Alexandra Fischer Der Traum vom Horizont

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Inhaltsangabe zu „Der Traum vom Horizont“ von Alexandra Fischer

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  • Ein wundervoller historischer Roman

    Der Traum vom Horizont

    Nady

    31. August 2016 um 21:54

    Klappentext:Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe. Besonders ein geheimnisvoller Weltenbummler beeinflusst das Schicksal der Familie nachhaltig, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht. Meine Meinung:Cover: Das Cover finde ich einfach wunderschön romantisch und es hat mich sofort angesprochen. Es passt, finde ich, hervorragend zum Titel des Romanes und ich freute mich wirklich darauf ihn zu lesen.Inhalt:Als erstes habe ich natürlich den Prolog gelesen. Dieser spielt 5 Jahre nach der eigentlichen Story in dem Buch und man kann natürlich so einige Passagen und Zusammenhänge nicht so ganz verstehen. Dann reisen wir ins Jahr 1902. Karl Bahlow war in seinem Land ein nicht gerader erfolgreicher Mann. Seine Eltern und Brüder belächelten ihn, besonders als sie hörten, dass er mit seiner Frau Rosa und den drei Kindern nach Deutsch-Samoa ziehen will, um sich dort als Pflanzer einen Namen zu machen. So müssen Rosa und ihre drei Mädchen Grethe, Helene und Martha widerwillig mitziehen.Doch dort angekommen, entwickelt sich alles anders als gedacht. Ihr Mann führt sein „Regime“ mit strenger Macht. Rosa und die Mädchen haben nichts mehr zu lachen. Ständig ist Karl Bahlow unzufrieden und lässt seine Wut an seiner Frau, er nötigt sie sexuell, sowie an seinen Töchtern aus. Sie dürfen in seiner Gegenwart nur sprechen, wenn er sie etwas fragt und „funktionieren“ sie nicht, kommt es zur körperlichen Gewalt. Doch ihnen bleibt nichts anderes übrig, als diese Tyrannei zu ertragen, bis die Mädchen erwachsen sind. Mehr möchte ich natürlich nicht verraten, nur so viel sei gesagt, es passiert so viel auf diesen 720 Seiten, was wirklich so unglaublich und spannend ist. Fazit:Ich lese unheimlich gerne historische Romane und auch in diesem Buch, hat es die Schriftstellerin Alexandra Fischer geschafft, mich völlig in ihren Bann zu ziehen. Man ist natürlich erst am kräftig durchatmen, wenn man die Seitenzahl sieht. Aber so bald man angefangen hat zu lesen, kann man nicht mehr aufhören. Ich habe ein Kapitel nach dem anderen verschlungen und war oft so schockiert über die Machenschaften des Karl Bahlow. Ich hätte so manches mal am liebsten in den Roman gegriffen, um Rosa und ihre Töchter da rauszuholen. Es ist unbegreiflich, wie die Frauen damals so unterwürfig waren und ihre Männer tun und lassen konnten was sie wollten. Dann kommt das Dienstmädchen  Aveolela, eine schwarze Samoarin, ins Haus und sie ist die einzige, die Rosa an sich heran lässt und sich eine zarte Freundschaft zwischen den beiden Frauen entwickelt. Für Karl natürlich ein Dorn im Auge. Und dann lernt Rosa von Aveolela auch noch die Sprache der Samoaner kennen und die Kultur dieser Einheimischen scheint Rosa immer mehr lieben. Alexandra Fischer hat tolle Charaktere und Landschaftsbilder beschrieben, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.Ein wirklich toller, spannender und sehr gelungener Roman, der so schön geschrieben ist, dass man sich die Schriftstellerin wirklich merken sollte. Anmerkung: Vielen Dank, liebe Alexandra Fischer, für das Bereitstellen des E-Books zur Rezension. Wie Ihr wisst, beeinflusst das meine Meinung in keinster Weise.Schmetterlinge: 5 von 5

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  • Leserunde zu "Der Traum vom Horizont" von Alexandra Fischer

