert.Man merkt das hier gründlich recherchiert wurde und die  Handlungen werden sehr  detailliert beschrieben .Manche  Szenen sind fast zu deutlich  im Kopfkino zu sehen ,doch damals waren die Zeiten hart.Die Geschichte der Römer, Franken und Germanen wird einem mehr als deutlich nahe gebracht .Ein lesenswertes Buch das schonungslos offen überdie  grausame Zeit  der Römer, Franken und Germanen berichtet

    Mehr
  • Gesa Verrat im Kastell

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    flieder

    Die 17 jährige Gesa wird von einer Minute zur anderen aus ihrer gewohnten Welt gerissen. Die Franken überfallen ihr Dorf und nur die Flucht durch das morsche Strohdach retten ihr das Leben. Die ganze Nacht harrt sie in einem Baum, geschützt durch das Blätterdach, aus. Die Hoffnung, dass die Göttin Freya sie und ihre Familie beschützt, erweist sich als Trugschluss. Als sie allen Mut zusammen nimmt und in das Dorf zurückkehrt findet sie die Dorfbewohner, darunter  ihren Mann und ihre Freundin, aufs grausamste verstümmelt vor. Ihr bleibt nichts anderes übrig als in die Wälder zu fliehen. Ihr Weg führt sie zu dem Kastell Bürgel und prompt fällt sie Drillmeister Ulfert in die Hände, der mit ihr gutes Geld verdienen will und sie zur Prostitution zwingt. Aber es gibt noch andere Probleme in dem Kastell, jemand trachtet nach dem Leben des Cäsar Julian und lässt Truppen auflaufen. Ob Gesa das Leben der Bewohner Bürgels  noch rechtzeitig retten kann? Das sehr gut recherchierte Buch lässt den Leser nicht mehr los. Die Geschichte Gesas wird flüssig erzählt und die Spannung wird durchweg aufrecht erhalten. Zu der gebeutelten Gesa baut man eine besondere Beziehung auf, aber auch einige andere Protagonisten schaffen es durchaus in das Leserherz. Der Schluss fällt leider etwas abrupt aus und es schreit förmlich nach einer Fortsetzung

    Mehr
    • 2
  • Geschichte einmal anders!

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    edelstein

    02. February 2014 um 18:20

    Im historischen Roman "Gesa - Verrat im Kastell Bürgel" wird die Geschichte der jungen Bäuerin Gesa geschildert. Sie flieht nach dem brutalen Überfall von Germanen auf ihr Dorf nur mit der Kleidung auf ihrem Leib. Auf ihrer Flucht erlebt sie weiteres Grauen bis sie im Kastell Bürgel landet. Die scheinbare Rettung stellt sich erneut als Trugschluss dar. Auch hier wird sie nur als minderwertig angesehen und vom Drillmeister zur Prostitution gezwungen. Sie ist jedoch die einzige, die den geplanten Anschlag auf den jungen Cäsaren Julian verhindern kann. Die Geschichte um Gesa hat mich sofort gefangen genommen. Alexander Raabe versteht es, den Leser direkt in die Geschichte hineinzuwerfen. Die Erlebnisse von Gesa sind harte Kost und entsprechend geschildert. So wie die damalige Zeit keine Rücksicht auf die Menschen genommen hat, so nimmt sie Alexander Raabe auch nicht auf den Leser. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig, aber nicht oberflächlich. Die verschiedenen Charaktere der Geschichte werden deutlich, wenn auch viele eher zum Fürchten sind. Gesa schlägt sich in dieser unwirtlichen Welt durch, selbst wenn es ihr sehr schwer fällt. Als Leser bewahre ich immer eine gewisse Distanz, die ich aufgrund der Grausamkeit angenehm empfinde. Geschichtliche Gegebenheiten werden eher nebenbei erzählt, was für den Spannungsbogen des Romans förderlich ist. Ich habe mit Gesa mitgefiebert und würde mich deshalb auf einen weiteren Teil über Gesa freuen.

