Alexander Rieckhoff

 3.4 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor von Stille Nacht, Strafzeit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alexander Rieckhoff

Alexander Rieckhoff wurde 1969 geboren und wuchs in Villingen auf. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Geschichte in Konstanz und Rom, arbeitet er heute als Fernsehredakteur beim ZDF Mainz. Zusammen mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Mainz. Zusammen mit Stefan Ummenhofer hat er mehrere, im Schwarzwald angesiedelte, Kriminalromane veröffentlicht.

Alle Bücher von Alexander Rieckhoff

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Strafzeit

Strafzeit

 (11)
Erschienen am 01.07.2011
Giftpilz

Giftpilz

 (11)
Erschienen am 01.10.2010
Stille Nacht

Stille Nacht

 (11)
Erschienen am 17.09.2012
Honigsüßer Tod

Honigsüßer Tod

 (9)
Erschienen am 01.11.2009
Schwarzwaldstrand

Schwarzwaldstrand

 (6)
Erschienen am 15.10.2013
Morgengrauen

Morgengrauen

 (6)
Erschienen am 12.02.2013
Schwarzwaldrätsel

Schwarzwaldrätsel

 (6)
Erschienen am 20.01.2014
Narrentreiben

Narrentreiben

 (6)
Erschienen am 10.12.2013

Neue Rezensionen zu Alexander Rieckhoff

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Rezension zu "Schwarzwaldstrand" von Alexander Rieckhoff

Schwarzwälder ermitteln in Italien
ElisabethBulittavor 8 Tagen

„Auf dem Campingplatz ist die Realität so voller Klischees, dass du denken wirst, du seist in einer Fernsehserie gelandet.“ (Riesle zu Hummel)

Schon zum zehnten Mal ermittelt das skurrile Duo Hubertus Hummel und Klaus Riesle in „Schwarzwaldstrand“ von Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer. Dieser Schwarzwaldkrimi ist in vierter Auflage im Dezember 2015 bei Piper erschienen und umfasst 288 Seiten.

Hubertus Hummel wurde von seiner Frau gedungen, Campingurlaub in der Nähe von Venedig zu machen. Dort trifft er nicht nur halb Deutschland, sondern auch viele Schwarzwälder/innen, unter ihnen auch den Villinger Hauptkommissar Winterhalter. Als Hummel dann noch eine Frauenleiche am Strand entdeckt, geht es los mit den Ermittlungen: Der Villinger Lehrer ermittelt gemeinsam mit dem Kommissar in Italien, Riesle recherchiert währenddessen in Villingen. Schließlich macht sich auch Riesle auf den Weg gen Italien, wo die Untersuchungen zusammenlaufen.

Der Krimi beginnt gekonnt humorvoll, indem auf der einen Seite deutsche Urlauber in Italien karikiert werden, auf der anderen Seite aber auch die Italiener. Mit dem Auffinden der Leiche kommt so etwas wie Spannung in den Roman, doch leider schaffen es die beiden Autoren nicht, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Den gesamten Roman hindurch dominiert einfach der Humor, sodass Krimifans weniger auf ihre Kosten kommen werden; zumindest ging es mir beim Lesen zu. Der Humor ist zum Teil wirklich köstlich, besonders wenn Schwarzwald auf Ruhrpott trifft oder liebestolle Italiener verhohnepiepelt werden, doch driftet er gegen Ende einfach in eine Slapstickkomödie ab, wenn Riesle die Ermittlungen in Italien aufmischt. Für mich war es an dieser Stelle einfach des Guten zu viel. Auch zahlreiche Nebenschauplätz, z.B. die Liebesspielchen von Hummels Tochter, mögen zwar lustig sein, nehmen aber die Spannung.

Der Mordfall wird am Ende durchaus logisch aufgeklärt, doch geht es, nachdem die Ermittlungen während des Mittelteils eher stagnieren, einfach zu abrupt, was der Spannung ebenfalls abträglich ist.

In diesem Roman begegnet man wieder vielen bekannten Gesichtern, die jedoch so vorgestellt werden, dass auch Neueinsteiger/innen in die Reihe gut zurechtkommen sollten. Alle Charaktere haben ihre Marotten, gut gelungen ist den Autoren die Darstellung von regionalen Besonderheiten.

