Alexandra Kui Rabenseele

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Inhaltsangabe zu „Rabenseele“ von Alexandra Kui

Eine Spätsommernacht im Harz. Wieder eskaliert ein Streit zwischen Lua und David. Doch diesmal ist alles anders, denn Lua hält plötzlich sein Jagdgewehr in den Händen ... Lua musste für Davids Tod im Gefängnis büßen. Nun ist sie auf freiem Fuß und versucht als Kassiererin in einer Kleinstadt nahe dem Harz einen Neuanfang. Aber die Vergangenheit ist stärker als ihr Wunsch zu vergessen: Da ist diese Gestalt in Davids Parka, die sie zu verfolgen scheint. Da sind Dinge, die aus ihrer Wohnung verschwinden, Erinnerungsstücke von damals. Da sind zu viele offene Fragen. Es hilft alles nichts: Irgendwann muss Lua sich ihren Dämonen stellen. Sie warten in der Jagdhütte im Kalten Tal, wo die Katastrophe geschah. Lua ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich mit ihrer Rückkehr begibt.

Der ideale Einstieg in die Welt der Spannungsliteratur. Unblutig aber stets spannend und nebulös!

— Floh
Floh

Ein richtig gelungener, atmosphärischer und bewegender Roman. Sehr düster!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Melancholisch, doch etwas seicht für einen Thriller

— Cieena
Cieena

Melancholisches, intensives, beklemmendes Meisterwerk!

— Lovely_Lila
Lovely_Lila

Verwirrend, spannend, düster..

— Minka93
Minka93

Ein psychologischer Roman. Posttraumatisches Belastungssyndrom in bester Ausführung mit spannendem Hintergrund.

— Bücherwurm
Bücherwurm

Irgendwie too much...

— heinz60
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Die Verwirrung der Protagonistin hat sich auf mich übertragen.

— Estrelas
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Düster, traurig, verwirrend, geheimnisvoll Jedoch ein eher ungewöhnlicher Schreibstil...

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Ein verwirrender, atmosphärisch dichter Roman über eine junge Frau auf der Suche nach der bitteren Wahrheit.

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  • Der Titel ist Programm. Rabenschwarz, düster und nebulöser Seelenunheil...