    Der Traum vom Horizont

    AlmaF

    Hallo ihr lieben Bücherwürmer, ich lade euch alle ganz herzlich zur Leserunde meines Buches "Der Traum vom Horizont" ein und vergebe dazu 10 Printexemplare sowie 10 eBooks. Wer schon immer mal in die Südsee abtauchen und etwas über die Deutschen Kolonien vor dem ersten Weltkrieg erfahren wollte, der sollte mich in dieser Leserunde begleiten. Ihr taucht ein in die Familiengeschichte der von Bahlows, die 1902 in die Kolonie Deutsch-Samoa kommen, um dort ihr Glück zu suchen.  Was dürft ihr von meinem Roman erwarten? Nun, wer gerne liest und dabei noch etwas lernen möchte, der ist hier bestimmt richtig. Meine Charaktere sind sehr detailliert beschrieben. Man lebt mit ihnen, man leidet mit ihnen und manchmal möchte man sie vermutlich am liebsten schütteln und ihnen sagen, dass ihre Entscheidungen falsch sind. Wer Spaß an Familiengeschichten und einer gewissen Dramatik hat, der liegt mit diesem Buch richtig. Außerdem erfährt man so einiges über das Leben auf Deutsch-Samoa zur damaligen Zeit, wobei Politik und Gesellschaft immer mit der Geschichte verwoben werden. Was dürft ihr nicht von meinem Roman erwarten? Ganz sicher ist "Der Traum vom Horizont" kein seichter Liebesroman. Wer hier leichte Unterhaltung sucht, ist am Ende vermutlich enttäuscht. Ich habe versucht, die damalige Zeit sehr realistisch darzustellen. Das bedeutet im Bezug auf die Romantik, dass diese zwar unterschwellig da ist, aber durch gesellschaftliche Zwänge im Zaum gehalten wird. Leidenschaftliche Liebesszenen hat dieses Buch folglich nicht zu bieten. Außerdem ist dieser Roman nicht gerade ein dünnes Buch und erfordert Durchhaltevermögen. Wer also kein Freund von dicken Wälzern ist, sollte besser die Finger davon lassen. So, dann kommt hier noch der Klappentext: Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht. Wer nun Lust bekommen hat, an dieser Leserunde teilzunehmen, der darf sich gerne bewerben und mir sagen, warum ihn mein Buch interessiert und in welchem Format er es gerne hätte. Bei mehr Bewerbern für das Printexemplar entscheidet das Los. Wer mehr über mich erfahren will, der darf gerne hier stöbern: Wortfischerin und Facebook. Ich freue mich auf euch! Liebe Grüße Alexandra

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    • 739
  • Mitreißend und ergreifend

    Der Traum vom Horizont

    BeckyHH

    04. May 2016 um 21:27

    Der historische Roman von Alexandra Fischer spielt Anfang des 20. Jahrhunderts und handelt von einer Familie, die aus Deutschland wegzieht, um in einer Deutsch-Samoanischen Siedlung weit weg von zuhause neu anzufangen.Das Buch beginnt mit einem Prolog aus der Zukunft, den man unbedingt noch mal lesen sollte, sobald das Buch zu Ende gelesen wurde. Allerdings war es für den Anfang ein bisschen zu verwirrend, weil der Zeitsprung zu Kapitel eins wirklich sehr groß ist. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich in der Welt und mit den vielen Namen zurecht zu finden. Aber einmal in der Geschichte angekommen, habe ich mitgefiebert und das Buch kaum mehr aus der Hand gelegt.Die Protagonistin Helene ist mir allerdings am meisten ans Herz gewachsen. Sie war immer die zurückhaltende und sensibelste der drei Schwestern. Ihre Art hat mich einfach gepackt und mit großem Interesse habe ich Ihre persönliche Geschichte verfolgt und mit ihr gemeinsam gelacht und gelitten. Doch auch die anderen beiden Schwestern, Martha und Grethe, sind ganz eigene Persönlichkeiten. Grethe ist sehr darauf bedacht, im Thema Hauswirtschaft zu glänzen, und Martha ist der Wildfang und testet sehr regelmäßig ihre Grenzen.Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Es gibt im Buch viel zu entdecken, doch trotz der vielen eingebauten Details hatte ich nicht das Gefühl überfordert zu sein. Eher war ich fasziniert und wäre am liebsten vor Ort gewesen, um noch mehr aufzunehmen.Ich persönlich bin kein bekennender Fan von historischen Roman, doch dieser hat mich sehr überzeugt und schwirrt mir weiterhin im Kopf herum, da er zum Denken über das eigene Glück anregt.Copyright © 2016 by beckysworldofbooks.de

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  • Mitreißend und ergreifend

    Der Traum vom Horizont

    BeckyHH

    04. May 2016 um 21:27

    Der historische Roman von Alexandra Fischer spielt Anfang des 20. Jahrhunderts und handelt von einer Familie, die aus Deutschland wegzieht, um in einer Deutsch-Samoanischen Siedlung weit weg von zuhause neu anzufangen.Das Buch beginnt mit einem Prolog aus der Zukunft, den man unbedingt noch mal lesen sollte, sobald das Buch zu Ende gelesen wurde. Allerdings war es für den Anfang ein bisschen zu verwirrend, weil der Zeitsprung zu Kapitel eins wirklich sehr groß ist. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich in der Welt und mit den vielen Namen zurecht zu finden. Aber einmal in der Geschichte angekommen, habe ich mitgefiebert und das Buch kaum mehr aus der Hand gelegt.Die Protagonistin Helene ist mir allerdings am meisten ans Herz gewachsen. Sie war immer die zurückhaltende und sensibelste der drei Schwestern. Ihre Art hat mich einfach gepackt und mit großem Interesse habe ich Ihre persönliche Geschichte verfolgt und mit ihr gemeinsam gelacht und gelitten. Doch auch die anderen beiden Schwestern, Martha und Grethe, sind ganz eigene Persönlichkeiten. Grethe ist sehr darauf bedacht, im Thema Hauswirtschaft zu glänzen, und Martha ist der Wildfang und testet sehr regelmäßig ihre Grenzen.Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Es gibt im Buch viel zu entdecken, doch trotz der vielen eingebauten Details hatte ich nicht das Gefühl überfordert zu sein. Eher war ich fasziniert und wäre am liebsten vor Ort gewesen, um noch mehr aufzunehmen.Ich persönlich bin kein bekennender Fan von historischen Roman, doch dieser hat mich sehr überzeugt und schwirrt mir weiterhin im Kopf herum, da er zum Denken über das eigene Glück anregt.Copyright © 2016 by beckysworldofbooks.de

