Alexander Stapper Zwei Seiten einer Mauer

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Inhaltsangabe zu „Zwei Seiten einer Mauer“ von Alexander Stapper

'Unter Theos Füßen, die von der Mauer herabbaumeln, haben sich einige von ihnen angesammelt. Sehen kann er sie nicht. Einzig das leise Kratzen am Stein und das Röcheln sagen ihm, dass sie da sind. Bestimmt greifen ihre Hände nach seinen Füßen. Ob sie wohl irgendwann begreifen, dass ihre Bemühungen völlig sinnlos sind? Sie können es noch so oft versuchen, die letzten Meter fehlen am Ende doch. Die obere Kante bleibt für sie unerreichbar.' Nach einer weltweiten Epidemie wächst Theo hinter einer hohen Mauer auf, die ihn vor den Infizierten beschützt. Die Katastrophe liegt weit zurück, Ordnung und Struktur sind wieder eingekehrt. Doch eines Abends macht er eine Entdeckung, durch die sein gesamtes Weltbild ins Wanken gerät.

Mauern sind ein immer aktuelles Thema, das Alexander Stapper in seinem Debütroman sehr gelungen verarbeitet. Eine klare Leseempfehlung!

— Romanfresser

Gerade die zweite Hälfte reißt so viel raus

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine Dystopie, die den Leser nicht kalt lässt!

— KristinSchoellkopf

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  • Gelungene Dystopie - nicht nur für Jugendliche