    Rabenseele
    Floh

    Floh

    14. November 2016 um 03:51

    Roman? Krimi? Thriller? Psychodrama? Egal, denn dieses Buch hat einen besonderen Sog und bekommt unheimliche Schärfe, wenn man sich auf die Ebene der Protagonistin einlassen kann… Eigentlich ist der Klapptext viel zu harmlos und nur die Spitze des Eisberges. Dennoch hat mich der Klapptext neugierig genug gemacht, mich für diesen Roman, der eher einem Thriller oder Psychodrama gleicht, der mir bisher noch unbekannten Autorin Alexandra Kui zu entscheiden. In „Rabenseele“ erleben wir Nervenkitzel auf besonderer Weise und mit einem speziellen Sog. So ist es der Autorin Alexandra Kui gelungen, einen Widererkennungswert zu schaffen, der auf viele weitere spannende Romane aus ihrer Feder und ihrer Inspirationsquelle hoffen lässt. Gefunden und Erschienen im Berlin Verlag (https://www.piper.de/berlin-verlag) Warum habe ich dieses Buch gelesen? Eigentlich war es das Cover, was mich neugierig gemacht hat. Schwarz, dunkel mit einem kahlen Gestrüpp, was von irgendwoher beleuchtet wird und hell erscheint. Der Titel weckt sofort mein Interesse. Raben. Alles was sich auf die Krähenvögel bezieht, zieht mich magisch an. So auch dieser verheißungsvolle Buchtitel „Rabenseele“. Das Buch habe ich schon einige Monate im Regal stehen. Nun war die Zeit gekommen, es sich mit Rabenseele im dunklen und tristen November gemütlich zu machen und sich voller Spannung auf Gänsehaut und Nervenkitzel zu freuen. Denn erst jetzt habe ich die Zeit und Lust gefunden, diesen Thriller endlich zu lüften. Inhalt:„Wenn du nicht weißt, was du getan hast, und plötzlich eine Mörderin bist - Eine Spätsommernacht im Harz. Wieder eskaliert ein Streit zwischen Lua und David. Doch diesmal ist alles anders, denn Lua hält plötzlich sein Jagdgewehr in den Händen ...Lua musste für Davids Tod im Gefängnis büßen. Nun ist sie auf freiem Fuß und versucht als Kassiererin in einer Kleinstadt nahe dem Harz einen Neuanfang. Aber die Vergangenheit ist stärker als ihr Wunsch zu vergessen: Da ist diese Gestalt in Davids Parka, die sie zu verfolgen scheint. Da sind Dinge, die aus ihrer Wohnung verschwinden, Erinnerungsstücke von damals. Da sind zu viele offene Fragen. Es hilft alles nichts: Irgendwann muss Lua sich ihren Dämonen stellen. Sie warten in der Jagdhütte im Kalten Tal, wo die Katastrophe geschah. Lua ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich mit ihrer Rückkehr begibt.“Übersicht:Erzählstil: Überwiegend personaler Erzähler, PräsensPerspektive: aus weiblicher Perspektive (Lua), mit Einblicke und Blickwinkel nichtgutheißendem Gedankenguts. Stärken:+ Schreibstil:Der Schreibstil ist von ganz besonderer Note und alles andere als alltäglich. Die Autorin Alexandra Kui schlägt einen eigensinnigen und scharfen Ton an, der, sobals man die Protagonistin näher kennengelernt hat, ideal zu ihrer Skizzierung und Charakterisierung passt. Lua wird von wechselnden Emotionen und Vorstellungen heimgesucht. Ähnlich wie ihre Gemütsschwankungen und Schuldfragen, zeigt sich auch der Schreibstil von Reue, Gewalt und der Suche nach der Wahrheit geprägt. Hier zeichnet sich rasch ein Automatismus ab und eine Eigendynamik im Plot entsteht. Dabei werden viele Dinge nur vage ausgedrückt oder angedeutet, sodass dem Leser eine Menge Raum für die eigene Interpretation bleibt. Dieser stets schleichende Wechsel aus Empfindungen und Ebenen macht das Buch unheimlich komplex und vielschichtig aufbauend. Alexandra Kui spielt gekonnt und fesselnt mit den Urängsten der Menschheit und nutzt dieses Stilmittel für ihren Thriller. + Umsetzung und Aufbau: Von der Dynamik des Buches und des Psychodramas bin ich sehr überrascht. Auch wenn sich die Spannung nur langsam steigert und aufbaut, so hat dieser Plot stets eine eigene Fesselung und Note, die den Leser packt und immer wieder aufs Neue neugierig macht. Eine gelungene Eigendynamik, die es dem Leser schwer macht eine Lesepause einzulegen. Es gibt unheimlich viele Kleinigkeiten zu entdecken, man möchte nichts verpassen, denn jede Anekdote oder jede Handlung könnte neue Erkenntnisse darüber bringen, wer Lua wirklich ist, was in dieser tragischen Nacht geschah und ob David vielleicht sogar noch am Leben ist? Da sich die Autorin Kui in ihren Handlungssträngen und Ebenen sehr gut auskennt und sich keineswegs verzettelt oder abdriftet, fühlt sich auch der Leser sicher und gut geleitet. Großes Lob dafür. Diese Ebenen bringt die Autorin gegen Ende des Falls gekonnt zusammen und hinterlässt einen soliden Krimi, Thriller oder Roman, der vollkommen rund ist und Wiedererkennungswert besitzt. + Hauptperson: Auf speziell außergewöhnliche Charakterstudien oder auf besonders viele Figuren trifft man in diesem Buch nicht, doch so reduziert sich die Handlung auf wesentliche Teile, an die sich der neugierige Leser heften kann. Was ich als großen Pluspunkt in diesem eher seichteren Thriller empfinde. Die Hauptprotagonistin stellt Lua in diesem Psychodrama dar. Lua ist Anfang dreißig und daher in meinem Alter, sodass ich mich stets versucht fühlte, mich mit ihr zu identifizieren. Aufgrund ihrer Anklage ist das natürlich nicht unbedingt möglich, doch als Leser ist man stets versucht, ihre Lage zu lokalisieren und ihr Empfinden und ihre Angst zu teilen. Lua, welche auf mich einen zunächst sehr verstörten und verschüchterten Eindruck machte. Als Mörderin kann ich sie mir stets nur schwerlich vorstellen, vielmehr erweckt sie auf mich den Eindruck der eingeschüchterten und misshandelten Ehefrau eines rüden Mannes, David. Hier scheint Lua sämtliche Klischees zu bedienen. Lua wurde mir im Buch nicht wirklich sympathisch und ich hatte stets eine gewisse Distanz zu ihr, obwohl sie eine Frau meinen Alters ist, jedoch habe ich an ihre fortwährend etwas gesehen oder gespürt was mich zurückschrecken lies. Im Gesamtkontext des Buches und der Story gesehen, wenn man das Ende denn dann kennt, muss ich sagen, dass die Autorin mit ihrer polarisierenden Protagonistin Lua keine bessere oder stimmigere hätte skizzieren können. + Charaktere:Die einzelnen Charaktere, die die Neben – und Hauptrollen erweitern, entspringen ihrem sozialen Umfeld, was sich sehr gut an ihren Charakterzügen und ihrem Umfeld äußert. Hier erkennt man, dass die Autorin offensichtlich recht gute Menschenkenntnis besitzt und viele unterschiedliche Menschen in seinem Alltag und Berufsleben trifft und beobachtet. Hier hat sie wenige Nebenhandlungen geschaffen, die jedoch mit einer ausgewählten Anzahl an Personen Abwechslung bieten und auf den wenigen Romanseiten keine Übervölkerung darstellen. + Wendungen und Umsetzung:Schon fast würde ich mit einem freundlichen Ton behaupten, dass „Rabenseele“ ein stimmiger Einstieg in die Welt der Spannungsliteratur, der Psychothriller, Krimis, Dramen und Thriller bietet. Die ambitionierte Autorin Alexandra Kui hat hier eine sehr interessante und frische Idee verwirklicht, die man so noch nicht in tausendfacher Ausführung bei der Marktüberflutung spannender Bücher gefunden und gelesen hat. Neugierde ist hier bei Alexandra Kui ein ständiger Begleiter. Auf gerade einmal knapp 200 Seiten muss es die Autorin schaffen, einen vollkommenden Thriller abzuhandeln oder schluderig oder voreilig zu werden. Dieses Kunststück ist ihr hier sehr gut gelungen. Ständig war ich neugierig, ständig wollte ich wissen, wie es weitergeht. Die Spannung war durchgehend spürbar. Es liegen eine Mystik und ein Nebel in der Luft. Ebenso wie Protagonistin Lua will man natürlich herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist und wie es zu diesem unsäglichen Verbrechen kam. Zusätzlich baut Alexandra Kui noch unerwartete Wendungen ein, die mich auf so wenigen Buchseiten immer wieder überrascht haben. Sie bündelt nicht alles bis zum Schluss um dann eine Bombe völlig überladen oder surreal zum Platzen zu bringen. Nein, Kui setzt ihren Thriller so seicht und fortwährend nebulös fort, wie er begonnen hat um ihn dann rund und überraschend abzuschließen. + Stimmung / Atmosphäre: Der idyllische und touristische Harz von seiner dunklen und mörderischen Seite. Die Kulissen an sich sind von Legenden, Sagen und Mythen geprägt. So auch dieser Spannungsroman. Über allem liegt ständig eine beklemmende, melancholische, düstere Stimmung, die einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt hat, so dass ich stets wachsam und auf der Hut war. Die gewählten Schauplätze wirken authentisch, passen zum Cover, sind unheimlich geheimnisvoll, teilweise unheilvoll und eindringlich, was sicherlich zu dieser Atmosphäre beiträgt. Inspiriert wurde die Autorin von dem Songtitel „Lua“ von den „Bright Eyes“ aus dem Jahre 2004. Und diesen melancholischen, schwermütigen Grundton nimmt sie sich an, um diesen Thriller so wirken zu lassen, wie er auf den Leser wirkt. Chapeau! Schwächen: - Spannung: Obwohl der Einstieg leicht fiel und es außer Zweifel stand, dass ich das Buch begeisternd und sicherlich wegen der Lesefreude und euphorischen Leseenergie rasch beenden würde, gab es doch so manche Stelle, an der ich mir etwas mehr Spannung oder einen kräftigen Spannungspeak gewünscht hätte. Dieser Thriller ist durchweg von einer gewissen unterschwelligen Spannung umgeben. Mir reichte das leider nicht immer. Dafür habe ich wohl schon zu viele herausragende Thriller gelesen um auf diesen stärkeren Nervenkitzel gänzlich verzichten zu können. Das gewisse Etwas fehlte mir hier allzu oft. Die besondere Schärfe und Würze. Dieses gewisse Etwas hat mir hier im Spannungsverlauf gefehlt. Ein Peak Adrenalin und Herzrasen auf dem Spannungsbarometer mehr wäre schön gewesen, vielleicht auf 200 Romanseiten auch nicht immer ganz einfach umzusetzen... Daher eher ein Einsteigerthriller um die Welt der Thriller langsam zu erklimmen ohne einen Totalschock zu erleiden. - Charaktere: Manchmal bedauerte ich es doch sehr, dass ich keinem der Charaktere wirklich nahe gekommen bin. Lua ist zwar gut so wie sie ist und ihre Charakterstudie passt absolut zu ihr. Doch sie hat mir auch viele Nerven gekostet und hin und wieder hätte ich sie am liebsten gepackt und gelenkt. Grrrr. Lua war mir leider immer etwas zu distanziert und auch all die anderen wenigen, jedoch interessanten Rollen waren keine, die mich bleibend erwischt hätten. Hier fehlte mir der Top-Kandidat, weswegen ich hätte gar nicht mehr aufhören können zu lesen, und dem ich mich ganz besonders verbunden gefühlt hätte, oder mit dem ich mich hätte identifizieren können. Schade. Sie alle waren zwar gut ausgearbeitet und überzeugend. Eine Mischung aus Gut und Böse, wie man sie gern in einem Krimi oder Thriller findet, der schnell zum Schubladendenken animiert und den Leser damit womöglich auf eine falsche Fährte lockt…, aber nicht herausragend genug. - Hauptprotagonistin:Jaja, die liebe gute geschundene Ehefrau Lua, die auch nach ihrer Haft nicht zurück ins Leben finden darf. Jetzt ist es ihre Angst und ein Schatten, der ihr das Leben schwer macht. Lua hat es mir wirklich nicht leicht gemacht, auch wenn ich es sympathisch finde, dass ihrer Person ein Lied als Inspiration diente. Und wer sich die Mühe macht, den Songtitel der Bright Eyes zu übersetzen, der wird unsere Lua dort wiedererkennen. Grandios. Man muss sich in ihr und ihrem Schicksal hineinversetzen können und ihren Aktionismus, ebenso wie ihre Resignation und den Schwermut verstehen und dulden können. Ich konnte es leider nicht immer. Ich mag sie als Protagonistin zwar, und sie passt gut in die Umsetzung der Story, aber nah kam sie mir leider nicht. Oder zum Glück? Erfahrt es selbst! - regionaler Bezug:Ich habe mich sehr auf Impressionen aus dem Harz gefreut, war ich doch selbst schon mehrmals dort und habe unterschiedliche Dörfer und Land und Leute kennengelernt. Auch dieser Thriller spielt in authentischen Gefilden, fokussiert jedoch eher die menschlichen und psychischen Abgründe, als ein wirkliches Bild der Behörden, Einrichtungen, Städte und Kulissen. Leider hat Alexandra Kui nicht die ganze Atmosphäre dieser schönen Region Deutschlands für ihren Thriller einfangen können, obwohl der Buchinnen-Klapptext auf die Region des Harzes abzielt. Das weckt falsche Erwartungen, wie ich finde. Wollte die Autorin ihren Roman nicht zu sehr in die Richtung Regionalkrimi lenken? Ich hätte mich jedoch gefreut, mehr über die Kulissen erfahren zu dürfen und die Menschen, die dort leben besser kennengelernt. Hier verhält sich die Autorin etwas zu dezent und vorsichtig. Die Autorin:„Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte Soziologie und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen. Seit 2005 veröffentlicht sie Spannungsromane (z. B. "Blaufeuer" – vom ZDF verfilmt – und "Wiedergänger") sowie Jugendromane (z. B. "Lügensommer"). Unter ihrem vollen Namen Alexandra Kuitkowski erschien 2013 der Roman "Die Welt ist eine Scheibe". Kui lebt und arbeitet auf der Geest bei Hamburg“Cover / Aufmachung:Das Cover und der verheißungsvolle Titel waren die eigentlichen Auslöser, der mich zu diesem Buch hingeführt haben. Schwarz, dunkel, von unbekanntem Licht erleuchtet. Kahl, karg, kalt. „Rabenseele“. Trotzdem stand dieses Buch noch eine ganze Weile ungelesen bei mir im Regal, bis nun im November seine Zeit gekommen war. Das Schriftbild ist sehr locker, es lässt sich gut lesen und die Kapitel weisen eine angenehme Länge auf. Gute Verarbeitung und ein runder Gesamteindruck auf nur wenigen 200 Seiten mit stetiger Spannung und Düsternis. Persönliches Fazit:Ein gelungener, solider Thriller mit Wiedererkennungswert. Wenn man die Vita der Autorin Alexandra Kui liest, wird man erkennen, dass Schreiben und Spannung ihre absolute Leidenschaft ist. Stetiger Nervenkitzel aus dem hohen Norden. Mit der Autorin und dem Buch, was mich etwas zwiespältig zurücklässt, bin ich zunächst noch streng und vergebe begeisterte 3 Sterne + und hoffe, dass sie ihr gesamtes Potential in einem baldigen neuen Thriller ausschöpfen wird.