    Mehr
  • hartes Leben im 4. Jahrhundert

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    irismaria

    31. January 2014 um 16:01

    „Gesa: Verrat im Kastell Bürgel“ ist ein historischer Roman von Alexander Raabe, der 351 n. Chr. im römisch besetzten Rheinland spielt. Franken und Alamannen kämpfen gegen die Römer und viele Unbeteiligte kommen zwischen die Fronten. So auch die 17-jährige Gesa, deren Dorf zerstört und ihr Mann und die Familie getötet wird. Sie flieht und sucht Schutz im Kastell Bürgel. Drillmeister Ulfert greift sie auf und will sie als Hure an die Soldaten vermieten. Doch Ulferts Frau kann das nicht akzeptieren und überlegt, wie sie Gesa zur Flucht verhelfen kann. Währenddessen läuft eine Intrige gegen den Neffen des Kaisers – die Machtverhältnisse sind also auch bei den Römern ungeklärt. Die Geschichte ist interessant, aber für einen historischen Roman recht kurz. Vor allem das Ende hätte ich mir ausführlicher gewünscht. Der Autor macht durch eine derbe Sprache den Schmutz und das Ausgeliefertsein der Hauptperson deutlich.

    Mehr
  • Es war einmal....

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    moorlicht

    31. January 2014 um 10:53

    Wie schnell sich das gewohnte Leben in Luft auflösen kann, zeigt die Geschichte um die 17-jährige Gesa. Marodierende Räuber fallen über ihr Dorf her und machen buchstäblich alles dem Erdboden gleich. Natürlich geht es dabei nicht ohne Blutvergießen und Schändungen ab. In der Beziehung ist es dem Autor überzeugend gelungen, die gnadenlose Handlungsweise der damaligen Zeit gegenüber den Schwächeren aufzuschreiben. Nichts wird schöngeschrieben oder unter den sinnbildlichen Teppich gekehrt. Im Gegenteil - Alexander Raabe lässt in allen schmutzigen Details miterleben, wie Gesa die Leiche ihres Mannes und ihrer besten Freundin findet. Auch die Mißhandlungen bis hin zur Vergewaltigung durch den Drillmeister Ulfert und der anderen Bewohner des Kastells Bürgel werden gnadenlos offengelegt. Während Gesa von einem Mann zum Nächsten geschleppt wird, plant Tribun Rikulf die Ermordung des Cäsaren Julian und seinen eigenen Seitenwechsel zu den Franken. Auch hier wird Gesa durch die fremdbestimmten Umstände mit hereingezogen. Ein schonungsloser offener 'Tatsachenbericht' könnte man fast sagen, der in aller Schnörkellosigkeit das harte alltägliche Leben der damaligen Zeit aufzeigt. Wobei mir immer wieder der Gedanke reinspielt, dass es auch in der heutigen 'modernen Zeit' in Kriegsgebieten keinen Deut anders ist. Es hat sich nicht wirklich viel geändert. Aus meiner Sicht ist es weniger ein historischer Krimi sondern viel eher ein relativ ruhig gehaltener Bericht über die Geschehnisse um die Umbrüche der ausgehenden Römerherrschaft in Germanien. Ruhig in dem Sinne, dass man beim Lesen nicht von irgendwelchen 'unglaublichen' Vorkommnissen überrannt wird, die völlig deplaziert wirken. Das normale alltägliche Leben in einem umkämpften Grenzgebiet wird gezeigt. Einige 'Schönheitsfehler' haben sich leider trotzdem in das Buch eingeschlichen. Vorrangig die irreführende Angabe des Klappentextes, nach dem Gesa den geplanten Verrat aufdeckt. Dadurch werden völlig falsche Erwartungen an den Handlungsverlauf hervorgerufen. Neben der recht gut ausgearbeiteten Hauptprotagonistin der Geschichte hätten einzelne Nebenfiguren detallierter ausgearbeitet eher überzeugen können. Gerade dann, wenn es sich dabei auch um für den Ablauf wichtige Personen handelt. Gesinnungswandlungen wie die Lutto's wirken durch die in wenigen Sätzen abgehandelte Motivation nicht ganz überzeugend.