    Zwei Seiten einer Mauer

    Romanfresser

    01. August 2016 um 13:32

    Alexander Stapper schrieb mir eine Mail, ob ich nicht Lust hätte, seinen Debütroman zu rezensieren. Er beschrieb ihn als eine Dystopie, die das Mauermotiv auf eine etwas andere Art und Weise aufgreifen würde, gleichsam für Jugendliche wie für Erwachsene geeignet. Weil das Thema Dystopie ja auch hier im Blog immer mal wieder aufgegriffen wird, dachte ich mir, dass das ein durchaus reizvolles Buch sein könnte und ich sagte zu. Und enttäuscht wurde ich wahrlich nicht. Wir befinden uns in einer kleinen Stadt. Nach einer großen Epidemie wurde eine Mauer gebaut, um die Infizierten aus der Stadt fernzuhalten; die Bewohner organisieren sich selbstständig und versuchen – durch Ackerbau, Arbeit und Selbstverwaltung – ihre Zukunft zu sichern. Dabei werden sie von einem hohen Rat regiert. Eine Gruppe Jugendlicher, unter ihnen Theo, fängt an Fragen zu stellen. Nicht laut, aber im Geheimen fragen sie sich, warum so viele scheinbar sinnlose Regeln das Leben der Bewohner einschränken, vor allem aber, warum niemand je den hohen Rat sah und warum sie wirklich nach Abschluss der Schule 12 Stunden am Tag arbeiten müssen. Sie stoßen darauf, dass es nächtliche Transporte gibt und dass im Krankenhaus ziemliches Schweigen in Bezug auf die Patienten gibt. Und dort verschwand einer ihrer guten Freunde und kehrte nie wieder zurück. Schließlich stoßen sie auf eine Reihe von Lügen und Geheimnissen, die ihre gesamte Existenz in Frage stellt. Zwar ist Stappers Dystopie für ein Jugendbuch schon relativ umfangreich, dennoch war mir dieses Buch entschieden zu kurz. In einer solchen neuen Welt ist einfach alles erklärungsbedürftig, weil das gesamte Leben auf eine völlig andere Weise organisiert ist, als es bei uns funktioniert. Stapper nimmt sich für die Beschreibung des Alltags und des Lebens innerhalb der Mauer viel Zeit und schafft es, ein konsistentes Bild dieser postapokalyptischen Welt zu zeichnen. Es liegt dann ein bisschen in der Natur der Sache, dass die Dekonstruktion der Welt, die darauf folgt, dann etwas kurz geraten ist. Die zahlreichen neuen Ebenen, die dann im zweiten Teil des Buches eingeführt werden, werden teilweise dann nur so weit wie nötig beschrieben, dabei wäre es unglaublich spannend gewesen, dort noch viel mehr Details zu erfahren. Dafür jetzt aber große Abstriche in der Bewertung zu machen, wäre schlichtweg nicht angemessen. Stapper schreibt modern und lebendig, die Protagonisten, die sogar noch eine kleine Liebesgeschichte umgibt, sind durchweg in sich schlüssig und handeln nachvollziehbar, sie sind mehr als nur Mittel zur Handlung, sondern harmonieren gut mit der Geschichte. Der Roman lässt sich gut lesen, er ist spannend geschrieben und die Thematik des Romans ist höchst brisant. Ich hatte schon mehrmals davon gesprochen, dass im Moment die Jugenddystopien wie Pilze aus dem Boden schießen und es liegt Nahe, auch Zwei Seiten einer Mauer dieser Strömung zuzuordnen. Die Thematik einer Gesellschaftslüge, in der eine ganze Gruppe von Menschen gelassen wird, ist eine, die nicht grundsätzlich neu ist, aber die hier in einer Perspektive aufgegriffen wird, die ungewöhnlich ist. Der Fokus liegt hier auf der Mauer. Mauern finden sich in vielen dieser Dystopien, sie sind fast schon notwendiges Element einer Dystopie, aber oft ist die Mauer metaphorisch, in den Köpfen vorhanden oder nur Beiwerk. Hier ist sie von Anfang an handlungstragend; aus ihr entwickelt sich die Handlung und sie ist es, die den Konflikt zum Ausdruck bringt. Es ist weniger ein Roman über das Eingesperrt sein, als einer über das Herausfinden von Widersprüchen eines gesellschaftlichen Narrativs – denn nichts anderes unternehmen die Jugendlichen. Ich denke, es ist offensichtlich geworden, dass ich mit Stappers Debütroman einiges anfangen konnte. Als ich den Titel las, dachte ich zunächst an eine Art Wenderoman, damit hat der Roman jedoch gar nichts zu tun. Wer also eine gut geschriebene Jugenddystopie sucht – und vielleicht nicht immer bei den großen Publikumsverlagen einkaufen möchte – ist mit diesem Indie-Roman gut bedient. Denn die für Bücher im Selbstverlag typischen Kinderkrankheiten sind praktisch nicht vorhanden, der Roman hätte genauso gut einen großen Verlag finden können. Und mit knapp drei Euro für das eBook ist das überdies noch ein Schnäppchen. In diesem Sinne vergebe ich gerne 4/5 Sternen für die gelungene Dystopie und freue mich schon auf mögliche weitere Romane des Autors.

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  • Von Enid Blyton's zu Orwell & Bradbury

    Zwei Seiten einer Mauer

    rudi_nussbaumer

    24. July 2016 um 20:50

    In der ersten Hälfte hatte ich ein kleines Problem mit dem Buch, es hat   etwas von Enid Blyton's fünf Freunden in der Endzeit, aber die zweite Hälfte kehrte meine Meinung um. Deshalb bekommt es einen Platz in meinem #Buchregal der ihm, meiner Meinung nach, zusteht. In Nachbarschaft zu Georg Orwell und  Ray Bradbury. 

  • Leider kann der Klappentext nicht halten, was er verspricht

    Zwei Seiten einer Mauer

    anra1993

    10. July 2016 um 13:42

    Das Cover zeigt die Anfangsszene. Den Protagonisten, wie er auf der Mauer sitzt und unter ihm die Infizierten nach ihm greifen. Es gefällt mir gut, da es sehr gut zum Inhalt passt.Der Schreibstil ist mittelmäßig. Am Anfang war er sehr holprig und jugendlich, wurde aber im Verlauf flüssiger und wesentlich besser zu lesen. Wie schon oben erwähnt, beginnt der Autor dem Leser erst einmal ein wenig über die Welt in der Theo lebt zu erzählen. Den Anfang finde ich daher sehr spannend und interessant. Allerdings finde ich es sehr schade, dass der Autor am Anfang darauf verzichtet hat, die Umgebung zu beschreiben. Ich konnte mir leider nichts unter der Stadt vorstellen und auch nicht, warum es Infizierte gibt. Diese Frage wurde leider im Verlauf des Buches nicht beantwortet. Die Spannung der ersten Seiten nahm leider sehr schnell ab und das Buch hat sich sehr gezogen, da nichts passierte und wenn etwas geschehen war, passierte dann doch nichts Rasantes was mich vom Hocker reißen konnte. Die Idee des Buches hat mir gut gefallen, jedoch die Umsetzung leider nicht. Der Klappentext verspricht dem Leser, dass er eine Geschichte lesen kann, die ihn von Angesicht zu Angesicht mit Zombies oder eben Infizierten stellt. Leider war das nicht der Fall. Denn diese stehen nur am Rande und kommen so gut wie nie zum Zug. Das fand ich sehr schade, da so einiges an Spannung hätte entstehen können.Die Charaktere waren mir etwas zu blass. Ich habe doch sehr wenig von ihnen erfahren und so richtig hineinversetzen konnte ich mich auch nicht in sie. Es wäre schön gewesen, wenn ich etwas mehr über sie erfahren hätte, sodass ich mich besser mit ihnen identifizieren kann. Leider hatte mir auch das Verhältnis zu seinen Freunden und seiner Familie nicht gefallen. Alles war so ein wenig lieblos und kalt und teilweise ein wenig komisch.  Für das Ende hatte ich mir viel versprochen, da es in der Regel immer am spannendsten ist und es zum großen Showdown kommen sollte. Leider weit gefehlt. Ca. 3/4 des Buches gab es einen Cut und wir erfahren nichts mehr von Theo sondern eine bislang unbekannte Person nimmt seinen Platz ein. Zwar erfährt man dann noch etwas, aber das runde Ende bleibt aus. Vielmehr gibt es einen Cliffhanger, der mich überhaupt nicht zufrieden zurücklässt. Für mich sind leider nicht alle Fragen geklärt. Laut dem Autoren sind alle Hinweise im Buch versteckt. Anscheinend habe ich die aber überlesen. Jedoch meint er, dass es vielleicht eine Fortsetzung geben wird. Ob ich diese lesen möchte, lass ich an dieser Stelle offen.

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  • Was ist auf der anderen Seite?

    Zwei Seiten einer Mauer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. May 2016 um 21:35

    Theo lebt in einer kleinen Stadt hinter hohen Mauern. Das Mauerwerk schützt die Bewohner vor den Infizierten. Doch Theo lässt sich davon nicht einschüchtern. Er will wissen, was hinter der Mauer liegt, was ihn draußen erwarten könnte. Und erfährt das schneller, als ihm lieb ist.... „Zwei Seiten einer Mauer“ ist das Debüt von Alexander Stapper und hat mir insgesamt gut gefallen. Der Autor greift auf einen klassischen Dystopie-Aufbau zurück, konnte mich aber mit so mancher Begebenheit und dem Finale überzeugen. Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei erfährt man vor allem, wie Theo und seine Freunde Pitz und Hanna mit dem Leben innerhalb der Mauern klar kommen, wie sich ihr Alltag gestaltet und mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen haben. Hierfür lässt sich Alexander Stapper Zeit und Raum und gibt somit auch seinen Lesern die Möglichkeit, die 3 Freunde gut kennenzulernen. Diese Vorgehensweise fand ich toll, wenn gleich ich mir an manchen Stellen eine Straffung gewünscht hätte. Leider erfährt man nicht viel über die Infizierten und wie es dazu kam, dass die Welt nun so aussieht, wie sie ist. Es gibt zwar Andeutungen, doch diese sind in meinen Augen zu wenig und zu ungenau. Hier hätte ich mehr Details oder gar einen Rückblick toll gefunden. Zur Mitte hin nimmt der Roman dann an Fahrt auf und in der zweiten Hälfte lässt Alexander Stapper seinen Lesern kaum Zeit zum Luft holen. Hier kommt es dann auch zu einem Wechsel der Figuren, so dass man nochmals neue Blickwinkel und Ansichten kennenlernt. Eine klasse Idee, jedoch war der Bruch sehr abrupt. Es wirkte auf mich so, als ob hier zwei Teile einer Geschichte zusammengeführt wurden und einfach der Übergang vergessen wurde. Eine sanfte Überführung hätte mir den Wechsel erleichtert. Wirkt die Dystopie zu Beginn vom Aufbau recht typisch, findet der Autor in der zweiten Hälfte zu seiner ganz eigenen Geschichte. Eine klasse Wandlung. Gern hätte ich auch hier wieder mehr über die Hinter- und Beweggründe seiner Figuren erfahren. So war das Finale zwar spannend, aber nicht immer greifbar. Der Schreibstil Stappers ist einfach und gut zu lesen. Seine Erzählweise ist schnörkellos, direkt und konzentriert sich aufs Wesentliche. Für mich hat sie zur Geschichte gepasst. Fazit: ein solides, wenngleich ausbaufähiges Debüt. Dennoch allein wegen der Idee lesenswert.

