Alexandra Dichtler Schwester golden, Bruder aus Stein

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Inhaltsangabe zu „Schwester golden, Bruder aus Stein“ von Alexandra Dichtler

Ist Lotta krank, weil sie von einem Mädchen gerufen wird, für dessen Existenz es keinerlei Belege gibt? Krank wie der schizophrene Stas, der ältere Bruder des chaotischen Jurij? Je tiefer die Beziehung zwischen Lotta und Jurij wird, desto mehr scheinen Wahn und Realität zu verschwimmen. Die junge Frau ahnt nicht, dass sie Jurij durch ihre Nähe in Gefahr bringt - und mit ihm alle, die sie lieben. Denn Lottas Leben ist nicht, was es zu sein scheint ...

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der außergewöhnliche Charaktere und fantastische Elemente mag.

— Sam_Lichtenberg

Originelle Figuren und eine außergewöhnliche Fantasy-Idee: Eine kleiner Schatz, der mehr Aufmerksamkeit verdient

— LaLecture

Gefühlvoll, geheimnisvoll und verträumt. Tolle Mischung aus Realität und Fantasie.

— missmistersland

Gutgeschrieben und ich mag die Hauptcharaktere!

— Emylotta

Ein gelungenes Buch mit wunderbaren Charakteren, heiklen Themen und einer sehr guten Geschichte!

— Nenatie

Schön! :) Und ich bin auch fast alle Fragezeichen los!

— Sockenfresser

Ein süßes Buch mit einer ganz eigenen Stimmung die Lust auf mehr macht. Ein gelungenes Debüt!

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  • Außergewöhnlich!

    Schwester golden, Bruder aus Stein

    Sam_Lichtenberg

    15. September 2017 um 00:16

    Lotta und Jurij stehen beide nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens. Die eine hat wegen ADHS ihren Hauptschulabschluss mehr schlecht als recht bestanden, der andere muss sich um seine kleine Schwester und seinen älteren, schizophrenen Bruder kümmern, während seine Mutter arbeitet. Im Jugendfortbildungszentrum treffen sie aufeinander und freunden sich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, an. Meinung: Das Buch ist etwas Außergewöhnliches und das liegt nicht nur am Genre. Normalerweise lese ich kaum Fantasie, aber meine Meinung hat sich geändert. Die Verknüpfung von realistischen Elementen (Hoffnungslosigkeit, Mutter mit zwei Jobs,…) und den fantastischen Elementen ist der Autorin durchaus gelungen. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig. Es werden Themen behandelt, die in den meisten Büchern fehlen, ohne sie in den Mittelpunkt zu stellen, z.B. die lesbische Nachbarin. Stellenweise bin ich über die Sprache gestolpert und die Erklärung am Ende war mir persönlich zu informationsgeladen, deswegen gibt es einen Punkt Abzug. Aber ich kann das Buch jedem empfehlen, der außergewöhnliche Charaktere und fantastische Elemente mag.

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  • Schwester golden, Bruder aus Stein - eine außergewöhnliche und besondere Geschichte!

    Schwester golden, Bruder aus Stein

    Moepchenswelt

    16. July 2016 um 19:35

    Die Geschichte startet mit einem Prolog, der ein paar Fragen aufwirft und man weiß nicht so wirklich, was passiert ist oder was gerade passieren wird. Danach, etwas 10 Jahre später, geht es dann weiter und man lernt Lotta kennen, die gerade eine Weiterbildungsmaßnahme macht. Die Protagonistin hat es sehr schwer, da ihre Eltern tot sind und sie bei ihrem Großvater und der Nachbarin aufwächst. Außerdem ist sie kleinwüchsig, hat keinen besonders guten Hauptschulabschluss, ist nun arbeitslos und macht diese Weiterbildung. Was mir ganz besonders an dem Charakter von Lotta beeindruckt ist, egal wie schwer sie es hat oder hatte, sie kämpft sich einfach weiter durch und lebt ihr Leben. In der Maßnahme lernt sie Jurij, einen seltsamen und auf anhieb ziemlich chaotisch wirkenden Jungen kennen, den sie zu anfangs nicht mag und ablehnt, aber dann doch ihre Vorurteile fallen lässt und versucht ihn kennen zu lernen. Sie bekommt mit, dass Jurij mit seiner Schwester Ludmilla, seinem schizophrenen Bruder Stas und seiner Mutter in einer relativ kleinen Wohnung lebt. Ich finde alle Charaktere in diesem Buch einfach nur sehr gut dargestellt und auch etwas anders als in "normalen" Jugendbüchern. Man kann wirklich mit jedem "mitleben", egal ob das Lotta ist, oder Jurij und seine Familie. Jeder wächst einem beim Lesen ans Herz, sogar auch Stas, der sehr schwierig und etwas anders ist. Man fiebert richtig mit den Charakteren mit und fragt sich immer, was kommt als nächstes. Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Protagonisten eine Entwicklung durch machen, zum Beispiel Lotta, die Abstand nimmt von ihrern Vorurteilen und lernt auf andere zu zu gehen, ohne sie direkt zu bewerten oder sogar abzuwerten. Die ganze Geschichte macht einem Mut, da wirklich alle das Beste aus jeder Situation machen und auch die Handlung so strukturiert ist. Was mir auch besonders gut gefällt ist, dass die Autorin nie abwertend über irgendeinen Charater schreibt, sondern einfach ohne Bewertung das Leben schildert, wie es ist und sogar Stas nicht schlecht dargestellt wird wegen seiner Erkrankung.  Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Realität und Fantasy, mit genau richtigen Anteilen des Jeweiligen. Von der ersten bis zur letzten Seite ist es hoch spannend und sehr interessant geschrieben. Ich könnte hier Romane und Loblieder über das Buch schreiben, aber das würde zu viel spoilern für die Leute, die es selbst lesen möchten ;). Der Schreibstil ist relativ komplex und sehr ausdrucksstark, was aber nicht heißén soll, dass das Buch schwierig wäre zu lesen... Im gegenteil, es liest sich einfach so gut, dass man nicht wieder aufhören möchte!  Zusammengefasst erschafft die Autorin eine wundervolle Geschichte, die mit viel Detailiebe glänzt und die man so noch nicht irgendwo gelesen hat. Diese Thematik und Zusammenstellung der Charaktere und der Geschichte ist so einzigartig und großartig, dass jeder dieses Buch lesen sollte. Man lernt sehr viel aus dem Buch und außerdem ist es auch sehr unterhaltsam ;) Die verschiedenen überraschenden Wendungen , die Realitätsverschiebungen und der Einfallsreichtum der Autorin machen das Buch zu einem Muss für jeden, der diese Mischung aus Fantasy und realer Welt mag.  Ein großes Lob gilt der Autorin Alexandra Dichtler für dieses Meisterwerk!  "Schwester golden, Bruder aus Stein" zählt aufjedenfall jetzt zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen.

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  • Originelle Figuren und eine außergewöhnliche Fantasy-Idee - sehr gelungen!

