Propaganda als Machtinstrument: Fakten, Fakes und Strategien. Eine Gebrauchsanleitung

von Alexandra Bleyer 
4,8 Sterne bei6 Bewertungen
Propaganda als Machtinstrument: Fakten, Fakes und Strategien. Eine Gebrauchsanleitung
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Propaganda ist an der Tagesordnung. Wir sind gefordert, kritisch zu hinterfragen und uns nicht als Mittel zum Zweck benutzen zu lassen.

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Nach d. Lektüre hat man genug Wissen u. Rüstzeug in der Hand, um die Propagandisten erkennen u. sich deren Einflüssen widersetzen zu können!

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Inhaltsangabe zu "Propaganda als Machtinstrument: Fakten, Fakes und Strategien. Eine Gebrauchsanleitung"

Wie lassen sich Argumente und Strategien von Propaganda durchschauen? Epochen übergreifend beleuchtet die promovierte Historikerin Alexandra Bleyer Handlungsspielräume von politischen Akteuren, Medien und Publikum und zeigt Entwicklungen, Kontinuitäten und Zäsuren auf. Mit dem Schwerpunkt Kriegspropaganda wird anhand anschaulicher Beispiele deutlich, wie Propaganda funktioniert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783743190719
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:316 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:13.04.2017

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    Sikals avatar
    Sikalvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Propaganda ist an der Tagesordnung. Wir sind gefordert, kritisch zu hinterfragen und uns nicht als Mittel zum Zweck benutzen zu lassen.
    Was nicht passt, wird passend gemacht

    Das Buch „Propaganda als Machtinstrument – Fakten, Fakes und Strategien. Eine Gebrauchsanleitung“ von Alexandra Bleyer hat meine Erwartungen noch bei weitem übertroffen. Und ich meine nicht nur die großartige Recherchearbeit der Autorin, sondern auch viele Paradebeispiele, die selbst ich als kritischer Bürger nicht als Propaganda enttarnt hätte.

    „Die Journalisten waren gleichsam Soldaten, in dem Sinne, dass sie er Öffentlichkeit erklären mussten, warum dieser Krieg wichtig war.“ (Zitat v. NATO-Sprecher Jamie Shea bezüglich Kosovokrieg 1999)

    Während man geneigt ist, Propaganda mit Kriegspropaganda gleichzusetzen, sind wir beinahe täglich damit konfrontiert. Z. B. im Bereich der Nachrichten (worüber wird berichtet), im Bereich der Werbung, im Bereich der Politik (Wahlen u.a.) …

    Propagandisten wollen mit der Weitergabe an Informationen Meinungen und Verhaltensweisen zu ihren Gunsten beeinflussen. Sie haben die Aufgabe, dies so zu vermitteln, dass die Propaganda vom Adressaten nicht als solche erkannt wird. Dann haben sie gute Arbeit geleistet. Wurde früher über Boten, Journalisten oder Schriftsteller die gewünschte Meinung unters Volk gebracht, verfeinerte spätestens die NSDAP mit Propagandaminister Goebbels ihre Methoden, um die Massen an dessen Geisteshaltung anzugleichen. Heutzutage wird auf professionelle PR-Agenturen zurückgegriffen, die z.B. Gräueltaten während der Jugoslawienkriege tlw. unter dem Aspekt der Nützlichkeit beurteilten.

    Die promovierte Historikerin Alexandra Bleyer hat hier ein sehr informatives Buch herausgebracht, das jeder gelesen haben sollte. Der Schreibstil ist sachlich, keinesfalls trocken, so liest sich das Buch sehr angenehm. Sie informiert über die breite Palette der Tipps und Methoden der Manipulation (z.B. Wiederholung, Selektion), hinterfragt die Glaubwürdigkeit der Top-Argumente als „Klassiker der Kriegsbegründung“ (der gerechte Krieg, Notwehr …). Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit dem Publikum, das als Zielgruppe auszumachen ist (ohne Adressat keine Propaganda), über Zensurmaßnahmen usw.

