Alexandra Guggenheim Das Mönchsopfer

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(3)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Mönchsopfer“ von Alexandra Guggenheim

Kloster Rheinau, 1709: Im Gebüsch neben der Kapelle wird die Leiche eines Mönchs entdeckt. Francesco Antonio Giorgioli, der die Fresken der Klosterkirche gestaltet, ist erschüttert vom plötzlichen Tod des lebensfrohen Klosterbruders. Warum wurde der Mönch vergiftet? Abt Gerold, der einen Skandal vermeiden will, verpflichtet den Tessiner, sich sogleich auf die Suche nach dem Mörder zu machen. Doch nicht nur der Auftrag des Klostervorstehers macht Giorgioli zu schaffen, sondern auch seine Herzensangelegenheiten: Johanna, eine verführerische junge Wirtin, fordert den Maler auf ganz spezielle Weise heraus … »Ein spannender Klosterkrimi vor historischer Kulisse – man fängt an zu lesen und kann nicht mehr aufhören!« Charlotte Thomas

Stöbern in Historische Romane

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Toller Historienschmöker aus Sicht der "einfachen Leute" - die Spannung blieb aber auf der Strecke!

kreszenz

Die Heilerin

Authentisch das harte Leben der ersten Siedler in Amerika. Der Preis für vermeintliche Religionsfreiheit und die Wirklichkeit in Amerika

eulenmama

Die schöne Insel

Schön erzählte exotische Geschichte.

Svensonsen

Marlenes Geheimnis

Ein bewegender Familienroman, der ein wichtiges Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte aufgreift.

ConnyKathsBooks

Möge die Stunde kommen

Neues von den Familien Clifton und Barrington

Langeweile

Das Erbe der Tuchvilla

Geniale Fortsetzung. Die Geschichte nimmt einem mit in eine vergangene Zeit. Hoffentlich erscheint auch ein Teil 4 der Geschichte.

Murmeli

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Das Mönchsopfer" von Alexandra Guggenheim

    Das Mönchsopfer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. January 2012 um 12:46

    Mönchsopfer ********* Die Liebe der Autorin zur Kunst und insbesondere der Kirchenmalerei begleitet den Leser durch das ganze Buch. Ihre Kenntnisse über die Freskenmalerei gibt Alexandra Guggenheim im Roman so anschaulich wieder, dass es sogar einem Laien leicht fällt, sich die von dem Protagonist Francesco Antonio Giorgioli entstandenen Werke vor Augen zu führen. Ein Künstler, der in der Zeit um 1700 gelebt und gearbeitet hat und so zusammen mit dem Stuckateur Franz Schmuzer zur Hauptfigur ihres Romans wurde. Was die Beschreibung „ …ein spannender Klosterkrimi“ von Ch. Thomas auf der Rückseite des Buches angeht, wurde ich enttäuscht. Ein historischer Roman mit dem Potenzial zum Krimi beschreibt es wohl eher. Besonders der klare Stil der Autorin hat mir gefallen. Alexandra Guggenheim versteht es mit klaren Aussagen und einer einfachen Wortwahl ohne viel Schnörkel dem Buch einen eigenen Charakter zu geben. Den Roman erlebt der Leser aus der Sicht des Protagonisten, der immer wieder im Zwiegespräch inne hält und versucht, seinen Gedanken auf den Grund zu gehen. Dadurch entsteht eine unterschwellige Spannung, die den Leser neugierig macht auf das weitere Handeln des Protagonisten und den anderen Figuren. Zwischendurch hat die Autorin liebevolle Details aufgenommen „ Das flirrende Sonnenlicht verlieh den hellen Gebäuden den Anschein, als wären sie mit einer Goldlasur überzogen“ oder „ Versonnen betrachtet Giovan Pietro einen Schmetterling…“ . Wunderschöne Schauplätze wie die Kirche und die Klosterumgebung werden detailliert beschrieben und mit diesen scheinbar nebensächlichen Szenen erwacht der Roman zum Leben. Die Farben spielen im gesamten Roman eine wichtige Rolle. Egal ob Kleidung ( z.B. die Wirtin: Sie trug ein leuchtend gelbes Mieder, dazu einen smaragdgrünen Rock mit himbeerfarbener Schürze ) oder die Handlungsorte, alles erscheint dem Leser in einem prächtig, farblich abgestimmten Bild. Allerdings wurde die Kleidung der Wirtin für meinen Geschmack zu sehr in den Vordergrund gestellt und zu oft erwähnt, dadurch hat sie ein wenig an Wirkung verloren. Die Figur des Giorgioli ist ein sehr widersprüchlicher Charakter. Auf der einen Seite absolut perfekt um nicht zu sagen pedantisch genau bei seiner Arbeit der Malerei, fromm und auf seine Art hilfsbereit , und auf der anderen Seite unbeherrscht und mürrisch, einsilbig und stur. Der Wechsel vom gläubigem und gottesfürchtigem Menschen und dem Sünder, der seine Lust und der Versuchung nicht wiederstehen kann, scheint Meister Giogioli zu zerfleischen. Die Figur des Schmuzer fand ich als Gegenstück zu Giorgioli sehr erfrischend, hat er doch für das Schmunzeln in meinem Gesicht gesorgt. Ein offener Mensch, mit Humor und offenem Wesen. Ganz anders ist der Sohn von Giogioli. Zurückhaltend und immer im Schatten seines Vaters versucht er seine eigenen Ziele zu erreichen. Einen selbstbewussten, ungezwungen Eindruck macht die Wirtin auf mich. Die Beziehung der Wirtin Johanna und Gioriolis ist keine plumpe Liebelei, die mit wilden Bettszenen daher kommt, sondern dem Leser werden lediglich Bühnenbild und Darsteller geliefert, um sich die zarten Annäherungen und Bande auszumalen. Johanna ist auch der Grund für Giorgiolis Zerrissenheit, die ihn begleitet. Jede der Hauptfiguren im Roman werden in den ersten Seiten kurz vorgestellt. Mit der Zeit wurden die Charaktere deutlicher, und die erste Abneigung gegenüber Girgioli wandelt sich in Verständnis. Dreht sich der Kern des Romans auch um die Person des Malers Giorgioli, ist der Autorin ein lebhaftes Werk gelungen, in dem keiner der Nebendarsteller unbeachtet bleibt. Unter einem eher schlichten, in der Aufmachung eines typisch, historischem Cover, verstecken sich ca. 300 Seiten Lesespaß. Mit goldenen Lettern und einer Schreibfeder als Darstellung macht das Taschenbuch einen guten Eindruck. Auf der Innenseite erwartet den Leser eine Abbildung des Klosters als Kupferradierung. Eine Auflistung der Personen auf den ersten Seiten, einem Glossar und einer Auswahl an Literaturvorschlägen zum Thema Kloster zum Schluß, wird das kleine Meisterwerk abgerundet. Fazit: Wer einen spannungsgeladenen Krimi lesen möchte, sollte sich etwas anderes suchen. Dieser Roman spricht eher die Leser dezent anspruchsvoller Lektüre an. Ein gelungenes Werk für den Leser mit Liebe zu wunderschön beschrieben Darstellungen kirchlicher Bilder, klarer Aussprache und einem eleganten Schreibstil.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Mönchsopfer" von Alexandra Guggenheim