    Schwester golden, Bruder aus Stein

    LaLecture

    17. May 2016 um 22:10

    InhaltMit ihren gerade mal 17 Jahren ist Lotta in vielerlei Hinsicht gescheitert: Nur mit Ach und Krach hat sie den Hauptschulabschluss geschafft und muss eine Bildungsmaßnahme des Arbeitsamtes besuchen. Kontakt zu Gleichaltrigen hat sie wenig, da sie es mit kaum einem Menschen aushält.Schuld daran ist eine nie versiegende, innere Wut, die sie sich nicht erklären kann und die ihr die Konzentration und die Beherrschung raubt. Die einzige Besänftigung, die ihr "innerer Ofen" kennt, ist ein Spaziergang im Wald, mit dem Lotta sich auf magische Weise verbunden fühlt.Als als Jurij und dessen kleine Schwester Ludmilla kennenlernt, entdeckt Lotta eine neue, beruhigendere Art, ihren Ofen zu beruhigen. Gleichzeitig beginnt sie die Stimme eines Mädchens zu hören, das ihr fremd und zugleich vertraut ist. Wird Lotta verrückt? Ist sie vielleicht schizophren, wie Jurijs Bruder Stas? Oder steckt mehr hinter diesen Ereignissen - ein Geheimnis, das sie nie hätte erahnen können?MeinungBeim Durchblättern des Verlagsprogramms fielen mir Titel und Cover von "Schwester golden, Bruder aus Stein" sofort ins Auge (Was wieder einmal der Beweis ist, dass sich gerade für kleine Verlage gute Coverdesigns lohnen.) und jetzt nach dem Lesen kann ich sagen, dass mich auch der Inhalt des Buches nicht enttäuscht hat.Was mir an diesem Debütroman besonders gefallen hat, waren die Figuren.Lotta ist eine sehr ungewöhnliche Hauptfigur für ein Jugendbuch, allein von ihrem "Werdegang", ihrem Äußerlichen (sie ist kleinwüchsig) und ihrem Charakter (ewig schlecht gelaunte Kratzbürste) her. Gleichzeitig ist sie einem sehr sympathisch, denn man lernt viel über ihr schwieriges Leben und kann sich zudem über ihre schlagfertigen und bissigen Kommentare amüsieren. Man kann sich das ganze Buch hindurch sehr gut mit ihr identifizieren.Auch Jurij ist - anders, als man es von den männlichen Figuren aus Jugendbücher oft gewohnt ist - kein strahlender, charmanter Held, sondern ein verpeilter, aber verantwortungsbewusster und liebenswerter Familienmensch, der nie versucht, sich als größer oder stärker aufzuspielen, als er ist.Auch die Nebenfiguren - und das ist bei einem so kurzen Buch nicht selbstverständlich - sind allesamt originell, sehr liebenswert und gut ausgearbeitet, auch wenn der Fokus des Romans natürlich auf Lotta liegt.Sehr gut gefallen hat mir auch der Aufbau des Buches, denn die Handlung baut sich langsam aber sicher auf und die Spannung steigert sich immer weiter, bis sie sich schließlich im großen Showdown löst, der dann auch die Auflösung der angedeuteten Geheimnisse offenbart und beweist, dass "Schwester golden, Bruder aus Stein" ein Thema behandelt, von dem ich in der Fantasy-Literatur bisher noch nie gehört hatte und über das ich gerne noch sehr viel mehr gelesen hätte.Lediglich die große Erklärung und ein Teil der Auflösung kamen mir auf knapp 20 Seiten etwas zu schnell, dafür, dass die gespannte Erwartung auf diese Informationen so lange und gekonnt gesteigert wurde.Angenehm fällt auch auf, dass der Roman entgegen des häufig zu findenden Jugendbuchklischees keine künstliche, auf einem Missverständnis aufbauende Dramatik zwischen den Hauptfiguren erzeugt, sondern alles authentisch und nachvollziehbar vonstatten geht.Der Schreibstil schließlich ist angenehm zu lesen und auf authentische Weise an Lotta angepasst, ohne dabei zu gewollt jugendlich zu wirken. Spannungssteigernd sind auch Kapitel in der Du-Perspektive geschrieben, die - passend zum entsprechenden Charakter - in einen anderen Schreibstil verfasst sind.Fazit"Schwester golden, Bruder aus Stein" ist ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman, der definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Idee ist neu und faszinierend, die Figuren angenehm authentisch und untypisch und die Spannung wird geschickt aufgebaut. Lediglich länger hätte das Buch sein dürfen, um dem Fantasy-Aspekt, der erst am Ende erklärt wird, und der dazugehörigen Auflösung mehr Raum zu verleihen. Ich vergebe sehr gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • besondere Protagonistin mit ungewöhnlicher Geschichte

