Alexandra Götze

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Alexandra GötzeIch liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls ...
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Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls ...

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Rezension zu "Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls ..." von Alexandra Götze

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Buecher-Liebe-devor einem Jahr

Inhalt

Beatrice Maria Engel ist 40 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Als Personalmanagerin mit Führungsverantwortung arbeitet sie in einem internationalen Konzern, der viel fördert und immer mehr fordert. Das Budget wird reduziert, der Druck wird erhöht, wichtige Stellen werden nicht nachbesetzt und die Entscheidungen ihrer Vorgesetzten kann sie immer weniger nachvollziehen.

Beatrice kennt den Laden seit über 18 Jahren, und seit einiger Zeit betrachtet sie diese Entwicklung immer kritischer. Als Chefin, wie als Mitarbeiterin, fragt sie sich von Tag zu Tag mehr, was sie in ihrem Konzern eigentlich noch soll. Als sie sich kurz vor der inneren Kündigung befindet, muss sie sich Klarheit verschaffen. Auf Anraten eines Life Coaches beschließt sie, ein Job Tagebuch zu führen, um die Ereignisse eines Arbeitstages , ihre Gedanken und Reaktionen darin festzuhalten: Sie hat Meetings, Telefonate, Schulungen und trifft Kolleginnen zum Lunch. In jeder Stunde dieses Arbeitstages widerfährt ihr das, was Tausende und Abertausende Angestellte heute täglich erleben: Beatrice kämpft gegen unternehmerische Willkür, nicht nachvollziehbare Verhaltensempfehlungen, gegen globale Sprachbarrieren und anstrengende Teamkapriziösen. Sie begegnet den Eitelkeiten der Führungskollegen und findet sich in unsäglichen Schulungen wieder.

Als Beatrice ihr Job Tagebuch am nächsten Morgen zur Hand nimmt, ahnt sie nicht annähernd, welche Informationen darin für sie stecken…

Meine Meinung

Ich habe hier eigentlich zunächst eine Art Sachbuch erwartet. Das Buch ist aber in Form einer unterhaltsamen Geschichte verfasst. In dem Hauptcharakter, Beatrice, kann sich wahrscheinlich jeder, der schon längere Zeit im gleichen Unternehmen arbeitet, mehr oder weniger wiederfinden. 

Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise durch Beatrice‘ Büroalltag. Sie ist von einigem genervt. Wie es aber meist üblich ist, geht sie davon aus, dass die Ursachen für die Dinge, die sie als Problem empfindet, natürlich nicht bei ihr selbst liegen. Während sie ihr Job-Tagebuch verfasst, fängt sie dann aber doch an, sich zu fragen, ob sie nicht doch bestehende Muster durchbrechen und anders an Dinge herangehen sollte.

Beim Lesen erkennt man sich selbst doch in der ein oder anderen Situation ganz gut wieder. Man wird daran erinnert, einfach mal den Blickwinkel zu ändern und mögliche Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Vor allem zeigt das Buch, dass man die Schuld nicht immer den anderen zuschieben sollte, sondern auch mal das eigene Verhalten und die eigene Einstellung zu reflektieren.

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Sabanas avatar

Rezension zu "Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls ..." von Alexandra Götze

Ein Buch, das seinesgleichen sucht!
Sabanavor 2 Jahren

Ich bin durch das Video und per Zufall auf das Buch aufmerksam geworden.

Das Cover ist ziemlich außergewöhnlich. Die Seiten sind nicht wie die Norm. Der Text ist schmaler und linksbündig. Auch findet man kleine gedruckte Post-It’s im Buch mit Bemerkungen von Bea.

Der Klappentest hat mich schon schmunzeln lassen und die Leseprobe war einfach nur wunderbar. Dieses Buch musste ich einfach lesen und ich danke der Autorin vielmals für das Rezensionsexemplar, welches sie mir hat zukommen lassen. (Dies hat in keiner Weise meine Meinung beeinflusst)

Ich hielt es nun in den Händen und fing an zu lesen. Dabei musste ich mehrfach laut loslachen, ganz besonders beim Müsli. (Insider. Ihr werdet die Stelle bestimmt nicht überlesen *zwinker*) Das veranlasste meinen Mann zu fragen, was da denn so lustig im Buch ist? Naja und so hab ich ihm dann einige Seiten vorgelesen. Auch er fand es überaus lustig und gut geschrieben.

Es waren so viele tolle Anekdoten im Buch und wir haben diese dann immer umgesetzt auf unsere Arbeitskollegen. Danke für diesen tollen Leseabend, den wir dadurch hatten. Besser wie so manches Gesellschaftsspiel.

Ihr merkt schon, der Spaß kommt nicht zu kurz und man mag das Buch definitiv nicht aus der Hand legen. Das Buch sucht seinesgleichen und auch die Bea ist überaus sympathisch.

Man konnte sich in sie und die Firma (Kollegen) hineinversetzen und war mittendrin. Am Schreibstil gibt es bei der Autorin nichts auszusetzen. Ihr merkt ich lobe das Buch und ja, es ist wirklich meine Meinung.