    Mehr
  • Gesa -Verrat im Kastell Bürgel

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    Solengelen

    29. January 2014 um 20:00

    Der Autor "schmeißt" den Leser durch seinen direkten, bildhaften Schreibstil ab der ersten Seite förmlich mitten ins Geschehen. Es fängt gleich heftig an. Wir schreiben das Jahr 351 und begegnen der jungen Gesa. Diese kann zwar der ersten Katastrophe entgehen, aber auf der Flucht beginnt schon ihr Martyrium. Vergewaltigungen, Hunger, Gestank, der einem förmlich in die Nase steigt. Im Kastell wird sie von Ulfert, dem Drillmeister, zur Prostitution gezwungen. "Untergebracht" ist sie bei Baltrum. Die behandelt sie wie eine Sklavin. Hilfe bekommt sie von Kreka, Ulferts Frau und Lutto.  Beim Aufschlagen des Buches findet man zwei schöne Zeichnungen. Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und der Autor zeichnet ein anschauliches Bild von den Zuständen der damaligen Zeit, dem Leiden der Flüchtlinge und Frauen. Auf ausufernde Kampfszenen verzichtet der Autor zum Glück. Die ein oder andere Wiederholung bestimmter Details hätte ich so nicht gebraucht, aber im großen und ganzen hat mir das Buch gefallen. Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung mit Gesa und Lutto im Mittelpunkt. 

    Mehr
  • Ein historischer Roman mit inhaltlichen Schwächen.

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    chymaya

    29. January 2014 um 14:06

    351 n. Chr. in einem Kastell in der Nähe von Köln. Das Heimatdorf der jungen Bäuerin Gesa wird überfallen. Gesa gelingt als einzige aus dem Dorf die Flucht vor den plündernden und mordenden Germanen. Auf sich allein gestellt macht sie sich auf den Weg nach Köln. In der Nähe des Kastells Bürgel gerät sie hierbei in die Fänge des dortigen Drillmeisters Ulfert. Dieser vergewaltigt sie  und zwingt sie anschließend im Kastell für ihn als Hure zu arbeiten. Der Tribun des Kastells Rikulf  ist von Haß gegen die Römer zerfressen. Er schmiedet einen Plan, nachdem der Neffe des römischen Kaisers Julian seinen Feinden, den Franken, in die Hände fallen soll. Als Gesa sich nach vielen Demütigungen und Qualen zur Flucht entschließt gerät sie in diese Intrigen hinein. Schlägt man das Buch auf, findet man erst mal eine Lageskizze des Kastells und seiner Umgebung sowie eine sehr schöne, gezeichnete Variation des Covers. Beim Lesen kann man sofort in die Handlung einsteigen, die gleich zu Beginn aufgebaute Spannung bleibt über alle Kapitel erhalten. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und man kann es recht zügig lesen. Der Überfall auf Gesas Heimatdorf und ihre Flucht, bei der sie mehrfach bedrängt und vergewaltigt wird, werden sehr drastisch geschildert. Der Autor bedient sich hier einer sehr deftigen Sprache, die aber der Zeit und Handlung des Romans durchaus angemessen ist. Ein historischer Roman, der zu dieser Zeit und an diesem Ort spielt ist eine Seltenheit. Der Historiker und Autor Alexander Raabe läßt seine Geschichte vor einem gut recherchierten Hintergrund entstehen. Seine Begeisterung für diese Epoche ist mitreißend. Leider weist das Buch in meinen Augen aber eine ganze Reihe inhaltlicher Schwächen und Ungenauigkeiten auf. Dies beginnt schon mit der eigentlich schönen Zeichnung am Buchanfang. Der Titel „Römische Provinz unweit der Stadt Trier“ vermittelt einen falschen Schauplatz, Trier liegt ca. 200 km vom Ort der Handlung entfernt. Die Handlung ist an vielen Stellen von Zufällen geprägt, so stürzt Gesa auf ihrer Flucht in ein als Wohnhöhle genutztes Erdloch. Erst dadurch wird die weitere Entwicklung der Geschichte möglich. Die Charaktere verhalten sich auch nicht immer schlüssig, sondern agieren so wie es die Handlung gerade im Moment erfordert, schwanken somit zwischen Hilfsbereitschaft und Ablehnung. Die Geschichte Gesas wirkt dadurch etwas konstruiert und lieblos. Auch das Ende der Verschwörung kommt überraschend, es geht nicht aus dem Buch hervor wie es zu diesem, vom Leser zwar erhofften, aber durch das Vorhergehende unerwartetem Ausgang kommt. Ich habe die ganze Geschichte darauf gewartet, das Gesa aktiv in die Verschwörung eingreift. Schließlich steht auf der Buchrückseite „Kann Gesa den Verrat rechtzeitig aufdecken?“ Das tut sie aber an keiner Stelle des Buches. Am Schluß stolpert sie nicht ganz freiwillig in die Verschwörung hinein, ein Aufdecken ist das nicht. Mein Fazit: Ein aufgrund der historischen Zeit und des Ortes der Handlung lesenswerter, gut recherchierten Roman, mit größeren inhaltlichen Schwächen. Bei einer eventuell angedachten Fortsetzung, der Schluss läßt das zu, würde ich mir eine sorgfältig durchdachtere Handlung wünschen.

    Mehr
  • Kastell Bürgel 351 n.Chr.

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    Dreamworx

    28. January 2014 um 11:36

    351 n. Chr. Wird das Dorf von der 17-jährigen Gesa überfallen und gebrandschatzt. Sie selbst kann in letzter Minute über das Dach des Hauses in den Wald flüchten und schlägt sich bis zum Kastell Bürgel durch. Kaum hat sie die Stadtmauern von Bürgel erreicht, wird sie vom Drillmeister Ulfert vor zwei Unholden gerettet, um dann selbst von Ulfert vergewaltigt zu werden. Dieser hegt den Plan, Gesa als Hure an die Soldaten zu verkaufen. Ulfert bringt sie bei der alten Baltrum unter, wo sie nur kurz Luft holen kann, bevor sie dem Syrer Ammian als Gespielin dienen muss. Derweil plant der von Hass auf die Römer zerfressene Befehlshaber Rikulf, Rache zu nehmen am Tod seines Freundes, der durch die Hand der Römer sterben musste. Gesa gerät mitten hinein in die Intrigen und muss entscheiden, was sie tun soll. Alexander Raabes Buch „Gesa – Verrat im Kastell Bürgel“ ist ein sehr spannender und historisch sehr gut recherchierter Roman, dessen Schreibstil den Leser von der ersten Zeile an in den Bann zieht und ihn nicht mehr loslässt. Die Spannung wird gleich zu Beginn aufgebaut und zieht sich durch das ganze Buch. Die Beschreibungen der damaligen Lebensumstände werden sehr gut beschrieben, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Die einzelnen Protagonisten werden sehr detailgenau und real beschrieben. Dabei kommt der Autor ohne Schönfärberei aus, sondern bleibt bei seiner hier sehr gut angebrachten sachlichen Erzählweise, die das Buch dadurch sehr authentisch machen. Hauptprotagonistin Gesa wächst dem Leser zudem ans Herz, da ihr Schicksal so brutal und schonungslos geschildert wird. Die Erzählung macht deutlich, dass Frauen zur damaligen Zeit weniger wert waren als das Vieh. Sie hatten keine Lobby und mussten alles über sich ergehen lassen. Dabei ist es bewundernswert, wie manche über sich hinauswachsen, sich wehren und selbst clever genug sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, um ihre Lage zu verändern. Einzig der Schluss des Buches wirkt etwas abrupt. Gesas Schicksal bleibt offen und man kann nur spekulieren, wie es mit ihr wohl weitergeht. Für alle Historienliebhaber ein sehr informatives und lesenswertes Buch über die damalige Zeit. Absolut empfehlenswert.  