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  • "Zwei Seiten einer Mauer" ist ein einzigartiger Roman

    Zwei Seiten einer Mauer

    KristinSchoellkopf

    06. May 2016 um 14:31

    Alexander Stapper hat uns, das Team von Wurm sucht Buch, direkt angeschrieben und ich habe mich riesig gefreut, "Zwei Seiten einer Mauer" rezensieren zu dürfen. Vielen Dank an Herrn Stapper für das Rezensionsexemplar.Das Cover des Romans ist sehr düster. Zu sehen ist ein Junge, welcher die Beine über einer Mauer baumeln lässt. Sein Gesicht ist nicht zu erkennen, da es verschwommen ist. Fast am Ende der Mauer sind Hände zu erkennen, welche sich nach dem Jungen ausstrecken und ihn versuchen zu berühren. Das Cover spiegelt den Inhalt des Romans auf faszinierende Weise wider, da es gewissermaßen den Inhalt des Romans zusammenfasst.Die Geschichte dreht sich um Theo, welcher ein junger Mann im Teenageralter ist. Um ihn herum allerdings ist nichts so, wie wir es kennen, obwohl es offiziell in seiner Stadt sicher und "normal" sein sollte. Der Krieg ist in dieser Welt eine Seuche, die die Bevölkerung infiziert. Um die Stadt, in welcher Theo lebt, ist eine Mauer errichtet, doch vor der Mauer befindet das Grauen...Die Personen in "Zwei Seiten einer Mauer" sind sehr detailliert beschrieben und besonders mit Theo hat man Mitleid, das im Verlaufe des Romans immer weiter wächst. Ständig habe ich mir die Frage gestellt: Was hätte ich in dieser Situation getan? Und doch konnte ich kaum so lange Pause machen vom Lesen, um mir die Frage beantworten zu können. Fakt ist: Theo ist auf der einen Seite ein Jugendlicher, welche sich ausleben und einfach die Welt Welt sein lassen sollte, auf der anderen Seite muss er stark sein und sich einer Situation stellen, die wir uns nur schwer vorstellen können.Der Schreibstil im Roman ist nicht zu extravagant, aber auch nicht langweilig. Man kann das Buch in aller Ruhe lesen ohne ein Wörterbuch auszukramen. Perfekt für Dauerleser wie mich  :) In "Zwei Seiten einer Mauer" steckt weit mehr, als der Leser am Anfang vermutet. Versteckt im Roman ist ein Appell an die Gesellschaft, welcher durch die dunkle Stimmung der fiktiven Welt und die gespenstische Situation noch verstärkt wird. Der Roman kommt völlig ohne die blutigen Zombieattacken aus, was dem Buch in keiner Weise einen Abbruch tut, sondern seine Einzigartigkeit noch unterstreicht.Fazit:Alexander Stappers Roman hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich aber auch zum Nachdenken gebracht. Da ich Dystopien liebe, war das Buch wie geschaffen für mich und ich bin hellauf begeistert.