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  • Ein Stück Kolonialgeschichte

    Der Traum vom Horizont

    MyriamErich

    01. May 2016 um 15:18

    "Denken Sie, dass die selbst auferlegten Pflichten die Fesseln unserer Gesellschaft sind?" Familienepos mit Charme, einer Prise Humor, vermengt mit fundierter historischer Reflexion und philosophischen Denkanstößen zum Thema Respekt, Achtung und Gleichberechtigung. Der neue Roman von Alexandra Fischer vermag es, seine Leser von der ersten Seite an zu fesseln und zu begeistern. Im Mittelpunkt steht die deutsche Adelsfamilie von Bahlow, die sich um die Jahrhundertwende in der Kolonie Deutsch-Samoa niederlässt, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Doch das Leben bietet nicht immer die schönsten Früchte und so wird ein jedes Familienmitglied mit der Härte des neuen Lebens konfrontiert, um mit ihr zu reifen oder an ihr zu zerbrechen. Hin und hergerissen zwischen den gesellschaftlichen Konventionen, die, einem Korsett gleich, besonders die Handlungsmöglichkeiten der Damen einschränken sowie dem Drang nach Freiheit, Selbstbestimmung und Anerkennung, buhlen die Töchter um die Gunst des ehrgeizigen Vaters und um die Liebe der dort ansässigen Herren. Was einen vielversprechenden Anfang nimmt, droht in einer Tragödie zu enden, nicht nur für die Töchter der Adelsfamilie, sondern auch für die gesamte weltpolitische Lage... Faszinierend lässt die Geschichte anmuten, zugleich wirkt sie auch verstörend und direkt, doch ist es genau diese Tatsache, die die Geschichte so authentisch erscheinen lässt. Die ständigen Perspektivwechsel ermöglichen dem Leser einen intensiven und teilweise auch erschreckenden Einblick in das Innere der Protagonisten, lässt sie verstehen, mitleiden, mitfühlen, mit lieben,... Es ist eine Tragödie ohne gleichen, doch verdeutlicht sie nur zu gut die Umstände in den ehemaligen Kolonien und das damalige Frauenbild. So hat jeder seine Art, sich mit dem neuen Leben zu arrangieren und sie bestmöglich den Umständen anzupassen. Während die älteste Tochter Grethe sich ganz der Meinung des Vaters anschließt und die Einheimischen, gemäß den damaligen Aussagen, als "Wilde" und unzivilisiert betitelt, freunden sich Martha und die Mutter mit den Einheimischen an. Das Mauerblümchen Helene hingegen, fristet ein stilles Leben, abgeschieden von der Außenwelt, isoliert sie sich gänzlich von den Menschen und verarbeitet ihre Gedanken und Gefühle in ihren Tagebüchern. "Ich dachte mir gerade, dass diese Kolonie beweist, welch Stabilität auch ohne Unterdrückung möglich ist. Unser Gouverneur legt großen Schneid an den Tag, indem er sich nicht von seinem Weg abbringen lässt." Besonders gelungen ist die Einarbeitung historischer Fakten und Ereignisse. Mit einem Auge fürs Detail beschreibt die Autorin die Lebensumstände in den Kolonien, sowohl von den Kolonialherren, als auch von den Einheimischen, wobei sie die deutschen Kolonien in Afrika zum Vergleich heranzieht. Eine spannende und wunderschöne Geschichte, voll Dramatik und Raffinesse. Wundervoll geschrieben, die Sprache leicht und flockig, detailgetreu und nicht zu langatmig. Versteckte Botschaften ermutigen den Leser "selbst mutiger durch den Alltag zu gehen" und alles daran zu setzen, seine Träume zu verwirklichen. Eine Geschichte für alle, die sich für historische Romane, Liebesromane und den deutschen Kolonialismus interessieren!

