Wenn der Platzhirsch röhrt

von Alexandra Bleyer 
4,7 Sterne bei19 Bewertungen
Wenn der Platzhirsch röhrt
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Ich fand es einfach herrlich, wie sich Heinrich bemühte, aus dem Sepp seinen neuen besten Freund zu machen. Kein leichtes Unterfangen!

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Schon recht schräger Jägerkrimi mit Humor und Kärntner Dialekt!

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Inhaltsangabe zu "Wenn der Platzhirsch röhrt"

Schwarzhumorig, skurril und mit viel authentischem Lokalkolorit: ein schräger Jägerkrimi - auch für Nicht-Jäger.

Eigentlich möchte Aufsichtsjäger Sepp Flattacher nichts anderes als seine Ruhe. Doch als ein großkopferter Wiener nebenan einziehen will, muss das Mölltaler Urgestein handeln - und sich notgedrungen mit seinem verhassten »zuagrasten« Nachbarn Heinrich Belten verbrüdern. Gemeinsam blasen die beiden ehemaligen Streithähne zum Abwehrkampf. Was als a Hetz und a Gaudi beginnt, wird jedoch schnell tödlicher Ernst – denn das organisierte Verbrechen fällt ein ins Mölltal ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740801656
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:27.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    peedees avatar
    peedeevor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Ich fand es einfach herrlich, wie sich Heinrich bemühte, aus dem Sepp seinen neuen besten Freund zu machen. Kein leichtes Unterfangen!
    Landidylle? Eher nicht…

    Sepp Flattacher, Band 2: Sepp Flattacher, Aufsichtsjäger in Obervellach, möchte einfach nur seine Ruhe, insbesondere von seinem Nachbarn Heinrich Belten. Doch nun müssen sie sich zusammentun, da Beltens Schwiegersohn Anton Nowak mit Familie nebenan einziehen will – ein Wiener! Anton ist schon angereist, um im Ort ein Geschäft zu eröffnen. Und Belten soll ins Altersheim…

    Erster Eindruck: Ein wie vom Emons-Verlag gewohnt schönes Cover – gefällt mir.

    Dies ist Band 2 der Reihe und kann unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Nichtsdestotrotz würde ich empfehlen, mit Band 1 zu beginnen, um die doch eigenwilligen Persönlichkeiten kennenzulernen. Mein Einstieg in Band 2 hat – wie bereits bei „Waidmannsdank“ – mit dem mehrseitigen Glossar am Ende des Buches begonnen. Ich finde es sehr hilfreich, in den Kärtner Dialekt und die Jagdsprache eingeführt zu werden.

    Der „gute“ Anton hat so gar keine Sympathiepunkte bei mir gesammelt. Er will den Schwiegervater abschieben und alles übernehmen. Er findet im Mölltal alle und alles hinterwäldlerisch; seine Frau und Kinder möchten in Wien bleiben. Wieso will er dann unbedingt nach Kärnten? Die Geschäftsverhandlungen sind äusserst interessant.
    Heinrich und Sepp überlegen, wie sie Anton von der Idee abbringen könnten, nach Obervellach zu ziehen. Sie kommen auf einige ziemlich abstruse Ideen. Merke: Schnaps ist beim Pläneschmieden nicht hilfreich!
    Revierinspektor Martin Schober ist selbstverständlich auch wieder mit dabei. Er hat sich mittlerweile an den Gedanken gewöhnt, wieder im Mölltal zu arbeiten. Sein Problem ist momentan die sich nicht entwickelnde Beziehung zu Bettina. Seine Arbeitskollegin ist mit ihren Sprüchen nicht wirklich dienlich. Doch dann ruft die Arbeit: Ein slowakischer Hotelgast wird vermisst…

    Die Geschichte war auch dieses Mal sehr unterhaltsam; der Krimianteil kam für meinen Geschmack sehr spät und war ziemlich klein. Der Humor hat mir wieder sehr gut gefallen, wie z.B. als Michaela, die Kellnerin, über einen verirrten Blick des Gegenübers in ihr Dekolleté sagt: „Kein Problem. Is ja ka Safn, wird nix weniger. Weder vom Schauen noch vom Anfassen.“ (Es ist ja keine Seife… *grins*). Am besten gefallen haben mir die Streithähne Heinrich und Sepp. Ich fand es einfach herrlich, wie sich Heinrich bemühte, aus dem Sepp seinen neuen besten Freund zu machen. Das ist wahrlich kein leichtes Unterfangen!