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  • 2 Seiten einer Mauer

    Zwei Seiten einer Mauer

    Melody80

    14. February 2016 um 11:04

    Bitte wegklicken, wer sich jetzt schon auf einen Zombie-Slasher-Roman mit blutrünstigen Untoten freut. Die wird man in "2 Seiten einer Mauer" nicht oder nur verändert vorfinden. Eher trifft man hier auf eine Siedlung Überlebender, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, gemeinsam einfach durchzuhalten. Hauptcharakter des Buches ist der Junge Theo, der gemeinsam mit seinen 2 Freunden hinter einer Mauer mit seinen Eltern und vielen anderen in einer der vermeintlich letzten Städte der Erde lebt. Doch dann macht Theo eine interessante Entdeckung und zwar auf der anderen Seite der Mauer: Sind sie nicht die einzigen Überlebenden? Am Anfang hatte ich arge Probleme in die Geschichte hinein zu kommen. Die Darstellung der Welt aus Theo's Sicht war mir oftmals zu einfach gehalten und viele Sätze wiederholten sich. Auch wurde über einige Strecken kaum Spannung aufgebaut. Ab der Hälfte des Buches aber drehte sich das Ganze und die Geschichte nahm an Fahrt auf. Das Ende hat mich ziemlich überrascht, mir aber sehr gut gefallen. Am schwersten finde ich, diesem Buch in ein perfektes Genre einzuordnen. Da es von allem ein bisschen, aber von manchem zuwenig hat, würde ich es eher als gesellschaftskritischen Spannungsroman, bezeichnen. So! :) Mein Fazit Mal ein etwas anderer "Dystopie-Roman", wenn man denn von so einem sprechen kann. Ein ganz spannendes Abenteuer. Nichts ist so, wie es scheint und ich finde das toll.

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  • Interessante Grundidee

    Zwei Seiten einer Mauer

    michelle_loves_books

    23. January 2016 um 18:42

    „Zwei Seiten einer Mauer“ ist der Debütroman des Autors Alexander Stapper. Dabei handelt es sich um eine Geschichte aus dem Genre der Dystopien. Ich habe schon einige Bücher aus diesem Genre gelesen, aber noch nichts das mit Infizierten bzw. Zombies im Zusammenhang stand. Aus diesem Grund war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Klappentext 'Unter Theos Füßen, die von der Mauer herabbaumeln, haben sich einige von ihnen angesammelt. Sehen kann er sie nicht. Einzig das leise Kratzen am Stein und das Röcheln sagen ihm, dass sie da sind. Bestimmt greifen ihre Hände nach seinen Füßen. Ob sie wohl irgendwann begreifen, dass ihre Bemühungen völlig sinnlos sind? Sie können es noch so oft versuchen, die letzten Meter fehlen am Ende doch. Die obere Kante bleibt für sie unerreichbar.' Nach einer weltweiten Epidemie wächst Theo hinter einer hohen Mauer auf, die ihn vor den Infizierten beschützt. Die Katastrophe liegt weit zurück, Ordnung und Struktur sind wieder eingekehrt. Doch eines Abends macht er eine Entdeckung, durch die sein gesamtes Weltbild ins Wanken gerät. Meinung An sich fand ich die Idee des Buches sehr interessant. Natürlich ist dies auch nichts grundlegend Anderes oder Neues, da es relativ viele Bücher aus dem Bereich der Dystopien gibt. Trotzdem wollte ich es lesen, da ich noch nichts mit Infizierten gelesen habe. Relativ schnell merkte ich jedoch, dass der Schreibstil des Autors mir nicht liegt. Für mich war es somit am Anfang sehr schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Es hat sehr lange gedauert bis ich mich mit dem Schreibstil angefreundet habe. Zu Beginn konnte mich die Geschichte auch nicht wirklich fesseln. An spannenden Stellen, kam bei mir keine Spannung auf. Vielleicht liegt dies am Schreibstil des Autors oder an etwas anderen, ich bin mir nicht sicher. Erst gegen Mitte des Buches wurde es ansatzweise interessant. Die Handlung nahm fahrt auf und es geschah auch endlich mal etwas. Besonders als die Sicht des Buches gewechselt wird, wird es so richtig interessant. Das rettet auch die Handlung des Buches. Endlich werden einige Fragen geklärt und auch eine zunehmende Gesellschaftskritik geübt, was mir sehr gefallen hat. Auch die Grundidee der Geschichte war interessant, aber leider war die Umsetzung nicht so gelungen. Theo und seine Freunde erschienen mir sehr oft wie Kleinkinder, die einfach mal ein Abenteuer erleben. Auch die Zombies bzw. Infizierten haben am Ende nicht so eine große Rolle im Buch gespielt, worüber ich etwas enttäuscht war. Wenigstens dienen sie der Erklärung, warum das System so funktioniert, wie es funktioniert. An sich das System war schon schockierend, aber auch nichts neues. Das Ende des Buches ist für mich sehr offen und ich frage mich, ob es noch einen weiteren Teil geben wird. Als die Sicht gewechselt wurde, hat man auch endlich mal ein paar Gefühle spüren können. Die innere Zerrissenheit des Protagonisten ist wirklich zu spüren! Was mit Theo oder den anderen gesehen ist, wird nicht vollständig geklärt. Es gibt ein Zeichen, was auf dessen Verbleiben hindeutet. Fazit Ein Dystopieroman, der mich nicht vollständig überzeugen konnte. Zwar ist die Grundidee des Buches interessant, aber die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Auch konnte ich mit dem Schreibstil des Autors nichts anfangen, wodurch ich sehr schwer in das Buch reingekommen bin und am Anfang zieht es sich auch sehr. 