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    • 8
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
  • Melancholisch

    Rabenseele
    Cieena

    Cieena

    31. August 2016 um 20:54

    Handlung Drei Jahre hat Lua im Gefängnis verbracht um für den Tod ihres Mannes zu büßen. Ein heftiger Streit, der plötzlich eskalierte. Nun kehrt Lua in eine kleine Stadt im Harz zurück um als Kassiererin einen Neuanfang zu starten – und Buße zu tun. Doch immer wieder sieht sie schemenhaft in ihrer Umgebung eine vage Gestalt mit Davids Parka. Unweigerlich stellt sie sich die Frage: Wird sie verrückt oder ist David vielleicht gar nicht tot? Cover Das Cover finde ich sehr ansprechend gestaltet. Helle Ranken auf dunklem Grund fallen definitiv ins Auge und auch der Titel ist einprägsam. Hochwertig gestaltet macht das Buch hier einen wunderbaren ersten Eindruck und richtig Lust auf mehr. Charaktere Auf besonders viele Figuren trifft man in diesem Buch nicht, doch empfand ich das nicht als störend. Hauptfigur ist die Anfang dreißig jährige Lua, welche auf mich einen zunächst sehr verstörten und verschüchterten Eindruck machte. Als Mörderin kann man sie sich nur schwerlich vorstellen, vielmehr scheint sie hier das Klischee der misshandelten Ehefrau zu bedienen. Ich kann nicht wirklich sagen, dass mir diese Figur sympathisch war, vielmehr habe ich an einigen Stellen mehrmals mit dem Kopf schütteln müssen. Dennoch empfand ich Lua im Gesamtkontext des Buches als durchaus passend, sodass mich die fehlende Sympathie ihr gegenüber (fast) nicht gestört hat. Die anderen Figuren erscheinen beinahe ähnlich wie Lua; glatte Fassaden, welche zusehends bröckeln . Schreibstil Der Schreibstil ist eigenwillig und passend zur Protagonistin. Ähnlich wie die Schwankungen dieser zwischen Reue, Gewalt und der Suche nach der Wahrheit, wechselt auch der Schreibstil entsprechend und entwickelt so eine eigene Dynamik, welche ich als sehr passend empfand. Dabei wurden viele Dinge nur vage ausgedrückt oder angedeutet, sodass dem Leser eine Menge Raum für die eigene Interpretation bleibt. Mein Fazit Ich muss ehrlich gestehen, dass mich „Rabenseele“ ein wenig zwiegespalten zurück lässt. Der eigenwillige Schreibstil, welcher sich gekonnt an die Gefühlswelt der Protagonistin anpasst, und die unterschwellige spürbare Melancholie des Buches machen dieses zu etwas Besonderem. Allerdings weiß ich nicht, ob das in meinen Augen schon ausreicht um hier von einem Thrillersprechen zu können. Wer hier eine „harten“ Thriller, vielleicht nicht im brutalen, körperlichen Sinn, sondern vielmehr ein ausgeklügeltes Psychospielchen erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Vielmehr überzeugt das Buch durch einen melancholischen Unterton und eine Protagonistin, die nicht in der Lage ist sich selbst einzuordnen und es dem Leser so noch schwerer Macht den Hintergrund dieser Geschichte aus Reue, Demut und Gewalt zu erblicken. Mir persönlich hat hier einfach das gewisse Etwas gefehlt. Die Protagonistin passt für mich gut in den Kontext des Buches hinein, doch konnte ich für meinen Teil allgemein nicht viel mit den Charakteren anfangen, nicht richtig mitfiebern. Das Ende hat mich zwar definitiv überrascht, doch hatte ich auch das Gefühl, dass die Geschichte, gemessen an den gerade mal 207 Seiten, im Verhältnis dazu relativ lange brauchte um erstmal in Fahrt zu kommen um mich als Leser richtig fesseln zu können. Auch die „Psychothrillerelemente“ hätten für meinen Geschmack noch etwas intensiver sein können. Alles in allem wird dem Leser hier ein eher leichter Thriller geboten, der sich vielleicht gerade deshalb deutlich von der Masse abhebt. Auch wenn ich hier etwas zwiegespalten bin, kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch viele Leser begeistern wird. Ich vergebe 3/5 Punkten. Eine Empfehlung gibt es hier von mir für die Fans „leichter“ Thriller. Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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  • Leserunde zu "Das Schwert der Götter" von Axel S. Meyer