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schon recht schräger Jägerkrimi mit Humor und Kärntner Dialekt!
    Wer ist hier der Platzhirsch?

    "Wenn der Platzhirsch röhrt" ist der zweite Band der Krimireihe von Alexandra Bleyer aus dem Möllntal. Die Reihe erscheint im Emons Verlag.

    Sepp Flattacher ist Aufsichtsjäger und sieht rot als ein akademischer Wiener nebenan einziehen will. Gemeinsam mit seinem eigentlich verhassten zugereisten Nachbarn Heinrich Belten verbrüdert er sich gegen den Neuling. Doch schnell entwickelt sich die harmlose Aktion als tödlicher Ernst, denn das organisierte Verbrechen findet den Weg ins Möllntal.
     

    Den ersten Band der Krimireihe kenne ich nicht, für die Handlung dieses Bandes hatte ich allerdings bis auf die mir fremden Personen keine Verständnisschwierigkeiten. An die Personen musste ich mich jedoch erst einmal herantasten. Es fehlten mir nähere äußerliche Personenbeschreibungen,  jedoch haben die gebotenen Charaktereinblicke mir die Personen allmählich deutlich sichtbar machen können.   

    In diesem Jägerkrimi geht es mit etwas schwarzem Humor, schrägen Typen und unerwarteten Ereignissen um einen ernsten Kriminalfall.


    Heinrich Beltens Schwiegersohn Anton Nowak will seinen Schwiegervater ins Altersheim abschieben und somit Nachbar von Aufsichtsjäger Sepp Flattacher werden. Das passt Sepp überhaupt nicht und auch wenn Heinrich nicht gerade sein Freund ist, schmiedet er mit ihm Pläne, um den Wiener Anton Nowak zu vertreiben. Durch ihre Aktionen werden sie unweigerlich in Nowak schmierige Geschäfte verwickelt. Eine Leiche bringt dann die Kripo auf den Plan.

    Die Krimihandlung ist zwar präsent, behält aber keinen großen Stellenwert im Gesamtbild, während die Figuren mit ihrem Dialekt und besonderen Aktionen für beste Unterhaltung sorgen. Mit dem schwarzen Humor, den regionalen Besonderheiten, den urigen Originalen und etwas Jägerlatein erlebt man vergnügliche Lesestunden und muss keine Angst vor unverständlichen Begriffen haben, hier sorgt ein umfangreiches Glossar für Aufklärung von unbekannten Wörtern.  


    Alexandra Bleyer hat einen flüssigen Schreibstil und bringt mit ihren witzigen Einfällen Humor in die Geschichte. Dennoch löst sich die Krimihandlung in logischer Weise auf und die Bösewichter gehen ihrer gerechten Strafe entgegen.  

    Das Können der Autorin sehe ich in ihrer Fähigkeit, skurrile Figuren zu erfinden und diese in einem Sprachgemisch aus Deutsch, Wienerisch und Kärntner Dialekt miteinander agieren zu lassen.
     
    Dieser Jägerkrimi ist äußerst unterhaltsam, es geht mit Situationskomik und einer Menge Lokalkolorit ins Möllntal und neben kulinarischen Dingen gibt es einiges zu entdecken. 

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    dartmauss avatar
    dartmausvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungener Regionalkrimi mit dem nötigen Humor. Bitte mehr davon.
    Neues aus dem Mölltal

    Das Cover des Buch ist sehr passend zum Titel. Die Idee mit dem Jagdhorn gefällt mir echt gut.


    Inhalt: Die eigentlich verfeindeten Nachbarn Sepp Flattacher und Heinrich Belten kämpfen gemeinsam, gegen Heinrichs Schwiegersohn Anton. Dieser hat sich in den Kopf gesetzt, Heinrichs Haus zu übernehmen, damit seine drei Kinder auf dem Land und nicht Wien groß werden können. Doch dafür soll Heinrich ins Altersheim abgeschoben werden. Nach anfänglichem Widerstand beginnt Heinrich mit Sepp dagegen vor zu gehen. Und die beiden scheuen vor fast nichts zurück.


    Meine Meinung: Mit flüssigem und humorvollem Schreibstil hat mich die Autorin vom ersten Moment an gefesselt. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Sepp Flattacher war mir ja schon beim ersten Band ans Herz gewachsen. Und das hat sich in diesem Band noch verstärkt. Das er sich hier auch noch mit dem verhassten Nachbar zusammen tut setzt dem ganzen die Krone auf. Und was die Beiden dann so aushecken ist echt der pure Wahnsinn.

    Schwiegersohn Anton ist mir vom ersten Moment an unsymphatisch. Ein echter Widerling, aber der gehört halt dazu. Auch das Leben im Mölltal kann man sich äußerst gut vorstellen. Denn auch hier werden wieder die einzelnen Orte sehr gut beschrieben. Natürlich kommt auch der Kärntner Dialekt nicht zu kurz. Das ist eigentlich für mich das Herzstück des Buches, denn ich liebe Regionalkrimis mit ihrem Dialekt. Und ich freue mich auf Band 3 mit Sepp und Heinrich.


    Mein Fazit: Gelungener Regionalkrimi aus Kärnten, den ich bedingungslos empfehlen kann.

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    dorlis avatar
    dorlivor einem Jahr
    Rezension zu "Wenn der Platzhirsch röhrt" von Alexandra Bleyer

    Sepp Flattacher – Mölltaler Urgestein und Jäger mit Leib und Seele – sieht seine beschauliche Ruhe in Gefahr, soll doch sein Nachbar Heinrich auf Drängen von dessen wichtigtuerischen Schwiegersohn Anton ins Altersheim abgeschoben werden, damit dieser dann samt Ehefrau Carola und den drei lautstarken Kindern in Heinrichs Häuschen einziehen kann. Das will Sepp auf keinen Fall zulassen, da verbrüdert er sich lieber mit dem zwar lästigen, aber vergleichsweise  ruhigen Heinrich – im Abwehrkampf vereint, hecken die beiden älteren Herren fiese Attacken aus, um den aufdringlichen Anton in die Flucht zu schlagen…

    „Wenn der Platzhirsch röhrt“ ist bereits der zweite Fall für den kauzigen Aufsichtsjäger Sepp Flattacher – auch ohne Kenntnis des vorhergehenden Bandes ist mir der Einstieg in diesen Krimi leicht gefallen. Schon nach kurzer Zeit ich hatte das Gefühl, mit allen Akteuren gut vertraut zu sein.

    Der Clou in diesem Krimi sind ganz eindeutig die herrlichen und zum Teil recht skurrilen Figuren – alle werden hervorragend charakterisiert und beleben mit ihren Eigenarten und Besonderheiten die Szenerie. Ich habe schmunzelnd das Miteinander und das Gegeneinander der Akteure verfolgt, habe mich köstlich über Sepps und Heinrichs Anton-Vergraul-Aktionen amüsiert und konnte zudem prima über die Hintergründe und Zusammenhänge von Antons gesetzwidrigen Machenschaften mitgrübeln und miträtseln.

    Alexandra Bleyer hat ihren Protagonisten viele lockere Sprüche in den Mund gelegt, die Dialoge sind frisch und mit ganz viel schwarzhumorigen Wortwitz gespickt. Zusätzlichen Schwung erhält die Handlung darüber hinaus durch die eingeflochtene Kärntner Mundart.

    Das Lesen hat mir großen Spaß gemacht - „Wenn der Platzhirsch röhrt“ ist ein sehr unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit und einem querköpfigen aber dennoch sehr sympathischen Hauptdarsteller.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wöidklass!! Ein Mölltaler Krimi mit Spaß, Spannung und genug Humor!
    Kommt ins Mölltal, kommt nur rein.

    Alexandra Bleyer ist eine Frau des Humors und des Regionalen. Mit "Wenn der Platzhirsch röhrt" erschafft sie den 2. Mölltaler Krimi rund um Sepp Flattacher und lässt unsere Herzen wieder laut lachen.
    Sepp Flattacher, die 2.Große Vorfreude- endlich erleben wir wieder Sepp Flattacher. Kaum zu glauben, aber dieser Jägerkrimi ist noch um einiges witziger und spannender aufgebaut. Da muss wirklich die ärgste „Zwiderwurzn“ (grimmige Person) lachen. Wenn Sie die Intrigen und geheimen Mordpläne der Mölltaler miterleben wollen, sollten Sie dieses regionale Schmankerl lesen.- Meine Rezension auf http://www.heyn.at/buchtipps?isbn=9783740801656&uid=LB&page=1


    Sobald Kunden mich fragen, welchen regionalen Krimi ich empfehlen kann, greife ich zu ihr. Wieso? Niemand verpackt Spaß, Spannung und Sarkasmus so gut in ein Buch wie sie. Mit Sepp Flattacher hat sie einen Anti-Held erschaffen, den man trotzdem mag, weil er so ist, wie viele von uns sind. Grantig und bitterböse. Doch natürlich geben wir es nicht zu ;-)
    Im Krimi geht es um einen Wiener, der in Obervellach krumme Geschäfte betreibt und dessen Schwiegersohn würde ihn gerne wieder verjagen. Wer braucht schon einen Großstadtaffen? Dann taucht eine Leiche auf, oje..
    Es wäre übertrieben zu sagen, dass dieses Werk ein Goldstück der Region ist und wir es ein Leben lang ehren werden. Doch eindeutig sollte es jeder Bewohner gelesen haben. Mir gefällt die Idee, dass jemand meine schöne Heimat her nimmt für eine Geschichte. 
    Wer viel Spaß, einen geilen Dialekt und böse Worte haben will, muss das Buch lesen!

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Sepp ist mal wieder genial.... top Krimi, den man unbedingt lesen sollte ♥
    Der Sepp auf Nachbarschaftshilfe....

    Wenn der Platzhirsch röhrt   -   Alexandra Bleyer

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Schwarzhumorig, skurril und mit viel authentischem Lokalkolorit: ein schräger Jägerkrimi - auch für Nicht-Jäger.

    Eigentlich möchte Aufsichtsjäger Sepp Flattacher nichts anderes als seine Ruhe. Doch als ein großkopferter Wiener nebenan einziehen will, muss das Mölltaler Urgestein handeln - und sich notgedrungen mit seinem verhassten »zuagrasten« Nachbarn Heinrich Belten verbrüdern. Gemeinsam blasen die beiden ehemaligen Streithähne zum Abwehrkampf. Was als a Hetz und a Gaudi beginnt, wird jedoch schnell tödlicher Ernst – denn das organisierte Verbrechen fällt ein ins Mölltal ...

    Mein Leseeindruck:

    Als ich das Buch in den Händen hielt dachte ich als erstes: Juhu, wieder ein Wiedersehen mit Sepp Flattacher. Jenem skurrilen, mürrischen und interessanten Protagonisten aus Teil 1: Waidmannsdank. Schon Band 1 hatte ich mit großem Spaß nur so verschlungen und so freute ich mich noch mehr über das neue Abenteuer mit Sepp.