    Mehr
  • Schicksal einer mutigen jungen Frau inmitten politischer Intrigen

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    Ginevra

    27. January 2014 um 21:24

    Kastell Bürgel bei Köln, 351 n. Chr.: eine junge Frau erreicht mit letzter Kraft die Nähe der von den Römern erbauten Festung. Ihr Dorf wurde von feindlichen Franken überfallen und ausgerottet. Kurz vor ihrem Ziel findet Drillmeister Ulfert die hübsche Gesa - und vergewaltigt sie brutal. Dann bringt er sie in die Festung, um sie als Hure zu verkaufen. Für sie beginnt ein Leben voller Qualen und Demütigungen, bis ihr endlich die Flucht gelingt. Ungewollt gerät sie zwischen die Fronten: der alternde, rachdurstige Befehlshaber der Germanen, Rikulf, plant einen Rachefeldzug gegen den römischen Kaiser... Alexander Raabe, geb. 1967, studierte Geschichte und befasste sich intensiv mit der römischen Zivilisation in seiner Heimatregion, dem Rheinland. Mit viel Liebe zum Detail beschreibt er den Alltag seiner Heldin und die grausamen politischen Kämpfe rund um das bekannte Kastell Bürgel (dessen altertümlicher Name übrigens unbekannt ist).  Der Erzählstil ist flüssig, abwechslungsreich und spannend. Als (ver-) störend erlebte ich persönlich die häufigen Wiederholungen der drastischen Bilder, die den bitteren und blutigen Alltag einer geschundenen Hure verdeutlichen sollten. Eindrucksvoll sind die Schilderungen der damaligen Kämpfe, die Figuren werden lebensecht beschrieben, so daß man als Leser das Gefühl bekommt, inmitten der Kämpfe um die Vorherrschaft im Rheinland zu stehen. Fazit: ein durchaus lesenswertes Buch für alle, die sich für die Geschichte der Römer, Franken und Germanen interessieren und die sich auf die dramatische Schicksalsgeschichte einer ungebundenen jungen Frau  in der damaligen Zeit einlassen möchten.

    Mehr
  • Gesa gibt nicht auf

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    Taluzi

    27. January 2014 um 12:37

    Gesa ist eine junge Bauersfrau. Eines Tages wird ihr Dorf von Plünderern überfallen. Gesa klettert durch das Strohdach ihrer Hütte und versteckt sich zwei Tage im Wald. Als sie in ihr Dorf zurück kommt, findet sie alle Dorfbewohner tot vor. Sie beschließt in eine andere Stadt zu ziehen. Aber es dauert nicht lange bis sie aufgegriffen, vergewaltigt wird und letztendlich im Kastell Bürgel für den Drillmeister Ulfert als Hure anschaffen muss. Gesa muss sich eingestehen, dass das kein Leben für sie ist. Sie beschließt zu fliehen. Auf ihrer Flucht fällt sie in Luttos Erdhöhle. Lutto lebt seit Jahren einsam und wie ein Bär im Wald. Wie wird es weiter gehen für Gesa? Es gibt mehrere Protagonisten in der Geschichte. Gesas ist die Hauptprotagonistin. Von den Nebencharakteren erfährt man nur so viel wie nötig ist. Das finde ich gut, denn alles was überflüssig ist, verwirrt mich als Leser nur. Die Frau von Ulfert fand ich einen sehr interessanten Charakter. Über Kreka hätte ich gerne noch mehr erfahren. Sie schien eine bedeutende Kriegertochter gewesen zu sein. Der Haupterzählstrang der Geschichte erzählt von Gesa. Schnell kam man in die Geschichte rein, da sie von Anfang an spannend beschrieben wurde und darstellte wie das Leben im 4. Jahrhundert sich zu getragen hatte. Der Autor beschönigt nichts und stellt „derbe“ da wie das Leben damals spielte, wenn man als Frau heimatlos war. Die Männer konnten tun was sie wollten mit einem Weib. Als Leser war es recht grausam darüber zu lesen. Die anderen Erzählstränge beschreiben wie die Männer im Kastell ihre Zeit verbringen und wie der Plan zu einem Komplott gegen den Neffen des Kaisers reift. Anfangs waren die Rachepläne nicht so flüssig zu lesen. Aber das gab sich im Laufe der Geschichte. Die verschiedenen Erzählstränge wurden am Ende schlüssig zusammengeführt. Was mir am Ende noch fehlte war ein kurzer Überblick was aus Gesa wird. Das hätte ich noch ganz interessant gefunden. Nun hoffe ich auf eine Fortsetzung!

    Mehr
  • Ein rundherum gelungener historischer Roman. Modern geschrieben, grandiose Recherche!

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    Floh

    27. January 2014 um 07:43

    Autor Alexander Raabe entführt uns mit seinem historischen Debütroman "Gesa - Verrat im Kastell Bürgel" in die Welt um 351 auf das noch heute existierende Kastell Bürgel. Ein glänzend recherchierter historischer Roman, bei dem man das Herzblut des Autors für sein Werk herauslesen kann.  zum Inhalt: "Im Jahre 351 gerät die Grenze des römischen Reiches unter dem Ansturm von Franken und Alamannen ins Wanken. Selbst das mächtige Köln fällt kurzfristig den Barbaren in die Hände. Mit knapper Not entkommt die junge Bäuerin Gesa einem Überfall marodierender Germanen. Nur das Kastell Bürgel verspricht ihr und den anderen Flüchtlingen Schutz. Doch Ulfert, der Drillmeister der verwahrlosten Garnison, nutzt ihre Notlage gnadenlos aus und zwingt sie zur Prostitution. Unterdessen reift im Kastell der Plan für ein Komplott gegen den Neffen, Erben und Stellvertreter des Kaisers: Julian soll nach Bürgel gelockt und in die Hände seiner Feinde gespielt werden. Kann Gesa den Verrat rechtzeitig aufdecken? Und wer wird ihr glauben? Alexander Raabe entfaltet seine mitreißende Geschichte auf der Grundlage sorgfältiger Recherchen zur spätrömischen Geschichte im Rheinland und vor Ort in Bürgel. Meisterhaft entführt er den Leser in eine Zeit dramatischer Umbrüche und großer Leidenschaften." Schreibstil: Der Schreibstil des Autors ist stets modern und zeugt von großer Verbundenheit zum Buch. Er bringt Ereignisse auf den Punkt, begleitet den Leser und nimmt ihn auch mit in die Handlung. Er besticht durch eine galante Wortwahl und einzigartigen Zuschnitt auf die Charaktere. Das verleiht dem Roman Tiefe. Raabe verzichtet auf überschwängliche Nebensächlichkeiten und schmückt nur die relevanten Passagen etwas aus. Dadurch wirkt der Roman nicht überladen, aber auch nicht zu flach. Diese gekonnte Mischung ist ihm gut gelungen.  Zum Autor: "Der Autor Alexander Raabe wurde 1967 geboren und interessierte sich bereits während seines Geschichtsstudiums für die spätrömische Geschichte im Rheinland und im Kastell Bürgel, in dessen Nähe er lebt." Charaktere: Alexander Raabe überrascht mit einer stimmigen Auslese von Charakteren. Die Darstellung der Protagonisten ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich zu identifizieren. Auch hier verzichtet er auf eine zu intensive Ausschweifung auf viele Nebenrollen. Er bringt es auch hier auf den Punkt und widmet sich eher dem Kernstück der Hauptprotagonisten.  Speziell Gesa ist eine spezielle Hauptrolle gewidmet. Gesa ist eine sehr sympathische und starke Persönlichkeit. Man begleitet sie gern auf ihren Wegen und nimmt an ihren Schicksal teil.  Meinung: Der Roman zieht von Beginn an den Leser in das Geschehen und man kann das Buch ungern aus der Hand legen. Faszination, Empörung, Leid und Krieg packen den Leser und fesseln ihn an die Ereignisse. Leider schwächelt das Buch am Ende, denn man wird mit einem offenen Ende überrascht. Und ob es einen weiteren Teil geben wird, das ist noch nicht gewiss. Daher hätte ich mich über ein abgeschlossenes Ende sehr gefreut.  Auf fast 205 Seiten begegnet man einer historischen Epoche mit vielen Emotionen und Ereignissen. Ein Einblick in damalige Lebensumstände, Gesellschaften und Nöte. Der Autor besticht durch hervorragende Recherche, viel Herzblut und Verbundenheit zum Buch. Selbst die Namenswahl  der Darsteller ist mit Bedacht erfolgt. Ein lohnenswertes Buch für Leser, die historische Romane lieben und für die eine Fortsetzung auch ungewiss sein darf! Cover: Sehr stimmig. Dieses Cover deckelt den Inhalt dieses Werkes sehr genau. Ich persönlich hätte dieses Buch jedoch nicht aus dem Regal gegriffen, da mir das Cover nicht so sehr zusagt. Kennt man den Inhalt des Buches, so gewinnt das Cover einen ganz anderen Glanz.  Fazit: Eine kleine Schwäche in dem Buch ist für mich das offene Ende, bzw. die Frage einer Fortsetzung. Ansonsten ein sehr tolles historisches Werk, an dem ich keine weitere Kritik ausmachen kann. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und gebe dem Buch eine absolute Leseempfehlung!

