Alexandra Grafenstein Der Sturm

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Inhaltsangabe zu „Der Sturm“ von Alexandra Grafenstein

Ein Wald, ein Fluss, ein einsamer Hof im Frühling: In der Scheune liegt ein Toter, der schon als Lebender nicht hierhin gehörte. Aber wer oder was ist überhaupt noch an seinem Ort?, fragt sich Ronny Gustafsson, der für die Lokalzeitung den Süden Schwedens beobachtet und dabei mehr entdeckt, als gut für ihn ist. Plötzlich steht er zwischen Fronten einer Verschwörung, die vom schwedischen Wald aus die Wallstreet ins Schwanken bringt. ›Der Sturm‹ ist ein Kriminalroman voller Poesie und Landschaft, voller Verbrechen und Spannung, ein Buch über Schweden und die Welt, hart an der Gegenwart und ein literarisches Werk zugleich.

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  • Rezension zu "Der Sturm" von Per Johansson

    Der Sturm
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. August 2012 um 15:49

    Dieser Kriminalroman gehört zu den wenigen Büchern, die schon vor ihrem Erscheinen im Buchhandel zu einer großen Debatte geführt haben. Seit Tagen wird nicht nur in den großen Feuilletons der Republik, sondern auch auf viele Radioprogrammen über das bei Fischer verlegte Buch „Der Sturm“ eines schwedischen Newcomers namens Per Johansson diskutiert. Dazu gleich später. Ich habe das Buch gelesen einige Tage bevor durch einen Artikel des Literaturkritikers Richard Kämmerlings in der WELT die Autorenschaft von „Der Sturm“ in Frage gestellt wurde. Ich fand das Buch schlecht gemacht. Wenn ein Krimi mit seitenlangen und langweiligen Naturbeschreibungen beginnt, wenn seine Ermittlerfigur, hier ein gescheiterter Journalist namens Ronny Gustavsson, nicht durch eigene Kombination und Recherche voran kommt, sondern ihm die Ergebnisse quasi vor die Füße fallen, und wenn auch dem unbefangen an die Lektüre gehenden Leser die Schilderung des schlechten Charakters des auf die übelste Art zu Tode gekommenen deutschen Chefredakteurs irgendwie seltsam und hasserfüllt vorkommt, dann hat er beim Rezensenten schon viel Minuspunkte gesammelt. Es geht um die geheimen Aktionen von Computernerds, die das internationale Finanzsystem lahmlegen wollen. Ich nehme an, dass es dieses aktuelle Thema war, das die Lektoren des Fischerverlags leichtsinnig gemacht hat, weil sie unbedingt einen solchen Themenkrimi in ihrem Herbstprogramm haben wollten. Jedem informierten Kenner der Szene hätte die extreme Darstellung des deutschen Chefredakteurs auffallen müssen, die Richard Kämmerlings, als er, wie so etliche andere Kritiker das Buch vor seinem Erscheinen gelesen hatte, hinter dem unbekannten schwedischen Autor das Pseudonym des Leiters des Kulturteils des Süddeutschen Zeitung, Thomas Steinfeld aufdeckte und hinter der Figur des auf brutale Art zu Tode gekommenen Christian Meier den Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher vermutete. Man muss wissen, dass Thomas Steinfeld von 1997 bis 2001 Leiter des Literaturteils der FAZ war und seine Beziehung zu Schirrmacher wohl nie die beste war. Ob Steinfeld nun aus persönlicher Ehrverletzung oder Rache gehandelt hat, oder ob er es, durch den eingeplanten Skandal zu einem Bestseller schaffen wollte – ich weiß es nicht. Jedenfalls hat es so etwas nicht mehr gegeben, seit Martin Walser in seinem „Tod eines Kritikers“ im Jahr 2002 seinen Intimfeind Marcel Reich-Ranicki zu Tode kommen ließ. Es mag sein, dass sich das Buch gut verkauft, es ist dennoch schlecht geschrieben und gereicht dem Fischerverlag nicht zur Ehre. Seinem Autor Thomas Steinfeld der mittlerweile zugegeben hat, dass er das Buch schrieb, erst recht nicht. Für ihn und für seine „Südddeutsche“ ist das Ganze wohl nur noch peinlich und sie hoffen auf schnelles Vergessen.

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