Alexandra Friedmann Besserland

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Inhaltsangabe zu „Besserland“ von Alexandra Friedmann

In ihrem vor Erzähllust überbordenden Romandebüt schildert Alexandra Friedmann die unglaubliche Reise der Familie Friedmann von Weißrussland nach Westen und zeigt uns Europa von einer durchaus verblüffenden Seite. Gomel, Weißrussland, 1987: Papa Edik ist ein herzensguter Hausmann, der unter dem Pantoffel seiner Frau Lena steht und lieber mit seinen Freunden Karten spielt oder sich nach sowjetischer Manier für immer neue sinnlose Tätigkeiten einspannen lässt. Als Cousin Mischa Goldstein zu seiner Tante Raja nach Brooklyn ausreist, setzt sich eine Lawine in Gang, und die Friedmanns lassen sich von der Auswanderbegeisterung anstecken. Am Ende brechen auch sie gen Westen auf, und wir lernen unterwegs einen ganzen Reigen skurriler Typen kennen: Jossik, das Schlitzohr, bei dem sie in Wien Unterschlupf finden, dessen Schwiegermutter, die dicke Sima Semjonowa, Tante Ira, Oma Anna und viele, viele andere: bis zum reizenden Lehrer und Asylhelfer Klaus Krämer. Denn schließlich: Amerika ist weit, und Freiheit und Wohlstand gibt es fast vor der Haustür!

Höchst amüsant geschriebene Familiengeschichte, fast unbestechlicher Blick auf eine verdrehte Welt zu beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.

— Marapaya

Am besten ist er immer dann, wenn Oma Anna im Raum ist.

— AenHen

Tolle Geschichte

— ChattysBuecherblog

Fand ich toll!

— Ludmila1975

Eine humorvoll inszenierte Story mit dem Hintergrund der Freiheit und eines besseren Lebens.

— Sikal

Familiengeschichte zur Zeit des Umbruchs

— thora01

Ein Buch zum Nachdenken

— karin66

Humorvolle Auseinandersetzung mit der Auswanderung einer Familie aus der Sowjetunion.

— Wortwelten

Unterhaltsames Kapitel einer Familien- und europäischen Geschichte.

— Nicky_G

Hat mich nicht ganz überzeugt.

— Tamaru

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  • Auswandern als Slapstick-Komödie

    Besserland

    sursulapitschi

    14. January 2017 um 11:13

    Als Ende der 80er Jahre in der UDSSR die Perestroika ausgerufen wird, ist man begeistert im russischen Gomel. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich auf. In heiteren Episoden erzählt Alexandra Friedmann von ihrer umfangreichen Familie. Man hat sich arrangiert im sozialistischen Russland, ist das Schlangestehen gewöhnt, hat Beziehungen und wenn nicht, kennt man jemanden, der Beziehungen hat und an entscheidender Stelle ein paar Flaschen Wodka hinterlegen kann. Mit der Perestroika wird die Situation irrwitzig. Niemand weiß mit der neuen Freiheit umzugehen, versucht aber trotzdem sein Glück mit windigen Geschäftsmodellen.Irgendwann hat die Familie Friedmann genug: Sie wandern aus. Am besten nach Amerika.Das ist ein wirklich spannendes Thema, das hier sehr unterhaltsam dargeboten wird. Für meinen Geschmack war es fast zu unterhaltsam. Gerade der erste Teil in Russland liest sich wie eine Slapstick-Komödie, in der sich unterschiedlichste Menschen mit skurrilsten Methoden durchs Leben schlagen. Es liest sich höchst spaßig, aber in all dem Irrsinn kann man über den Grund, warum die Familie auswandern will, nur mutmaßen. Man könnte diese Idee fast für eine spontane Laune halten. Und an dieser Stelle hätte ich mir mehr Substanz erhofft. Eine Familie wandert aus ins „Besserland“, das ist kein Scherz. Dahinter sollte man Schicksalhaftes wenigstens erahnen können. Auch die Figuren bleiben gängigen Komödien-Klischees treu. Vater Edik scheint trotz Hochschulabschluss ein Ausbund an Naivität zu sein. Immer wieder rennt er treuherzig ins Schlamassel. Oma Anna tut, was russische Omas so tun: Kochen, backen und zetern. Man ist amüsiert, aber nicht überrascht.Von diesem Buch hatte ich mir Einblick in russisches Leben und Denken erhofft, den ich im Ansatz auch bekommen habe. Allerdings überwiegt der Eindruck, Russen sind findige Schlitzohren, die immer Wodka trinken und Auswandern ist ein Abenteuer, das man mit etwas Geduld gerne mal unternehmen kann. Gar so einfach kann es nicht sein.

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  • Reise in den Westen

    Besserland

    AenHen

    02. August 2016 um 13:39

    Besserland erzählt die Geschichte der Autorin Alexandra Friedmann. Ihre Familie stammt aus der weißrussischen Stadt Gomel.Handlung (enthält Spoiler...)Mitte der 1980er Jahre wird das Leben in der Sowjetrepublik für die Friedmanns zunehmend schwieriger. Von der misswirtschaftenden Planerfüllung geraten sie durch die ersten Gehversuche unter der Perestroika ins Straucheln. Mutter Lena gibt ihre Anstellung auf, um Vater Edik in der Selbständigkeit als Maler und Lackierer zu unterstützen, doch das Unternehmen scheitert. Arbeits- und perspektivlos beschließt die Familie wie einige andere aus ihrem Umfeld noch vor dem Fall des eisernen Vorhangs das Glück im Westen zu suchen. Ziel ist New York, da einige der jüdischen Familien dort Verwandtschaft besitzen. Nach den skurrilen Beschaffungsmaßnahmen für Visa und Zugtickets geht es also los, Familie Friedmann macht sich auf, den Westen zu erobern. Zurück bleibt unter anderem Oma Anna, Ediks Mutter, die jüdisch-fatalistisch davon überzeugt ist, ihren Edik niemals mehr wieder zu sehen und einen einsamen Tod in der weißrussischen Provinz zu erleiden. Nach einigen Hindernissen während der Reise landet die Familie schließlich in einem Auffanglager in Deutschland und beschließt, das das wohl Westen genug sein könnte und bleibt. Da sich die Option ergibt, durch ein Gesetz zur erleichterten Asylbewilligung für jüdische Immigranten, eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in Nordrhein-Westfalen zu erlangen, endet die Reise der Familie in Krefeld. Dort finden sie ein neues Zuhause und nach und nach, allen voran Oma Anna, kommen Eltern und Cousinen den Pionieren nach und beginnen ein neues Leben am Niederrhein.Besserland ist ein flüssig zu lesender, sehr bildhaft erzählender und unterhaltsamer Roman. Am besten ist er immer dann, wenn Oma Anna im Raum ist oder mindestens 7 Tanten um die Wette mit den Kindern (und Eisbär Mischka) durch die Bude toben. Herrlich auch die Schilderungen der sowjetischen Bürokratie und dann andererseits die erste Begegnung mit Nutella und die Überquerung der A2… Der Roman hat mir gut gefallen, ist aber auch schnell durch gelesen. Da er auch tatsächlich eine Geschichte zu erzählen hat, ist das mitunter anrührend und nicht nur eine rein humorvolle Schilderung. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, und es wäre sicher interessant, von ihr bald weiteres - auch fiktives - zu lesen.