    Schwester golden, Bruder aus Stein

    hexe2408

    10. May 2016 um 00:15

    Lotta führt kein ganz so gewöhnliches Leben. Seit einem Unfall, bei dem sie ihre Eltern verloren hat, lebt sie bei ihrem Großvater. Aufgrund ihrer geringen Größe musste sie viele Hänseleien und dumme Sprüche einstecken, Freundschaften aufzubauen war fast unmöglich. Sie lebt eher zurückgezogen, ist jedoch alles andere als ruhig. In Lotta brodelt es, sie steckt voller Energie, die ihr manchmal Angst macht. Als sie dann auch noch Stimmen hört, glaubt sie, völlig verrückt zu werden. Lottas neuer Mitschüler Jurij kennt sich mit „unerklärlichen Stimmen“ aus – doch ist Lotta genauso wie sein psychisch kranker Bruder oder steckt etwas völlig anderes dahinter?   Die Charaktere in den Büchern von Alexandra Dichtler sind alle einzigartig und besonders. Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die viele Protagonisten sonst haben, sucht man hier vergeblich. Die jungen Menschen sind gezeichnet von Krankheiten, schweren, familiären Situationen oder ihren charakterlichen Besonderheiten. Sie haben es nicht unbedingt leicht, aber genau das macht es so spannend, sie zu begleiten, sie kennen und verstehen zu lernen. Hinter die Masken zu blicken, kann einem viel mehr zeigen, als nur vorbei zu sehen. Besonders schön finde ich, dass trotz der Schicksale immer wieder deutlich wird, dass die Figuren schöne Momente erleben, dass sie sich freuen und Spaß am Leben haben – soweit das eben möglich ist und nicht die nächste Katastrophe ins Haus steht. Man muss nicht von Geburt an auf der Sonnenseite des Lebens stehen, um etwas aus sich und der Zukunft zu machen.   Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte hinein zu finden und mich auf die Figuren und Handlung einzulassen. Zu Beginn des Buches prasseln die Probleme und Schwierigkeiten erst mal ziemlich geballt auf den Leser ein. Man ist etwas verloren in Lottas chaotischer Welt, in der sie selbst manchmal ihren Platz sucht. Da es bereits mein zweites Buch der Autorin ist, kannte ich ihren Stil schon. Auch hier habe ich wieder deutlich gespürt, dass Sprache und Satzbau mit der Gefühlslage der Personen verknüpft sind. Wenn die Stimmung eher gedrückt ist, die Figuren verwirrt und durcheinander sind oder alles drunter und drüber geht, gibt es eher kurze Sätze, ohne Ausschmückung, ohne Schnörkel. Ist die Atmosphäre nicht so düster, werden auch die Beschreibungen bunter, verschachtelter und lebendiger. Dadurch überträgt sich die Stimmung beim Lesen gut und es fällt zunehmend leichter, sich auf die Handlung und die Personen einzulassen. Die schönen Naturbeschreibungen helfen zusätzlich dabei, sich in Lottas Heimatort zurecht zu finden und ihre Ausflüge in den Wald mit ihr zu genießen. Durch die Ich-Perspektive ist man sehr intensiv bei Lotta. Man erlebt ihre aufgewühlten Gefühle mit, man taucht in ihre Gedanken ein, man durchlebt gemeinsam ihre Träume, die teilweise ziemlich beängstigend sind. In Lotta schlummert eine Kraft, die nicht so recht greifbar ist, die mit ihr Dinge zu tun scheint, die sie selbst nicht erklären und vor allem nicht so richtig steuern kann. Zwischendurch habe ich mich immer wieder gefragt, was Lotta sich einbildet, was echt ist und was möglicherweise doch zum Fantasyanteil des Buches gehört. Besonders durch die Kombination mit den psychischen Problemen von Jurijs Bruder, fällt es schwer, das Rätsel selbst zu entschlüsseln. Einige Dinge sind ähnlich, andere wiederrum ganz anders und immer bleibt die Frage, was da wirklich passiert, wie alles zusammenhängt und wie es wohl weitergehen wird. Zum Ende der Geschichte wird es noch mal temporeich und überraschend. Es gibt unerwartete Wendungen, erneutes Chaos und reichlich Emotionen. An einer Stelle liefen bei mir sogar die Tränen.   Die Dinge sind nicht immer, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Es lohnt sich, einen zweiten Blick zu wagen, sich auch auf schwierige Situationen einzulassen und die Türen für besondere Charaktere zu öffnen, die ihre Geschichte erzählen möchten. Ein interessantes Buch, das mich zwischendurch verwirrt, aber auch berührt und überrascht hat.   Vielen Dank an die Autorin Alexandra Dichtler für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!  