    Und es kommt natürlich wie es kommen muss: Plötzlich ist der verhasste Nachbar gar nicht so übel im Gegensatz zu dem, was Sepp noch blühen könnte, wenn der Belten ins Altersheim kommt: nämlich die Tochter mit Kind und Kegel als Nachbarn zu bekommen. Da wählt natürlich Sepp das kleiner Übel und versucht seinen "doch irgendwie erträglichen" Nachbarn zu helfen.

    Das dies in einem Buch der Autorin Alexandra Bleyer dann richtig lustig zu geht und die Ideen, die die beiden Verbündeten schmieden ziemlich grenzwertig sind, macht es noch viel humorvoller und spannender. Denn plötzlich geht es auch um den Schwiegersohn von Belten und dessen geheimnisvolle Geschäfte. Und dann wird die erste Leiche verbrannt in einem Auto aufgefunden.....

    Fazit:

    Wieder ein super genialer Jäger-Krimi von Autorin Alexandra Bleyer aus dem Emons-Verlag. Mit wundervollem Dialekt und jeder Menge auch Witz und Humor. Einfach wundervoll.

    Auch wenn man Band 1 noch nicht gelesen hat kann man viel Freude an diesem Krimi haben. Die Protagonisten schleichen sich dem Leser nach und nach total ins Herz und ich freue mich jetzt schon wieder auf einen neuen "Sepp Flattacher".

    Natürlich gibt es von mir wieder 5 wohlverdiente Sterne *****

     

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    Leserin71s avatar
    Leserin71vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Jägerkrimi mit echten Originalen - witzig, hintergründig, spannend
    Jägerkrimi mit echten Originalen

    Sepp Flattacher ist ein echtes Original. Wohnhaft im Mölltal ist der der Aufsichtsjäger und will eigentlich, dass alles so bleibt wie es ist. Da aber sein Nachbar von seiner Familie gedrängt ins Altersheim umziehen soll, schreitet er um der lieben Ruhe willen ein. Doch was sind die wirklichen Motive des Schwiegersohns seines Nachbarns?
    Als es dann eine Leiche gibt, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen...

    Meine Meinung
    Auch wenn dies schon der zweite Band mit Sepp Flattacher ist, kam ich super gut in die Handlung hinein. Der alte Fall hängt nur ein bisschen nach, aber ich hatte nicht das Gefühl, etwas sehr Wichtiges verpasst zu haben - außer natürlich einer sicherlich amüsanten Geschichte mit dem Grantler Sepp.
    Sepp und sein Nachbar Heinrich Belten sind schon zwei Marken für sich. Der Nachbar als Piefke und Sepp als Mölltaler Original tun sich nur zusammen, weil sie einen gemeinsamen Feind haben. Während Belten nun von einer Freundschaft ausgeht, ist Sepp immer wieder für eine Überraschung gut. Die zwei Charaktere sind herrlich beschrieben, mal aus der Sicht des einen, mal aus der Sicht des anderen. Die Jagdszenen und das Jägerlatein sind ein besonderes Schmankerl - nur keine Sorge, im Glossar am Ende wird alles gut erklärt, auch die Dialektausdrücke.
    Interessant und auch amüsant gestaltet sich die Beziehung zwischen dem Polizisten Martin und Bettina.

    Die Krimihandlung steigert sich nach dem Auffinden des Toten nochmal deutlich und mündet in einem fulminaten Ende, wo sich dann endlich zeigt, wer der Platzhirsch ist.

    Mein Fazit
    Von mir gibt es für diesen gleichermaßen amüsanten wie spannenden Krimi 5 Sterne!



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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Kärntner Variante von Jack Lemmon und Walter Matthau - spannend, unterhaltsam, kriminell gut!
    Glück im Spiel ...?