    Doch während des Lesens wird sehr deutlich– Propaganda ist nicht ausgestorben, nicht nur Napoleon oder Goebbels waren hier Meister ihres Faches. Auch heute wird nicht anders gearbeitet, vielleicht noch subtiler, weil die Erfahrung gelehrt hat. Hinzu kommt, dass in Zeiten des Internets sowie der sozialen Netzwerke Fake News in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit verbreitet werden, hinterfragt wird selten, kontrollieren ist aufwendig.

    Fazit: Wir können uns der Propaganda nicht entziehen, doch wir können kritisch sein, hinterfragen und unser Wissen erweitern. Nur so ist es möglich, Propagandafallen teilweise zu umgehen und den Propagandisten ihre Arbeit so schwer wie möglich zu machen.

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    Wedmas avatar
    Wedmavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nach d. Lektüre hat man genug Wissen u. Rüstzeug in der Hand, um die Propagandisten erkennen u. sich deren Einflüssen widersetzen zu können!
    Sehr gutes, informatives Werk, das Propaganda als Machtinstrument eingehend beleuchtet.

    „Propaganda als Machtinstrument“ von Alexsandra Bleyer habe ich sehr gerne gelesen und empfehle es auch gerne weiter. Das Buch hält, was Klappentext und Vorwort versprechen, und liefert beachtliche Menge an Wissen, interessanten, einleuchtenden Beispielen hpts. aus der Geschichte, treffenden Zitaten aus anderen Werken, die sich mit dem Thema befasst haben, uvm.

    Das Werk ist für breites Publikum geschrieben, sehr zugänglich, sehr ansprechend, sodass wenn man vorher keinen Plan von Propaganda hat, kann hier gerne zugreifen, man wird nach der Lektüre um einiges in der Hinsicht schlauer.  

    Inhaltsverzeichnis verschafft einen prima Überblick der Inhalte und, was heute eher selten ist, es wird mehr als versprochen geliefert. Die vielen Tricks und Griffe der Massenmanipulation werden im Kapitel 5 vor Augen der Leser geführt. Über die Rolle und der Funktion der Medien wird ebenso einleuchtend berichtet wie über „das Publikum im Visier der Propagandisten“, Kapitel 4, wie auch über „‘Klassiker‘ der Kriegsbegründung“,  Kapitel 7, wie auch über die Repressiven Maßnahmen wie Zensur, Kapitel 8. Sonnenklar werden die Zusammenhänge verdeutlicht und anhand der Beispiele oft aus dem 2.ten Weltkrieg oder auch noch weiter zurückliegender historischer Ereignisse, hier und da aus der Gegenwart,  illustriert.

    Das Buch ist wunderbar leichtfüßig geschrieben, was bei diesem Thema keine Selbstverständlichkeit ist und viel Können und Wissen voraussetzt. Es hat viel Spaß gemacht, das Propaganda-Werk von Alexandra Bleyer zu lesen, die Seiten flogen nur so dahin. Es war wie ein Gespräch mit einer guten Freundin, die einiges zum Thema Propaganda zu sagen hat.

    Die Seiten meines Exemplars sind voll von bunten Klebezetteln, mit und ohne Kommentare, Ausrufezeichen, etc., die gute Stellen und tolle Zitate im Buch markieren. Manche Seiten führen gar zwei Zettel, und davon gibt es nicht wenige. Wie der bekannte Spruch lautet: Ein gutes Buch ist gut auf jeder Seite. Hier trifft es voll zu.

    Fazit: Ein sehr gutes, informatives, toll geschriebenes Werk, das Propaganda als Machtinstrument eingehend beleuchtet. Insb. für Einsteiger ist das Werk sehr gut geeignet. Nach der Lektüre hat man genug Wissen und Rüstzeug in der Hand, um die Propagandisten im heutigen politischen und wirtschaftlichen Geschehen erkennen und sich deren Einflüssen widersetzen zu können. „Denn Propaganda funktioniert nur, solange sie  nicht als solche erkannt wird“, so die Autorin im Vorwort.

    Ich vergebe fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Nach der Lektüre ist man um Etliches schlauer und hat zudem schöne, spannende und erfüllte Lesestunden gehabt.

    Kommentare: 3
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    N
    nicekingandqueenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Manche wollen die Zombieapokalypse überstehen und horten sinnlose Dinge - dieses Buch wird eher dem Überleben der Welt helfen!
    Top Vorbereitung um der Propaganda keine Chance zu geben


    Formal gesehen:
    - etwas unhandlich in der Hand gelegen durch das Format. 
    - Fußnoten leider alle zusammen im Anhang zu finden und nicht direkt auf der Seite unten


    Inhaltlich ist das Werk aber top. Ich fühle mich nun wirklich gegen die Zukunft gewappnet und werde immer öfter Aussagen hinterfragen.
    Das Buch war als Buchverlosung gedacht, wurde allerdings aufgrund von großem Interesse unter den Gewinnern an Gedanken- und Meinungsaustausch in eine Leserunde umgewandelt. Und ich habe wohl bisher noch nie in einer Leserunde so viel geschrieben. Es reichte bei jedem Beitrag immer bis zu einer halben Seite. 
    Das Buch hält insgesamt vollkommen das, was es verspricht: Fakten, Fakes und Strategien anhand von vielen Beispielen aus der Antike bis hin zu Trumps jüngsten Ausfällen. Wirklich äußerst informativ.

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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Information ist alles und Wissen schützt!
    Information ist alles und Wissen schützt

    Das Sachbuch „Propaganda als Machtinstrument“ von Alexandra Bleyer ist 2017 mit dem Untertitel „Fakten, Fakes und Strategien. Eine Gebrauchsanleitung“ erschienen.

    „Mit Propaganda assoziieren wir spontan Bilder und Worte, Personen und Ereignisse – und immer wieder Krieg. Jeder kennt den Begriff, doch was ist darunter zu verstehen und warum hat das Wort heute einen derart negativen Beigeschmack?“

    Alexandra Bleyer hat selbst mit einer Arbeit zur österreichischen Kriegspropaganda des Jahres 1809 promoviert und bereits mehrere Sachbücher veröffentlicht. Auch „Propaganda als Machtinstrument“ ist gut recherchiert und besticht durch einen sachlichen Schreibstil, der ganz nebenbei Wissen vermittelt und in meinem Fall auch Unwissen aufdeckt.

    „Propaganda als Machtinstrument“ ist ein Appell daran, sich Wissen anzueignen, denn Wissen schützt und macht auch die subtilste Propaganda durchschaubar, auch wenn sie nur als PR-Maßnahme oder Marketing-Strategie versteckt ist. Mir wurde erst durch das Lesen des Buches bewusst, dass Werbung nicht nur das Produkt von der schönsten Seite zeigt, sondern auch ganz gezielt Informationen und Fakten vorenthält und das war nicht der einzige Absatz des Buches, das mir meine eigene Naivität vor Augen geführt hat. Denn auch ich war einer der Menschen, die den Begriff Propaganda rein auf Kriegspropaganda und den negativen Aspekt des Wortes beschränkt hat.

    Alexandra Bleyer schafft es, anhand von anschaulicher Beispiele zu verdeutlichen, wie Propaganda funktioniert. In neun Kapiteln bringt sie viele Beispiele quer durch die Epochen und verdeutlicht, dass die Thematik aktueller denn je ist. Der Leser erfährt, wie es einzelne Personen in der Geschichte geschafft haben, und auch noch heute schaffen, Medien und kritische Stimmen zu diffamieren und als Lüge abzutun, während sie nur eine einzelne Quelle zulassen und mit dem neu geschaffenem Medium ihre Propaganda an den Mann bringen.

    „Gelingt es dem Propagandisten, die Kontrolle über Informationen zu erlangen, nur seine Botschaften „durchzulassen“ und Gegenstimmen zu unterbinden, steuert er, welche Informationen dem Publikum zur Meinungsbildung zur Verfügung stehen.“ 

    Auch hier habe ich einen Bezug zur Gegenwart gefunden und beim Gedanken an „Lügenpresse!“ und „You are fake news!“ lief mir ein kalter Schauer den Rücken hinunter.

    Grandios fand ich auch den Anhang mit den vielen Quellen und der weiterführenden Literatur, der meine Lesewunschliste nicht nur um ein Buch erweitert hat. Ich möchte mich noch einmal von Herzen bedanken, dass ich dieses Buch, das mir so viel Wissen vermittelt hat, aber auch neue Ängste geschürt hat lesen und rezensieren durfte. Ich hoffe sehr, dass sich die Mehrheit der Menschen nicht erneut von Propaganda, die uns alle jeden Tag konfrontiert, blenden lässt. Ich hoffe, dass man auch als unpolitischer Bürger die Quellen seiner Informationsquellen auf Echtheit und Glaubwürdigkeit prüft und nicht alles blind glaubt, was im Zeitalter von Facebook und Twitter, eine Stimme findet.

    Und nun bin ich gespannt auf die anderen Bücher von Alexandra Bleyer, die meiner Meinung nach mit diesem Buch bewiesen hat, dass sie im Sachbuch-Genre zu den ganz großen AutorInnen gehört.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: "Propaganda wirkt nur, solange sie nicht als solche erkannt wird" (S.8)
    Information und Desinformation sind Geschwister der Propaganda

    Die promovierte Historikerin und Autorin von Sachbüchern und Krimis, Alexandra Bleyer hat sich eines Themas angenommen, das in jüngster Zeit wieder an Bedeutung gewinnt: „Propaganda als Machtinstrument“.

    In neun Kapiteln versucht die Autorin mit plakativen Bespielen, den Lesern das Wesen und die Methoden dieser Beeinflussung begreiflich zu machen.

    In Kapitel 1 erfahren wir anhand von historischen und aktuellen Beispielen wie das ursprünglich neutrale Wort „Propaganda“ (lat. von propagare = verbreiten, ausdehnen) über die Jahrhunderte in Misskredit gebracht wurde. Denn, wenn wir heute das Wort „Propaganda“ hören, drängt sich sofort das Bild schreienden und fuchtelnden Joseph Goebbels auf, seines Zeichen Propagandaminister des Dritten Reichs.
    Der Begriff „Propaganda“ wird sofort mit „Kriegspropaganda“ gleichgesetzt.

    Das Kapitel 2 beschreibt u. a. wie ein (nicht nur) rhetorisch begabter Feldherr die Vielzahl der erscheinenden Zeitungen auf genau EINE Zeitung reduzierte, deren Chefredakteur er der Einfachheit gleich selbst war. 
    Die Vielfalt der Informationen wird auf eine einzige Informationsquelle kanalisiert, die natürlich nur höchst einseitig berichtet. Das Volk erhält nur jene Nachrichten, die dem Herrscher opportun erscheinen.

    In Kapitel 3 lernen wir die Methoden kennen, wie diese geschönten Nachrichten unters Volk kommen. Den Medien kommt hier eine zentrale Bedeutung zu. Hatte man früher Bänkelsänger oder Marktschreier, die die neuesten Nachrichten mit entsprechender Verzögerung an den Mann oder die Frau brachten, so ist die Erfindung des Buchdrucks ein Meilenstein in der Verbreitung von Informationen. Jeder, der es sich leisten konnte, vermochte Flugzettel drucken zu lassen. Die Lesekundigen wurden mehr und so vervielfältigten sich die Empfänger von Nachrichten. Vor rund 200 Jahre – während der Napoleonischen Kriege – beginnt so richtig die Zeit der Propagandisten. Alle kriegführenden Herrscher beteiligten sich am Wettrüsten der Worte, das während der beiden Weltkriege eine Hochblüte erlebte.
    Doch auch heute erschüttern getürkte (oh, wie politisch unkorrekt) Meldungen die Öffentlichkeit. Allerdings ist die Geschwindigkeit mit denen die Falschmeldungen in Umlauf gebracht werden, um mehrere Potenzen höher.

    In Kapitel 4 werden die Sender/Empfänger-Beziehungen untersucht. Wenn der Sender keinen Empfänger hat, gibt es keine Kommunikation. Wie perfide diese Relationen aufeinander abgestimmt sind, erleben wir tagtäglich. 


    Der Sender muss den Nerv des Empfängers treffen, um seine Botschaft wirksam anzubringen.

    In Kapitel 5 plaudert Alexandra Bleyer aus dem Nähkästchen der Propaganda-Chefs und fördert schier Unglaubliches zu Tage. Viele dieser Propagandalügen denen die Bevölkerung aufgesessen sind, werden entweder sehr spät oder nur unzureichend zugegeben. Ein probates Mittel ist die ständige Wiederholung einfacher Texte und/oder suggestive Inhalte. Es wird mit Angst und Schrecken (natürlich nur der anderen) gearbeitet.