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  • Ein historischer Roman über eine Familie in Deutsch - Samoa

    Der Traum vom Horizont

    Diana182

    29. April 2016 um 19:22

    Das Cover zeigt ein wunderschön gestaltetes Bild über eine Insel im Meer, bei der man sofort Lust auf den nächsten Urlaub verspürt. Dieses Bild ist passend gewählt und macht direkt neugierig auf die enthaltenen Geschichte. Leser historischer Romane werden hier sicherlich schnell einen Blick ins innere werfen! Der Inhalt per Klappentext:Apia, 1901: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe. Besonders ein geheimnisvoller Weltenbummler beeinflusst das Schicksal der Familie nachhaltig, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht. Meine Meinung:Sie mögen historische Familiengeschichten und haben keine Angst vor dicken Büchern? Dann kann ich dieses wirklich nur empfehlen. Die Autorin schildert hier eine mitreißende Familiengeschichte, mit vielen höhen und tiefen. Man lernt nach und nach alle Mitwirkenden kennen und kann sie Dank der einzelnen Vorstellungen mehr oder weniger gut verstehen und sich in ihre Lage versetzten.Die Personen könnten charakterlich nicht unterschiedlicher sein und lassen sich daher sehr gut voneinander unterscheiden. Die enthaltenen Geschichte ist sehr emotional und sorgt für eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Als Leser fiebert man hier oft mit und trauert um lieb gewonnene Personen. Das Ende war für mich dann noch mal sehr überraschend und nicht vorhersehbar. Hier laufen alle Stränge zusammen und ergeben ein interessantes Gesamtbild. Die einzelnen Szenen werden wunderbar beschrieben und sorgen stets für Bilder im Kopf. Hier und da wird schon ein wenig Fernweh geweckt. Aber Dank der ausführlichen Schreibweise, hat man das Gefühl, direkt vor Ort sein zu können und spürt sie warme Sonne direkt auf der Haut. Mein Fazit:Eine mitreißende, authentisch geschilderte, historische Geschichte, welche schon nach wenigen Seiten direkt fesselt!

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  • Der Traum vom Horizont

    Der Traum vom Horizont

    Rees

    Die adelige Familie von Bahlow zieht um das Jahr 1902 in die Deutsche Kolonie Samoas. Karl, das Oberhaupt ist besessen davon sich hier einen Namen zu machen und nimmt dabei auf Niemanden Rücksicht, am allerwenigsten auf seine Frau und die drei Töchter, die für ihn weniger Wert sind als das Vieh in den Ställen. Während er unbarmherzig waltet, versuchen die vier Frauen ein kleines bisschen Glück für sich zu finden, was ihnen aber immer wieder verwehrt wird, denn Vater von Bahlow mag es keinem gönnen und regiert mit eiserner Hand. Jedes Kapitel wird aus der Sicht eines anderen Familienmitgliedes erzählt und so erhält man einen guten Einblick über Charakter und Befinden jeder einzelnen Person . In jedem Kapitel ist auch wieder ein Jahr vergangen und so schreiten die Ereignisse voran, während man als Leser mit bangt und mit leidet, ....die Seiten fliegen nur so dahin und man hofft inständig, dass sich mal etwas erfreuliches ereignet, aber darauf wartet man lange.... Ab und zu ein Lichtblick, der aber schon bald wieder überschattet wird. Obwohl die ganze Geschichte wirklich sehr düster und dramatisch ist, fängt es die Atmosphäre auf dieser wunderschönen Insel sehr eindrücklich ein. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen , auch wenn ein bitterer Geschmack geblieben ist, denn es ist ein Drama und nicht immer leicht zu ertragen

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    • 4

    Günter-ChristianMöller

    25. April 2016 um 18:59
  • Spannendes Familienepos mit geschichtlichem Hintergrund

    Der Traum vom Horizont

    liberty52

    Erzählt wird die Geschichte einer deutschen Adelsfamilie, die um 1900 nach Deutsch-Samoa auswandert und dort eine Pflanzung aufbaut. Es ist ein Familienepos, das einen (nicht gerade rühmlichen) Teil deutscher Geschichte dem Leser näher bringt. Man dringt tief in die Familiengeheimnisse, aber auch den Charme der Insel und seiner unbeschwerten Bewohner ein. Geschildert wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven. Jedes Kapitel stellt ein anderes Familienmitglied in den Vordergrund. Der Leser empört sich über Karl, leidet mit Rosa und lernt die Charaktere, Wünsche und Träume der drei Töchter kennen. Durch den Perspektivenwechsel erfährt man viel über Hintergründe, Motive, Wünsche und Sehnsüchte und lernt die Handlungsweisen zu verstehen. Man wird regelrecht in die Handlung einbezogen, bezieht Stellung. Ganz nebenbei lernt man viel über das Leben und Denken in der Kolonialzeit, über die Rolle der Frauen und über deutsche Geschichte. Das Buch ist sehr spannend, teilweise gefühlvoll,teilweise nahezu brutal geschildert. Einmal begonnen kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Spannende, lebensnahe, geschichtlich gut fundierte Unterhaltung. Da mir das Schicksal der Familie ans Herz gewachsen ist, würde ich mich als Leser über eine Fortsetzung freuen über das Leben der nächsten Generation nach dem 1. Weltkrieg. Gerne empfehle ich das Buch an geschichtlich interessierte Leser weiter.

