Alexandra Kui

 3.7 Sterne bei 212 Bewertungen
Autorin von Marias letzter Tag, Falsche Nähe und weiteren Büchern.
Alexandra Kui

Lebenslauf von Alexandra Kui

Alexandra Kui wurde im März 1973 in Buxtehude geboren. Bereits in der Grundschule wusste sie, dass sie später einmal Schriftstellerin werden möchte. Nach dem Abitur studierte sie Soziologie und machte hinterher ein Volontariat. Ihr Debüt, ein Roman für Jugendliche, wurde 1998 unter dem Titel "Ausgedeutscht" veröffentlicht. Wenn Alexandra Kui nicht an einem neuen Buch arbeitet, schreibt sie Reisereportagen für diverse Zeitungen. Neben dem Schreiben gehört auch die Musik zu ihren ganz großen Leidenschaften: Sie singt, spielt Geige und komponiert. 2010 wurde ihre erste CD-Aufnahme "Sturmland" veröffentlicht. Die Autorin lebt heute in der Nähe von Hamburg und publiziert mittlerweile auch Bücher unter ihrem vollen Namen Alexandra Kuitkowski.

Alle Bücher von Alexandra Kui

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Buchformat:
Marias letzter Tag

Marias letzter Tag

 (46)
Erschienen am 02.03.2015
Falsche Nähe

Falsche Nähe

 (34)
Erschienen am 28.05.2013
Solange es hell ist

Solange es hell ist

 (27)
Erschienen am 12.03.2018
Lügensommer

Lügensommer

 (32)
Erschienen am 11.04.2011
Stille Feindin

Stille Feindin

 (18)
Erschienen am 23.06.2014
Rabenseele

Rabenseele

 (19)
Erschienen am 01.03.2016
Blaufeuer

Blaufeuer

 (13)
Erschienen am 01.05.2011
Wiedergänger

Wiedergänger

 (12)
Erschienen am 01.09.2013

Interview mit Alexandra Kui

Interview zwischen LovelyBooks und Alexandra Kui, Juli 2011

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und wie hat sich Deine Arbeit als Schriftstellerin mit der Zeit verändert?

Als Kind habe ich mir gern Geschichten ausgedacht und als wahre Erlebnisse ausgegeben. Bis meine Mutter mir den Rat gab, das Ganze lieber aufzuschreiben. Dabei half dann, dass ich immer gern gelesen habe. Zur Schriftstellerei als Beruf kam ich wie so viele über den Umweg des Journalismus. Mit der Zeit hat sich mein Blick auf die eigenen Texte verändert: Ich bin viel kritischer, aber auch experimentierfreudiger geworden, was zur Folge hat, dass ich heute langsamer schreibe als früher. Aber der Spaß an der Arbeit ist derselbe geblieben.

2) Welche Vorteile bietet für Dich das Internet und wie nutzt Du hier den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de

Ich bin kein Digital Native. Das Internet nutze ich bislang nur für Recherchen und klassischen Emailverkehr, die Möglichkeiten zum Austausch mit den Lesern muss ich noch erkunden. Ich bin gespannt.

3) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Meine Lieblingsautoren sind Max Frisch, Arnon Grünberg, Leon de Winter, Jonathan Frantzen, Stewart O’Nan und viele mehr. Unter den Jugendbuchautoren gefallen mir Michael Ende, Kevin Brooks und Markus Zusak besonders gut. Beim Buchkauf vertraue ich meistens auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten oder engagierten Buchhändlern. Ziemlich „old school“ also, da das Netz kaum eine Rolle spielt.

4) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Von jedem meiner Lieblingsschriftsteller, einfach, weil ich sie für ihre Kunst bewundere. Daher wäre ich auch ziemlich nervös, wenn einer dieser Autoren tatsächlich eines meiner Bücher lesen und kommentieren würde.

5) Man wird als Schriftsteller schnell in Schubladen gesteckt. Würdest Du gerne mal das Genre wechseln und Deine Leser mit einer völlig neuen Seite überraschen?