    Das Kapitel 6 zeigt auf, in welch vielfältigen „Verkleidungen“ Propaganda auftreten kann. So werden als Wahrheit kaschierte Lügen unter das Volk gebracht werden. Oft kann nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterschieden werden. 


    Wenn die Alliierten den Nachrichten von den Gräueln in den Vernichtungslagern der Nazis keinen Glauben schenkten, so ist dies zum Teil ihrer eigenen (Gräuel)Propaganda des Ersten Weltkriegs zuzuschreiben.

    In Kapitel 7 beschäftigen wir uns mit den „Topargumenten“ der Propaganda um Kriege zu beginnen. Von „der andere ist schuld“, „wir müssen uns verteidigen“ bis hin zum Paradebeispiel eines von der Propaganda inszenierten Kriegsgrunds (Überfall auf den Sender Gleiwitz) sind hier allerlei Abstufungen angeführt. 


    Die Gründe einen Krieg zu beginnen sind vielfältig, die Argumente der Propagandisten ebenfalls.

    In Kapitel 8 wird beleuchtet, wie die Propagandachefs mit Menschen umgehen, die sich (aus welchen Gründen auch immer) der Propaganda entziehen und die vorgegebene Wirklichkeit kritisch hinterfragen. Man versucht es mit Argumenten, Umerziehung, Mund-tot-machen und letztlich (staatlich sanktionierten) Mord.

    Das Kapitel 9 beschäftigt sich mit der Frage ob es möglich ist, nach einem Krieg, zu „normalen“ Beziehungen zwischen den Kriegsteilnehmern kommen kann.

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist sachlich und nüchtern.  Viele Zitate und Beispiele helfen den Lesern den schweren Stoff zu verdauen. Ein ausführlicher Anhang mit weiterführender Literatur lässt den interessierten Leser vermutlich zu der einen oder anderen zusätzlichen Lektüre greifen.

    Dieses Buch ist längst nötig und fällig gewesen. Kaum jemand kann sich der Propaganda entziehen, auch wenn sie gerne als „PR-Maßnahme“ oder „Marketing“ verkauft wird. Erst kürzlich abgehaltene Wahlen in mehreren westlichen Staat zeigen deutlich, dass auch Demokratien nicht von Propagandisten verschont werden. In Zeiten von sozialen Netzwerken erreichen Nachrichten (egal ob echt oder falsch) ihre Empfänger in Sekundenschnelle und haben einen Multiplikator, bei dem einem schwindlig wird.

    Es liegt an uns, diese Mechanismen zu durchschauen und dagegen zu wirken, „denn Propaganda wirkt nur, solange sie nicht als solche erkannt wird“ (S.8)

    Kommentare: 3
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    Linatosts avatar
    Linatostvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    alexandrableyers avatar

    Liebe Leserinnen und Leser,


    leben wir tatsächlich in einem postfaktischen Zeitalter, in dem Emotionen und „alternative Fakten“ die politische Kommunikation dominieren? Und provokativ gefragt: Was ist so neu daran?

     

    Angesichts gegenwärtiger Kriege und Krisen ist Propaganda aktueller denn je - umso wichtiger ist es, Argumente und Strategien politischer Akteure zu durchschauen. Mit dem Schwerpunkt Kriegspropaganda wird anhand anschaulicher Beispiele aus Geschichte und Gegenwart verdeutlicht, mit welchem Repertoire Propagandisten arbeiten, welche Rolle die Medien spielen und dass Empfänger von Propagandabotschaften keineswegs hilflose Marionetten sind, sondern aktive Rezipienten. 

    Das Sachbuch richtet sich an ein breites Publikum und soll gut verständlich aufzeigen, wie sie funktioniert. Denn Propaganda wirkt nur, solange sie nicht als solche erkannt wird.

    Eine Leseprobe findest du auf www.alexandrableyer.at.

    Verlost werden drei (auf Wunsch signierte) Printexemplare.

    Teilnahmebedingung: Eine kurze Erklärung, was du unter Propaganda verstehst und dir vom Buch erwartest.

    Selbstverständlich würde ich mich auch über eine Rezension freuen! ;-)

    Mit sonnigen Grüßen, Alexandra Bleyer

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