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    • 5

    liberty52

    22. April 2016 um 12:46
  • Familiendrama - leider etwas langatmig

    Der Traum vom Horizont

    biancaneve66

    20. April 2016 um 08:19

    Der historische Roman erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, die 1901 in der Kolonie Deutsch Samoa ein neues Leben beginnen will. Chronologisch enthält jedes Kapitel jeweils die Geschehnisse eines Jahres bis 1920. Da jeder Abschnitt aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschildert wird, erfährt man viel über die Gefühle und das Denken der einzelnen Personen. Das Erwachsenwerden der drei Töchter zeigt in diesem Buch die historische Stellung der Frau und die vorgegebenen Rollenbilder. Auch die Einstellung der Kolonisten zu den Einwohnern von Samoa kommt gut zur Geltung. Der Schreibstil ist an den vor 100 Jahren angelehnt, und die ersten Kapitel waren sehr angenehm zu lesen. Später wurde es für mich aber immer schwieriger im Werk voranzukommen. Die Situation der Familienmitglieder wird detailliert beschrieben, aber die pessimistische Grundstimmung und die vielen – leider auch sprachlichen – Wiederholungen konnten mich nicht überzeugen.Liebhaber seichter und tränenreicher Familiengeschichten fühlen sich in diesem umfangreichen Roman sicher sehr wohl, aber mir persönlich war die Geschichte zu langatmig und leider ohne den geringsten Ansatz von Humor geschrieben. 

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  • Historischer Roman der adligen Familie von Bahlow in der Kolonie Deutsch-Samoa.

    Der Traum vom Horizont

    maria61

    18. April 2016 um 15:43

    Eine schicksalhafte Familiensaga, die das Herz berührt! »Träumt nicht jeder von uns vom Horizont? Davon, dass es dort anders ist, womöglich gar besser? Ich tat es«, flüsterte Rosa von Bahlow und dachte daran, dass jede ihrer drei Töchter einen Mann liebte. In Anbetracht der Umstände jedoch jede von ihnen den falschen.  Die Autorin Alexandra Fischer hat einen Roman aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben. Die Charakteren wurden gut recherchiert und ausführlich beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen.Mit jedem neuen Kapitel wird ein anderes Jahr und ein anderer Protagonist aus seinem Leben erzählen. Es wird die Auswanderung der Familie von Bahlow um 1902 bis 1923 geschildert.Es wurde dem Stellenwert der Frau bildlich dargestellt, so wie man es sich heute nicht mehr vorstellen kann. Der Stellenwert der Frau war in dieser Epoche nichts Wert. Der Vater, Karl, ist der typisch herrische, dominant und unsympathische Protagonist, die Mutter lebt in ihrer eigenen zurückgezogener Welt und die 3 Töchter sind das Gegenteil der Eltern.Die Töchter, deren Jugend hier beschrieben wird, sind nicht bereit so zu leben wie die Mutter. Den tyrannischen Vater ist nicht das Bild was sie sich von ihren Zukünftigen Wünschen, die sich immer fragten wie ihre Mutter es aushält und warum sie es nicht zu ändern vermag.Schließlich sind sie doch gezwungen zu Heiraten, die Männer mit Einfluss und Geld, die der Vater ausgesucht hat und werden mehr oder weniger glücklich. Auch diese Entwicklung ist gut recherchiert und nachvollziehbar.    Es ist eine Familiensaga, da einem einmal deutlich gemacht, wie die Familiengeschichte und das Zusammenleben unsere Entwicklung und Persönlichkeit prägt. Ein dramatisches Familienereignis voller Spannung.

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  • Romantischer Titel mit bewegendem Inhalt

    Der Traum vom Horizont

    nirak03

    17. April 2016 um 18:11

    Der Traum vom Horizont beginnt seine Geschichte mit einem Prolog, in dem sich zwei Schwestern nach langen Jahren wieder sehen. Es wird deutlich, nicht alles in ihrem Leben verlief so, wie es sich die Schwestern gewünscht hätten. Nicht nur der Krieg hat ihrem Leben zugesetzt auch die Umstände ihrer Erziehung und ihrer Lebenssituation. Es ist das Jahr 1920 in dem sich Helene und Martha wiedersehen. Ihre eigentliche Geschichte startet dann im Jahre 1902 und wird im Grunde rückwirkend erzählt. Die Schwestern wandern gemeinsam mit Vater und Mutter und ihrer älteren Schwester nach Deutsch-Samoa aus. Karl von Bahlow will sich hier eine neue Existenz aufbauen und sich selbst verwirklichen. Mit harter Hand regiert er seine Familie. Er selbst entstammt altem Adel, hat aber keinen großen Erbanspruch und muss sich somit selbst versorgen und beweisen. Auf Deutsch-Samoa bekommt er die Chance dazu. Seine Entscheidungen sind nicht immer zum Wohl seiner Familie und so haben die Kinder sowie auch die Mutter, Rosa von Bahlow unter seiner strengen Führung zu leiden. Fischer erzählt ihre Geschichte auf ungewöhnliche Weise. Mit jedem neuen Kapitel erzählt ein anderer Protagonist aus seinem Leben, ebenfalls erzählt jedes Kapitel aus einem anderen Jahr. Am Ende war man insgesamt 13 Jahre bei der Familie Bahlow. So ist der Leser mal bei Helene, mal bei Martha, dann wieder bei der Mutter oder der älteren Schwester, genauso wie direkt beim Vater und später kommen auch die Männer zu Wort, die sich für die Schwestern interessieren. Es macht durchaus Spaß dieses Buch mit dieser ungewöhnlichen Erzählweise zu lesen. Ich fand es sehr interessant, auf diese Weise, in die Köpfe der einzelnen Charaktere schauen zu können, und eben auch ihre Gedanken und Gefühle mitzuerleben. Jeder erlebt sein Leben und das der Anderen auf unterschiedliche Weise. Auch die politische Situation wirkt auf jeden anderes. Gerade dies wurde hier gut ausgearbeitet. Allerdings scheut die Autorin nicht davor zurück, mit deutlichen Worten das schwere Leben der Schwestern zu erzählen. Sie leiden unter dem strengen Vater und unter der schwierigen Lebenssituation. Karl ist der Ansicht eine Frau habe zu gehorchen und Erben zur Welt zu bringen und ansonsten still und unsichtbar zu sein. Alexandra Fischer zeigt deutlich auf, wie wenig gerade Frauen damals zu sagen hatten, von einem selbstbestimmten Leben ganz zu schweigen. Durch ihre fiktiven Charakteren der Familie Bahlow zeigt sie die strenge Lebensmoral dieser Zeit. Wie eine Insel wie Samoa unter Fremdherrschaft gestellt wurde und wie mit den Einheimischen umgegangen wurde. Sie hat die politischen Ereignisse gut mit der fiktiven Geschichte verwoben. So ist ein schönes Gesamtbild der Zeit entstanden. Der Leser ist mit dabei, wie die Schwestern erwachsen werden und sich verlieben, erlebt aber auch, dass es nicht immer so läuft wie man es sich erträumt. Der Traum vom Horizont mag vom Titel her romantisch klingen, der Inhalt ist es aber eher weniger. Auch wenn hier von Liebe die Rede ist, ist es in diesen Zeiten nicht einfach sie zu leben. So müssen die Protagonisten einiges durchstehen und ob sie am Ende das finden was sie suchen, nun dass muss jeder Leser selbst herausfinden. Das letzte Kapitel schließt zwar an den Prolog an und schließt so den Kreis und einiges ist zum Abschluss gekommen, aber ganz zu Ende erzählt ist die Geschichte von Helene und Martha und ihrer Familie dann doch noch nicht. Man darf auf den zweiten Band gespannt sein, der sicher noch einiges zu erzählen hat.  

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  • Der Traum vom Horizont

    Der Traum vom Horizont

    Mauela

    Die deutsche Familie von Bahlow zieh es während der Kolonialzeit nach Deutsch-Samoa. Der Vater Karl hat es in Deutschland nicht weit gebracht und will nun finanziellen Reichtum und den Respekt des Vaters erlangen, indem er als Pflanzer und Pferdezüchter sein Glück in der Ferne versucht. Im Roman Der Traum vom Horizont von Alexandra Fischer wird ein Familienephos erzählt, der mit der Auswanderung der Familie von Bahlow beginnt und mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges endet. Detailliert und liebevoll werden die einzelnen Protagonisten in dem 711 Seiten umfassenden Roman gezeichnet und obwohl das Werk seitenzahlmäßig sehr umfangreich ist, kommt nie Langeweile auf und ich persönlich wollte eigentlich nur noch mehr und noch mehr erfahren und habe mit entsetzten bemerkt, dass sich der Roman langsam dem Ende neigt und eine wunderbar erzählte Geschichte ihr Ende nimmt. Alexandra Fischer schafft es, eine umfassende und stimmige Familiengeschichte zu erzählen und gleichzeitig einen Einblick in das Denken der Kolonialzeit und die deutsche Geschichte zu gewähren. Die Geschichte selber ist ungewöhnlich aufgebaut. Der Prolog setzt sozusagen den Schlusspunkt des Romans an und so weiß der Leser auf welches Ende er sich einzustellen hat. Die Reise, die der Leser dann jedoch mit den einzelnen Personen unternimmt und die Lebenswege die die einzelnen Protagonisten beschreiten sind in keiner Weise vorhersehbar und so bleibt der Roman immer spannend. Insgesamt ist der Schreibstil sehr angenehm, leicht zu lesen ohne sprachliche Stolpersteine und Stellen die man zweimal lesen müsste um sie zu verstehen. Ein wunderbarer, farbenfroher manchmal trauriger und dann wieder heiterer und überraschender Roman, der leider viel zu schnell zu Ende ging. Von meiner Seite eine ganz klare Leseempfehlung. 