    Das Mönchsopfer
    Henriette

    Henriette

    23. June 2011 um 10:04

    Francesco Antonio Giorgioli, seines Zeichens Freskenmaler, ist im Kloster Rheinau mit der Gestaltung der Fresken beschäftigt. Er findet eines Morgens die Leiche eines Mönches. Alle Glaubensbrüder gehen davon aus, dass der Mönch eines natürlichen Todes gestorben ist. Doch Giorgioli hat Zweifel. Und als der Abt ihn auch noch auffordert den Mörder zu finden, ist er sicher, dass es Mord war. Giorgioli empfindet es als Last, denn er ist auch mit seinen Fresken an einen Zeitplan gebunden. Bekommt er trotzdem Empfehlungsschreiben, wenn er den Mörder nicht findet? Und er hat noch andere „Schwierigkeiten“, denn er hat sich in die Wirtin seiner Unterkunft verguckt. Mit schlechtem Gewissen, denn zu Hause im Tessin hat er seine Ehefrau mit 8 Kindern. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sprachlich ist es sehr gut verständlich, obwohl ich manchmal gedacht habe, ob man gewisse Ausdrücke (z.B. Karriere) schon vor 300 Jahren so benutzt hat. Aber egal, das tut dem Buch wirklich kein Abbruch. Ich konnte mich in die Gefühlslage von Giorgioli gut reinversetzen, es war gut beschrieben. Es waren überhaupt die Beschreibungen, die mir gut gefallen haben. Gebäude, Gelände, Umgebungen wurden detailliert und mit viel Gefühl dargestellt. Gefehlt hat mir allerdings ein wenig der Spannungsbogen, die Steigerung der Spannung, denn die Geschichte an sich war schon spannend. Das Ende war für mich etwas unbefriedigend, war aber vielleicht aus mir unbekannten Gründen nicht anders möglich. Historisch macht das Buch einen guten Eindruck. Gewisse Fakten scheinen gut recherchiert worden zu sein. Alexandra Guggenheim erklärt in einem Nachwort, welche Dinge sie auf „künstlerischer Freiheit“ verändert hat. Das ist für mich immer ok, denn es ist immerhin auch eine Roman und somit auch zum Teil fiktiv. [B]Fazit:[/B] Ich vergebe gern vier von fünf Sternen. Ich kann es mit guten Gewissen weiter empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Mönchsopfer" von Alexandra Guggenheim

    Das Mönchsopfer
    olifant

    olifant

    21. October 2010 um 18:05

    Ein äußerst glaubwürdiger historischer Kriminalroman, in dem viel Recherchearbeit steckt, der aber trotzdem spannend und lebensnah erzählt ist. Ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen, zugegebenermaßen ist es auch nicht besonders dick. Der Freskenmaler Giorgioli kommt nach Rheinau und soll dort in einem Kloster die Deckenfresken restaurieren. Innerhalb kurzer Zeit versterben 2 Mönche und der Abt beauftragt ihn, nebenbei als Außenstehender zu ermitteln. Die Autorin schreibt auf sprachlich sehr hohem Niveau und bildet alle Gefühlsregungen von Neid, über Liebe, Hass, Freundschaft und Trauer ab. Ich war überrascht, wie genau sie sich an historisch verbürgte Fakten (bis auf den Sokrates) gehalten hat und wie geheimnisvoll sich des Rätsels Lösung offenbart. Das einzig verwirrende waren die vielen Namen der Protagonisten, diese waren zu Beginn schwer auseinander zu halten. Diese konnte man jedoch in einer Legende nachschlagen. Ich würde dieses Buch gleichermaßen für Krimifans als auch für Historienbuchfans empfehlen. Es ist ein wenig wie Schätzings "Tod und Teufel".

    Mehr