    Das Schwert der Götter
    AxelSMeyer

    AxelSMeyer

    Mein aktueller historischer Roman „Das Schwert der Götter“ ist im Juni 2016 erschienen. Ihr seid nun herzlich eingeladen, gemeinsam mit mir über das Buch zu diskutieren. Bis einschließlich Freitag, 8. Juli 2016, könnt ihr euch bewerben - gern mit einem kleinen Kommentar, warum ihr das Buch lesen möchtet. Anschließend werde ich die Gewinner auslosen. Der Rowohlt Verlag stellt für euch 20 Exemplare bereit.  Zum Inhalt (Klappentext): Feuer und Schwert: Ein faszinierendes Porträt der düsteren Wikingerzeit Herbst 969: Der Frieden im Norden ist in Gefahr. Harald Graufells Königreich ist nach der Niederlage gegen Hakon von Hladir zerschlagen. Der König sinnt auf Rache und schmiedet einen hinterlistigen Plan: Er lässt Hakons Tochter entführen und besetzt, während der Vater der Fährte folgt, sein Reich.Für Hakon gibt es nur einen einzigen Ausweg: Er muss sich mit dem Dänenkönig Harald Blauzahn, verbünden, um sein Land von der grausamen Herrschaft zu befreien. Doch die Dänen sind Hakons Feinde. Und dann geht das Gerücht um, dass Graufell mit dem «Schwert der Götter» kämpft – einer Klinge, die seinen Träger unbesiegbar macht ... Falls ihr in das Buch reinlesen möchtet, gibt es hier eine Leseprobe:  Leseprobe (PDF)Ich wünsche euch viel Glück und bin gespannt auf die Leserunde!  Der Trailer:

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    • 352
    Floh

    Floh

    27. July 2016 um 10:15
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  • Melancholisches, intensives Meisterwerk!

    Rabenseele
    Lovely_Lila

    Lovely_Lila

    13. July 2016 um 03:12

    ~ Dieses Buch ist sicherlich nicht für jeden etwas. Der Schreibstil ist zwar wunderschön, aber auch eigenwillig wie die Protagonistin. Wenn sie bei einem aber den richtigen Ton trifft, dann entwickelt diese Geschichte unheimlich viel Kraft und einen starken Sog. Für mich ist dieses Buch jedenfalls ein melancholisches, intensives Meisterwerk! ~ Klappentext Die Frau an der Kasse des Drogeriemarktes unterscheidet sich nicht von anderen. Außer in ihrer Duldsamkeit, wenn eine Kundin ausfällig wird. Außer in ihrer Verschlossenheit. Niemand ahnt etwas von den Dämonen in ihrem Inneren. Denn sie lebt in der Gewissheit, einen Menschen erschossen zu haben. Ihren Mann. Informationen Erzählstil: personaler Erzähler; Präsens; Perspektive: aus weiblicher Sicht (Lua) Meine Meinung Niemals hätte ich mir dieses Buch selber gekauft, doch ich hatte das Glück, ein Berlin-Verlag Jahres-Abo zu gewinnen und so bekam ich dieses Büchlein eines Tages zugeschickt. Nach wenigen Tagen folgten die ersten sehr durchwachsenen Rezensionen, was dazu führte, dass ich das Buch erst einmal legte und die Lektüre auf einen unbestimmten Punkt in die Zukunft verschob. Ein Fehler! Einstieg Es ist kein einfacher Einstieg, das gebe ich zu. Das erste Kapitel habe ich auch zweimal begonnen. Es ist einfach verwirrend und scheint keinen Sinn zu ergeben. Bitte, bitte haltet durch, denn was danach kommt, entschädigt für alles! Schreibstil Der Schreibstil ist ohne Frage außergewöhnlich und etwas ganz Besonderes. Er hat mich einfach umgehauen und mit jeder Seite habe ich ihn mehr geliebt. Was ist so wundervoll daran? Die Sprache ist einfach unglaublich intensiv - kurze, prägnante Sätze wechseln sich mit langen, bildhaften Beschreibungen und Sinneseindrücken ab. Wunderschöne poetische Stellen, Metaphern, Alliterationen und Personifikationen alternieren mit direkten, deutlichen Worten. Die Natur wird durch diesen Schreibstil lebendig, sie atmet, flüstert, keucht, die Gefühlswelt der Protagonistin könnte man anschaulicher und intensiver nicht beschreiben. Immer wieder gibt es detaillierte Momentaufnahmen wie aus einem Film, es scheint, als würde die Zeit kurz angehalten und die Kamera näherzoomen. Auf der Buchrückseite wird Deutschlandradio Kultur zitiert: „[…]auf eine fast musikalische Weise schön.“ Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. „Zurück in ihrer Einzimmerzuflucht reißt Lua all ihren Vorsätzen zum Trotz die Balkontür auf und wird von einer Böe erfasst, die direkt aus dem Kalten Tal zu kommen scheint. Der Fluss atmet sie an. Die perlende Frische der Oberfläche. Das faulige Geheimnis seiner Eingeweide. Kein Zweifel, er lauert auf sie.“ Seite 58 Personen & Protagonistin Auch wenn nur wenige Personen wirklich eine größere Rolle bekommen, wurden sie alle ausnahmslos sehr gut ausgearbeitet und wirken „echt“ und dreidimensional. Lua ist keine einfache Protagonistin, doch sehr faszinierend. Sie hat viel durchgemacht und eine verkorkste Beziehung zur ihren Verwandten. Man kann es sich gar nicht vorstellen, dass diese zarte, unsichere Person ihren Mann ermordet haben soll, denn nach ihrem Gefängnisaufenthalt ist sie eine gebrochene Frau. Lua kann sich nicht mehr an die Schicksalsnacht erinnern und das quält sie zusätzlich. Ihre Schuldgefühle scheinen sie langsam innerlich aufzufressen - das einzige, was sie fühlen kann, ist Schmerz. Lua ist keine vertrauenswürdige Erzählerin, immer wieder ist es für den Leser ungewiss, ob es sich bei den Vorkommnissen um Traum/Vorstellung oder Realität handelt. Dieses Spiel mit der Wirklichkeit gelingt der Autorin ausgezeichnet, denn so versteht man immer besser, wie Lua sich fühlt und sieht die Welt durch ihre Augen. Nach einer Weile ertrappt man sich bereits dabei, wie man ihr endlich einmal Glück im Leben wünscht und ich habe Lua nach und nach immer mehr ins Herz geschlossen. Idee, Spannung & Atmosphäre Wie schön es doch ist, vollkommen ohne Erwartungen an ein Buch heranzugehen und dann vollkommen davon überrascht zu werden! Die Autorin hatte hier eine sehr interessante und frische Idee, die man noch nicht in hundert Ausführungen gelesen hat. Ständig war ich neugierig, ständig wollte ich wissen, wie es weitergeht. Die Spannung war also durchgehend da, ebenso wie Lua will man natürlich herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist und wie es zu diesem unsäglichen Verbrechen kam. Zusätzlich baut Alexandra Kui noch unerwartete Wendungen ein, die mich überrascht haben. Über allem liegt ständig eine beklemmende, melancholische, düstere Stimmung, die einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt hat, so dass ich nach dem Lesen erst wieder in der Realität zurückkehren musste. Die gewählten Schauplätze sind geheimnisvoll, teilweise unheilvoll und eindringlich, was sicherlich zu dieser Atmosphäre beiträgt. Inspiriert wurde die Autorin vom Lied „Lua“ von „Bright Eyes“, und diesen melancholischen, schwermütigen Ton setzt sie wundervoll um. Mein Fazit Dieses Buch ist sicherlich nicht für jeden etwas. Der Schreibstil ist zwar wunderschön, aber auch eigenwillig wie die Protagonistin. Wenn sie bei einem aber den richtigen Ton trifft, dann entwickelt diese Geschichte unheimlich viel Kraft und einen starken Sog. Für mich ist dieses Buch jedenfalls ein melancholisches, intensives Meisterwerk! Meine Empfehlung: Für Leser, die mehr wollen als einfache, oberflächliche Unterhaltung, und für alle, die bereit sind, sich auf eine melancholische Geschichte mit einer gebrochenen Protagonistin einzulassen. Bewertung: Idee: 5 Sterne Ausführung: 5 Sterne ♥ Schreibstil: 5 Sterne ♥ Personen / Protagonistin: 5 Sterne ♥ Zusatzkriterien bei diesem Buch: Spannung: 5 Sterne Atmosphäre: 5 Sterne ♥ Insgesamt: ❀❀❀❀❀ ♥ Ich überschütte dieses Buch mit allen fünf Sternen und füge sogar noch ein Herz dazu. Dieses Buch bekommt somit den Lieblingsbuchstatus und einen dauerhaften Platz in meinem Regal. Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein.

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  • Leserunde zu "Rabenseele" von Alexandra Kui

    Rabenseele
    Berlin_Verlag

    Berlin_Verlag

    Was würdest du tun, wenn du nicht weißt, was du getan hast, und plötzlich eine Mörderin bist? Liebe Jahresabonnenten, liebe Krimifans,Alexandra Kui und der Berlin Verlag laden euch herzlich zu einer großen Leserunde mit 32 Teilnehmern ein!Zum Inhalt: Eine Spätsommernacht im Harz. Wieder eskaliert ein Streit zwischen Lua und David. Doch diesmal ist alles anders, denn Lua hält plötzlich sein Jagdgewehr in den Händen ... Lua musste für Davids Tod im Gefängnis büßen. Nun ist sie auf freiem Fuß und versucht als Kassiererin in einer Kleinstadt nahe dem Harz einen Neuanfang. Aber die Vergangenheit ist stärker als ihr Wunsch zu vergessen: Da ist diese Gestalt in Davids Parka, die sie zu verfolgen scheint. Da sind Dinge, die aus ihrer Wohnung verschwinden, Erinnerungsstücke von damals. Da sind zu viele offene Fragen. Es hilft alles nichts: Irgendwann muss Lua sich ihren Dämonen stellen. Sie warten in der Jagdhütte im Kalten Tal, wo die Katastrophe geschah. Lua ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich mit ihrer Rückkehr begibt. Leseprobe Diese Runde hat eine Besonderheit: Die 22 Gewinner unseres Jahresabos müssen sich nicht bewerben und bekommen  Alexandra Kuis Kriminalroman unaufgefordert zugeschickt. Du willst einen der 10 freien Plätze ergattern? Dann versetze dich in Luas Lage und schreibe uns bis zum 8. März 2016, was du tun würdest, wenn du plötzlich eine Mörderin bist, dich aber absolut nicht an die Tat erinnern kannst ? Auf eure Bewerbung und eine aktive Teilnahme an der Leserunde freuen sich Alexandra Kui und der Berlin Verlag.

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  • Wer kennt die Wahrheit?

    Rabenseele
    Minka93

    Minka93

    24. April 2016 um 21:01

    Inhalt:Lua hat ihren Ehemann, von dem sie des Öfteren gepeinigt wurde, erschossen, wofür sie ihre Strafe im Gefängnis abgesessen hat.Als sie in den Heimatort ihres Ehemanns zurückkehrt ist sie nicht gerade Willkommen. Niemand scheint es gut mit ihr zu meinen und sie kämpft mit ihrer Psyche. Sie hat des Öfteren das Gefühl ihren toten Ehemann zu sehen und Dinge verschwinden aus ihrer Wohnung. Ist er vielleicht gar nicht tot? Oder spielt jemand anderes mit ihrer labilen Psyche?Meine Meinung:Der Schreibstil dieses Buches ist passend zum Gemütszustand der Protagonistin. Abgehackt, wechselhaft, ungleichmäßig. Auch wenn es passend zur Situation war hat es mir öfter den Lesefluss genommen. Dennoch ist das Buch recht spannend, vor allem das Ende kam unerwartet für mich.

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  • psychologischer Roman

    Rabenseele
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    10. April 2016 um 20:39

    "Rabenseele" von Alexandra Kui hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein psychologischer Roman mit kriminalistischem Hintergrund, der durch eine sehr kühle und distanzierte Erzählweise besticht. Nichts für Leser, die gewohnt sind, Sympathien an Figuren zu verteilen. Sehr gute Umsetzung des Zustandes im unbehandelten posttraumatischen Belastungssyndroms, dieses Zerrissen sein, diese Schwierigkeit, mit der Vergangenheit klar zu kommen -von Abschließen weit entfernt- diese Flucht in verschiedenste Milieus, in die man nicht passt, bis an den Punkt, an dem klar wird, dass man so nicht weiterleben kann. Dass man "aufräumen muss", Klarheit bekommen muss, den aktuellen Zustand nicht akzeptieren kann. Wie sagte meine Neurologin: "Entweder man gibt auf und kapituliert oder man steigt in den Ring und kämpft sich in sein Leben zurück!". Lua, die Protagonistin, entscheidet sich nach Haftentlassung für den letzteren Weg. Und hat -wie erwartet- mit dem Widerstand derjenigen zu kämpfen, die gerne abschließen wollen, die sich ihr Urteil und ihre "heile Welt" nach der Tat und dem Drama drei Jahre zuvor gebildet und neu errichtet haben. Die Lua als Störfaktor sehen. Ich bin maßlos begeistert von diesem Roman und -Dank einer Leserunde- wieder einmal entsetzt, wie wenige Menschen unserer Gesellschaft bereit sind, sich mit den psychischen Verletzten zu befassen. Sich darauf einzulassen, was viele Mitmenschen täglich an Horror und Schmerz psychisch erleiden und wie verzweifelt ein Weg in ein akzeptiertes, "normales" Leben wirklich ist. Man hat plötzlich völlig unpassende, klammernde Freunde, falsche Jobs, die nichts bringen und nicht erfüllen, gleichzeitig eine Klarsicht, wie noch nie zuvor über unsere feine, verlogene Gesellschaft und lange Zeit nur noch den Wunsch, so bedingungslos, dass es schmerzt, dass das alte Leben, egal wie furchtbar und unperfekt es war, wieder hergestellt wird. Aber das wird es nicht.

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  • Rabenseele

    Rabenseele
    heinz60

    heinz60

    10. April 2016 um 13:25

    Rabenseele ist ein Buch mit einer durchaus interessanten Schreib- und Erzählweise, die mich allerdings leider hier und da etwas verwirrt hat.Der laufende Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit verhinderte ein flüssiges Lesen und führte dazu, dass ich das Buch mehrfach unterbrechen musste. Ich habe versucht mich in die Hauptprotagonisten hinein zu versetzen, was mir oft schwer fiel. Mehrere Figuren der Handlung erschienen mir wie eine Ansammlung verkappter Existenzen. Erschwerend kam für mich hinzu, dass ich die Gedankensprünge der Autorin zwischen Schuld, Reue, Gewalt und Grausamkeiten nicht fesseln konnten. Es gab für meinen persönlichen Geschmack etwas zu viele Handlungsstränge, die auch durch das letzte Kapitel am Ende nicht schlüssiger wurden."Rabenseele" ist für mich kein Buch zum gemütlichen Abschalten im Feierabend. Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einer interessanten Erzählweise, die aber nicht meinen ganz persönlichen Lesenerv getroffen hat.

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  • Wort- und bildgewaltige Geschichte über Schuld und die Suche nach der Wahrheit

    Rabenseele
    tweedledee

    tweedledee

    Was geschah vor über drei Jahren, als Lua Baron mit ihrem Mann David Streit hatte? Von einem Moment auf den anderen ist er tot, erschossen. Lua kann sich nicht mehr erinnern, bekommt für ihre Tat ein mildes Urteil, da David in der Ehe gewalttätig war. Drei lange Jahre sitzt sie im Gefängnis, danach wieder im Leben Fuß zu fassen fällt ihr schwer. Früher war sie Pilotin, jetzt sitzt sie in einem Drogeriemarkt an der Kasse. Ihre Gedanken kreisen ständig um die Tat, Lua leidet unter ihrer Schuld, ist zerrissen und kann nicht von der Vergangenheit lassen. So sehr sie sich anstrengt, die Erinnerung an den Tag kommt nicht zurück. Irgendwann steht für sie fest dass sie wieder in den kleinen Ort im Harz zurückkehren muss, um Gewissheit zu bekommen.  Zurück ins kalte Tal, zurück in die Nähe des Rabenstein. Sie quartiert sich in Davids Jagdhütte ein, wo sich seit jenem verhängnisvollen Tag nichts verändert hat. Die Bewohner des Ortes begegnen ihr mit Ablehnung, Lua ist nicht erwünscht. Wow, ich bin immer noch geflasht von dieser wort- und bildgewaltigen Geschichte um eine zerrissene, verletzte Frau, die sich schuldig fühlt und sich immer wieder selbst bestraft. Die eine Leere in sich trägt, die sie nur durch Schmerz ausfüllen kann. In ihrem bisherigen Leben scheint sie kaum Liebe empfangen zu haben. Ihre Mutter stand ihr immer ablehnend gegenüber, wahrte Distanz, ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Mit David schien sich alles zum guten zu wenden, bis sie auch von ihm Gewalt erfährt. Ist es verwunderlich, dass sie bei einem letzten Streit die Kontrolle verliert und ihn erschießt? Und doch kann sich Lua an diesen einen Moment nicht erinnern. Alexandra Kui bedient sich eines stimmungsvollen, teils poetisch anmutenden Schreibstils, der auf mich eine Sogwirkung hatte. Manche Sätze sind knapp, prägnant, bringen die Dinge direkt auf den Punkt. Dann wieder gibt es aneinandergereihte Eindrücke oder Gedanken. Zwischendrin  poetische Sätze, die beim lesen auf der Zunge zergehen: "Früher starb hier eine stillgelegte Tankstelle einen ebenso langsamen wie anmutigen Tod, unterwarfen die Gräser, Gehölze und Moose den versiegelten Boden Stück für Stück wieder den Spielregeln der Natur" Sie beschreibt die wilde Natur des Harzes eindrucksvoll, die Wetterlagen, die Geräusche und Gerüche, dass ich das Gefühl hatte, direkt neben Lua zu stehen und alles hautnah miterleben konnte. Auch die Personen sind gut charakterisiert, allen voran Lua, aus der ich lange nicht schlau geworden bin. Lua ist definitiv keine einfache Protagonistin, oft ist nicht klar was real ist, was sie sich einbildet.  Ich bin ihr nicht nahe gekommen, konnte aber trotzdem mit ihr mitleiden. Die Distanz zu ihr empfand ich hier sogar hilfreich. Erst nach und nach erfährt man Details, die letztlich den Charakter Luas erklären. In etwas mehr als einem Tag hatte ich die Geschichte gelesen, konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Für mich war es ein Genuss diese Geschichte zu lesen, da der Schreibstil anspruchsvoll ist und sich von der breiten Masse abhebt.  Ich weiß schon jetzt dass mich die Geschichte um Lua noch einige Zeit beschäftigen wird, ich konnte lange nicht mehr so intensiv in eine Geschichte eintauchen. Fazit: Ganz großes Kino! Eine Geschichte auf die man sich einlassen muss, um sie genießen zu können. Eines meiner Lesehighlights für dieses Jahr!

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    • 4
  • Die Schuldigkeit einer verlorenen Seele

    Rabenseele
    jenvo82

    jenvo82

    Lua Baron hat drei Jahre im Gefängnis verbracht, weil sie ihren gewalttätigen Ehemann nach einem Streit erschossen hat. Und nun ist sie wieder frei, frei zu tun was sich möchte. Doch die Resozialisierung gestaltet sich mehr als schwierig, denn zu ihrer Familie hat sie ein sehr zwiespältiges Verhältnis und Freunde muss sie sich erst suchen. Doch Lua plagen ständig Ängste und Zweifel, sie fühlt sich so schuldig und bereit noch mehr Buße zu tun und David geht ihr nicht aus dem Kopf. Als sie merkt, dass sie derzeit keinen Neuanfang wagen kann, bevor sie nicht die Geister der Vergangenheit besiegt hat, zieht sie zurück in die alte Jagdhütte, in der das Unglück einst geschah. Dort angekommen erwartet sie nichts Gutes, denn plötzlich haben alle Dorfbewohner ein starkes Interesse daran, sie schnellstmöglich wieder los zu werden. Denn andernfalls könnten Wahrheiten ans Licht kommen, die unbedingt im Verborgenen bleiben sollten … Die Grundidee des Buches ist toll und die beschriebene Atmosphäre sehr dicht, sei es durch intensive Naturbeschreibungen oder sehr detaillierte Charakterstudien. Im Zentrum der Geschichte steht eine gebrochene Frau, deren Seelenleben nicht nur schwer belastet, sondern regelrecht zerrissen ist. Ihre familiäre Vorgeschichte ist geprägt von Gewalt und Hass, von Schmerz und Verletzung und all ihre Wunden sind nicht wirklich verheilt. So erlebt der Leser hier eine junge Frau, die am Rande des Wahnsinns lebt und zwischen Verfolgungswahn, Bußegedanken und bitteren Schuldgefühlen schwankt, ohne eine innere Balance zu finden. Sie sieht ihr Leben als Scheitern an und verkriecht sich in die Einsamkeit und flüchtet in ihren Kummer, weil sie die Ursachen für ihr Dilemma lange nicht versteht. Der Schreibstil ist eigenwillig, geprägt von kurzen Sätzen, angerissenen Gedankenfetzten und tatsächlichen Begebenheiten durchzogen. So dass es mir schwer fiel zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden und ein inneres Verhältnis zur Protagonistin aufzubauen. Mir blieb das geschriebene Wort hier seltsam fremd, ebenso wie die vollzogenen oder unterlassenen Handlungen. Es gab Momente im Buch, da hätte ich Lua am liebsten gepackt und geschüttelt und ihr die Frage gestellt: „Warum machst du das hier eigentlich?“ Ich fühlte mich in ihrer Gedankenwelt regelrecht gefangen und spreche ihr auch einen gesunden Menschenverstand ab, obwohl sie nicht geisteskrank ist, mir aber meist so vorkam. Fazit: Ich vergebe 2 Sterne für einen verwirrenden, dennoch dichten Roman, der die bittere Wahrheit einer ehemals guten Beziehung erst phasenweise offenbart. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen, weil ich mir einerseits mehr Realitätsbezug gewünscht habe und mich andererseits mit dem Geflecht an kausalen Zusammenhängen nicht identifizieren konnte. Mir war es einfach zu weit hergeholt und zu viel konstruiert. Dennoch konnte mich das Buch unterhalten und hat mir interessante Einblicke in ein desolates Seelenleben gewährt.    

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    • 8
  • Verstörende Geschichte

    Rabenseele
    bookgirl

    bookgirl

    23. March 2016 um 15:47

    Inhalt Lua saß für den Tod ihres Mannes im Gefängnis, obwohl nie eine Leiche gefunden wurde. Wieder in Freiheit und auf einen Neuanfang aus, holt die Vergangenheit Lua jedoch ein und sie muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit auf der Suche nach dem, was damals wirklich geschehen ist, stellen. Meine Meinung "Rabenseele" ist ein Buch, welches die Gemüter sicherlich spalten wird. Zu ungewöhnlich ist der Schreibstil, der verwirrend und verstörend ist. Man muss diese Art von Erzählung mögen, was mir leider nicht durchgängig so erging. Es gibt spannende Passagen, aber zu oft plätschert die Handlung vor sich hin und man fragt sich, ob die Protagonistin tatsächlich erlebt, was gerade geschieht oder dies alles nur träumt. Lua selbst blieb mir über den gesamten Verlauf fern, auch weil sie etwas selbstzerstörerisches auszeichnet. Sie nimmt die Schuld für eine Tat auf sich, die sie nicht begangen hat und tut dies auch noch gerne. Erst in dem Moment, wo sie versucht Licht in die Dunkelheit zu bringen, bekam ich einen – wenn auch sehr kleinen – Zugang zu ihrer Persönlichkeit. Das Ende hat mir leider weniger gefallen. Zu viel Drama und zu viele Enthüllungen, die es meiner Meinung nach nicht unbedingt gebraucht hätte. Fazit "Rabenseele" ist ein Roman mit Spannungs-Elementen. Düster, verstörend, verwirrend – und dennoch nicht vollends überzeugend.

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  • Düster, traurig, verwirrend, geheimnisvoll...