    Mehr
  • Spannende Geschichte aus spätrömischer Zeit

    Gesa - Verrat im Kastell Bürgel

    mabuerele

    26. January 2014 um 20:34

    Gesa ist 17 Jahre alt, als die Franken ihr Heimatdorf überfallen. Der jungen Frau gelingt die Flucht in den Wald. Als sie ins Dorf zurückkehrt, sieht sie die grausamen Folgen des Krieges. Sie macht sich auf ins Kastell Bürgel in der Nähe von Trier. Das römische Kastell ist bisher von den Überfällen der Franken und Alamannen verschont geblieben. Doch viele der Soldaten im Kastell sind Germanen, die in römischen Dienst stehen. Drillmeister des Kastells ist Ulfert. Befehlshaber ist Rikulf, zwar Franke, aber auch Offizier und Tribut des römischen Heeres. Der Autor erzählt ein Stück Geschichte, in denen die Römer in Germanien zunehmend Probleme bekamen. Krieg überzieht das Land und bestimmt das Leben. Die Protagonisten wurden gut charakterisiert. Gesa ist als alleinstehende Frau der Willkür der Männer schutzlos ausgeliefert. Doch sie weiß, was sie will. Dem Autor ist es gut gelungen, den Zwiespalt der jungen Frau zwischen Anpassung und Auflehnung darzustellen. Am Beispiel von Kreka, der Ehefrau von Ulfert, wird deutlich, dass Frauen auch Macht gegenüber den Männern hatten. Dabei unterscheidet sich Krekas Vergangenheit nur wenig von Gesas. Erschütternd ist das Verhalten der Kastellbewohner gegenüber den Flüchtlingen. Besitzdenken geht vor Mitgefühl. Sehr gut beschrieben wird das Leben in und um das Kastell. Dabei wird deutlich, dass die Bewohner nicht alle die römische Herrschaft begrüßen. Gut gefallen hat mir, dass der Autor von verschiedenen Protagonisten die Vergangenheit beleuchtet. Dadurch werden die Lebensumstände und die Zwänge deutlich, denen man in der damaligen Zeit ausgesetzt war. Auch das Völkergemisch im römischen Heer wird geschickt in Verlaufe der Handlung beleuchtet. Das Buch beginnt spannend. Dieser Spannungsbogen wird über die gesamte Zeit gehalten. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Der Autor bedient sich der modernen Sprache. Die Grausamkeiten werden deutlich benannt, auf lange Kampfszenen verzichtet. Positiv zu bewerten ist die Skizze des Kastells, die sich zu Beginn des Buches befindet. Auch sie zeugt von der sorgfältigen Recherche des Autors Das Cover mit der jungen Frau vor dem Kastell passt zur Handlung.. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Autor ließ ein lebendiges Bild der spätrömischen Zeit vor meinen Augen entstehen. Gleichzeitig ist es ein Buch gegen die Grausamkeit des Krieges und seine Folge, insbesondere das Elend der Flüchtlinge.     

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks