Alexander Solschenizyn Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

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Inhaltsangabe zu „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“ von Alexander Solschenizyn

Nikita Chruschtschow mahnte eindringlich auf dem 22. Parteitag der KPdSU: "Es ist unsere Pflicht, derartige Angelegenheiten, die mit dem Mißbrauch der Macht zusammenhängen, sorgfältig und allseitig zu klären. Solange wir arbeiten, können und müssen wir vieles klarstellen und der Partei und dem Volk die Wahrheit sagen..." Mit dieser Erklärung setzte er sich für ein literarisches Werk ein, das nach Erscheinen sofort Weltruhm erlangte: "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch". Es bringt keine sensationellen Enthüllungen, sondern die nüchterne, mikroskopisch genaue Untersuchung des Lagerlebens in Sibirien, so wie es von den Opfern der stalinistischen Periode erlebt wurde. (Quelle:'Flexibler Einband/21.06.1999')

Meisterhaft & eindringlich.

— loveisfriendship

Langatmig und zäh, vielleicht fehlt mir aber einfach der persönliche Draht dazu.

— Sancandela

Gänsehaut. Überlebenskampf eines einfachen Mannes in einem mörderischen System

— juergenalbers

Das Buch zum zweiten Mal gelesen. Grandios!

— Azcura

Pflichtlektüre!

— LEXI

Hat mich schon mit 16 sehr, sehr beeindruckt. Unbedingte Pflichtlektüre !

— SFotto

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    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    Makollatur

    06. October 2015 um 15:20

    Das 1962 erschienene Werk "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" liefert auf sehr anschauliche und authentische Weise einen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt stalinistischer Gefangenenlager der 50er Jahre. Durch die Figur des Maurers Iwan Denissowitsch wird, vergleichbar mit den Paradigmen der aristotelischen Poetik, der Ablauf eines Tages in einem Arbeitslager geschildert. Im Mittelpunkt steht der tägliche Kampf ums Überleben, um Nahrungsmittel, um Tauschobjekte. Die Unmenschlichkeit des sowjetischen Strafwesens wird an mehr als einer Stelle deutlich: Arbeitseinsatz bei mehr als minus 20 Grad Celsius; Willkür bei Bestrafung und Belohnung durch das Lagerpersonal; Neid und Missgunst unter den Gefangenen. Der Er-Erzähler wird an nicht wenigen Stellen durch einen Wir-Erzähler abgelöst, was dem Text eine unbedingte Eindringlichkeit und Authentizität verleiht. Das Buch stellt im Werk Solschenizyns einen Teil eines thematischen Blocks dar: die literarische Verarbeitung der eigenen Erfahrungen des Autors als Sträfling in verschiedenen Lagern über einen Zeitraum von mehr als acht Jahren. Die prägenden Eindrücke dieser Zeit finden sich hier auf beklemmende und überzeugende Art und Weise wiedergegeben. Im Gegensatz zu Hugos "Der letzte Tag eines Verurteilten" wird hier kein offenes Plädoyer geliefert, die Aussage des Werkes ergibt sich aus Form und Inhalt. Dieses Buch bekommt fünf Sterne, weil es echt ist, weil die Erlebnisse nachvollziehbar und authentisch sind und weil es in einer klaren und mitreißenden Sprache verfasst ist. Solschenizyn gehört zu meinen Favoriten und dieser Band untermauert diesen Status nachdrücklich.

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  • Leserunde zu "Mrs Dalloway" von Virginia Woolf

    Mrs Dalloway

    aba

    Ich freue mich, die nächste Leserunde zu der LovelyBooks Klassiker Zeitreise eröffnen zu dürfen. Mit "Mrs Dalloway" von Virginia Woolf geht es weiter. Zur Ausgabe Mit seinen kühnen Sprüngen in die Bewusstseinsströme der Protagonisten zählt "Mrs Dalloway" längst zu den Klassikern der Moderne. Ob erotische Phantasien beim Einkauf in der Stadt, ob Todesängste oder die Erinnerung an alte Träume – was den Roman so einzigartig macht, ist Virginia Woolfs wacher Sinn für die Brüchigkeit unserer Existenz. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Über Virginia Woolf Virginia Woolf, am 25. Januar 1882 in London geboren, wuchs im großbürgerlichen Milieu des viktorianischen England auf. Ihr Leben lang litt sie unter wiederkehrenden psychischen Krisen. 1912 heiratete sie Leonard Woolf; zusammen gründeten sie 1917 den Verlag "The Hogarth Press". Ihr Haus war ein Zentrum der intellektuellen "Bloomsbury Group". Am 28. März 1941 nahm Virginia Woolf sich unter dem Eindruck der Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges und erneut bedroht von einer Verdunkelung ihres Gemüts das Leben. Zusammen mit den S. Fischer Verlagen lade ich euch zu einer Leserunde zu diesem Klassiker ein. Für die Leserunde werden vom Verlag 10 Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Diese werden unter den Interessenten verlost. Ihr könnt aber auch mit euren eigenen Exemplaren teilnehmen oder solche bei den Fischer Verlagen erwerben, wenn ihr diese Leserunde auf keinen Fall verpassen möchtet. Wer ein Exemplar gewinnen möchte, antwortet bitte bis zum 28.06.2013 auf folgende Frage: "Clarissa Dalloway führt ein großes Haus im vornehmen Londoner Stadtteil Westminster. Eine ihrer glänzenden Soireen soll an einem Junitag des Jahres 1923 stattfinden. Der Ablauf dieses einen Tages bildet die Gegenwart des Romans, in die Clarissa durch die Stundenschläge des Big Ben immer wieder zurückgeholt wird." Ein Roman an einem einzigen Tag. Kennt ihr noch einen Roman, der an nur einem Tag spielt (oder in einer Nacht)? Mir fällt natürlich "Ulysses" ein, der übrigens als Inspiration für "Mrs Dalloway" gedient hat. Ich bin gespannt auf eure Antworten. Vielleicht sind da auch wieder neue Lesetipps! Eine Bitte: Benutzt die Spoilerfunktion für eure Bewerbungen nicht. Danke! Wichtig: Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension.

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  • Rezension zu "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" von Alexander Solschenizyn

    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    Fellknubbel

    18. January 2013 um 09:20

    Alexander Solschenizyns Roman "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" bietet einen Einblick in den Alltag in einem sibirischen Strafgefangenenlagers zur Zeit Stalins. Zentrale Figur ist Iwan Denissowitch, genannt Schuchow. Seinem Spitznamen verdankt er dem Umstand, dass er einige Zähne verloren und deswegen einen Sprachfehler besitzt. Der Roman beschreibt den Lageralltag eines beliebigen Tages, an Dreitausendsechshunderdreiundfünfzig Tagen, so lange dauert seine Strafe. Am beeindruckensten empfand ich die Tatsache, dass immer wieder ein Charakterzug skizziert wird, den man in einem solchen Lager nicht vermutet, Menschlichkeit. Schuchow versucht sich diese zu bewahren. Sicher, er ist darauf bedacht zu überleben, aber es sind die Kleinigkeiten, die zeigen, dass Menschlichkeit kein Privileg von Reichen oder Freien ist. Frei, was ist das überhaupt? Die Strafgefangenen nennen die Freien ehemalige Strafegefangene, die nach verbüßen ihrer Strafe nicht mehr nach Hause zurück können und weiter in der Nähe der Lager arbeiten. Erdrückend empfand ich die Beschreibung der Abstufungen innerhalb der Gruppe der Gefangenen, immer wieder werden Charaktere vorgestellt, die - obwohl sie ebenfalls Gefangene sind - sich als was besseres darstellen und ihre verschiedenen Positionen im Lagergefüge ausnutzen. Immerwieder wird deutlich, wie sehr sich das tägliche Leben um das Besorgen von Extrarationen dreht, und dass Glück schon bedeuten kann 100g Brot mehr zu haben. Es war ein kurzes, aber doch sehr packendes Buch. Es hat mir sehr gut gefallen, diese sehr nüchternden und eher nicht wertenden Beschreibung des Alltags eines Insassen eines Straflagers und die Deutlichkeit mit der deutlich wird, dass auch es in einem solchen Lager Raum für Menschlichkeit, Zusammenhalt gibt, wenn auch immer im engen Rahmen des Überlebens.

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  • Rezension zu "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" von Alexander Solschenizyn

    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. September 2011 um 18:25

    Iwan Denissowitsch, alias Schuchow, erwacht mit erhöhter Temperatur. Draußen ist es kalt. Mindestens 20° unter Null. In einem russischen Straflager. Baracke 9, Brigade 104. Schuchow steht nicht rechtzeitig auf. Das verstößt gegen die Lagerordnung. Er wird abgeführt. Er überlegt: Im Arrest kann es heute nicht schlechter sein als an der Arbeitsstelle. - So beginnt der Tag. Ein Tag von vielen, der für Schuchow nicht in der Arrestzelle endet, sondern wie viele andere Tage abläuft. Harte Tage. Unmenschliche Tage. Menschliches Leid auf einen Tag komprimiert. - Der Leser erfährt nicht mehr, wie es mit Schuchow am nächsten Tag gesundheitlich aussieht. Er kommt auch gar nicht dazu, sich darüber Gedanken zu machen. Er bangt mit Schuchow von einer beängstigenden Situation zur andern. Fühlt sich beinahe selbst wie im Straflager. - Wer heute diese Buch liest, fragt sich, ob Bücher die Menschheit verbessern; ob so etwas auch in einer Demokratie westlicher Prägung passieren kann. Wie sagte sich Schuchow, als er aus dem Krankenblock mit 37,2 in den Arbeitstag geschickt wurde: Wenn´s dich friert, erwarte kein Mitgefühl von einem, der im Warmen sitzt.