    Rabenseele
    Der.schmetterling

    Der.schmetterling

    19. March 2016 um 15:18

    Alexandra Kui- Rabenseele Rabenseele von Alexandra Kui ist ein neuer Roman, der mitten in den schönen Wäldern des Harzes spielt. Doch was Lua und ihr Mann David dort erleben ist keinesfalls schön. Lua wird verurteilt, da sie im Streit, in der alten Jagdhütte im kalten Tal, ihren Mann David erschossen haben soll. Nachdem sie ihre Strafe in Haft verbüßt hat, kehrt sie in den Harz und in die alte Jagdhütte im kalten Tal zurück. Sie versucht ihr Leben neu zu gestalten und nimmt eine Arbeitsstelle als Kassiererin an. Doch alle Menschen in ihrem Umfeld wissen, warum sie in Haft war. Auch in Lua arbeitet die Vergangenheit. Sie kämpft mit ihr. Die Vergangenheit verwirrt sie. Welche Rolle spielte Gewalt in ihrer Vergangenheit? Diese Frage können sich sich die interessierten Leser beantworten, wenn sie dieses Buch in die Hand nehmen und mit Lua einen Ausflug in die düsteren Wälder des Harzes machen. "Familie. Keimzelle von Staat, Gesellschaft- und Schmerz" (Zitat aus Rabenseele) Eigene Meinung: Als ich dieses Buch das erste mal sah, musste ich es einfach lesen. Ich fand das Cover sehr ansprechend und auch den Spielort Harz fand ich sehr ansprechend. Mit Spannung lass ich die ersten Seiten, musste jedoch feststellen, dass mich der Schreibstil der Autorin sehr viel stolpern lies. Der Schreibstil spiegelt sehr deutlich die Verwirrung der Hauptperson Lua wieder. Zeitweise werden Zweiwortsätze verwendet, dann aber auch wieder sehr lange Schachtelsätze, welche das Lesen ungünstig beeinflussen. Trotz dieses Schreistils hat es die Autorin jedoch geschafft eine sehr düstere und bildliche Buchatmosphäre zu schaffen und mich an das Buch zu fesseln, denn ich wollte hinter die dunklen Geheimnisse von Luas Vergangenheit kommen. Die Spielorte waren sehr schön dargestellt, sodass ich als Leser das Gefühl bekam, den Wald riechen und hören zu können. Insgesamt bekommt dieses Buch daher von mir 4 Sterne, für eine tolle Idee, der Darstellung von den Veränderungen die durch das Erleben von Gewalt hervorgerufen werden können. Einen Punkt ziehe ich aufgrund des Schreibstils, der mir nicht lag ab.⭐️⭐️⭐️⭐️

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  • düster und bedrückend gestimmt, besonderer Schreibstil und trotzdem packend...

    Rabenseele
    Ayda

    Ayda

    In "Rabenseele" geht es um Lua, die vor drei Jahren bei einem Streit ,der eskalierte, ihren Mann mit einem Jagdgewehr getötet haben soll. Sie kann sich nicht mehr an die Tat erinnern und muss deshalb weniger im Gefängis sitzen. Mittlerweile ihre drei Jahre Strafe abgesessen , versucht die ehemalige Pilotin wieder im Leben anzukommen und arbeitet als Kassiererin in einem Drogeriemarkt. Allerdings ist ihre Situatione alles andere als der Versuch ein neues Leben zu starten, da sie die ganze Zeit an ihren Mann David denkt, das Gefühl hat ihn um sich zu haben und sogar glaubt ihn zu sehen. Weiterhin versucht sie immer wieder an den Tag des Geschehens zurück zukehren und kommt immer wieder an ihre pychische Grenze. Sie fährt sogar an den Ort der Jagdhütte im Harz zurück und quartiert sich dort ein. Allerdings begegnen ihr Umfeld und Freundeskreis ihr gegenüber nicht mit offenen Armen... Was ist wirklich an diesem Tag geschehen ? Auf nur 204 Seiten hat die Autorin eine sehr düstere, bedrückende und gleichzeitig Wortgewalte Geschichte hingelegt. Der Schreibstil ist anders, interessant und packend. Die Sätze sind direkt und ohne Rücksicht, sondern spiegeln tatsächlich immer wieder eine Rabenseele wieder. Anfänglich dachte ist, wo geht die Geschichte denn hin und was ist das für eine Protagonistin aber je mehr man sich in die Geschichte hineinbegibt, desto bildhafter und verständlicher wird alles. Die Themen, die in dem Buch vorkommen sind bedrückend und stimmen negativ aber so ist es auch nunmal auch im wahren Leben. Mir hat es gefallen und ich vergebe dem Buch 4 Sterne! Autorin: Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte Soziologie und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen. Seit 2005 veröffentlicht sie Spannungsromane (z. B. "Blaufeuer" – vom ZDF verfilmt – und "Wiedergänger") sowie Jugendromane (z. B. "Lügensommer"). Unter ihrem vollen Namen Alexandra Kuitkowski erschien 2013 der Roman "Die Welt ist eine Scheibe". Kui lebt und arbeitet auf der Geest bei Hamburg (Quelle: www.berlinverlag.de)

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    • 3
  • Spannungsroman mit vielen Verwirrungen

    Rabenseele
    XTheRisingOneX

    XTheRisingOneX

    18. March 2016 um 09:00

    In "Rabenseele" geht es um Lua, einen 33-Jährige Frau, die ihren Mann erschossen hat. Sie versucht nun irgendwie, im Leben klarzukommen und ist oftmals stark von der Vergangenheit getrieben. Im weiteren Verlauf lernt man vor allem Luas Verwirrung kennen. Am Ende findet sie vieles über ihre Vergangenheit und das, was wirklich in der Nacht passiert ist, als sie ihren Mann erschossen hat, heraus. Das Buch war für mich eine neue Erfahrung. Die Geschichte war anders, durch den Schreibstil wurde der Seelenzustand und die Verwirrung der Protagonistin sehr gut deutlich. Allein nur ihre Perspektive zu sehen, fand ich aber extrem anstengend. Die Dynamik zwischen ihrem Mann und ihr wird gut deutlich, er hat sie misshandelt (möglicherweise aber wollte sie das selbst, um sich besser spüren zu können?). Dies ist für mich ein Reizthema, das schwer zu schlucken ist. Es bringt mich immer wieder zum Nachdenken, aber neue Perspektiven auf dieses Thema hat mir die Lektüre des Buchs leider nicht eröffnet. Die ersten 150 Seiten des Buchs liefen relativ schleppend, erst im letzten Absatz kamen dann viele Geheimnisse heraus, die die Geschichte runder machen. Dies war mir zum Schluss aber einfach zu viel und wurde für mich dann irgendwie nicht richtig aufgelöst. Insgesamt war mir das Buch viel zu düster. Es ist für mich schwer auszuhalten, wenn in Büchern eigentlich nur negative Dinge passieren, dazu bin ich ein zu positiv denkender Mensch. Daher ärgere ich mich auch oft, wenn ich bei Protagonist/innen denke, dass sie sich so einfach selber helfen könnten, wenn sie aus ihrer negativen Gedankenspirale rauskommen würden. Insgesamt ist das Buch wirklich solide, etwas anderes und durchaus eine Leseempfehlung wert, wenn man mit düsteren Büchern gut klarkommt. Ich für mich persönlich muss aber gestehen: obwohl ich, als ich das Buch bekam und sah dass es so dünn ist, am Ende doch froh war.

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