Alexandra Guggenheim

 3.7 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Das Mönchsopfer, Der Gehilfe des Malers und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alexandra Guggenheim

Der Gehilfe des Malers

Der Gehilfe des Malers

 (6)
Erschienen am 01.10.2007
Das Mönchsopfer

Das Mönchsopfer

 (6)
Erschienen am 19.08.2010
Die Malerin von Delft

Die Malerin von Delft

 (0)
Erschienen am 27.03.2013
Die Malerin von Delft

Die Malerin von Delft

 (0)
Erschienen am 16.11.2009
Die Malerin des Feuersturms

Die Malerin des Feuersturms

 (0)
Erschienen am 01.03.2008
Rembrandts Vermächtnis

Rembrandts Vermächtnis

 (0)
Erschienen am 05.07.2013

Neue Rezensionen zu Alexandra Guggenheim

Neu
Jisbons avatar

Rezension zu "Der Gehilfe des Malers" von Alexandra Guggenheim

Interessant, aber weniger spannend als erwartet
Jisbonvor 7 Monaten

In "Der Gehilfe des Malers" berichtet der Ich-Erzähler Samuel Bol davon, was sich während seiner Zeit als Schüler des bekannten Malers Rembrandt zugetragen hat. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf seiner Ausbildung und das fand ich wirklich interessant; die Autorin hat die Malerei sehr lebendig dargestellt und die verschiedenen Arbeitsschritte und Techniken genau beschrieben, sodass man die Arbeit des Protagonisten und seines Meisters beinahe vor sich sehen konnte. Gut fand ich, dass es Fußnoten gab, die genaue Informationen zu verschiedenen Werken lieferten, sodass man sie selbst nachschlagen konnte - auch wenn es etwas schade war, dass diese Anmerkungen am Ende des Buches und nicht immer auf der entsprechenden Seite abgedruckt waren.

Die Geschichte lässt sich gut lesen und ist zwar nicht gerade packend, aber durch die Einblicke in das Leben der damaligen Zeit und Rembrandts letzte Jahre doch interessant. Samuels Erzählung konzentriert sich auf seine Lehre und die alltäglichen Vorkommnisse, was mich nur deshalb etwas enttäuscht hat, weil ich wegen der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken mehr Spannung und vielleicht sogar geheimnisvolle Ereignisse erwartet hatte, was in dieser Form nicht vorkam. Die Darstellung der Malerei und des Alltags im 17. Jahrhundert war gelungen und wirkte auf mich authentisch, sodass es leicht war, sich in diese Zeit zurückversetzt zu fühlen. Ich hatte einfach andere Erwartungen, die nicht erfüllt wurden, und das hat mir den Lesespaß ein wenig getrübt. Davon abgesehen hat mir das Buch gefallen und ich vergebe 3,5/5 Sternen.

Kommentieren0
65
Teilen
-sabine-s avatar

Rezension zu "Der Gehilfe des Malers" von Alexandra Guggenheim

Rezension zu "Der Gehilfe des Malers" von Alexandra Guggenheim
-sabine-vor 6 Jahren

Man muss historische Romane schon mögen, um Gefallen an dieser Geschichte zu finden. Dabei tritt der im Klappentext beschriebene Krimi jedoch eher in den Hintergrund. Vielmehr wird das letzte Jahr Rembrandt erzählt, man lernt ihn mit all seinen Sorgen, finanzieller als auch gesundheitlicher Art, kennen. Durch den fiktiven Schüler Samuel erhält man zudem Einblick in die künstlerische Werkstatt, die verschiedenen Techniken des Malens und wie ein Bild entsteht. Diese Abschnitte habe ich sehr genossen, sie sind lebhaft und bringen einem die Kunst und das Entstehen der Bilder näher.
Mehr nebenbei entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen Samuel und der Tochter Rembrandts, die so liebevoll und unschuldig ist, dass es einem fast das Herz bricht.
Flüssig und leicht geschrieben hat mich das Buch gut unterhalten – wer historische Romane mag, wird sich auch hier wohlfühlen.

Kommentieren0
5
Teilen

Rezension zu "Das Mönchsopfer" von Alexandra Guggenheim

Rezension zu "Das Mönchsopfer" von Alexandra Guggenheim
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Mönchsopfer
*********
Die Liebe der Autorin zur Kunst und insbesondere der Kirchenmalerei begleitet den Leser durch das ganze Buch. Ihre Kenntnisse über die Freskenmalerei gibt Alexandra Guggenheim im Roman so anschaulich wieder, dass es sogar einem Laien leicht fällt, sich die von dem Protagonist Francesco Antonio Giorgioli entstandenen Werke vor Augen zu führen. Ein Künstler, der in der Zeit um 1700 gelebt und gearbeitet hat und so zusammen mit dem Stuckateur Franz Schmuzer zur Hauptfigur ihres Romans wurde. Was die Beschreibung „ …ein spannender Klosterkrimi“ von Ch. Thomas auf der Rückseite des Buches angeht, wurde ich enttäuscht. Ein historischer Roman mit dem Potenzial zum Krimi beschreibt es wohl eher.