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  • Fesselnde Geschichte mit lebhaften Charakteren

    Schwester golden, Bruder aus Stein

    traumbuchfaenger

    08. May 2016 um 20:22

    In Lottas Inneren wütet ein Ofen, der sie stehts in Rage versetzt und nur vom Wald beruhigt werden kann - bis sie auf Jurij trifft. Ein Blick von ihm reicht aus, um die Hitze in ihr zu lindern. Doch was stimmt nicht mit Lotta, dass sie dieses Feuer in sich spürt? Als sie schließlich von einem scheinbar nicht existierenden Mädchen gerufen wird, zweifelt Lotta endgültig an ihrem Verstand und merkt dabei gar nicht, in welcher Gefahr sie schwebt - und mit ihr, alle die sie liebt.Ich wusste erst mal gar nicht so recht, was mich erwartet, denn der Klappentext verrät nicht sonderlich viel. Umso gespannter war ich, was sich hinter der Geschichte verbirgt und habe mich so komplett auf sie eingelassen.Lotta wirkte auf mich wie eine selbstbewusste junge Frau. Obwohl sie wegen ihrer Konzentrationsprobleme das JFZ besuchen muss - eine Einrichtung für Jugendliche mit problematischer Schullaufbahn - ist sie sehr klug, direkt und äußert schlagfertig. Sie wird nicht gerne ausgenutzt und hat Jurij das auch gleich an seinem ersten Tag im JFZ klar gemacht, obwohl dies gar nicht seine Absicht war. So war das erste Treffen zwischen den beiden vielleicht nicht das harmonischste, jedoch wurden sie sehr schnell Freunde. Und bei den Personen, die sie gern hat, kann Lotta ziemlich fürsorglich und beschützend reagieren. Auch Jurij ist eine ziemlich fürsorgliche Person. Da sein Vater die Familie verlassen hat, muss er der Mann im Haus sein und sich um seinen schizophrenen Bruder Stas und seine kleine Schwester Ludmilla kümmern und dafür sorgen, dass im Haushalt alles glatt läuft. Lotta dagegen lebt nur mit ihrem Großvater zusammen, da ihre Eltern früh gestorben sind. Für mich haben die beiden perfekt harmoniert und ich fand es schön zu lesen, wie Jurij und auch Ludmilla die weichen Seiten der sonst so taff wirkenden Lotta hervorblitzen ließen.Generell mochte ich alle Charaktere sehr gerne, vor allem da jeder einzelne von ihnen außergewöhnlich und individuell war und mit viel Liebe und Fantasie zum Leben erweckt wurde.Was nun aber wirklich mit Lotta los ist, erfährt man erst viel später, wenn man die Charaktere schon alle kennt und ins Herz geschlossen hat. Was die Autorin sich da ausgedacht hat, empfand ich als sehr kreativ und überraschend, so dass mich die Auflösung wirklich fesseln konnte. Allerdings kamen die Informationen alle auf einmal und in großer Zahl, was es schwierig machte, diesen Schwall an Informationen zu verarbeiten, da das Ganze schon ein wenig komplexer und nicht ganz leicht zu verstehen war. Der Schreibstil erleichterte jedoch den Prozess, denn er war angenehm und leicht zu lesen, so dass man die Neuigkeiten besser aufnehmen konnte.Das Ende wurde schließlich durch einen rosigen Epilog abgerundet, der mich das Buch zufrieden schließen ließ.

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  • Tolle Geschichte mit ausgergewöhnlichen Charakteren

    Schwester golden, Bruder aus Stein

    Nenatie

    Inhalt Ist Lotta krank, weil sie von einem Mädchen gerufen wird, für dessen Existenz es keinerlei Belege gibt? Krank wie der schizophrene Stas, der ältere Bruder des chaotischen Jurij? Je tiefer die Beziehung zwischen Lotta und Jurij wird, desto mehr scheinen Wahn und Realität zu verschwimmen. Die junge Frau ahnt nicht, dass sie Jurij durch ihre Nähe in Gefahr bringt - und mit ihm alle, die sie lieben. Denn Lottas Leben ist nicht, was es zu sein scheint ... Meinung Der Klappentext klingt sehr vielversprechend und mal nach einem etwas anderen Fantasybuch ohne kitschige Liebesgeschichte. Die Geschichte startet mit einem Prolog der einige Fragen aufwirft. Dann geht es zehn Jahre später weiter. Man lernt Lotta kennen und begleitet sie zu ihrer Weiterbildung. Leider hatte Lotta bis jetzt nicht immer Glück, sie ist kleinwüchsig, hat einen nicht ganz so guten Hauptschulabschluss und ist nun arbeitslos. Trotzdem beißt sie sich durch und versinkt nicht in Selbstmitleid. Kurz darauf lernt sie Jurij kennen, einen seltsamen und chaotischen Jungen. Lotta mag ihn zuerst nicht, lässt dann aber von ihren Vorurteilen ab und versucht ihn besser kennenzulernen. Die Charaktere in diesem Buch sind so ganz anders als sonst in Jugendbüchern. Keine strahlende Heldin die alles kann und kein gutaussehender Retter den alle anschmachten! Lotta ist kleinwüchsig und eher zurückgezogen, sie kommt mit vielen nicht klar und möchte gerne alleine sein. Jurij hat zu Hause alle Hände voll zu tun damit seine Familie zu organisieren, der Vater hat die Familie verlassen und die Mutter arbeitet in zwei Jobs um alles bezahlen zu können. Sein Bruder ist schizophren und muss öfter mal in die Klinik. Und das alles wird noch mit einer Prise Fantasy gemischt. Lotta macht während der Geschichte eine tolle Entwicklung durch, sie lernt mit anderen klar zu kommen und auch von ihren eigenen Vorurteilen abstand zu nehmen. Die Geschichte macht wirklich Mut, da alle Charaktere einfach toll sind und weiterkämpfen, egal was passiert. Und wenn es mal allzu düster wird, wird die Stimmung mit einer lustigen Situation aufgelockert. Der Fantasyanteil in dieser Geschichte war gut gemacht und toll mit allem verknüpft. Ein paar Situationen empfand ich dann aber doch als etwas zu weit hergeholt und ich hätte mir hier und da noch ein bisschen Erklärung mehr gewünscht. Am besten hat mir an dem Buch gefallen das nichts gewertet wird, es wird geschildert wie das Leben ist, auch mit Schizophrenen Familienmitgliedern. Aber es wird nicht als schrecklich böse dargestellt. Das war für mich ein sehr großer Pluspunkt. Es wird auch nicht auf Mitleidspunkte gesetzt, es ist einfach so. Der Schreibstil war flüssig zu lesen. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen weil es einfach sehr spannend und gut gemacht war! 4,3 Sterne. Ein gelungenes Debüt das jeder lesen sollte der gerne Fantasy mit authentischen Charakteren liest.