Unbedingt. Und das wird auch passieren...

6) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration für Deine Bücher?

So ziemlich überall. Beim Einkaufen, beim Hundespaziergang, in Gesprächen mit Nachbarn und Freunden, bei der Zeitungslektüre, auf Reisen. Wie die meisten Autoren beobachte ich sehr genau, man ist sozusagen ständig auf Empfang, da sich im Alltäglichen oft die besten Geschichten verbergen. Außerdem spielen Naturbeobachtungen in meinem Leben wie in meinen Büchern eine wichtige Rolle. Besonders liebe ich das Meer.

7) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich glaube, es kommt auf das richtige Verhältnis zwischen kreativem Chaos und Disziplin an. Manchmal ist es nötig, sich selbst Druck zu machen. An anderen Tagen hilft es mehr, einfach den Computer auszuschalten, ans Meer zu fahren oder auf einen Berg zu steigen und auf eine Eingebung zu warten. Jedenfalls habe ich keine festen Arbeitszeiten und will auch keine. Die Abgabetermine reichen völlig.

8) Gibt es eine lustige Anekdote aus Deinem Schriftstellerdasein, die Du uns erzählen möchtest?

Nachdem zum ersten Mal in der Zeitung über mich berichtet worden ist, fuhr ich mit dem Auto durch die Stadt und alle Passanten gafften mich an. Ich hielt mich für sehr berühmt, bis ich bemerkte, dass ich in der falschen Richtung in einer Einbahnstraße unterwegs war. Auch lustig: Gerade erst bekam ich statt der sonst üblichen Blumen nach einer Lesung eine fleischfressende Pflanze geschenkt, weil meine Prologe immer so düster sind.

9) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir, dass alles weiter so gut läuft wie bisher. Ich habe eine treue Fangemeinde, die hoffentlich immer weiter wächst, arbeite in zwei Verlagen mit gescheiten, tollen Leuten zusammen und kann jederzeit über alles schreiben, was mich interessiert. Ziemlich ideal.

10) Was gefällt dir besonders daran für Jugendliche zu schreiben und wie viel Spannung braucht es, um junge Leser so richtig zu fesseln? Was unterscheidet für dich das Schreiben eines Jugendthrillers zu einem Krimi oder Thriller für Erwachsene?

Mit Lügensommer habe ich ja gerade erst einen Thriller für Jugendliche geschrieben, bin also ein Neuling in dem Genre. Ich bin froh, dass im Jugendbuch allzu ausführlich beschriebene Gewaltexzesse tabu sind, so etwas liegt mir ohnehin nicht. Es geht vielmehr darum, die Spannung sorgfältig aufzubauen. Jugendliche als Publikum sind ein bisschen heißblütiger als Erwachsene: einerseits kritisch, andererseits extrem begeisterungsfähig, was mir natürlich gefällt.

Neue Rezensionen zu Alexandra Kui

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booksbuddys avatar

Rezension zu "Solange es hell ist" von Alexandra Kui

Solange es hell ist.
booksbuddyvor 2 Monaten

(Hinweis: unbezahlte Werbung)

Nicht das, was ich erwartet hatte.

Autor: Alexandra Kui
Verlag: cbj
Band: Einzelband
Seiten: 316
Genre: Drama
Story: ❤❤❤♡♡
Schreibstil: ❤❤❤❤♡
Charaktere: ❤❤❤♡♡
Anspruch: ❤❤❤♡♡
Thema: ❤❤❤❤♡
Spannungsaufbau: ❤❤❤♡♡
Dialoge: ❤❤❤❤♡

Gesamtdurchschnitt: ❤❤❤♡♡

Ein Buch, welches mich vom Klappentext her sehr angesprochen hat, dann aber nicht das war, was ich erwartet hatte.

Das Cover ist der absolute Hammer! Ich liebe es! Auch der Titel klingt vielversprechend und die Zitate aus dem Buch auf dem Klappentext machen neugierig auf mehr!