    Den Aufsichtsjäger Sepp Flattacher möchte man wirklich nicht zum Feind haben, er ist ja schon als Nachbar kein Sonnenschein findet Heinrich Belten. Und trotzdem verbünden sich die beiden Intimfeinde, um den ungeliebten Schwiegersohn Anton aus dem Haus und dem Mölltal zu vertreiben. Der hat nämlich ausgerechnet in Obervellach eine Gaststätte mit Spielbetrieb eröffnet und sich Heinrichs Haus als neuen Wohnsitz auserkoren – Sepp und Heinrich blasen zur Jagd auf ihn. Ihr Plan scheint aufzugehen. Bis es eine Leiche gibt. Wie konnte das nur passieren? Und vor allem – wer war es denn nun?!

    Die „Beziehung “von Sepp und Heinrich erinnert mich an die Jack-Lemmon-und-Walter-Matthau-Filme (wie z.B. „Ein seltsames Paar“). Sie mögen sich zwar nicht, aber der Streit hält sie jung und zumindest kurz verbindet sie die Abneigung gegen Anton.
    Dieser hat es faustdick hinter den Ohren. Er ist gewieft, extrem gerissen und geschäftstüchtig. Zu seiner Lokalität gehören zwei sehr gut gesicherte Hinterzimmer und es ist klar, dass da was Illegales laufen muss.
    Der Meinung ist auch Polizist Martin – nur leider glauben ihm sein Chef und die Kollegen nicht. Und dann hat er ja noch sein eigenes Drama zu bewältigen. Endlich scheint er bei seiner Jugendliebe Bettina landen zu können, nachdem er sie groß ins Casino ausgeführt hat, da kommen ihm eine geladene Waffe und ein großes Missverständnis in die Quere ... 

    „Wenn der Platzhirsch röhrt“ ist der zweite Krimi von Alexandra Bleyer um den grantelnden Sepp Flattacher, aber man muss den Vorgängerband „Waidmannsdank“ nicht gelesen haben, um ihn zu verstehen. (Wobei Euch da aber wirklich etwas entgehen würde ;-)!)
    Die Geschichte ist extrem unterhaltsam. Sie besticht durch herrlich schwarzen Humor, Kärntner Mundart und viiiiel Jägerlatein. Zum besseren Verständnis für alle Nicht-Kärntner und Nicht-Jäger verhilft ein Glossar am Ende des Buches.
    Auch wenn es bis zum ersten Toten dieses Mal etwas gedauert hat, ist die Handlung von Beginn an spannend. Außerdem war das Finale dafür dann fast schon filmreif.
    Obervellach ist eine typische Kleinstadt mit korruptem Bürgermeister und Ratschkathl – man kann sich super vorstellen, wie das Leben dort so läuft und das eine oder andere Vorurteil wird bestärkt.
    Das Buch endet zwar nicht direkt mit einem Cliffhanger, aber in Sepps Jagdverein wird eine wichtige Position an eine untypische Person vergeben (mehr will ich hier nicht verraten). Deren Motto ist: Frischer Wind im Mölltal.“ Da stehen Sepp und uns Lesern sicher harte Zeiten bevor, zumal die Autorin in der Leserunde verraten hat, dass genau diese Person im nächsten Fall eine wichtige Rolle spielt. Ja, so hält man Leser bei der Stange ;-)!

    5 Sterne und meine unbedingte Leseempfehlung für alle Liebhaber des Jägerlateins.


    Kommentare: 4
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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Was für eine gelungene Mischung aus Spannung, schwarzem Humor und kauzigen Typen.
    Mord im Mölltal

    Sepp Flattacher, der passionierte Jäger im Mölltal ist ein rechter Kauz. Er möchte nur seine Ruhe haben, sein bester Freund ist sein Hund und allenfalls der etwas einfältige Reini darf noch auf etwas Wohlwollen hoffen. Einen echten Kleinkrieg über den Gartenzaun führt er allerdings mit seinem Nachbarn Heinrich Belten, ein Piefke, wie er im Buch steht. Und genau von dort droht Ungemach.