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    • 2

    lord-byron

    18. August 2015 um 21:53
  • Schwester golden, Bruder aus Stein

    Schwester golden, Bruder aus Stein

    missmistersland

    18. August 2015 um 09:47

    Inhalt: Ist Lotta krank, weil sie von einem Mädchen gerufen wird, für dessen Existenz es keinerlei Belege gibt? Krank wie der schizophrene Stas, der ältere Bruder des chaotischen Jurij? Je tiefer die Beziehung zwischen Lotta und Jurij wird, desto mehr scheinen Wahn und Realität zu verschwimmen. Die junge Frau ahnt nicht, dass sie Jurij durch ihre Nähe in Gefahr bringt - und mit ihm alle, die sie lieben. Denn Lottas Leben ist nicht, was es zu sein scheint … (Klappentext) Meine Meinung: Zu Beginn musste ich die Geschichte erst einmal einordnen. Trotz dem Klappentext war ich mir nicht sicher worum genau es geht (im Nachhinein war das sogar ganz großartig so). Mit Lottas und Jurij's Welt hatte ich zu Beginn ein paar Probleme, ganz allein meiner Unwissenheit geschuldet. Ich kenne die "Welt" wie die beiden sie sehen weder persönlich noch aus meinem Umfeld. Doch sobald ich mich voll auf Lotta einlies, fühlte ich mit ihr. Und ich frage mich: Was ist dieser blöde Ofen? Zu Beginn konzentriert sich die Geschichte sehr auf Lottas und Jurijs Leben, vor allem im Bezug auf ihre "Maßnahme" und ihr nicht ganz so einfaches Leben. Nach und nach erst lässt die Autorin die mystischen Aspekte einfließen, was mir sehr gut gefiel. Sehr verwirrend waren die zwischen geschobenen Kapitel, in welchen der Leser mit "du" angesprochen wird und ein und die selbe Person doch irgendwie eine andere Person ist. Diese Kapitel haben mich verwirrt und ich hätte sie gerne (aber psssst) ausgelassen. Zwar machen diese Kapitel Sinn am Ende des Buches, doch hätte ich diese Kapitel nicht gebraucht. Absolut alle Protagonisten haben es mir bei diesem Werk angetan. Ja selbst der besondere Stas. Seine Schizophrenie nahm keinen großen Bereich der Erzählung ein, doch lies mich der Gedanke an ihn und seine Krankheit das ganze Buch über nicht los. Ich hatte von allen Charakteren ein gestochen scharfes Bild im Kopf, nur Lotta war immer ein ganzes Stück größer in meiner Vorstellung. Da hatten meine Gedanken ein Eigenleben. In einer umgangssprachlichen aber wundervoll poetischen Sprache entführte mich die Autorin in eine Geschichte zwischen Verstand und Fantasie. Je weiter ich in dem Buch vordrang, desto mehr begeistere mich die gefühlvolle Erzählung dieser jungen und speziellen Liebe. Ich bin begeistert. Ich gebe zu, ich habe mich gefragt ob das Ende mich zufrieden stellen kann, während ich las. Die Antwort ist simpel: Ja. Je näher wir dem Ende kommen desto geheimisvoller wird die Geschichte. Glücklicherweise ohne pompöses vor Heldentum triefendes actiongeladenes Finale. Zu dieser poetischen Sprache und der magischen Geschichte passte das Ende perfekt und lies nahezu keine Fragen offen. Mein Fazit: Gefühlvoll, geheimnisvoll und verträumt. Tolle Mischung aus Realität und Fantasie. Wer diese Art von Geschichten mag, wird dieses Buch verschlingen.

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