Die Welt ist eine Scheibe

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Inhaltsangabe zu „Die Welt ist eine Scheibe“ von Alexandra Kuitkowski

"Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht." Wiebke sitzt auf einem Baum und rechnet ab: mit ihren dumpfen Verwandten, Geestbauern auf dem flachen Land. Mit den Strassers, der hippen Kleinfamilie aus der großen Stadt. Mit all den Hinterwäldlern, die unter Wiebkes Buche das Feuer zu löschen versuchen, das die Sechzehnjährige gerade gelegt hat. Wie viel Land? Wie viel Vieh? Wie viele Kinder? Das sind die Fragen, um die sich auf dem Hof von Wiebkes Familie alles dreht, in dieser Reihenfolge. Nur Wiebke tanzt aus der Reihe, klaut, randaliert, träumt von einer Karriere als Musikerin und der Flucht in die große Stadt. Doch die Stadt kommt zu ihr: Baugebiete rücken dem Dorf zu Leibe. Unter den Neubürgern: das Ehepaar Strasser mit dem siebenjährigen Sohn Luis. Als der wohlbehütete Spross der Strassers bei einem Bootsausflug unter der Aufsicht von Wiebkes Vater zu Tode kommt, wird das Leben beider Familien aus der Bahn geworfen. Alexandra Kuitkowski erzählt eine brillant komponierte Geschichte über die schicksalhafte Verstrickung zweier Familien, über den Zusammenprall von Stadt und Land.

Feuerpoetik und große Ereignisse - absolut lesenswert!

— Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer

Kleines Buch, ganz groß! Landleben + echte Gefühle + tolle Sprache = ein besonderes Buch!

— Arizona
Arizona

Das Buch ist interessant geschrieben, mehr ein Monolog, wo Wiebke sich mit dem Erwachsenwerden auseinander setzt; mit den Beziehungen

— Slaterin
Slaterin

Ein Buch, mit dem gewissen "Etwas"

— leseratte69
leseratte69

Klettert zu Wiebke auf den Baum und lasst euch ihre Geschichte erzählen! Es lohnt sich!

— DisasterRecovery
DisasterRecovery

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  • Wanderbuch Die Welt ist eine Scheibe von Alexandra Kuitkowski

    Die Welt ist eine Scheibe
    SmilingKatinka

    SmilingKatinka

    Ich gehörte zu den glücklichen Gewinnern des Leseexemplars und dachte mir, ich lasse es mal als Wanderbuch kreisen. Hätte denn jemand InteresseMein erstes Wanderbuch. Wenn jemand Interesse hat, einfach melden :) Regeln wie üblich Die Regeln: 1) Jeder geht sorgsam mit dem Buch um! 2) Es wird hier im Thread Bescheid gegeben, wenn das Buch ankommt bzw. es wieder abgeschickt wurde. 3) Jeder hat zwei Wochen Lesezeit. 4) Die Anschriften werden selbst erfragt (möglichst schon, wenn das Buch bei euch ankommt - dann kann es direkt wieder auf die Reise geschickt werden, wenn ihr es beendet habt) 5) Bei Verlust teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Eine Rezension wäre schön, dann wandert das Buch nicht nur für euch. Ein kleiner Gruß auf den vorderen leeren Seiten wäre auch schön. hab ich was vergessen? Ach ja, ich habe Haustiere. Hunde ´, Katze, Kaninchen. Es können also ein bis zwei Haare drin sein. Teilnehmer: 1) Dunkelblau erhalten: 23.03.13 abgeschicht am 05.04.13 2) sarlan erhalten: 09.04.13 abgeschickt ist es auch schon :) 3) Cellissima 4) Nymphe 5) danny93 6) Zauberzeichen 7) DieBerta 8) justitia 9)MelParadis 10) melanie_reichert