    Heinrichs Tochter mit Ehemann und Kindern scheinen einen endgültigen Umzug nach Kärnten zu planen und den Vater ins Altenheim zu schicken. Heinrich ist ihm schon zu viel, aber so eine umtriebige Familie gilt es zu verhindern. Also schmieden die zwei alten Herren einen ausgetüftelten Abwehrplan und müssen sich dazu auch widerwillig verbinden. Aber dann kommt ihnen eine Leiche dazwischen und beide fühlen sich nicht ganz unschuldig.

    Der Jägerkrimi „Wenn der Platzhirsch röhrt“ ist eine perfekt gelungene Mischung aus schwarzem Humor, kauzigen Typen und haarsträubenden Ereignissen, eingebettet in einen ganz realen Kriminalfall. Dass sich Sepp und Heinrich darin verwickeln lassen, ist auch dem Abwehrkampf gegen Schwiegersohn Anton Nowak geschuldet, der seine Finger in allerlei unsaubere Geschäfte gesteckt hat.

    Mir gefällt es, wenn die regionalen Eigenarten und Dialekte und in diesem Fall auch gleich noch Jägerlatein, sich mit einem durchaus ernsten Krimi verbinden. Verständnisschwierigkeiten gibt es dabei keine, dafür sorgt ein ausführliches Glossar im Anhang. Das Buch liest sich flüssig, man mag gar nicht aufhören, ein witziger Einfall jagt den nächsten, ohne dass die Logik und Spannung des Krimis dabei auf der Strecke bleibt. Eine Stärke ist die Gestaltung der Figuren, Alexandra Bleyer zieht da alle Register und ihre Personen sind allesamt gelungen.

    Sepp Flattacher wird von der Autorin schon zum zweiten Mal auf Mörderjagd geschickt, aber auch ohne Kenntnis des ersten Bands hat man überhaupt keine Schwierigkeiten sich im Mölltal zurechtfinden.

    Wer humorvolle Regionalkrimis schätzt, hat hier ein echtes Highlight vor sich.

     

     

     

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    Elektronikerins avatar
    Elektronikerinvor einem Jahr
    Rezension zu Wenn der Platzhirsch röhrt von Alexandra Bleyer

    Klapptext:
    Mölltal, Mord und Mafia
    Eigentlich möchte Aufsichtsjäger Sepp Flattacher nichts anderes als seine Ruhe. Doch als ein großkopferter Wiener nebenan einziehen will, muss das Mölltaler Urgestein handeln - und sich notgedrungen mit seinem verhassten »zuagrasten« Nachbarn Heinrich Belten verbrüdern. Gemeinsam blasen die beiden ehemaligen Streithähne zum Abwehrkampf. Was als a Hetz und a Gaudi beginnt, wird jedoch schnell tödlicher Ernst – denn das organisierte Verbrechen fällt ein ins Mölltal ...

    Erschienen Juli 2017 im Emons Verlag.

    Weiter Bücher mit dem skurrilen Sepp Flattacher:
    Waidmannsdank - http://www.lovelybooks.de/autor/Alexandra-Bleyer/Waidmannsdank-1208698609-w/rezension/1234133642/1234134326/

    Meine Meinung:

    Wie auch der erste Band um Sepp Flattacher konnte mich auch Wenn der Platzhirsch röhrt überzeugen. Alexandra Bleyer's Schwarzer Humor kam bei mir wieder sehr gut an. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ist mit dem Dialekt der dortigen Einwohner vermischt. Es ist auch lesbar, wenn man die dortige Sprache nicht spricht und im Notfall hat es hinten im Buch ein nettes Glossar, um ein paar Wörter nachzuschlagen. Man kann diesen Band, auch lesen ohne, dass man den ersten gelesen hat, jedoch sind die meisten Protagonisten fremd, deshalb würde ich empfehlen, dass man zuerst den ersten liest. 

    Die Protagonisten kommen auch im ersten Band schon vor. Sepp Flatacher ist wieder typisch er- ein richtiges A*loch, aber auf seine Arte auch wieder sympathisch.