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  • Neue Heimat im Westen

    Besserland

    uli123

    01. November 2015 um 17:24

    Die Autorin erzählt in ihrem ersten Roman von der Auswanderung mit ihren Eltern aus dem weißrussischen Gomel nach Deutschland im Jahr 1987. Ihre Eltern Edik  und Lena sind das Leben in dem von Korruption, Mangel und staatlicher Bevormundung geprägten Russland leid. Erste Ausreiseerleichterungen des sich langsam öffnenden Landes nutzen sie, um es Richtung „Besserland“ zu verlassen. Das sind für sie die USA, wo sie aber nie ankommen. Stattdessen landen sie in Westdeutschland. Sie bauen sich eine Zukunft auf und lassen ihre Angehörigen nachkommen. Aber ergeht es ihnen hier wirklich besser als in ihrer alten Heimat? Auf wahren Begebenheiten beruhend und aus der Perspektive einer Fünfjährigen erzählt die kleine Alexandra von ihrer Reise in den Westen und die Anfangszeit dort mit sich auftuenden Schwierigkeiten und viel Hoffnung auf ein besseres Leben. Sie schildert viele groteske Situationen und bedient sich einer Reihe von Anekdoten. Als Beispiel sei der erste Supermarkteinkauf genannt, zu dem die Familie in Unkenntnis  erst durch das Überqueren einer sechsspurigen Autobahn gelangt. Der Schreibstil wirkt sehr lebendig. Die Geschichte vermittelt einen guten Einblick in die Zeit der Perestroika in Russland und die Situation derer, die dem Land den Rücken kehrten. Es ist vieles darüber zu erfahren, was Menschen dazu bringt, ihre Heimat verlassen. Das ist ein derzeit brandaktuelles Thema. Das Buch erhält von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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  • Abenteuereise in ein magisches Land

    Besserland

    Ginevra

    In diesem unterhaltsamen, witzigen autobiographischen Roman beschreibt Alexandra Friedmann die Ausreise ihrer jüdischstämmigen Familie aus Russland - und ihre Ankunft in Deutschland. Im Jahr 1987 ist die kleine "Sanetschka" 3 Jahre jung, Mutter Lena arbeitet voller Elan im Bauamt von Gomel als Zeichnerin, und Vater Edik begutachtet Baustellen. Aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lange hat er dabei nicht viel mehr zu tun als beide Augen zuzudrücken - und auf die vielen Bauvorhaben, die nie vollendet werden, anzustossen. Durch Gorbatschows Politik der Perestroika gerät Ediks gemütlicher Arbeitsplatz jedoch beträchtlich ins Wanken, und er versucht, sich in der neu eingeführten freien Marktwirtschaft zu etablieren - doch mit so viel Stress hatte er nicht gerechnet!  Als sein Cousin Mischa immer öfter von der Ausreise nach Amerika träumt, und diese Möglichkeit für russische Juden immer greifbarer wird, nimmt Edik im Jahr 1989 sein Leben und das der gesamten Großfamilie in die Hand. Der Weg ins "Gelobte Land" ist steinig, aber die Überlebensstrategien der krisenerprobten Familie sind sehr einfallsreich, ihr Zusammenhalt bewundernswert, und so finden alle ihr Glück - wenn auch nicht da, wo sie es vermutet hatten! Alexandra Friedmann studierte Literatur und Journalismus in Paris, arbeitete zeitweise für die taz und diverse Literaturzeitschriften. Der vorliegende Roman ist ihr gelungenes Debut. Beim Lesen hatte ich sofort das Gefühl, ein Teil dieser bunten, etwas nervigen, aber immer herzlichen russischen Großfamilie zu sein. Der Alltag wird aus der Perspektive der kleinen Alexandra wunderbar anschaulich beschrieben, viele kleine Anekdoten reihen sich aneinander, und man erfährt einiges über das alltägliche Leben im Kommunismus. Der Wandel zur Perestroika - aus unserer Sicht ein Fortschritt - brachte für die Menschen nicht nur Positives, aber sie ließen sich nicht unterkriegen und erfanden ihre eigene Form der freien Marktwirtschaft. Bei den äußerst umständlichen Ausreiseformalitäten hilft nur eins: Beziehungen! Und eine gehörige Portion Mut, Eigeninitiative und Glück. Es ist auch der warmen, humorvollen Art des Familienvaters zu verdanken, dass seine Lieben eine neue Heimat finden. Besonders interessant fand ich, uns Deutsche aus der Perspektive von Einwanderern zu sehen - und dabei nicht nur abgewatscht zu werden! Fazit: ein schönes, humorvolles, spannendes Buch - fast eine Road Novel, sehr zu empfehlen! Deshalb gibts von mir 5 von 5 Sternen.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Ein wundersames, fernes Land