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    • 67
    SmilingKatinka

    SmilingKatinka

    28. November 2013 um 12:41
  • Die Welt ist eine Scheibe

    Die Welt ist eine Scheibe
    DieBerta

    DieBerta

    25. August 2013 um 20:06

    Die Welt ist eine Scheibe Gebundene Ausgabe: 144 Seiten Verlag: Hoffmann und Campe (19. Februar 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 345540359X ISBN-13: 978-3455403596 Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 1,8 cm Ich liebe Bücher in diesem Format und ich liebe Bücher vom Hoffman und Campe Verlag. Dieses Buch ist mir gleich ins Auge gestochen, mit seinem grün-blauen Cover, dass aussieht, wie ein Holzfußboden oder eine angestrichene Holzhütte. Die Welt ist eine Scheibe. Ich dafchte, das wäre längst widerlegt. Da bin ich also sehr gespannt. Klappentext: "Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht." Wiebke sitzt auf einem Baum und rechnet ab: mit ihren dumpfen Verwandten, Geestbauern auf dem flachen Land. Mit den Strassers, der hippen Kleinfamilie aus der großen Stadt. Mit all den Hinterwäldlern, die unter Wiebkes Buche das Feuer zu löschen versuchen, das die Sechzehnjährige gerade gelegt hat. Wie viel Land? Wie viel Vieh? Wie viele Kinder? Das sind die Fragen, um die sich auf dem Hof von Wiebkes Familie alles dreht, in dieser Reihenfolge. Nur Wiebke tanzt aus der Reihe, klaut, randaliert, träumt von einer Karriere als Musikerin und der Flucht in die große Stadt. Doch die Stadt kommt zu ihr: Baugebiete rücken dem Dorf zu Leibe. Unter den Neubürgern: das Ehepaar Strasser mit dem siebenjährigen Sohn Luis. Als der wohlbehütete Spross der Strassers bei einem Bootsausflug unter der Aufsicht von Wiebkes Vater zu Tode kommt, wird das Leben beider Familien aus der Bahn geworfen. Alexandra Kuitkowski erzählt eine brillant komponierte Geschichte über die schicksalhafte Verstrickung zweier Familien, über den Zusammenprall von Stadt und Land. Die Geschichte wird in einem ungewöhnlichen Schreibstil und aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt. Als ich mich nach ein paar Sätzen an den Schreibstil gewöhnt hatte, konnte ich nicht aufhören zu lesen und habe das Buch mit winzigen Unterbrechungen - Nahrungsaufnahme usw. – in einem Rutsch durchgelesen. Die Hauptperson ist Wiebke, die wohl als junge Frau mit etwas Abstand auf ihre Jugend zurückblickt. Hier wird das Landleben, das die „Städter“ sich so sonnig vorstellen etwas gerade gerückt, aber nicht schlecht gemacht. Es werden verschiedene Themen, wie Pubertät, Liebe, Generationen, Stadt- und Landbevölkerung, Geschwister und verwaiste Eltern behandelt. Wie zu erwarten wird hier nicht nur bloße Unterhaltung, sondern Lektüre zum Nachdenken geboten.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    MissBookarazzi

    MissBookarazzi

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Leserunde zu "Die Welt ist eine Scheibe" von Alexandra Kuitkowski

    Die Welt ist eine Scheibe
    Daniliesing

    Daniliesing

    Heute möchte ich euch zu einer Leserunde zu einem besonderen Roman einladen. Begleitet wird diese durch die Autorin Alexandra Kuitkowski, der ihr hier jederzeit gern eure Fragen stellen könnt. Gekonnt erzählt sie in ihrem Buch "Die Welt ist eine Scheibe" von zwei Familien, deren Leben sich durch das Schicksal miteinander verstricken. Auch der Zusammenprall von Stadt und Land spielt im Verlauf der Handlung eine wichtige Rolle! Mehr zum Buch: "Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht." Wiebke sitzt auf einem Baum und rechnet ab: mit ihren dumpfen Verwandten, Geestbauern auf dem flachen Land. Mit den Strassers, der hippen Kleinfamilie aus der großen Stadt. Mit all den Hinterwäldlern, die unter Wiebkes Buche das Feuer zu löschen versuchen, das die Sechzehnjährige gerade gelegt hat. Wie viel Land? Wie viel Vieh? Wie viele Kinder? Das sind die Fragen, um die sich auf dem Hof von Wiebkes Familie alles dreht, in dieser Reihenfolge. Nur Wiebke tanzt aus der Reihe, klaut, randaliert, träumt von einer Karriere als Musikerin und der Flucht in die große Stadt. Doch die Stadt kommt zu ihr: Baugebiete rücken dem Dorf zu Leibe. Unter den Neubürgern: das Ehepaar Strasser mit dem siebenjährigen Sohn Luis. Als der wohlbehütete Spross der Strassers bei einem Bootsausflug unter der Aufsicht von Wiebkes Vater zu Tode kommt, wird das Leben beider Familien aus der Bahn geworfen. Alexandra Kuitkowski erzählt eine brillant komponierte Geschichte über die schicksalhafte Verstrickung zweier Familien, über den Zusammenprall von Stadt und Land. --> Leseprobe Ihr habt ab sofort eine Woche lang Zeit, also bis einschließlich des 24. Februar, euch als Testleser für diesen eindrucksvollen Roman zu bewerben! Zusammen mit Hoffmann und Campe vergeben wir 25 Leseexemplare unter allen Bewerbern. Im Gewinnfall sind eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten dieser Leserunde sowieso eine abschließende Rezension selbstverständlich! Erzählt uns für die Chance auf eines der Bücher nur noch Folgendes: Früher glaubten die Menschen noch, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir, dass das nicht stimmt. Woran habt ihr einmal wirklich geglaubt, bis ihr erfahren habt, dass ihr falsch lagt und wie ging es euch danach? (Und jetzt bitte nicht alle den Weihnachtsmann nennen. ;-)) 