    Der Plan klang gar nicht so übel.
    War er gemein? Ja.
    War er böse? Oh,ja.
    Ein richtiger Sepp-Flattacher-Plan.

    Sepp Flattacher läuft mal wieder auf Hochtouren und verbrüdert sich sogar mit seinem verhassten Nachbarn. Sehr unterhaltsam, wie sich die beiden zusammen verhalten. 
    Im Grunde ist es eine Kriminalroman, der Humor steht im Vordergrund, die Spannung ist auf jeden Fall nicht verloren gegangen. Ein echt tolles Lesevergnügen. 
    Fazit:Eine echt unterhaltsamer Kriminalroman, welcher 5 Sterne verdient hat. Wer einen unterhaltsamen Kriminalroman sucht, welcher mit einer Prise Schwarzen Humor hat. 

    Zur Autorin:

    Alexandra Bleyer, geboren 1974 in Klagenfurt, ist (natürlich mit einem Jäger) verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Seeboden am Millstätter See. Die promovierte Historikerin ist Autorin mehrerer populärer Sachbücher. Die besten Geschichten schreibt zwar das Leben - aber genauso spannend findet Alexandra Beyer, Fäden weiterzuspinnen und selbst Geschichten zu erfinden. In ihren in Oberkärnten angesiedelten Regionalkrimis kann sie ganz ungestraft mörderische Energien freisetzen, auf dass Blut und (Lach-)Tränen fliessen

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    alexandrableyers avatar

    Liebe Leserinnen und Leser,


    ich freue mich sehr, hier in Kürze zu einer neuen Leserunde aufbrechen zu dürfen. Nach dem Erfolg von "Waidmannsdank" (der Mölltaler Jägerkrimi stand 2016 zwei Monate lang auf der österreichischen Schwarzer Bestsellerliste Taschenbuch) erscheint nächste Woche der Nachfolger: "Wenn der Platzhirsch röhrt". Es handelt sich wiederum um eine schräge, schwarzhumorige Krimikomödie - mit Betonung auf Komödie.

    Da es sich um den 2. Band in der Sepp-Flattacher-Reihe handelt, empfiehlt es sich, "Waidmannsdank" gelesen zu haben. Es ist kein Muss, aber man hat mehr von der Geschichte ...

    Inhalt:
    Eigentlich möchte der kauzige Aufsichtsjäger Sepp Flattacher nichts anderes als seine Ruhe. Doch als ein großkopferter Wiener nebenan einziehen will, muss das Mölltaler Urgestein handeln – und sich notgedrungen mit seinem verhassten »zuagrasten« Nachbarn Heinrich Belten verbrüdern. Gemeinsam blasen die beiden ehemaligen Streithähne zum Abwehrkampf. Was als a Hetz und a Gaudi beginnt, wird jedoch schnell tödlicher Ernst – denn das organisierte Verbrechen fällt ein ins Mölltal . . .

    Teilnahmebedingungen: Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen; unter jenen, die die Kriterien erfüllen, wird gelost. Die Gewinner verpflichten sich zur Teilnahme an der Leserunde und zum Verfassen einer Rezension.

    GEWINNFRAGE: Was ist ein Platzhirsch? Es zählen sowohl korrekte Antworten wie auch originelle; je witziger, desto besser, auch Bilder gelten. Ohne Antwort keine Teilnahme an der Verlosung!!!  

    Ein herzliches Dankeschön an den Emons-Verlag, der 15 Exemplare zur Verfügung stellt.

    Da Urlaubszeit ist, wird die Leserunde sehr früh eingestellt - das Buch soll planmäßig am 27. Juli erscheinen und wird den Gewinnern so schnell wie möglich zugehen (etwaige Lieferverzögerungen bitte ich zu entschuldigen).

    Ich freue mich auf eure Bewerbungen!

    Mit sonnigen Grüßen aus dem wunderschönen Kärnten,

    Alexandra Bleyer
    Zur Leserunde

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