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    • 2
  • Das Leben bietet uns eine Reihe von Möglichkeiten

    Der Traum vom Horizont

    Schnuck59

    15. April 2016 um 16:29

    Der historische Roman „Der Traum vom Horizont“ von Alexandra Fischer beschreibt den Neuanfang der adligen Familie von Bahlow in der Kolonie Deutsch-Samoa. 1902 kommt Karl von Bahlow mit seiner Frau Rosa und den drei Töchtern Grethe, Helene und Martha nach Apia. Die fremde Kultur der Südsee, schicksalhafte Begegnungen und der Ausbruch des ersten Weltkriegs beeinflussen das Schicksal der gesamten Familie. Als erstes beeindruckt das Taschenbuch mit seinen 712 Seiten. Die Gestaltung des Covers mit Wasser, Palmen, Blüten und einer Frau im Kolonialstil gekleidet hat Südseecharakter. Die Inhaltsangabe ist mit Kapitelaufzählung und Seitenzahl leider etwas nichtssagend. Im Roman sind die Kapitel mit Ortsangabe und Jahr überschrieben. Die kurze Beschreibung der geschichtlichen Hintergründe zu Anfang finde ich gut platziert und informativ. Im Prolog treffen sich 1920 nach 11 Jahren zwei der Schwestern in Königswinter wieder. Danach geht die eigentliche Geschichte 1902 los. Der Schreibstil von Alexandra Fischer ist flüssig und trotz der vielen Seiten nicht langatmig. Der Aufbau dieser Familiensaga ist außergewöhnlich. Jedes Kapitel wird aus der Sicht von einem Protagonisten beschrieben, so dass Gedanken, Gefühle und Ereignisse aus dessen Perspektive dargestellt werden. Trotzdem ist der Ablauf chronologisch, die Zusammenhänge werden deutlich und die Geschichte ist in sich rund. In der Mitte des Buchs gibt es einen direkten Bezug zum Titel. Der Horizont kann als Sehnsüchte nach etwas anderem, vielleicht auch besserem, verstanden werden. An vielen Stellen im Buch taucht eine Palmnuss als Sinnbild für ein unausgesprochenes Geheimnis auf. Die Autorin hat weitere feine Details und Metaphern in die Geschichte eingebaut. Die Charaktere der Familienmitglieder sind sehr gut ausgearbeitet. Das Familienoberhaupt Karl ist streng, jähzornig und intolerant. Seine Frau Rosa ist depressiv und zurückgezogen. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Schwestern und deren persönliche Entwicklung sind gut beschrieben und nachvollziehbar. Hierbei spielen Liebe und Leid eine große Rolle. Das Leben zu dieser Zeit und die Rollenbilder werden deutlich. In die kulturellen Hintergründe und die Traditionen der Samoaner, aber auch in das Flair auf diesen Südsee-Inseln, kann man gut eintauchen. Mir hat diese Familiensaga sehr gut gefallen. In ihr wurde mir wieder deutlich, wie die Familiengeschichte und das Zusammenleben unsere Entwicklung und Persönlichkeit prägt. Trotzdem bietet das Leben uns eine Reihe von Möglichkeiten, wir müssen sie nur erkennen und ergreifen.

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  • ein sehr gelungener historischer Roman den man gelesen haben sollte