    Besserland

    nelethiemann

    24. April 2015 um 10:40

    Kennen Sie das? Bei Familienfeiern erzählt jemand endlos Annektdoten aus den vergangenen Jahrzehnten. Zuhörer verschließen die Ohren von innen und versuchen sich von der Dame des Hauses eine Aufgabe geben zu lassen, um dem Wortschwall der Familiengeschichte zu entgehen. Und jetzt stellen Sie sich vor, da kommt jemand und erzählt diese Geschichten noch einmal ganz anders. Sie sind jetzt so pointenreich, dass Sie gar nicht mehr aufhören wollen, zuzuhören. Genau dieser tolle Geschichtenerzähler ist Alexandra Friedmann. (mehr unter http://kulturpunktblog.com/2015/03/10/friedmannbesserland/)

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  • Ich vergebe: 🌟🌟🌟🌟🌟

    Besserland

    ChattysBuecherblog

    14. February 2015 um 08:57

    Schon längere Zeit hatte ich dieses Buch auf meinem SUB. Keine Ahnung, warum ich nie zu dieser Geschichte gegriffen habe. Denn allein schon das farbenfrohe Cover wirkt doch wie ein Magnet und lässt den Blick so schnell nicht mehr los. Aufgrund meines SUB-Abbaus nach Wochenmotto habe ich nun doch zu diesem Buch gegriffen und was soll ich sagen: es hat mich schon mach den ersten Zeilen nicht mehr los gelassen. Eine teilweise rührende, aber auch berührende und unterhaltsame Geschichte eines kleinen Mädchens erwartet uns auf ca. 270 Seiten. Seiten, die auch bewegen, nachdenklich machen, aber auch ein Lächeln zaubern. Sanja, lebt mit ihren Eltern in Weißrussland. Mutter berufstätig, der Vater... na ja, macht eigentlich alles was Mutter möchte. Eines Tages erzählt ein Verwandter von seinen Ausreiseplänen. Er möchte neu anfangen, in einem Land, in dem alles besser ist. So steht auch bald Sanjas Familie vor der Entscheidung. Ausreisen? Ja oder nein? Und wohin? In die USA! Mit einigen Irrungen, Wirrungen und Umwegen gelangen sie nach Besserland. Also dem Land, in dem alles besser ist. Viel besser! Nur, wie heißt dieses Land? Richtig: Deutschland. Die Autorin, Alexandra Friedmann, erzählt mit eindrucksvollen Worten die Geschichte der kleinen Sanja. Das besondere daran ist, dass sie dieses Buch auch aus Sicht des Mädchens erzählt. So sieht der Leser stets alles mit den Augen dieses Mädchens. Sehr eindrucksvoll!

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  • Rezension zu "Besserland" von Alexandra Friedmann

    Besserland

    aba

    "...NEUES GESETZ KLAMMER AUF GORBATSCHOW KLAMMER ZU AB MORGEN..." Wenn man im Leben so viele Abenteuer erlebt hat, obwohl man noch jung ist, lohnt es sich, einen Roman darüber zu schreiben. Alexandra Friedmann hat mit "Besserland" über ein Familienabenteuer geschrieben, das auch ihr eigenes war. Die kleine Alexandra und ihre Familie leben in Weißrussland Ende der 80er Jahre. Die Mitglieder dieser Familie mit jüdischen Wurzeln gehen wie alle anständigen Bürger der Sowjetunion ihren Pflichten nach. Die Perestroika aber ändert ihr Leben und weckt in ihnen die Lust auszuwandern. Alexandra Friedmann erzählt uns die Geschichte einer richtigen Odyssee, die Geschichte, wie sie und ihre Familie eine neue Heimat gefunden haben. Die kleine Alexandra hat einen liebevollen Vater und eine ehrgeizige Mutter, eine überfürsorgliche, putz- und ordnungsfanatische Großmutter und jede Menge Verwandte. So eine weißrussische Familie ist ein wahres Erlebnis, aber ob die kleine Alexandra es auch so sieht... Ich hatte großen Spaß beim Lesen von "Besserland", dem ersten Roman von Alexandra Friedmann. Sehr liebevoll beschreibt sie die Mitglieder ihrer Familie mit ihren guten und weniger guten Seiten, mit ihren Annehmlichkeiten und mit ihren Macken. Unter ihnen allen darf sich der Leser seine Favoriten aussuchen. Für mich waren es der Vater, der für seine Familie die Illusion um das "Besserland" aufrechterhält, und die resolute, dominante, zwanghafte, immer auf Jiddisch, "oj wej oj wej oj wej", lamentierende Großmutter. Alexandra Friedmanns Schreibstil ist einfach und unterhaltsam. Wie sie ihr Familienleben als Kind empfunden hat, kann sie wunderbar vermitteln. Mit genialen Sätzen wie "Den Rest des Abends verbrachte sie an der Nähmaschine, deren Rattern unsere Kommunalwohnung noch mehr einem viel befahrenen Bahnhof gleichen ließ", beschreibt sie die Atmosphäre in ihrem weißrussischen Zuhause. Die Spannung, mit der sie über die Reise berichtet, und die Freude der Familie, wenn etwas gut geklappt hat, sind einfach ansteckend. Manche Szenen sind aber auch rührend, andere sehr lustig. Man liest Dialoge, die so eigenartig und einfallsreich sind, dass sie einer Sitcom entsprungen sein können. Ich habe mich sehr gefreut, Alexandra und ihre Familie kennenzulernen. Um sie habe ich mich gesorgt und mit ihnen gehofft. Aber vor allem habe ich ihre Geschichte sehr genossen!

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    • 2
  • Die humorvolle Suche nach dem "Besserland"

    Besserland

    bieberbruda

    22. December 2014 um 09:10

    Dieses tolle Buch habe ich in kürzester Zeit verschlungen: Zur Story: Die Familie der kleinen Alexandra Friedmann versucht im Weißrussland der 80/90er Jahre zu bestehen. Das gelingt durch diverse witzige Gaunereien zwar ganz gut, aber trotzdem träumt die Familie von Amerika - dem Besserland! Letztendlich begibt sie sich auf die große Reise und trifft auf skurrile Gestalten, strenge Zollner und die eine oder andere helfende Hand. Statt Amerika landet die Familie aber in Deutschland und findet auch dort das erhoffte Besserland. Meine Meinung:  Alexandra Friedmann hat mit "Besserland" einen humorvollen und kurzweiligen Bericht über die Auswanderung ihrer Familie geschrieben. Viele der erlebten Situationen sind wirklich haarsträubend und absurd und haben mich das eine oder andere mal zum schmunzeln gebracht. Gleichzeitig werden aber auch ernste Themen die Korruption, Betrug, und der schwere Start in einem neuen Land (ohne Sprachkenntnisse) angesprochen. Die Familie ist sehr sympatisch und wächst einem schnell ans Herz. Fazit: Das Buch kann uneingeschränkt weiterempfohlen werden. 5 Sterne!

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  • Russische Auswanderer

    Besserland

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. December 2014 um 14:04

    1987 in Gomel in Weißrussland lässt sich Familie Friedmann, bestehend aus Papa Edik, Mutter Lena und Tochter, von der Auswanderungsbegeisterung der Leute anstecken. Sie sind mit dem dortigen Leben nicht mehr zufrieden und brechen nach endlosen Warten auf Ausreisegenehmigung, Pass und Hausratverkauf nach Westen auf. Unterwegs begegnen ihnen sehr skurrile Typen, die ihnen helfen. Das Buch ist sehr unterhaltsam und gut lesbar geschrieben. Es berichtet deutlich von den Lebensumständen in Russland und die Schwierigkeiten bei einer Ausreise, bevor die Mauer fällt. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte dieses Buch lesen.

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  • Ein Besserland wie aus dem Bilderbuch?

    Besserland

    Sikal

    19. November 2014 um 19:08

    Die Geschichte beginnt im russischen Gomel in den 80er Jahren, wo Familie Friedmann ein für damalige Verhältnisse und zu Beginn der Perestroika ganz angenehmes Leben führt. Papa Edik gründet mit seinem Freund eine private Kooperative, in der auch Mama Lena mitarbeitet. Sie leben mit und durch Korruption ganz gut bis eben alles auffliegt. Nach einigem Hin und Her beschließt Familie Friedmann in den Westen auszuwandern, am besten nach Amerika – von dort hörten sie bereits tolle Geschichten von wirtschaftlichem Aufschwung und sozialem Status. Mit großem Aufwand beginnt nun die große Reise, zum Glück mit einer befreundeten Familie – denn, dass es eine Reise ins Unbekannte, in ein großes Abenteuer wird, versteht sich von selbst. Ebenso steht der amerikanische Traum bald nicht mehr im Fokus, nachdem alle Reisenden vom westlichen Wien bereits begeistert sind. Doch bis sie letztendlich zu einem strukturierten Familienleben finden, ist es noch ein langer Weg und bedarf der Mithilfe von guten Freunden. Die Autorin schildert diese Reise aus Sicht des kleinen Mädchens, das sie damals war. Es berührt, fesselt und lässt den Leser mitfiebern, ob wohl alles klappt. Wenn man im Westen geboren und aufgewachsen ist, mag man sich gar nicht vorstellen, wie eine solche Reise von Pleiten, Pech und Pannen durchzogen sein kann – immer den Fokus auf das Kind gerichtet, dem es ja besser und letztendlich nicht schlechter gehen soll. Welche alltäglichen Abläufe von uns als selbstverständlich hingenommen werden, wie z.B. das Erreichen eines Supermarktes, wenn die Autobahn im Weg ist. Der Schreibstil der Autorin ist sehr humorvoll und fast ein wenig überschwänglich, trotz der vielen Schwierigkeiten schwappt keine negative Stimmung über. Als Leser ist man schnell gefesselt und wartet gespannt auf den weiteren Verlauf der Geschichte, oft mit einem Schmunzeln durch die vielen Anekdoten, an denen uns Alexandra Friedmann teilhaben lässt. Die Charaktere/Familienmitglieder sind sehr facettenreich beschrieben und haben eben auch alle ihre Macken, wie z.B. Tante Rose, die aus Spiegeleiern die Zukunft vorhersagt. Fazit: Eine wunderbare Geschichte, die mit Humor punktet und trotzdem mit Tiefsinn vermittelt, dass Fremdenfeindlichkeit keine leere Floskel ist. Volle Leseempfehlung für diesen fabelhaften Roman.

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  • Auf nach Besserland

    Besserland

    thora01

    11. November 2014 um 14:38

    Weißrussland im Jahre 1987, das Land steckt voller Überraschungen und befindet sich im Umbruch. Für die Familie Friedmann heißt es Zeit zum Auswandern. Sie haben sich reiflich überlegt, ihrer Heimat den Rücken zu kehren und erwarten ein besseres Leben - zunächst in Amerika, denn das ist ihr ursprüngliches Reiseziel, was sie erst im laufe der Geschichte ändern und Deutschland zu ihrem 'Besserland' erklären. Die Reise, die Hindernisse, die Menschen auf ihren Wegen, lustige und traurige Episoden erleben wir alle mit der Familie und das macht die Geschichte so besonders, denn es ist gelungen, den Leser voll in diese Welt zu integrieren und das ist eigentlich das Beste, was einer Geschichte passieren kann.

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  • Alexandra Friedmann - Besserland

    Besserland

    Angelika007

    10. November 2014 um 10:49

    Die Geschichte ist gut erzählt und geht in die Tiefe,sie geht gut nach vorne, wird nie langweilig und berührt den Leser auf eine eigentümliche Weise. Möchten Sie also gerne mal wieder ein gutes Buch lesen, aber bloß nichts zu anspruchsvolles und aber erst recht nichts plattes, dann hat man, wenn man in so einer Phase "Besserland" in die Finger bekommt alles richtig gemacht! Ein phantastisches Buch, äußerst kurzweilig und wunderschön und sehr einfühlsam geschrieben und über weite Strecken auch amüsant.. Man kann sich eigentlich in jede der Hauptfiguren hineinversetzen, und je nach Situation fühlt man mal mit der einen und mal mit der anderen. Man schwankt während der Lektüre immer zwischen weinen und lachen, weil zwischen urkomischen Dingen doch viel tragisches passiert. Sicher, einige Stellen scheinen mit schneller Hand, eben locker-flockig, geschrieben. So fallen manche Wendungen nicht gerade logisch aus, manche Dialoge gehen - zum Teil wohl ungewollt - ins Groteske, sind damit aber nicht unkomisch, sondern bergen den Charme des Unerwarteten. Das Buch bietet zahlreiche Skurilitäten. Völlig konträre Denkweisen und Kulturen prallen aufeinander, ebenso Klischees, die genüsslich aufbereitet werden. Gelungen meiner Meinung nach auch die Darstellung der Familiengeschichte in ihrer Verknüpfung von russischer Vergangenheit im Zeichen von Stalinismus und deutscher Besetzung einerseits und der bunten Gegenwart der Einwandererfamilie andererseits. Kurz, dieses Buch präsentiert auf eindrückliche Weise ein äußerst lebendiges Nebeneinander von menschlichen Schwächen und Konflikten, von Stimmungen wie Trauer, Melancholie, Warmherzigkeit und Komik gleichermaßen, ohne sich um politische und literarische Korrektheiten zu scheren. Gut so! Die Charaktere werden interessant und glaubwürdig beschrieben und machen eine nicht zu übersehende Entwicklung durch. Man ist hin und hergerissen, weiß nicht, ob eine Figur einem sympathisch sein soll oder nicht. Und am Schluss fügt sich das Ganze zu einer runden Sache und man hat das Gefühl, allen handelnden Personen näher gekommen zu sein und sie auch jeweils zu verstehen. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Aus der Geschichte lässt sich für die Zukunft lernen. Aber die Gegenwart ist das Entscheidende. Das ist für mich eine Botschaft dieses Romans. "Besserland" ist ein ebenso sensibel wie humorvoll geschriebener Roman über das Schicksal von Migranten, über Integration und über Weissrussland. Und über Nadeshda. Das heisst auf russisch "Hoffnung". Ein schönes Buch, welches das Thema Migration, Stereotype und Vorurteile und unser Leben in einer multikulturellen Gesellschaft aufgreift und zu einer Tragikkomödie vereint. Es entwickelt sich schnell zu einer Lektüre, die man nicht mehr beiseite legen mag. Das liegt nicht zuletzt anFriedmanns leicht zugänglichem Schreibstil, der sich durchweg sehr unterhaltsam liest. Sie trifft stets den richtigen Ton und skizziert ihre Figuren mit all ihren Klischees genau so, dass sie dennoch größtenteils glaubwürdig bleiben und nicht ins Lächerliche abdriften.

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  • Besserland

    Besserland

    karin66

    02. November 2014 um 12:19

    Alexandra Friedmann hat hier in ihrem ersten Roman ein sehr schönes Werk erschaffen. Der Schreibstil ist gut gewählt und das Buch liest sich sehr flüssig. Die Geschichte handelt von der Familie Friedmann, die in den 80er Jahren in Rußland lebt. Sie versuchen zu Beginn mit kleineren Betrügerein und Vertuschungen an Geld und Wohlstand zu gelangen. Letztendlich beschließen sie in die USA auszuwandern. Es beginnt ein langer mühsamer Weg. All die Schwierigkeiten, auf die sie stoßen, werden aufs kleinste Detail erzählt und beschrieben, so dass man sich richtig in die Personen hineinversetzen kann. Sei es nun die Beschaffung der Ausreiegenehmigung, der Fahrkarten, der Asylanträge.... alles wird hier aufgeführt und irgendwie schließlich auch erreicht sei es durch Beziehungen, einer Flasche Wodka oder sonst irgendwas. Dass das sogenannte " Besserland " am Ende nicht Amerika sondern Deutschland heißt, spielt am Ende nicht wirklich eine Rolle. Am Schluss sind alle wieder friedlich miteinander vereint. Ich find die Charaktere selbst sind so vortrefflich gewählt, dass ich zum Beispiel die Oma Anna wahrhaft in ihrer Gestalt vor meinen Augen sehen kann. Ein sehr schönes Buch, das auch zum Nachdenken anregt.

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  • Neuanfang in Besserland

    Besserland

    Buecherschmaus

    Es ist die Zeit der Perestroika, die Zeit Michail Gorbatschows, die Zeit der großen Umbrüche, die Achtziger Jahre. Die jüdische Familie Friedmann schaut in Weißrussland voller Staunen, aber auch mit beherzter Entschlossenheit auf die neuen Verhältnisse in der Sowjetunion. Auch davor wurde schon so manches krumme Ding gedreht in Vaters Malerbrigade, man muss schließlich sehen, wo man selbst und die Familie bleibt in der Mangelwirtschaft, nun gründet man einen eigenen kleinen Betrieb. Doch wer weiß, wie lange diese Öffnung zur Marktwirtschaft, dieser Wind der Freiheit andauern wird? So ergreift Vater Edik die Chance und plant die Ausreise nach Amerika. Kind und Kegel werden eingepackt, Abschied von der turbulenten Großfamilie genommen und zusammen mit Bekannten der Zug nach Westen bestiegen. Die Reise führt schließlich nur nach Deutschland, aber auch hier scheint dieses vom Vater versprochene Besserland zu liegen. Und so fasst die Familie langsam, mit Schwierigkeiten, aber doch mit großem Optimismus und zupackendem Pragmatismus Fuß in der neuen Heimat. Erzählt wird die Geschichte von der kleinen Tochter, und die Autorin Alexandra Friedmann hat damit ganz sicher ein Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte nacherzählt, auch wenn das Buch die Bezeichnung Roman trägt. Diese Kinderperspektive verleiht ihm sicher auch den verblüffend leichten, humorvollen Ton und die positive Haltung den meisten, auch den weniger schönen Begebenheiten des Lebens und der Auswanderung gegenüber. Selten wird über irgendetwas gejammert, Missstände lakonisch geschildert. Wie z.B. die antijüdische Haltung in der Sowjetunion. "Doch leider galten zu dieser Zeit jüdische Zahnärzte als ideologische Bedrohung. Man sagte ihnen nach, dass sie ihren Patienten anstelle von Watte antisozialistisches Gedankengut in den Mund zu legen pflegten. Ranja bekam keinen Studienplatz." Auch in der neuen Heimat ändert sich dies nicht. Eigentlich alles andere als lustig, aber köstlich geschildert wird da, wie die ganze Familie samt Kleinkind und Oma aus Unwissenheit auf dem Weg zu einem Supermarkt die Autobahn überquert. Der Ton ist in diesem typischen melancholischen Witz verfasst, der mich sehr an eine andere deutsche Autorin mit ähnlichem familiärem Hintergrund erinnerte, Lena Gorelik. Nie geht die Tragik des Lebens verloren, aber es wird mit Witz und Entschiedenheit dagegen angegangen. Familie und Freundschaften, Bindungen allgemein spielen da eine große, rettende, wenn auch nicht immer problemlose Rolle. Und so findet auch die Familie Friedmann ihren Platz in Besserland. " "Da hat man alle Informationen der westlichen Welt in diesem Kasten, und versteht kein Wort", sagte Mama trocken. "Dabei sind wir schon fast zwei Monate hier. Ob wir es jemals lernen?" fragte mein Vater das Radio. Das Radio antwortete auf Deutsch. "Guten Tag", sagte das Radio. Das hatten meine Eltern verstanden. Plötzlich tauchte die Hoffnung in der Tür unseres Kommunalhäuschens auf, bat sich selbst herein und setzte sich der Hilflosigkeit dreist auf den Schoß." Es ist diese Warmherzigkeit und dieser Humor, die dennoch nie die dahinterstehende Tragik ganz zudecken, die die Lektüre dieses Debütromans so lohnend machen.

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    • 4

    BrittaRoeder

    31. October 2014 um 22:30
    wandablue schreibt Brittas Leseliste ist sicher inzwischen so lang wie eine Tapetenrolle - wie sie da noch zum Schreiben kommt ...

    Ich liebe Bücher und vielleicht liebe ich es auch deshalb sie zu schreiben. Bin wie ein Koch, der auch selbst gerne isst. ;-)

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