Alexander von Schönburg Die Kunst des stilvollen Verarmens

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst des stilvollen Verarmens“ von Alexander von Schönburg

WENIGER IST MEHR. Wir alle, wirklich alle, werden bald und nicht in irgendeiner fernen Zukunft deutlich ärmer sein als jetzt. Doch die Kunst des stilvollen Verarmens will gelernt sein. In seinem Bestseller verrät Alexander von Schönburg ein paar Geheimnisse, wie man auch ohne Geld reich bleiben kann. «Arm zu sein ist eleganter, als reich zu sein. Das scheint sich nur noch nicht herumgesprochen zu haben.» Welt am Sonntag

Ein sehr inspirirendes Sachbuch. Ideal für den Einstieg in den "Minimalismus".

— Tine_Kempf

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    Die Kunst des stilvollen Verarmens

    Peter_Waldbauer

    22. August 2017 um 20:10

    Als Graf Alexander von Schönburg-Glauchau im Jahr 2005 "Die Kunst des stilvollen Verarmens" schrieb, war er gerade entlassen worden als Berlin-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In dem Buch jammert er gleich zu Beginn seiner goldenen Zeit nach: „...hatte Visitenkarten in der Tasche, die mich als Angestellten eines der angesehensten Medienunternehmen des Landes auswiesen...“ und: „Ich wäre also langsam, aber sicher reich geworden.“ Graf von Schönburg erschien die verbleibenden Wochen seines Angestelltendaseins „betont fröhlich“ im Büro und achtete darauf, durch sein Äußeres „den Anschein zu vermeiden“, er würde „mit seinem Schicksal hadern“. Im Gegensatz zu früher, zog er nun jeden Tag eine Kravatte an und verabschiedete sich am letzten Tag mit dem devoten Hinweiss, dass er sein Büro „besenrein“ hinterlassen habe. Irgendwie klingt das, als habe von Schönburg bis zuletzt darauf gehofft, sein Arbeitgeber würde die Kündigung wieder zurücknehmen wegen guten Benehmens. Trotz seines Bemühens muss der Abschied für den Grafen schmerzhaft gewesen sein. Er schwärmt von dem „weichen, schwarzen Ledersessel“, auf dem er saß, während sein Vorgesetzter die Kündigung aussprach und ihm zugleich versicherte, welcher Verlust sein Weggang für die Firma sei. Er ist dankbar, dass er für die Zeitung noch das Sommerfest des Bundespräsidenten „aufsuchen darf“ und dabei Gelegenheit hat, sich „noch einmal richtig satt zu essen“. Sogar der Regierende Bürgermeister habe ihn dieses Mal ausnahmsweise begrüsst. Für von Schönburg, der gerade seinen Job verloren hat, scheint dies ein Trost zu sein. Doch bald nach seiner Entlassung kehrte die Realität bei dem Grafen ein, denn er lebte von der Stütze und konnte seine Strom- und Telefonrechnungen nicht mehr bezahlen. Für jemanden, der Partys mit Mick Jagger feierte, muss dieser Zustand die Hölle gewesen sein. Alexander von Schönburg stammt aus einer uralten Adelsfamilie, die zwar über die Jahrhunderte verarmte, aber noch viele Kontakte hat, auch durch seine Schwester, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Auf seinem achtzehntem Geburtstag hielt Friedrich Dürrenmatt die Festrede. Als der Graf seine Frau, Prinzessin Irina von Hessen heiratete, eine Großnichte der Queen, war Königin Sophia von Spanien zu Gast. Doch seit man ihm Telefon und Strom abstellte, hat von Schönburg nichts mehr übrig für reiche Leute. Den Münchener Stadteil Grünwald bezeichnet er als „Reiche-Leute-Slum“, und wir dürfen vermuten, dass es jener Slum ist, in dem von Schönburg nur zu gerne wohnen würde, wenn er könnte. Indirekt gibt er das sogar zu. Er stöhnt ein wenig zynisch über die Sparsamkeit seiner Eltern (sie seien „hochqualifizierte Verarmer“) und erzählt, wie er darauf reagierte, als er endlich sein erstes Geld verdiente: durch heimliches Erste-Klasse-Reisen, durch den Kauf teuren Briefpapiers von Prantl in München, durch Übernachtung im Brenner`s Park Hotel in Baden-Baden. Auch als er in einer Londoner WG wohnte, habe er das Geld schneller ausgegeben, als er es einnahm. Von Schönburg, soviel dürfte inzwischen klar geworden sein, lebt gerne auf großen Fuss, auch wenn er jetzt eine Krise zu beklagen hat. Natürlich fällt dem Grafen dazu noch der bekannte Spruch ein, wonach in jeder