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  • Rezension zu "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" von Alexander Solschenizyn

    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    Beagle

    10. May 2011 um 11:19

    „Es ist einfach so, du kannst beten, so viel zu magst, von deiner Strafzeit streichen sie dir nichts. Du musst sie absitzen, Tag um Tag, vom Wecken bis zum Lichterlöschen.“ Iwan Denissowitsch Schuchow ist politischer Häftling in einem Gulag in Sibirien. Warum, weiß er selbst nicht genau, man hat ihn des Vaterlandverrates bezichtigt (Artikel 58, den die Behörden nach Lust und Laune auslegen – wer ihnen nicht passt, wird nach ihm verurteilt und wandert ins Straflager). Dieses Buch erzählt einen Tag aus dem Leben im Lager, den Abgründen, die sich den Gefangenen dort gegenüberstellen und der einzige Wille, der allen gemein ist: zu überleben! Als die Geschichte „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“ 1962 erstmals in der Moskauer Zeitung „Nowy Mir“ veröffentlicht wurde, war Alexander Soschenizyn noch ein unbekannter Autor. Mit dieser Geschichte rüttelte er einiges auf. Nicht nur die Bevölkerung, die bis dahin von den Schrecken in Stalins Lagern nur eine vage Ahnung hatte, sondern auch die Politik. Chruschtschow hatte sich für das Erscheinen der Geschichte persönlich eingesetzt, wollte er doch aufzeigen, dass seine Politik mit der Stalins nichts mehr gemein hatte. Soschenizyn selbst war in einem solchen Lager eingesperrt, demnach ist das Buch als ein Bericht aus erster Hand anzusehen. Aber auch als eine Parabel, in der ein Sträfling die Rolle eines Jedermann spielt, wie es der Klappentext erwähnt. Von den Frühen Morgenstunden des Weckens startet der Bericht. Er zeigt auf, wie sehr den Männern das Leben dort zu schaffen macht. Die ständige sibirische Kälte – einmal erwähnt ein Häftling, es habe -18 Grad, es sei heute schön warm -, der Kampf ums Überleben und die unausreichende Nahrung. Jeder leidet Hunger und muss dennoch den ganzen Tag über das Plansoll der Regierung erfüllen, sonst wird ihm auch noch das wenige Essen rationiert. Das Buch erzählt von harten Wahrheiten, vom Kampf ums Überleben, aber auch von kleinen Freuden, die Leute in der Freiheit wohl schwer nachvollziehen können. Ein wahrhaft großartig geschriebenes Buch, zumal es in einem Jargon der Sträflinge geschrieben ist, demnach wird das Lagerleben noch authentischer. Der Roman war damals eine Sensation und beeindruckt auch heute noch immer. Geschichtlich ist er ein spannender Einblick in die Gräuel in Stalins Strafgefangenenlager. „Wer ist der schlimmste Feind des Sträflings? Sein Nebenmann. Wenn nicht jeder Jedermanns Feind wäre, dann wäre alles etwas anders…“

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  • Rezension zu "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" von Alexander Solschenizyn

    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    LEXI

    18. December 2009 um 14:54

    Ich las dieses Buch als "Pflichtlektüre" in meiner Schulzeit und war schon damals fassungslos und schockiert von den Erzählungen Solschenizyns betreffend das harte Lagerleben, die Einschränkungen für Körper und Geist und die Brutalität, zu der die menschliche Rasse fähig ist. Harte Kost, aber unbedingt empfehlenswert !