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  • WOW! Ein tolles Debüt

    Zwei Seiten einer Mauer

    Tinken

    07. January 2016 um 19:18

    "Das allgemeine Problem an einer Mauer ist, dass sie von beiden Seiten gleich aussieht. Ob man auf der richtigen Seite steht, merkt man erst, wenn man einmal darüber geklettert ist." "Zwei Seiten einer Mauer" ist der Debütroman von Alexander Stapper, erschienen am 02.12.2015 im Books on Dermand Verlag. Der Roman spielt in einer Zeit, lange Jahre nach einer weltweiten Epidemie. Er erzählt von dem Leben in einer Stadt, umzäunt von einer hohen Mauer, die zum Schutz vor den Infizierten dient. Da diese jeglichen Verstand verloren haben, würden sie sonst die Menschen angreifen. Die Welt wird aus den Augen von Theo und seinen Freunden, drei Jugendlichen geschildert. Für die ältere Generation ist der Ausbruch der Epidemie noch sehr präsent und bestimmt deren Leben in der Stadt. Ihre Dankbarkeit ihr gegenüber und dem Engagement, ihr zu dienen. Für Theo ist das alles ziemlich weit weg, ihm fällt es schwer, das Denken und Handeln nachzuvollziehen. Seine Welt gerät aus den Fugen, als er bei einem unerlaubten nächtlichen Ausflug etwas beobachtet und diesem auf den Grund gehen will. Der Autor beschreibt in einer flüssigen, leicht verständlichen Sprache diese Welt. Man kann die Emotionen der Protagonisten wahrhaftig spüren und nachvollziehen. Besonders greifbar für mich, war die innere Zerrissenheit eines Mannes im späteren Verlauf der Geschichte. Der Spannungsbogen wird immer weiter angezogen und viele Wendungen überraschen einen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, einen trashigen Zombiethriller vor mir zu haben. Aber die Infizierten (als solches werden sie durchweg bezeichnet) spielen nur eine untergeordnete Rolle und dienen letztendlich als Erklärung, warum die geschilderte Welt so funktioniert, wie sie funktioniert. Und dieses Funktionieren hat mich entsetzt, aber leider auch daran erinnert, dass Geschichte sich wiederholt, und die Menschheit scheinbar nie lernt. Ich kann diesen dystopischen Roman nur weiterempfehlen. Er ist unterhaltsam und regt zum Nachdenken an. Verdiente fünf Sterne.

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