    Der Traum vom Horizont

    Binchen84

    15. April 2016 um 12:40

    Inhalt:Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe. Besonders ein geheimnisvoller Weltenbummler beeinflusst das Schicksal der Familie nachhaltig, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.(Quelle: Amazon) Über die Autorin:An einem goldenen Herbsttag in den wilden Siebzigern erblickte Alexandra Fischer das Licht der Welt. Schon früh begann sie, Geschichten zu schreiben, auch gerne mal mit Filzstift auf eines ihrer Kleidungsstücke. In der Schule war sie vernarrt in Reizwort-Aufsätze und trieb ihre Mathe-Lehrer in den Wahnsinn, weil sie die Textaufgaben zu ganzen Romanen ausweitete. Irgendwann wurde das Leben dann so aufregend, dass das Schreiben immer weniger wurde, aber vor nicht allzu langer Zeit spielte eine böse Heuschrecke Schicksal und führte Alexandra zurück zu ihren Wurzeln und zu ihrem Traum. Sie fing wieder mit dem Schreiben an und hört seitdem nicht mehr damit auf. (Quelle: Amazon)Meine Meinung:Wer gerne historische Romane liest, sollte diesen hier unbedingt lesen.Die Autorin Alexandra Fischer hat einen gut zu lesenden und fesselnden Schreib- und Erzählstil der mich schnell für sich einnehmen konnte. Das Buch habe ich für seine 720 Seiten sehr schnell gelesen gehabt. Das Flair der Insel Samoa kommt durch die Beschreibungen der Autorin gut rüber und man bekommt ein gutes Gefühl für die historischen Zustände. Die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Zwänge die Anfang des 20. Jahrhunderts gegolten haben, werden hier gut beschrieben und wiedergegeben. Auch die Unterdrückung und Versklavung der Ureinwohner und Chinesen wird sehr deutlich gemacht.Die Handlung ist eine Familiengeschichte voller Dramatik und Hoffnung. Durch viele Schicksalsschläge die die ausgewanderte Familie Bahlow ertragen muss, verlieren nicht alle die Hoffnung auf ein bisschen Glück in Deutsch-Samoa.Ein großes Thema ist hier zudem die Liebe. Allerdings entwickelt sie sich nicht immer so wie es die Töchter gerne hätten und es entsteht dadurch viel Leid.Die Protagonisten zeigen verschiedenste Charaktereigenschaften die gut zusammen harmonieren. Vater Karl ist der typisch herrische, dominante und unsympathische Protagonist, die Mutter lebt in ihrer eigenen zurückgezogenen Welt und die drei Töchter sind das ganze Gegenteil der Eltern. Helene, die mittlere Tochter, kommt eher unscheinbar rüber, Martha ist die Jüngste und Stärkste von den dreien und Grete übernimmt als älteste Schwester die Mutterrolle und die Führung des Haushaltes.Alle Protagonisten durchlaufen während der Handlung eine Wandlung die zu ihrem Wesen passt und entwickeln sich auch teilweise weiter.Die Nebencharaktere sind ebenfalls gut dargestellt und runden die Handlung ab.Fazit:Eine historische Geschichte die die damaligen Zustände gut rüber bringt und einem nicht mehr los lässt. Verschiedene Protagonisten mit den unterschiedlichsten Charakterzügen geben eine bunte Mischung ab und dramatische Familienereignisse geben der Handlung eine gute Spannung. 

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  • vielschichtige Famliensaga die hoffentlich noch nicht zu Ende ist

    Der Traum vom Horizont

    Gelsche

    14. April 2016 um 19:30

    Am Anfang des 20.Jahrhunderts siedelt Karl von Bahlow mit seiner Frau Rosa und seinen drei Töchtern nach Deutsch-Samoa über. Karl ist der dritte Sohn eines adligen Gutbesitzers. Er konnte durch einen Reitunfall, keine Karriere beim Militär machen, was er in seiner Familie deutlich zu spüren bekam. Mit dem Geld seiner Frau, will er sich jetzt in Deutsch-Samoa eine erfolgreiche Plantage aufbauen. Dabei "vertrat Karl uneingeschränkt die Meinung, dass sowohl Einheimische als auch Boden und Rohstoffe der Kolonie ausgebeutet werden mussten". Dies zeigt nicht nur seine Haltung gegenüber den Ureinwohner des Landes. Seine Frau und Kinder leiden ebenfalls unter ihm und sind ihm auch vom Gesetz her (in der damaligen Zeit) ausgeliefert. Das Buch erzählt vom Werdegang der Familie, in der seine Frau Rosa und die drei sehr verschiedenen Töchter ihr Glück auf ihre Weise und ihrem Weg zu finden. Dies von 1901 zur Zeit der Auswanderung bis 1920. Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines Familiemitgliedes geschrieben. Dadurch tritt man in das Innenleben der Protagonisten ein, erfährt von ihren Wünschen, was sie antreibt und was sie ausmacht. Das Buch ist spannend, man erfährt viel über die Kolonialzeit, die Mentalität der Ureinwohner und die freundlichen Farben dieses Landes, die einen krassen Gegensatz zum puritanischen Deutschland zur damaligen Zeit bilden. Die damalige politische Situation Deutschlands wird auch nebenbei erzählt, alles in einem Roman verpackt mit viel Hintergrundwissen. Ich liebe Bücher, die mich animieren "nachzugoogeln" und dadurch etwas zu lernen. Erschreckend ist mir klar geworden, welche Stellung die Frauen vor 100 Jahren noch hatten. Am Ende des Buches konnte ich trotz 700 Seiten nicht fassen, dass es schon zu Ende ist. Ich hoffe auf eine Fortsetzung. Ich bin doch so gespannt, wie es weitergeht. Das kann noch nicht alles gewesen sein? Weil das Buch nie langweilig und spannend war vergebe ich 5 von 5 Punkten.

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