Krise eine Chance stecke. Von Schönburg will uns weiß machen, dass er kein Besitzender mehr sein möchte, denn die müssten um ihren Besitz ja ständig bangen und präsentiert uns seine „Helden der Armut“, allen voran Helmut Berger. Der Graf hegt für Berger Bewunderung, weil der einstige Weltstar vom Olymp der Superstars herabstieg, sein ganzes Vermögen verlor und jetzt in Salzburg bei seiner Mutter wohnt. Natürlich ist die Wiener Presse 'respektlos', wenn sie über den meist betrunkenen Berger berichtet, der aussieht wie ein Clochard und heute mehr dem Wahnsinn zugeneigt ist, denn der Schauspielerei. Laut von Schönburg erhielt Berger in seinen Glanzzeiten häufig Hausverbot in den Hotels, weil er, wie im Münchener "Vier Jahreszeiten", die Lüster als Lianen benutzte und die Gobelins von den Wänden riss. Heute dagegen, lasse Berger im Lidl lediglich das Lachsfilet mitgehen. Für von Schönburg gehört Berger offenbar zu den Leuten, die „ohne Geld eine gute Figur machen“, so der Untertitel seines Kapitels. Nach dem heruntergekommenen Weltstar kommt von Schönburg auf die Städte zu sprechen, von denen es auch „Neureiche“ und „Emporkömmlinge“ gebe. Berlin zum Beispiel und natürlich München. Einige Gebäude in der Münchener Innenstadt seien eine „Las-Vegas-hafte Rekonstruktion“ florentinischer Paläste, lästert er. Mit Pisa dagegen sympathisiert der Graf, denn dieser Stadt sei ihr eigener Bedeutungsverlust völlig gleichgültig. Eine Einstellung, die er offenbar nachzuahmen versucht. Trost für seine missliche Lage, findet er auch bei den Engländern. Der Abstieg Englands vom einst mächtigsten und reichsten Land der Welt begann schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, schreibt er, aber: ihr „ausgeprägtes Selbstbewusstsein erlaube es ihnen, unter Anwendung geschickter Autosuggestion über ihre Situation hinwegsehen“. Irgendwie ein Widerspruch: sich selbst bewusst zu sein und sich gleichzeitig selbst zu täuschen, aber dies ist wohl genau das, was von Schönburg jetzt braucht: Realitätsflucht vor der eigenen wirtschaftlichen Situation. Der Graf versucht dies durch „Benehmen und Sprache“ und, ebenso wie die Engländer und Ungarn, durch ein wenig Nationalitätsstolz, um „in bitteren Momenten wenigstens das Gefühl haben zu können, Teil von etwas Besonderem zu sein“. Wenn einem stupiden Geist nichts mehr einfällt, worauf er stolz sein kann, kommt er auf das zurück, wofür er am Wenigsten kann: seine Herkunft. Alexander von Schönburg ist stolz darauf, ein Adeliger zu ein, wenn auch ein Verarmter. Soweit zum ersten Teil seines Buches. Im Zweiten predigt er den Konsumverzicht auf Teufel komm raus. Eigentlich die logische Folge seines stark reduzierten Einkommens. Dass bei dem arbeitslosen Grafen jetzt Schmalhans Küchenmeister ist, verwundert niemand. Peinlich nur, dass er nun alles, was er früher gemocht hat, als unattraktiv hinstellt, bloß weil es ihm zu teuer geworden ist. So findet er schon die Frage nach der beruflichen Tätigkeit als völlig anzüglich, weil „spießbürgerlich und überholt“. Doch hätte er wohl, stünde er noch in Lohn und Brot, sofort seine tollen Vistitenkarten gezückt, von denen er sechzig Seiten zuvor so sehr schwärmte. Zwar kämpfe er zuweilen darum, die „laufenden Kosten zu bestreiten“, doch dafür sitze er im Gegensatz zu früher nicht mehr in einem voll gequalmten Büro. Dass von Schönburg dieses Büro selbst voll qualmte, in dem er Kette rauchte, verschweigt er. Der Graf freut sich jetzt auch über seinen Arbeitsplatz zu Hause am Computer, während er früher viel Zeit verschwendet habe in öffentlichen Verkehrsmittel. In einem Interview mit der Welt dagegen bezeichnete er „die drei Stunden“, die er täglich im Zug verbrachte, als seine „kreativste Zeit“: „Da konnte ich lesen, nachdenken, ein Luxus...“ Von Schönburg, der jetzt „stilvoll“ verarmen will, hat Städtetipps parat, um die Lebenshaltungskosten zu drücken: Berlin und Wien seien ein „Paradies für Schnorrer“. Er präsentiert seinen „ultimativen Schnorrertipp“: „Lassen Sie sich vom Bundespräsidenten zum Bankett einladen“. Ersatzweise tue es auch eine der ausländischen Vertretungen oder eine der vielen Buchvorstellungen, Vortragsveranstaltungen, Ausstellungseröffnungen, die täglich in der Hauptstadt stattfinden. Der Gang ins Restaurant sei ohnehin eine Qual, „eine Unsitte, zu der wir als Verarmende nicht mehr gezwungen sind“. Auch eine Einladung zum Essen bei Neureichen sei für von Schönburg der Horror, denn er erinnere sich noch gut daran, wie ihm „der penetrante Kourosgeruch des Mietbutlers“ in die Nase stieg. Für alle, die wie er nicht mehr „vom Berufsleben unterjocht“ werden, sei es doch viel angenehmer, in einer kleinen Zweizimmer-Wohnung auf der Bettkante zu sitzen und mit zwei Dutzend Gästen „Pasta mit dehydrierten Pilzen“ zu essen und „billigen Wein“ zu trinken. Weil von Schönburg sich jetzt natürlich auch keinen Urlaub mehr leisten kann, plädiert er dafür, es wie die Italiener zu machen und die Urlaubsreise nur vorzutäuschen: Anrufbeantworter einschalten, Hund beim Nachbar abgegeben, Kühlschrank mit Essen vollstopfen und das Haus zwei Wochen nicht verlassen. Im dritten Teil seines Buches redet von Schönburg die Vorteile des Reichtums immer weiter herunter. „Die armen Reichen“ heisst sein Kapitel. Hatte er bisher bloß gepredigt, Glücklichsein sei auch ohne Geld möglich, so steht es jetzt sogar „dem Glück im Weg“. Die meisten Reichen seien unerträglich, schimpft er und berichtet über Kinder reicher Eltern, die ihren Status zu verbergen suchten. Dass viele dieser Kinder in jungen Jahren politisch eher links orientiert und gegen ihre reichen Eltern sind, ist ein bekanntes Phänomen und gehört zu deren Trotz– und Flegeljahren. Weil von Schönburg sein wahre Natur nie ganz unterdrücken kann, kommen immer wieder Widersprüche ans Licht. So zum Beispiel, wenn er berichtet, dass die Bank manchmal seine Daueraufträge nicht überweist. Gleichzeitig aber er es als Luxus empfinde, eine Armbanduhr zu tragen, eine schweizer Sonderanfertigung, die mehr wert sei als ein Kleinwagen. Der Satz ist deshalb so peinlich, weil ihm eine zweihundert Seiten lange Predigt vorausging, wie sehr von Schönburg, geläutert durch sein neues Leben, den Luxus jetzt angeblich verachte. Man merkt, von Schönburg würde ganz gerne protzen, wenn er es nur könnte. Dann zählt er ein paar „Bedürfnislosigkeits-Dandys“ auf: Franz von Assisi, die heilige Clara, Siddharta, Ludwig Wittgenstein, Allen Ginsberg und sogar Ché Guevara. Nur wer kein Geld habe, könne Luxus empfinden. Seine „uneingeschränkte Bewunderung“ gehöre einem Lottospieler aus Nordrhein-Westfalen. Der gewann 9,1 Millionen Euro und verschenkte alles bis auf einen kleinen Rest. Zum Schluss schwärmt von Schönburg von Robinson Crusoe, dem Meister der Selbsttäuschung. Nur so habe dieser auf seiner einsamen Insel überleben können. Eine beängstigende Prophezeihung hat er auch noch für uns parat: „...werden wir alle, wirklich alle, bald deutlich ärmer sein als jetzt.“ Von Schönburg meint alle, wirklich alle, also auch die, die schon jetzt ganz unten sind, die Hartz IV-Empfänger. Hier sein Rat: „Je eher man lernt, damit stilvoll und gelassen umzugehen, desto sorgenfreier wird man.“ Kommt dieser letzte Satz nicht einer Verhöhnung der sozial Schwachen gleich? Sie mögen ihrem tristen Alltag doch bitte etwas mehr Stil verleihen, dann ginge es ihnen bedeutend besser? Nach dem Ausfüllen des Wohngeldantrages vielleicht einen Sonnenuntergang bewundern? Beim Besuch der gemeinnützigen Essenstafel jene Freunde treffen, deren Lebenssituation der eigenen so sehr ähnelt? Alexander von Schönburg vertrat schon völlig andere Ansichten. Sein erstes Buch erschien 1989. Es hieß "Das Beste vom Besten" und war ein Almanach der feinen Lebensart. Vier Jahre später folgten "Die besten Seiten des Lebens von A-Z". 1999 dann das bekanntere "Tristesse Royale". 2001 veröffentlichte er ein Theaterstück mit dem bezeichnenden Titel "Karriere". 2002 verlor er, wie beschrieben, seinen Job und 2005 erschien dann sein Bestseller "Die Kunst des stilvollen Verarmens". Zum Interview mit der TAZ traf sich der „frühere Held der Armut“ bei einem Berliner Edelitaliener. Die Zeiten des gesperrten Kontos waren wohl vorbei.

