Alexander Stahr Der Köhler

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  • Rezension zu "Der Köhler" von Alexander Stahr

    Der Köhler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. December 2011 um 13:04

    Mit „Der Köhler“ hat Alexander Stahr einen bemerkenswerten historischen Roman geschrieben, der aus der Masse der Veröffentlichungen dieses Genres herausragt. Die Handlung um den Köhler Lindt ist im 18. Jahrhundert angesiedelt. Nicht für die typische Wanderhuren- und Henkerstochter-Klientel gedacht, schickt uns der Autor auf eine Zeitreise in den Taunus, eines der ältesten deutschen Mittelgebirge. Der Leser wird mit der alltäglichen Grausamkeit des Lebens in der damaligen Zeit konfrontiert - einer Zeit, in der die Welt nicht heil ist, in der ein Leben nichts gilt und keinen besonderen Wert hat. Brutalität, Armut und Hunger prägen das Verhalten der Menschen, die einsam und stumpfsinnig ihrem Tagwerk nachgehen, ihre Träume längst begraben haben und lediglich mit Alkohol und Glücksspiel dem entbehrungsreichen und harten Alltag zu entfliehen versuchen. Die eigentliche Hauptfigur dieses Romans ist für mich aber nicht der Köhler, sondern der Taunus. Eine Landschaft, gebeutelt durch Krieg und geschändet durch ihre Bewohner, die gedankenlos und nur an den Erfordernissen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes orientiert, in unvorstellbarem Ausmaß Raubbau an der Natur betreiben. Wälder werden abgeholzt und die Böden zerstört, grausam und gedankenlos gehen die Menschen nicht nur miteinander, sondern auch mit der Natur um. Alexander Stahr schreibt sehr bildhaft, und so hat man während der Lektüre dieses trostlose Grau der Landschaft förmlich vor Augen und den Rauchgeruch der Kohlenmeiler in der Nase. Er erzählt sprachlich auf hohem Niveau und passt die Ausdrucksweise der damaligen Zeit an, so dass die Atmosphäre dieser spannenden Geschichte absolut stimmig beim Leser ankommt. Großes Kino!

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