  • Rezension zu "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" von Alexander Solschenizyn

    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    Luis

    09. September 2009 um 11:07

    Allgemeines Der Roman Ein Tag im Leben der Iwan Denissowitsch vom Autor Alexander Solschenizyn (1918-2008), beschreibt einen Tag des Gefangenen Iwan Denissowitsch in einem sowjetischen Gefangenenlager. Das eigentliche Tabuwerk vom russischen Bestsellerautoren wurde 1970 verfilmt. Alexander Solschenizyn wurde der Nobelpreis für Literatur im gleichen Jahr verliehen. Kurzbeschreibung Im Buch dreht sich alles um den Alltag des Gefangenen Iwan Denissowitsch. Unter dem stalinistischen System muss der Protagonist zusammen mit seinen Mitgefangenen jeden Tag um das Überleben kämpfen. Alles dreht sich hauptsächlich um die nächste Mahlzeit am Tag, da diese maßgeblich zwischen Leben und Tod verantwortlich ist. Das Werk behandelt den gesamten typischen Tagesablauf im Lager vom morgendlichen Weckruf über die Mahlzeiten bis hin zur Nacht”ruhe”. Der Autor, dessen Buch sehr starke autobiographische Angaben enthält, zeigt wie Menschen verfolgt wurden, weil sie sich gegen das stalinistische Regime entschieden. Solche Gefangenenlager waren zu der Zeit normal für dieses Land. Iwan Denissowitsch hat sich mit seiner Not und seiner Situation bereits abgefunden, versucht aber dennoch das Beste daraus zu machen und sich allem zum Trotz seine Ehre und Selbstachtung aufrecht zu erhalten. Wirkung Das literarische Werk löste bei seinem Erscheinen in der Zeitschrift Novy Mir eine lebhafte Diskussion aus. Der sowjetische KPdSU- und Ministerratsvorsitzende Nikita Chruschtschow (1894-1971) begrüßte das Werk als einen Beitrag zur Entstalinisierung. Ab 1964 wurde die Zensur solcher Kritikliteratur wieder schlimmer, sodass das Buch auf den Index kam. Der Roman zählt bis heute zu den erschütterndsten literarischen Zeugnissen über die stalinistische Diktatur. Eigene Meinung Das Buch fand ich persönlich sehr interessant, gibt es einem doch einen sehr diskreten aber realistischen Einblick in die Welt eines Gefangenenlagers. Man fühlt gewissermaßen mit dem Häftling mit. Zu lesen wie es dem Mann ein großes Glücksgefühl bereitet, als er sich eine extra Ration an Suppe ergattern kann, mitzuerleben, wie heftig die Menschen dort von den Wärtern drangsaliert wurden, und viele weitere teils sehr spannende Passagen des Buches, gefielen mir sehr. Das Buch beschränkt sich aber auch auf das Informative und Spannende. Die Sprache ist relativ einfach zu lesen, aber trotzdem genau und deutlich ausgedrückt. Wer beim Lesen lieber Liebesgeschichten oder richtig spannende Thrillerpassagen erleben will, der ist mit dem Buch falsch beraten. Ich selbst war nach etwa Mitte des Buches etwas gelangweilt. Aber allein die Informationen über die Thematik sind es Wert, wenigstens einmal ein solches Buch zu lesen!

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  • Rezension zu "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" von Alexander Solschenizyn

    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    Ronek

    25. September 2008 um 17:19

    Man weiß kaum, wie man dieses Buch bewerten soll; ein Buch, das einem ohne Vorwurf, ohne Ermahnung zur Bescheidenheit und gänzlich ohne erzieherische Absicht vor die Augen führt, wie gut es uns in unserer Kultur geht oder eben wie furchtbar es einst war - je nach Perspektive. Eine der oben genannten Absichten könnte auch gar nicht vorliegen, denn der Autor, selbst lange Jahre unschuldiger Zwangsarbeiter gewesen, scheint wie aus einem inneren Bedürfnis diesen einen von 3653 Tagen des ebenfalls zwangsarbeitenden Iwan Denissowitsch zu schildern; es scheint kaum Distanz zu geben zwischen Autor und Protagonist und vermutlich kann nur so gelingen, was gelungen ist und was das Furchtbarste, das Trockenste und Einschüchternste des Buches ist: Man liest über die Seiten, während berichtet wird, wie ein Mensch seiner Würde und Freiheit beraubt, zur Zahl gemacht und in jeglicher Form unterdrückt wird, sich um Dinge niedrigsten Wertes reißt, sich irgend sucht zu erhalten, und während man liest, hält man mit einmal ein und stellt erschrocken fest: Ich fand all dies selbstverständlich. Und das erst ist die große, die größte Errungenschaft dieses Buches: Der nüchterne Tonfall, die schlichte Melancholie der Alltäglichkeit macht einen vergessen, wie furchtbar der Zustand ist. Aber sie macht einen begreifen, wie erst ein Mensch dies jahrelang ertragen kann: Eben WEIL er den Alltag akzeptiert, derart eigentlich entmenschlicht wird. Zwang zur Entmenschlichung also. Und hat man dies begriffen, versteht man erst den Terror der Sowjetunion.

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  • Rezension zu "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" von Alexander Solschenizyn

    Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

    Satariel

    24. June 2008 um 00:21

    Ein sehr verstörendes und zugleich gutes Buch.

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