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  • Stilvoll verarmt?

    Die Kunst des stilvollen Verarmens

    HeikeM

    In diesem Buch geht es nicht um die wirklich Armen in der Gesellschaft. Es geht eher um den Personenkreis, der sich nach und nach von seinem Reichtum und Wohlstand verabschieden musste. So beschreibt der Autor in seinem Buch den Werdegang seiner Familie. Langsam aber stetig verarmten die von Schönburgs und Unterschlupf bei noch reichen Mitgliedern der Familie zu finden, ist heutzutage kaum möglich. Früher hingegen war das üblich. Man hatte kein Geld und lebte bei der reichen Verwandtschaft wie die Made im Speck. Auch Alexander von Schönburg war an manchen Luxus gewöhnt. Er arbeitete in der Medienbranche, bis er eines Tages arbeitslos wurde. Am eigenen Leib hat er erfahren müssen, wie es ist, den Gürtel enger zu schnallen und trotzdem "stilvoll" zu leben. Erfahrungen, die er selbst und auch seine Familie machen mussten, beschreibt und verallgemeinert er in diesem Buch. Aber als einen Ratgeber sehe ich es deshalb noch lange nicht an. Unterhaltsam war es allemal. Der witzige Schreibstil hat mir gut gefallen, so hatte ich das Buch in sehr kurzer Zeit gelesen. Schönburg bedient mit diesem Buch zweifellos den Zeitgeist. Aber sein Verarmen vollzieht sich auf einem recht hohen Niveau. Nicht für jeden ist es eine Chance und ein Glücksfall, sich den Arbeitsweg zu ersparen, weil man ja von daheim auch arbeiten kann. Nicht jeder kann von Champagner auf Mineralwasser umsteigen, weil er noch nie zu der Klientel gehörte, die sich Schampus leisten konnte. Bei vielen war bei Asti Spumante schließlich schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Und wie viele können nicht auf große und weite Urlaubsreisen verzichten, weil sie sich noch nie welche leisten konnten. Das ist nämlich genau das Problem in dem Buch. Den wirklich Armen kann er keine Ratschläge geben, denn dass ein gemütliches Spaghetti-Essen mit Freunden genussvoller sein kann als in ein Sterne-Restaurant "schön essen zu gehen", ist nicht nur für wirklich Arme eine Binsenweisheit. Aber wenn man Schönburgs Gedanken, dass sich Reich und Arm nicht nur über Geld definiert, weiterverfolgt, gehe ich mit ihm wieder guten Gewissens konform. Denn die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man für Geld sowieso nicht kaufen. Also bleibt die Schlussfolgerung, gut zu überlegen, wofür man sein Geld ausgibt, bringt der gekaufte Luxus wirklich mehr Lebensfreude oder wird er zur Belastung. "Die Kunst des stilvollen Verarmens" bringt nicht wirklich Neues ans Tageslicht, es bedient Bekanntes auf unterhaltsame Weise. Mir waren schon vor der Lektüre einige Weisheiten des Autors bekannt, denn ich habe sein Buch nicht gekauft, sondern nur geliehen. So gesehen bin ich wohl schon auf dem richtigen Weg.

