Alexandra Kui Wiedergänger

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Inhaltsangabe zu „Wiedergänger“ von Alexandra Kui

Rache, die im Tod nicht ruhtLübeck, 1942. Ein Mann wird lebendig begraben – von seinen eigenen Kindern. Sechzig Jahre später werden die Geschwister von ihrer Tat eingeholt, und nicht nur sie müssen grausam dafür büßen … Als Tönges Engel nach einem Streit mit der Familie verschwindet, kümmert das niemanden. Bis seine Enkelin Liv anfängt, Fragen zu stellen. Hat jemand aus der Familie den schroffen Patriarchen beseitigt? Oder hat sich Tönges abgesetzt, um den Geistern der Vergangenheit die Stirn zu bieten? Livs Suche führt bis nach Island, wo sie gegen einen angeblichen alten Fluch kämpfen muss.

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  • Rezension zu "Wiedergänger" von Alexandra Kui

    Wiedergänger

    nr-verlag

    15. February 2013 um 03:07

    Die Autorin fackelt nicht lange: Schon im Prolog präsentiert sie den ersten Toten. Ein deutscher Soldat auf Heimaturlaub im dritten Kriegsjahr wird lebendig begraben; von zwei Kindern. Und dann... Schnitt! Heutige Zeit. Zwei parallele Handlungsstränge entrollen sich in Lübeck und Island. Die wahrscheinliche Identität der Kinder aus dem Prolog wird relativ schnell offensichtlich. Doch das macht nichts. Die Geschichte bezieht ihre Spannung aus dem geheimnisvollen Verschwinden des Großvaters der Lübecker Sprengmeisterin Liv Engel und ihrer Suche nach ihm, die sie später bis nach Island führen soll. Dass sie dort auf den "Elfenbeauftragten" stößt, eine Figur, die es außer in Fernsehberichten über die ach so kuriosen elfengläubigen Isländer nicht wirklich gibt, wäre nicht wirklich nötig gewesen, ist aber zu verschmerzen, da sich das Buch ansonsten wirklich mit Genuss lesen lässt. Leider wird es zum Ende dann aber arg konstruiert und man mag der Autorin den Verlauf der Handlung nur mit Mühe abnehmen. Daran ändert auch die Behauptung eines der Protagonisten nichts, die Familie habe schon immer jähzornige Menschen hervorgebracht. Auch, was nun eigentlich der Tat der Kinder im Prolog vorausgegangen ist, bleibt im Dunkeln. Die wenigen gelieferten Andeutungen machen es nicht glaubhaft. Etwas mehr Hintergrund hätte hier gut getan. Gar nicht nötig gewesen wäre hingegen, dass im Epilog auch noch ein Geist zu Wort kommt. Wenn die greise Fritzi allein in ihrem Haus in Island an Geister glaubt, sich vor ihnen fürchtet und ihnen verschiedene Ereignisse zuschreibt, wirkt das durchaus schlüssig - aber auf den letzten Seiten einen Toten ans Rednerpult zu holen, damit er das Schlusswort spricht, hat für mich nicht dazu beigetragen, ein unbefriedigendes Ende erträglicher zu machen.

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  • Rezension zu "Wiedergänger" von Alexandra Kui

    Wiedergänger

    Melli2505

    09. March 2010 um 15:18

    Die Geschichte ist nach dem Prolog in zwei Handlungsstränge aufgeteilt: Der eine spielt in Lübeck und der andere in Island. Wo genau erfährt man erst fast zum Schluss. So ist fast das ganze Buch aufgebaut: Die Autorin spielt mit Andeutungen und lässt den Leser grübeln, wie die dürftigen Informationen zusammenpassen können.Die Charaktere sind allesamt sehr kautzig, aber nicht unsympathisch. Ich finde, dass der isländische Teil der Geschichte teilweise etwas zu voll von Klischees ist – das zusammen mit den vielen Anspielungen lässt mich in der Bewertung einen Stern abziehen. Das Ende hatte einen grenzwertigen Showdown, klärt aber die letzten Fragen und macht die Geschichte rund. Auch wenn die anderen Bücher von Alexandra Kui nicht in Island spielen (ich muss zugeben, dass diese Tatsache kaufentscheidend war...) werde ich bestimmt noch mehr von ihr lesen!

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