Der Roman ist schnell und einfach zu lesen, auch der Dialekt kommt selbstverständlich nicht zu kurz; dennoch ist alles gut verständlich. Wie es sich für einen Regionalkrimi gehört, erhalten die Lesenden immer wieder Einblicke in Schwarzwälder Traditionen, wenngleich die Handlung zum größten Teil in Italien verortet ist: Denn auch dort werden Heimatabende veranstaltet.

Rieckhoff und Ummenhofer präsentieren mit „Schwarzwaldstrand“ einen Roman, der über weite Strecken sehr lustig ist, zum Teil auch tiefgründigen Humor beinhaltet, dem es aber meiner Meinung nach einfach an Spannung fehlt. In Verbindung mit den teils doch derbkomischen Einlagen ist es ein Buch, das mir selbst ganz und gar nicht zusagt. Steht man auf diese Art Humor, mag das Buch gut sein, als Krimi kann ich es aber nicht empfehlen.

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Rezension zu "Ringfahndung" von Alexander Rieckhoff

Ermittlung im Schwarzwald
ElisabethBulittavor 2 Monaten

Diese Rezension bezieht sich auf die im Romäusverlag erschienene Auflage von 2007.

Hubertus Hummel ist nun stolzer Besitzer eines Wochenendhauses am Villinger Germanswald. Doch schon bald ist die Freude getrübt, als er von der Planung eines Hotelneubaus in unmittelbarer Nachbarschaft hört. Während er noch darüber nachgrübelt, entdeckt er auf dem nahe gelegenen Trimm-dich-Pfad eine Leiche. Doch kaum hat Hubertus die Polizei gerufen, ist der Tote auch schon wieder verschwunden – um kurze Zeit später im Kofferraum des Lehrers wieder aufzutauchen. Da es sich bei dem Ermordeten um den Investor des Hotelkomplexes handelt, gerät der Lehrer natürlich bald unter Mordverdacht. Als dann auch noch sein langjähriger Freund Klaus Riesle als Komplize festgenommen wird, taucht Hummel bei seiner Kollegin Carolin unter und ermittelt auf eigene Faust.

Während der Ermittlungen tun sich dem Leser und den Ermittelnden immer neue Spuren auf, was das Lesen kurzweilig macht. Scheint anfangs klar zu sein, dass das Mordmotiv im Umfeld des geplanten Hotelkomplexes zu suchen ist, werden Ermittler und Leser/innen dennoch immer wieder auf neue Spuren gelenkt, sodass bis zum Schluss unklar bleibt, warum es zu diesem Mord kam und wer ihn verübt hat. Ich muss gestehen, dass ich auch bis zum Ende auf der falschen Fährte war; das Ende des Krimis ist einfach überraschend, dabei aber logisch nachvollziehbar und keineswegs konstruiert.

Leider wird die Spannung oftmals vom Humor überdeckt. Besonders dass Hummel immer wieder mit seinen eigenen Gefühlen seiner Frau und seiner Kollegin gegenüber zu kämpfen hat, bringt die Leser/innen zum Lachen. Aber auch Kommissar Thomsen, der unter einem Waschzwang leidet, sorgt, obwohl das Thema an sich nicht lustig ist, immer wieder für Erheiterung. Zudem erzeugen andere Charaktere mit ihren Marotten sehr humorige Lesemomente. Mir persönlich fehlte es beim Humor jedoch des Öfteren an Tiefgang.

Neben Humor und Spannung bietet der Roman auch eine schöne Reise durch Teile des Schwarzwalds, neben Villingen-Schwenningen werden der Blindensee, Furtwangen und St. Georgen besucht. Hier merkt man wieder, wie gut das Autorenduo nicht nur seine Heimatstadt, sondern auch dessen Umgebung kennt. Ich selber habe hier doch ein paar Impulse für Ausflüge erhalten.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Wie es sich für einen Regionalkrimi gehört, wird bei den Dialogen teilweise Dialekt verwendet, der jedoch recht verständlich ist.

Insgesamt handelt es sich auch bei diesem sechsten Band der Krimireihe um Hubertus Hummel um ein Buch, das weniger durch seine Spannung, als vielmehr durch sein Lokalkolorit besticht. Für Schwarzwald- und Krimifans durchaus empfehlenswert.

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Rezension zu "Narrentreiben" von Alexander Rieckhoff

Vorsicht Narrentreiben!
ElisabethBulittavor 3 Monaten

Diese Rezension bezieht sich auf die im Romäusverlag erschienene dritte Auflage von 2006.

„En ermordete Villinger Narro, ausgerechnet abg’legt am Schwenninger Narre’brunne.“ – schlimmer geht es nicht. Das ruft nun schon zum vierten Mal Hubertus Hummel, Lehrer am örtlichen Romäus-Gymnasium, und den Lokaljournalisten Klaus Riesle auf den Plan. Der Fall führt die beiden Hobbyermittler mitten in die Fastnachtshochburgen Villingen, Rottweil und Elzach. Und wieder einmal empfinden sie Kommissar Müller von der Villinger Kripo als störendes Übel. Wer den Fall wohl als Erster lösen mag?

Wahrscheinlich nur Ortskundige können die Brisanz dieses Falls wirklich erfassen: Zum einen ist die Fasnet den Villingern heilig, da darf niemand stören. Zum anderen besteht zwischen den beiden Teilen der Doppelstadt Villingen-Schwenningen eine alte Feindschaft, die auch durch das Zusammenlegen dieser beiden ehemals selbstständigen Städte nicht aus der Welt geschaffen wurde, zählt Villingen als alte Zähringerstadt doch zu Baden, während Schwenningen ehedem nur eine schwäbische Industriestadt war. Dass hier während der Ermittlungen immer wieder Animositäten zu Tage treten und falsche Spuren gelegt werden, ist nicht verwunderlich. Doch hier liegt auch der Knackpunkt der Geschichte: Der Fall an sich spielt zwar die ganze Zeit über eine latent wichtige Rolle und wird am Ende auch schlüssig aufgeklärt, jedoch tritt die Spannung zugunsten der traditionellen Bräuche, die insbesondere von Lehrer Hummel immer wieder auf dozierende Art und Weise erläutert werden, in den Hintergrund. Dieses ist zwar für interessierte Leser/innen durchaus aufschlussreich, aber eben wenig aufregend für Krimifreunde.

Die beiden Autoren kennen ihre Heimatstadt, das merkt man an den wirklich detaillierten Einblicken in die Stadt Villingen-Schwenningen und die schwäbisch-alemannische Fastnacht. Daneben enthält der Krimi auch viele humorvolle Elemente, wenn z.B. Hummel seiner Rheinländischen Kollegin erklärt: „Wir sind hier nicht in Köln, sondern in Villingen. Da gibt’s keine Weiberfastnacht, da feiern wir eine traditionelle, ernsthafte Fastnacht.“ oder das Ermittlerduo im Wasser landet, weil es den Hästrägern (Kostümträgern) ihre Schemen (Masken) vom Gesicht reißt; aber auch diese humorigen Einlagen versteht man oft vor allem dann, wenn man eben mit den Traditionen einigermaßen vertraut ist.

Die Sprache der beiden Autoren ist flüssig und leicht zu lesen. Speziellere Begriffe, um die ein Roman, der während der Fastnacht spielt, nicht herumkommt, werden in einem „Fasnet-Glossar“ am Ende des Buches erläutert. Dialoge sind von Zeit zu Zeit im (moderaten) Dialekt abgefasst, was hochdeutschsprechende Leser/innen vor Probleme stellen könnte, mir aber sehr gut gefällt. Zu Beginn des Buches werden die „handelnden Personen“ vorgestellt, was ebenfalls hilfreich beim Lesen ist.

Ich selber habe noch eine alte Auflage vom Romäus-Verlag gelesen, auf dessen Cover wunderbare Schemen und  Larven, also Masken, abgebildet sind und im Kleingedruckten auch benannt werden. Der Piper-Verlag verzichtete bei seiner Buchauflage leider auf dieses schöne Detail.

Ich selber habe diesen Lokalkrimi in einem Rutsch durchgelesen, konnte als nicht mehr ganz unwissende Zugezogene eine Menge lernen, habe auch den hintergründigen Humor verstanden und fühlte mich gut unterhalten, aber ein echtes Krimi-Feeling kam einfach nicht auf.

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