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    • 2

    wandablue

    09. March 2014 um 19:54
  • Rezension zu "Die Kunst des stilvollen Verarmens" von Alexander von Schönburg

    Die Kunst des stilvollen Verarmens

    Sokrates

    03. December 2010 um 12:59

    Tja, was soll man sagen: meine Vorrezensenten, die wenige Punkte vergeben haben, haben alles bereits auf den Punkt gebracht. Das Buch richtet sich eher an den "Oberschichtler", für den es offenbar notwendig ist, sich psychologischen (humorvollen) Beistand zu verschaffen, wenn er materiell-finanziell "absteigt". Leider kann sich ein Normalverdiener oder Jungakademiker mit diesem Buch nicht identifizieren, da man weder auf Luis-Vitton-Artikel noch auf das KaDeWe verzichten muss; man hat dort eh nie das Bedürfnis gehabt, einzukaufen. Und wer von seinem wenigen Geld mehr haben wollte, hat auch schon vor diesem Buch Mittel und Wege gefunden, Schnäppchen zu machen; bei Büchern bspw. den Second-Hand-Markt. Nur leider fehlen derlei Tipps für den "Normalbürger" fast völlig. So gesehen wird es die breite Masse der Leser persönlich nicht ansprechen, was der Autor mitzuteilen hat. Bezogen auf den ehemals finanzkräftigen Rest der Leserschaft ist es eine zum Teil witzige, sehr ironische Lebensanleitung, wie sie mit dem sich rapide verschrumpfenden Konto noch bis zum Monatsende auskommen - und dabei keinen Gesichtverlust erleiden. So gesehen: kurzweilige Unterhaltungsliteratur!

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  • Rezension zu "Die Kunst des stilvollen Verarmens" von Alexander von Schönburg

    Die Kunst des stilvollen Verarmens

    Ritja

    30. May 2010 um 13:10

    Unterhaltsame Lektüre, die versucht den Menschen die Augen für die kleinen (und wichtigen) Dinge im Leben zu öffnen. Möglichkeiten werden gezeigt, wie man sich nicht wie ein Herdentier benimmt, sondern ein Individualist bleibt (was natürlich nicht immer gelingen kann).

  • Rezension zu "Die Kunst des stilvollen Verarmens" von Alexander von Schönburg

    Die Kunst des stilvollen Verarmens

    patchogreen

    04. August 2009 um 23:25

    "Ach, gestern waren wir in diesem sündhaft teuren Sushirestaurant in...." - manchmal wacht man aus seinem Komsumkoma auf und blickt plötzlich in bedeutungslose, weil mit so viel materiellem Ballast gefüllte Gesichter und die sich direkt dahinter anschliessende emotionale und intellektuelle Leere...manchmal ist man in der Lage die oktroyierten Konsumerwartungen zu erkennen...und manchmal hilft einem ein wunderbares Buch dabei, das ganze auch noch mit einem Lächeln, wenn nicht Lachen immer und überall zu tun. Eben!

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  • Rezension zu "Die Kunst des stilvollen Verarmens" von Alexander von Schönburg

    Die Kunst des stilvollen Verarmens

    Jetztkochtsie

    07. November 2008 um 09:12

    Ich habe mich jedoch wunderbar amüsiert beim Lesen. Unheimlich lustig und mit viel Witz plaudert der Autor die kleinen und großen Geheimnisse der Etepetete-Klassen aus. Ob er sich viele Freunde mit diesem Buch gemacht hat? Man weiß es nicht, trotzdem treibt einen der angeborene Voyeurismus und die Neugierde immer wieder an, weiter zu lesen und alleine die Schilderung der Reise des mittellosen Grafenehepaars zum Geburtstag des Scheichs von Brunei war die Lesezeit wert. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Die Kunst des stilvollen Verarmens" von Alexander von Schönburg

    Die Kunst des stilvollen Verarmens

    Eintagsfliege

    05. April 2007 um 15:01

    Ja, da schreibt mal einer, der sonst auf der Überholspur tätig war, seine neuesten Überlebenserkenntnisse von der Seele... Erkenntnisse, die er aber leider sehr spät erkannt hat. Aber lieber spät als nie. Was wohl humorvoll rüberkommen soll, meint der Autor wohl dennoch toternst. Was bleibt ihm in seiner neuen Situation auch übrig. Man liest aber so ziemlich seine derzeitigen Minderwertigkeitskomplexe heraus, welche er aber geschickt überspielen will. Jetzt, wo er nicht mehr zu den oberen 10.000 gehört, sind aufeinmal alle mit viel Geld die Doofen?? Echt lustig.

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