Die Story:
Hier bin ich persönlich betroffen. Ich arbeite beim Jugendamt und genau das ist in diesem Buch eher verhasst. Es geht nämlich um die Geschwisterkinder einer betroffenen Familie und da ich am liebsten lese, um die Arbeit zu vergessen, hat es mich viel Überwindung gekostet, das Buch weiterzulesen.

Der Schreibstil:
Die Autorin schafft es, dass man sich gut in die Charaktere einfühlen kann. Auch die Handlungen bringt sie sehr gut rüber. Da es mir oft zu schnell ging und eine Handlung nach der nächsten folgte, gibt es von mir einen Punkt Abzug.

Die Charaktere:
Hier hatte ich zwar einen guten Draht zu Mika und fand diese überraschend gut dargestellt, konnte aber mit den Nebenrollen nicht viel anfangen. Hier fehlte mir schlichtweg der Tiefgang.

Der Anspruch:
Auch wenn der Anspruch auf den ersten Blick sehr hoch wirkt, ist das Buch doch sehr verständlich und auch für Jüngere leicht verständlich geschrieben.

Das Thema:
Ich finde die Autorin hat das Thema sehr gut getroffen! Es hatte nur ein paar wenige Schwächen, die ich nicht nennen möchte, um nicht zu spoilern, aber alles in allem war die Umsetzung gut gelungen.

Der Spannungsaufbau:
Mir fehlte es von Anfang an ein wenig an Spannung, was aber sicher an meiner persönlichen Betroffenheit liegt.

Die Dialoge:
Auch wenn sie nicht immer tiefgründig waren, waren sie doch absolut authentisch und Situations-/ und Altersgemäß!

Alles in Allem erreicht das Buch bei mir in gutes Mittelmaßund bekommt 3 von 5 möglichen Herzen!<3

Eure Carina

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Caterinas avatar

Rezension zu "Solange es hell ist" von Alexandra Kui

Ein interessanter Roadtrip, der ruhig etwas mehr Tiefe hätte vertragen können
Caterinavor 2 Monaten

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Bislang habe ich noch nichts aus der Feder von Alexandra Kui gelesen, war dann also umso neugieriger, als ich "Solange es hell ist" für mich entdeckt habe. Es klang nach einem sehr interessanten Roadtrip, der in mir vielleicht die Reiselust wecken könnte. Auch das Cover finde ich wirklich schön, gerade weil irgendwie auch das Kernelement abgebildet ist. Mit den Farben harmoniert der Leuchtturm in der Mitte ebenso hervorragend, so dass alles in sich stimmig ist.

Einstieg: Ohne vieler Worte beginnt die Autorin direkt mit der Geschichte und ehe ich es mich versah, befand ich mich schon mit der 15-Jährigen Mika und ihren kleinen Geschwister auf einen Roadtrip, der das Leben der Geschwister komplett verändern sollte. Zwar fand ich es grundsätzlich nicht schlecht, dass die Story direkt mit der Tour beginnt, aber irgendwie erschwerte es auch sehr den Bezug zur Geschichte. Von Anfang an wirbelt Alexandra Kui Fragen auf, zu denen ich dringend eine Antwort wollte, die sie aber erst sehr spät beantwortet. Insgesamt gefiel mir der Einstieg so weit gut, so dass ich gespannt auf die weitere Handlung war.

Charaktere: Für ihre Geschichte wählte die Autorin den personalen Ich-Erzähler. So wird das gesamte Buch aus der Sicht der 15-Jährigen Mika erzählt. Mika selbst konnte ich sehr schwer einschätzen, was den Zugang zu ihr erschwerte. Sie muss mit ihren jungen Jahren quasi die Mutterrolle für ihre jüngeren Geschwister aufnehmen, was sicher nicht einfach ist. Dafür ziehe ich meinen Hut. Natürlich ist sie selbst beinahe noch ein Kind und kann sich kaum einen Moment für sich, geschweige denn einen Moment der Schwäche erlauben. Und ihre Geschwister machen es ihr auch mit unter nicht immer leicht. So bewältigt Mika im Laufe der Geschichte immer neue Hürden, muss aber auch Fehler eingestehen und muss immer für ihren Bruder und ihre Schwester da sein. Trotz des geringen Zugangs zu ihr, fand ich ihre Entwicklung sehr interssant zu verfolgen. Leider blieben die Nebenfiguren ebenfalls recht blass, so dass ich zu ihnen kaum eine Verbindung aufbauen konnte.

Handlung: Die Reise, die Mika und ihre Geschwister auf sich nehmen, erinnert natürlich in keinster Weise an einem Urlaub in Dänemark. Denn Penny, Elias und Mika sind in erster Linie auf sich allein gestellt. Das einzige, was sie voran treibt, ist ein Foto von Mikas verschollenen Vater. So reisen sie von Leuchtturm zu Leuchtturm um Antworten zu bekommen und ihrer Odyssee endlich ein Ende zu setzen. Auf ihrer Reise warten nicht nur viele Herausforderungen, die die drei nur gemeinsam bewältigen können, sondern müssen auch mit Enttäuschungen klarkommen. Auch wenn in mir nicht ganz die Reiselust geweckt worden ist, so emfpand ich diesen Roadtrip an der dänischen Küste mitunter aufregend und aufwühlend. Zudem erfährt man auch nach und nach etwas über Mikas Familie, was ich sehr bewegend fand. So bekamen meine anfänglichen Fragen nach und nach ihre gewünschte Antwort. Den Leuchtturm als Kernelement der Geschichte fand ich sehr gut gewählt auch wenn dies ruhig einen etwas größeren Raum hätte einnehmen können. Ebenso die Tatsache mit dem verschollenen Vater. Gerade bei diesem Aspekt hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin manchmal etwas verrannt hatte. So kam mir gerade das Ende nicht nur etwas aufgesetzt, sondern auch sehr an den Haaren herbeigezogen vor.

Schreibstil: Sehr angenehm erzählt Alexandra Kui die Geschichte von Mika und ihren Geschwister und verwebt dabei ganz geschickt sehr wichtige Botschaften mit hinein. So legt sie Wert auf Zusammenhalt und Familie und dass man es gemeinsam weit bringen an und sei es "nur" an die dänische Küste ohne Fahrerlaubnis, was schon nicht einfach ist. Außerdem deutet die Autorin immer wieder darauf hin, dass auch Hürden und Niederlagen einen voran bringen. Diese Aspekte gefielen mir sehr gut, so dass diese Geschichte ein Buch ist, welches auch in stückweit zum Nachdenken anregt. Und solche Bücher mag ich ganz besonders.

 

Mein Urteil

Zwar wurde bei mir in "Solange es hell ist" nicht wirklich das Reisefeeling geweckt, aber dennoch ist es ein Buch, was nach dem beenden ein wenig nachhallt. So verwebt Alexandra Kui ganz geschickt wichtige Botschaften in ihre Geschichte hinein, die man aber nicht auf den ersten Moment  entdeckt. Auch wenn ich zu den meisten der Figuren kaum einen Bezug aufbauen konnte, so emfpand ich die Entwicklung, die die junge Mika durchgemacht hat, nachvollziehbar und interessant zu verfolgen. Ich für meinen Teil hätte den "Leuchttürmen" und auch den verschollenen Vater durchaus mehr Raum zugemutet. Aber unabhängig dessen hat mich das Buch gut unterhalten. Ich vergebe 3 von 5 Welten.





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Skyline-Of-Bookss avatar

Rezension zu "Solange es hell ist" von Alexandra Kui

Ein schöner Raodtrip mit schweren und leichten Momenten
Skyline-Of-Booksvor 4 Monaten

Klappentext

„Eine Irrfahrt von Leuchtturm zu Leuchtturm, ein verschollener Vater, zwei kleine Geschwister im Schlepptau: Manchmal, wenn sie nach Mitternacht aufs Meer schaut, kommt es Mika (15) vor, als ob die Pause zwischen zwei Lichtzeichen ewig dauert. „Man wartet und wartet, die Nacht wird immer schwärzer, aber irgendwann dann kommt es doch. Und solange es hell ist, für diesen kurzen Moment, ist plötzlich alles ganz einfach. Du siehst den Weg wieder“.“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich atemberaubend! Ich liebe den Himmel mit seinen verschiedenen Farbstufen aus dunkelblau, orange, rot und gelb, die alle ineinander verlaufen. Der dunkle  Leuchtturm, der durch die Abend- oder Morgendämmerung schattiert ist, wirkt vor diesem Hintergrund richtig harmonisch und stimmig. Auch kommt die weiße Schrift des Titels vor diesem Hintergrund super zur Geltung. Insgesamt finde ich das Motiv einfach nur atmosphärisch und wunderschön!

 

Meine Meinung

Da ich schon „Marias letzter Tag“ von der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neustes Werk, das auch schon mit dem sehr atmosphärischen Cover überzeugt. In „Solange es hell ist“ geht es um das Geschwistertrio Penny, Mika und Elias, die sich auf einem Trip nach Dänemark befinden, um dort einen bestimmten Leuchtturm zu suchen, den sie nur von einem Foto kennen. Ihr  Ziel ist es, ihren verschollenen Vater zu finden…

 

Dieser Roadtriproman konnte mich aufgrund der spannenden Handlung sehr fesseln, was ich zunächst gar nicht gedacht hätte. Ich hatte vielmehr mit einer emotionalen Geschichte gerechnet, die mich auf der Gefühlsebene berühren würde, aber „Solange es hell ist“ schafft nicht nur dies, sondern noch viel, viel mehr! Die Handlung wird nicht nur durch die Frage, ob die Geschwister ihren Vater finden werden, angetrieben, sondern auch durch all die Beschwerlichkeiten, die ihnen auf ihrem Trip in den Weg kommen. Ein leerer Autotank, ein Motorschaden, viel zu wenig Geld…das ist nur ein kleiner Teil der Schwierigkeiten, die sich den Geschwistern eröffnen.

 

So wird es sehr fesselnd, zu verfolgen, ob die drei ihr Ziel je erreichen und wie sie die Schwierigkeiten überwinden werden. Durch diese Hindernisse strahlen die Momente, in denen Mika und ihre Geschwister wieder Kinder sein können, geradezu hervor. Auf diese Weise ergibt sich ein schönes, atmosphärisches Wechselspiel aus schweren und leichten Momenten.

 

Dazu passend ist auch die besondere Erzählweise und die tiefgründigen sowie geradezu poetischen Gedanken, die aufgegriffen wurden. Erzählt wird „Solange es hell ist“ aus der Sicht von Mika, dem ältesten Geschwisterkind. Dabei erlebte ich durch die Ich-Perspektive ihre Gedanken und ihre Emotionen hautnah mit. Vor allem gefiel mir, wie die Autorin es geschafft hat, die jugendliche Stimme von Mika einzufangen und die Gedanken so wiederzugeben, als würde ich direkt in Mikas Kopf stecken und sie live hören.

 

Die Figuren empfand ich auch alle als sehr sympathisch und authentisch. Mika hat sofort mein Mitgefühl ausgelöst, da sie sich als Älteste um ihre Geschwister kümmert. Sie ist taff, mutig und hat es nicht leicht. Dafür lässt sie sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg stetig weiter. Ihre tiefe Liebe zu ihren Geschwistern wurde dabei beim Lesen auch sehr deutlich und geradezu spürbar, was ich sehr beeindruckend fand. Auch ihre jüngeren Geschwister stehen ihr in nichts nach, denn Elias und Penny sind ebenso stark wie Mika.

 

Fazit

„Solange es hell ist“ ist ein berührender Roadtrip-Roman, der zum Nachdenken und Mitfühlen einlädt. Die Beschwerlichkeiten der Reise stehen immer wieder im Wechsel mit aufgelockerten Szenen, so dass das Lesen wirklich Spaß macht. Zudem sind in die Handlung mehrere Fragen eingebaut, auf deren Antwort ich als Leser hinfieberte, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Die Geschichte kam mir absolut authentisch und realistisch vor, was ihr das gewisse Extra verlieh.

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband

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Gespräche aus der Community

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cbj_Verlags avatar

Eine Irrfahrt von Leuchtturm zu Leuchtturm, ein verschollener Vater, zwei kleine Geschwister im Schlepptau

Manchmal, wenn sie nach Mitternacht aufs Meer schaut, kommt es der 15-jährigen Mika vor, als ob die Pause zwischen zwei Lichtzeichen ewig dauert. „Man wartet und wartet, die Nacht wird immer schwärzer, aber irgendwann dann kommt es doch. Und solange es hell ist, für diesen kurzen Moment, ist plötzlich alles ganz einfach. Du siehst den Weg wieder“.

Mika ist schon ziemlich erwachsen. Eine junge Frau, die sich kümmert. Um halbwegs gute Noten, um ihre beiden jüngeren Halbgeschwister, den Haushalt – und oft auch um ihre Mutter Katie, die in der vaterlosen Berliner Kleinfamilie gern den trotzigen Teenager spielt, weshalb Mika gar nicht anders kann, als Verantwortung zu übernehmen und (fast immer) die Vernünftige zu sein – ein Rollentausch wider Willen. Umso glücklicher ist sie, als Katie ihr Leben umkrempelt und Arbeit als Altenpflegerin findet. Plötzlich können sie in den Sommerferien zu viert in den Urlaub fahren, zum ersten Mal überhaupt. Und ausgerechnet dort passiert etwas - etwas, das jede Vernunft außer Kraft setzt und Mika zwingt, in Sachen Risikobereitschaft ausnahmsweise doch ihrer Mutter nachzueifern. Mit ihren Geschwistern im Schlepptau macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, auf in Richtung Meer – ein Roadtrip, der Mika auch zu sich selbst führt…

Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Sozialgeschichte in Hamburg und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. Die Themen hierfür findet sie automatisch und überall, oft während intensiver Gespräche mit Freunden oder auch Fremden. Schriftstellerin wollte sie schon als Kind werden – dieser Traum hat sich erfüllt. Ihr Jugendtraum Rockstar zu werden, hat zwar nicht ganz geklappt, aber sie macht noch immer gern Musik, schreibt und komponiert eigene Songs, die sie zusammen mit ihrer kleinen Band bei Lesungen oder anderen Gelegenheiten aufführt.

Rahmenbedingungen für die Leserunde:

Ihr könnt euch für 15 Rezensionsexemplare bewerben, bis einschließlich 21.05.2018. Für eure Bewerbung erzählt uns von eurem Roadtrip: Wie würdet ihr diesen gestalten? Welches Ziel hätte der Trip, oder ist viel eher der Weg wichtiger als das Ziel? Mit wem würdet ihr fahren wollen?

Alexandra Kui diskutiert gerne mit euch und beantwortet eure Fragen. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und Beiträge!

Zur Leserunde
Berlin_Verlags avatar

Was würdest du tun, wenn du nicht weißt, was du getan hast, und plötzlich eine Mörderin bist?

Liebe Jahresabonnenten, liebe Krimifans,

Alexandra Kui und der Berlin Verlag laden euch herzlich zu einer großen Leserunde mit 32 Teilnehmern ein!

Zum Inhalt:

Eine Spätsommernacht im Harz. Wieder eskaliert ein Streit zwischen Lua und David. Doch diesmal ist alles anders, denn Lua hält plötzlich sein Jagdgewehr in den Händen ...

Lua musste für Davids Tod im Gefängnis büßen. Nun ist sie auf freiem Fuß und versucht als Kassiererin in einer Kleinstadt nahe dem Harz einen Neuanfang. Aber die Vergangenheit ist stärker als ihr Wunsch zu vergessen: Da ist diese Gestalt in Davids Parka, die sie zu verfolgen scheint. Da sind Dinge, die aus ihrer Wohnung verschwinden, Erinnerungsstücke von damals. Da sind zu viele offene Fragen. Es hilft alles nichts: Irgendwann muss Lua sich ihren Dämonen stellen. Sie warten in der Jagdhütte im Kalten Tal, wo die Katastrophe geschah. Lua ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich mit ihrer Rückkehr begibt.

Leseprobe

Diese Runde hat eine Besonderheit: Die 22 Gewinner unseres Jahresabos müssen sich nicht bewerben und bekommen  Alexandra Kuis Kriminalroman unaufgefordert zugeschickt.

Du willst einen der 10 freien Plätze ergattern? Dann versetze dich in Luas Lage und schreibe uns bis zum 8. März 2016, was du tun würdest, wenn du plötzlich eine Mörderin bist, dich aber absolut nicht an die Tat erinnern kannst ?

Auf eure Bewerbung und eine aktive Teilnahme an der Leserunde freuen sich Alexandra Kui und der Berlin Verlag.

Zur Leserunde
cbt_Verlags avatar

Was würdest du an deinem letzten Tag tun?

Ein Leben ohne Angst – ach, das wäre schön! Wir könnten das Leben unbeschwert genießen, müssten uns keine Sorgen um unsere Zukunft machen. Doch ist das möglich? Kann man ohne Angst leben? Genau das versucht Die 16-jährige Lou. Ob es ihr gelingt könnt ihr in Alexandra Kuis neuem Roman „Marias letzter Tag“ erfahren, der soeben bei cbt erschienen ist.

Wir suchen 15 Leserinnen und Leser, die gemeinsam mit Lou einen Sommer ohne Angst erleben möchten. Alexandra Kui wird die Leserunde begleiten und freut sich über eure Fragen und Anmerkungen.

Zum Inhalt:

Jeder hat Angst: vor der Euro-Krise, dem steigenden Flusspegel, dem Notendurchschnitt. Lous beste Freundin Maria hat Angst, wie ihre Mutter an Krebs zu erkranken. Als sie von einem Zug erfasst wird und nur knapp überlebt, sprechen alle von versuchtem Selbstmord. Daraufhin ruft Lou den Sommer ohne Angst aus. Ihr Plan: zu leben, als sei es ihr letzter Tag. Tun, wovor sie sich immer gefürchtet hat. Sich fühlen, wie Maria sich gefühlt hat. Ihre selbstgedrehten Videos postet Lou auf ihrem YouTube-Channel, dem sie den Titel »Marias letzter Tag« gibt. Rasant steigt die Zahl der Klicks, es entsteht eine Bewegung der Angstverweigerer. Die Mitschüler, Freunde und Fans übertrumpfen sich mit immer gefährlicheren Aktionen. Und irgendwann verliert Lou die Kontrolle ...

Falls ihr schon einmal einen Blick ins Buch werfen möchtet, geht es hier zur Leseprobe. Die Buchinfo findet ihr hier.

Ihr wollt an der Leserunde teilnehmen? Dann schreibt uns bis zum 8. März, was ihr unbedingt machen würdet, hättet ihr noch einen Tag zu leben.

Mit eurer Bewerbung erklärt ihr euch damit einverstanden, aktiv an der Leserunde teilzunehmen und zum Abschluss eine Rezension zu schreiben.

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Alexandra Kui wurde am 10. März 1973 in Buxtehude (Deutschland) geboren.

Alexandra Kui im Netz:

Community-Statistik

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auf 77 Wunschlisten

von 5 Lesern aktuell gelesen

von 5 Lesern gefolgt

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