Besonders der klare Stil der Autorin hat mir gefallen. Alexandra Guggenheim versteht es mit klaren Aussagen und einer einfachen Wortwahl ohne viel Schnörkel dem Buch einen eigenen Charakter zu geben. Den Roman erlebt der Leser aus der Sicht des Protagonisten, der immer wieder im Zwiegespräch inne hält und versucht, seinen Gedanken auf den Grund zu gehen. Dadurch entsteht eine unterschwellige Spannung, die den Leser neugierig macht auf das weitere Handeln des Protagonisten und den anderen Figuren.
Zwischendurch hat die Autorin liebevolle Details aufgenommen „ Das flirrende Sonnenlicht verlieh den hellen Gebäuden den Anschein, als wären sie mit einer Goldlasur überzogen“ oder „ Versonnen betrachtet Giovan Pietro einen Schmetterling…“ . Wunderschöne Schauplätze wie die Kirche und die Klosterumgebung werden detailliert beschrieben und mit diesen scheinbar nebensächlichen Szenen erwacht der Roman zum Leben.
Die Farben spielen im gesamten Roman eine wichtige Rolle. Egal ob Kleidung ( z.B. die Wirtin: Sie trug ein leuchtend gelbes Mieder, dazu einen smaragdgrünen Rock mit himbeerfarbener Schürze ) oder die Handlungsorte, alles erscheint dem Leser in einem prächtig, farblich abgestimmten Bild.
Allerdings wurde die Kleidung der Wirtin für meinen Geschmack zu sehr in den Vordergrund gestellt und zu oft erwähnt, dadurch hat sie ein wenig an Wirkung verloren.

Die Figur des Giorgioli ist ein sehr widersprüchlicher Charakter. Auf der einen Seite absolut perfekt um nicht zu sagen pedantisch genau bei seiner Arbeit der Malerei, fromm und auf seine Art hilfsbereit , und auf der anderen Seite unbeherrscht und mürrisch, einsilbig und stur. Der Wechsel vom gläubigem und gottesfürchtigem Menschen und dem Sünder, der seine Lust und der Versuchung nicht wiederstehen kann, scheint Meister Giogioli zu zerfleischen. Die Figur des Schmuzer fand ich als Gegenstück zu Giorgioli sehr erfrischend, hat er doch für das Schmunzeln in meinem Gesicht gesorgt. Ein offener Mensch, mit Humor und offenem Wesen. Ganz anders ist der Sohn von Giogioli. Zurückhaltend und immer im Schatten seines Vaters versucht er seine eigenen Ziele zu erreichen.
Einen selbstbewussten, ungezwungen Eindruck macht die Wirtin auf mich. Die Beziehung der Wirtin Johanna und Gioriolis ist keine plumpe Liebelei, die mit wilden Bettszenen daher kommt, sondern dem Leser werden lediglich Bühnenbild und Darsteller geliefert, um sich die zarten Annäherungen und Bande auszumalen. Johanna ist auch der Grund für Giorgiolis Zerrissenheit, die ihn begleitet.
Jede der Hauptfiguren im Roman werden in den ersten Seiten kurz vorgestellt. Mit der Zeit wurden die Charaktere deutlicher, und die erste Abneigung gegenüber Girgioli wandelt sich in Verständnis.
Dreht sich der Kern des Romans auch um die Person des Malers Giorgioli, ist der Autorin ein lebhaftes Werk gelungen, in dem keiner der Nebendarsteller unbeachtet bleibt.

Unter einem eher schlichten, in der Aufmachung eines typisch, historischem Cover, verstecken sich ca. 300 Seiten Lesespaß. Mit goldenen Lettern und einer Schreibfeder als Darstellung macht das Taschenbuch einen guten Eindruck. Auf der Innenseite erwartet den Leser eine Abbildung des Klosters als Kupferradierung. Eine Auflistung der Personen auf den ersten Seiten, einem Glossar und einer Auswahl an Literaturvorschlägen zum Thema Kloster zum Schluß, wird das kleine Meisterwerk abgerundet.

Fazit:

Wer einen spannungsgeladenen Krimi lesen möchte, sollte sich etwas anderes suchen. Dieser Roman spricht eher die Leser dezent anspruchsvoller Lektüre an. Ein gelungenes Werk für den Leser mit Liebe zu wunderschön beschrieben Darstellungen kirchlicher Bilder, klarer Aussprache und einem eleganten Schreibstil.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 34 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks