Wenn Hunger die Sehnsucht nach Leben ist
Warum essen wir, obwohl wir satt sind?
Warum neigen wir dazu, unsere Sehnsüchte - nach Schönheit, Erfolg, Sex, Freundschaft oder Glück - mit Essen zu kompensieren, anstatt sie zu leben?
Alexandra Jamieson zeigt, wie jede Frau die Verbindung zwischen der körperlichen und der psychischen Ebene für sich nutzen kann, um wieder ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper zu erlangen.
Die Gesundheitsexpertin Alexandra Jamieson litt selbst unter Gewichts- und Gesundheitsproblemen, überwand aber schließlich ihre Essstörung. Dabei erkannte sie: Sehnt sich der Körper nach mehr Nahrung als nötig, so hungert die Seele. Sie rät, das Verlangen nach dem Essen nicht zu bekämpfen oder sich durch Heißhunger-Atacken sabotieren zu lassen, sondern nach dem wahren Grund zu forschen.
"Wir müssen den Sirenengesang unserer Gelüste aushalten", sagt Jamieson, denn dahinter steckt ein vernachlässigtes Bedürfnis nach Beachtung. Hören Frauen auf die Signale ihres Körpers wie Schlafstörungen, übermäßiger Appetit oder Sucht nach Süßem, können sie die tiefsitzenden Sehnsüchte erkennen, bewusst verarbeiten und letztlich Frieden mit sich selbst und ihrem Körper schließen.
So ist Frauen, essen, Sehnsüchte eine liebevolle Anstiftung zum besseren, erfüllteren un gesünderen Leben.
Ich muss zugeben, dass ich mich lange gesträubt habe, Ratgeber zu lesen, weil ich nie besonders viel davon gehalten habe. Mittlerweile hat sich das aber geändert. Ich habe in letzter Zeit in viele Ratgeber zu verschiedenen Themen rein geschnuppert und festgestellt, dass man sich aus einigen wirklich wertvolle tipps mitnehmen kann.
So ging es mir auch mit diesem Buch, Ich finde, dass es ganz liebevoll geschrieben ist und bei mir doch einige Motivation bewirkt hat. So ist zum Beispiel das Glas Zitronensaft mit Wasser am Morgen ein angenehmes Ritual für mich geworden. Die paar Minuten gönne ich mir einfach vor der Arbeit. Ob ich mich dadurch wirklich fitter fühle, weiß ich noch nicht, weil ich zur Zeit eine extrem müde Phase habe. Aber es schmeckt zumindest erfrischend un hat Vitamine, also ist es definitiv ein Gewinn.
Auch mein Appetit auf Süßes ist mir beim Lesen dieses Buches irgendwie vergangen. Ich esse überwiegend nur noch Zartbitterschokolade mit mindestens 85 % Kakaoanteil. Davon benötige ich oft nur ein kleines Stück und ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass auch schon mal Tage vergangen sind, an denen ich gar keine Schokolade gegessen habe. Das war früher undenkbar.
Dieses Buch hat auch einmal mehr mein Bewusstsein dafür erweitert, wie schädlich sich Zucker auf den Darm und damit auch auf den Schlaf auswirken kann.
Ich kann jetzt natürlich nicht von Spontanheilung reden, aber es hat zumindest etwas angestoßen, was andere Bücher nicht geschafft habe.
Auch mag ich die Beispiele aus Jamiesons Leben oder auch aus den Leben ihrer Klientinnen. Ich finde es einfach sehr offen und ehrlich und das hat eine besondere Sympathie und Nähe geschaffen.
Es dreht sich nicht nur um das Thema Essen, sondern ist viel weitreichender als "Lebensberater" zu betrachten.
Auch die Frage nach dem "wie nahrhaft sind eigentlich die Menschen, mit denen du dich umgibst" fand ich sehr spannend und mir fiel spontan eine Freundin ein, die tatsächlich diese Bremswirkung hat, weil sie dem Leben sehr misstrauisch gegenüber steht.
Ich bin wirklich froh, dieses Buch gekauft und gelesen zu haben und möchte es einfach auch anderen Menschen weiter empfehlen.
Einen der beiden Buchtipps am Ende habe ich mir zufällig neulich auch gekauft, aber unbewusst, ohne gesehen zu haben, das dafür geworben wird....Achtsam essen, achtsam leben von Thich Nhat Hanh und Dr. Lilian Cheung und ich bin schon sehr gespannt darauf.
Den zweiten Buchtipp "Erhöhen Sie Ihren EatQ" von Susan Albers werde ich auch noch unter die Lupe nehmen.