Der rote Faden der Geschichte zieht sich durch das Buch, welches leider viel zu schnell zu Ende ist. Das heißt für mich aber auch Spannung pur und hier wurde nichts extra in die Länge gezogen, wie es bei einigen anderen Büchern sonst der Fall ist. Die Idee über den Job zu schreiben ist bestimmt schon  dagewesen, aber ich habe noch kein Buch gefunden, welches so ein Thema in dieser Art und Weise umgesetzt hat.

Auch die Recherche zum Thema ist gut ausgearbeitet. Vieles ist so detailgetreu beschrieben, dass ich z.B. das Gebäude in dem Bea arbeitet, direkt vor mir sehe.

Auch die Lehre, die Bea aus ihrer Geschichte zieht, sollte man sich selbst  zu Herzen nehmen. Vor allem die kleinen Notizen sind gold wert.

Danke für  dieses tolle Buch.

Auch wenn das Preis/Leistungsverhältnis zuerst abschreckt, kann ich nur sagen. Es ist jeden Cent wert.

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Eva-Maria_Obermanns avatar

Rezension zu "Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls ..." von Alexandra Götze

utopisches Beispiel statt Anleitung
Eva-Maria_Obermannvor 2 Jahren

Bea geht morgens schon mit einem miesen Gefühl aus dem Haus. Sie meckert nur noch über ihren Job und sitzt die Stunden mehr ab, als dass sie dort wirklich etwas findet, das ihr Spaß macht. Damit soll nun Schluss sein. Bea beschließt, einen Tag lang ein Jobtagebuch zu führen. Vom nervigen Telefonat mit dem Vorgesetzten, der sie auffordert, um zu parken, über Besprechungen, den Kantinenklatsch und das Achtsamkeitstraining, erlebt Bea mehr, als ein Mensch an einem Tag verarbeiten kann und notiert alles artig in ihrem Tagebuch.

Wann Bea die Zeit zum Schreiben finden, weiß sie selbst wahrscheinlich nicht. Vor allem dann, wenn die Punkte im Minutentakt fallen, was die Dynamik der Handlung unterstützt, aber einfach nicht mehr glaubhaft ist. Legen wir also die Annahme, das Tagebuch könnte so tatsächlich geschrieben werden, beiseite. Tatsächlich meckert Bea den ganzen Tag und zeigt doch im Aufschreiben bereits reflexive Seiten. Diese auszuführen fehlt ihr die Zeit – wie könnte es auch anders sein. Trotzdem lernt sie bereits ein paar Kleinigkeiten, die sie in gelben Notizzetteln festhält. Zum Ende hin mehren sich da die Wortspielereien, was ich etwas nervig fand. Zum Merken ist so ein Satz wie „Nach wessen Ermessen lasse ich mich stressen?“ aber natürlich genial.

Auch der Leser kommt vor lauter Handlung selten zum Überlegen. Das ist aber ganz gut so. Denn Beas Gemeckere wirkt sonst schnell infantil und nervt. Das merkt sie selbst auch, als sie am nächsten Tag von zu Hause aus arbeitet und dabei das Tagebuch mehrmals durchliest. Sie erkennt: Sie ist so nicht glücklich in ihrem Beruf, aber auch, dass sie ihn nicht aufgeben will. Das zeigt sich bereits am Tag zuvor bei Kleinigkeiten. So gibt es zwar viele Kollegen, mit denen Bea nicht so gut kann, aber auch einige, die sie wirklich mag. Und sie gibt die Stellung „Ich habe recht und alle anderen nicht“ relativ schnell auf, bleibt offen für konstruktive Kritik.

Dabei zeigt sich, dass nicht nur Bea hadert. Probleme mit Vorgesetzten oder den Anschluss an die Untergebenen verlieren, mit sich selbst unzufrieden sein und das Angebot der Firma überdenken. Bea lernt bereits ehe sie ihr Tagebuch nimmt, dass sie nur teilhaben kann, wenn sie sich einbringt und nicht nur zuschaut und dass nicht alles so ist, wie es scheint. Trotzdem braucht sie die schriftliche Fixierung, da der Arbeitstag so rasant und sprunghaft ist, dass sie diese Punkte sonst nicht verinnerlichen könnte.

Nun bleibt die Frage zu klären, wie diese Geschichte von Bea als Sachbuch daher kommen kann. Sie ist schlicht als Beispiel zu verstehen, das die Anleitung für ein eigenes Jobtagebuch ist. Ein einziger Tag, so die Aussage des Buches, kann reichen, um sich selbst in einem neuen Licht zu sehen und für eine Veränderung – in die oder die Richtung – bereit zu sein. Dass die Handlung auch noch Unterhaltsam und sehr realitätsnah ist, hat mir gut gefallen. Kein klassisches: Sie müssen das so machen, sondern eher ein : schau mal, wie es hier geklappt hat.

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