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  • Die Welt ist eine Scheibe

    Die Welt ist eine Scheibe
    mecedora

    mecedora

    "Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen, die meisten merken es bloß nicht." (S. 27) Und mit dieser Welt rechnet Wiebke ab. 16 Jahre ist sie alt, der Sommer ist heiß und Wiebke sitzt zwischen den Ästen eines Baumes und beobachtet, wie es brennt. Ein Brand, der nicht von ganz allein entstanden ist. Wiebke rechnet ab mit denen, die mit ihr leben und ihr das Leben schwer machen. Mit ihrem Vater, der sich so weit von ihr entfernt hat und nur für den Hof der Familie lebt. Mit den Geestbauern im Dorf, die eine so enge Sicht auf die Welt haben, in die Wiebke, von einer Sängerkarriere träumend, überhaupt erst eintreten, nein, entfliehen will. Mit den Strassers, den Neuen, den Städtern, die sich ein markantes Haus in die bäuerliche Gegend gebaut haben - und mit denen Wiebke so vieles verbindet, nicht zuletzt Sieben Sieben, das wohl entscheidendste Ereignis ihres bisherigen Lebens.. Wiebke sitzt auf ihrem Baum und ihre Gedanken wandern zu all diesen Menschen - und ganz weit darüber hinaus. Zu Ereignissen, die ihrer aller Leben verändert haben, zu Ereignissen, die verschwiegen und geheim gehalten werden. Zu Ereignissen, die reine Hypothese bleiben. Sie fällt hinein in ihre Gedanken und Erinnerungen. "Was, wenn das, was Wiebke erlebt, in letzter Konsequenz doch kein freier Fall ist? Wenn es etwas gibt, das sie heimlich hält, ein ganzes Bündel Reißleinen, die jemand anders jederzeit für sie ziehen könnte, um ihrer Geschichte eine Wende zu geben, jemand oder etwas Allmächtigeres." (S. 138) Alexandra Kuitkowski gelingt auf den gerade mal 144 Seiten ihres Romans "Die Welt ist eine Scheibe" etwas ganz Besonderes: sie fängt die Welt ein, klar, deutlich, schonungslos und unglaublich nah, schmerzhaft und direkt, mit ganz wenigen Worten und viel viel Bedeutung, so poetisch, als läse man in ihrer Prosa ein Gedicht, ein langes, ein eindringliches, ein tief berührendes Gedicht. Ihre Worte sind so wohlgesetzt und genau gewählt, die Metaphern so treffend, wie man es selten in einem Text einer jungen Autorin zu lesen bekommt. Auch wenn man nicht alles auf Anhieb versteht, auch wenn man nicht alles versteht, was passiert und wie gehandelt wird, man fühlt es. Man fühlt mit Wiebke auf ihrem Baum, die sich im freien Fall ihrer Gedanken befindet, in der Aufsicht auf ihr Leben und das derer, die mit ihr Leben, ihr Leben auf der Scheibe, ganz nah an deren Rand. Ein sehr sehr eindrucksvolles Werk, ein kleines Buch, das einen dauerhaften Platz in der ersten Reihe meines Bücherregals verdient hat. Und das sicherlich nicht nur einmal gelesen wird. Diesen Worten, Gedanken und Gefühlen, den Metaphern und Bildern nachzuspüren, das ist mitunter quälend und nicht ganz einfach, aber wirklich ein Erlebnis. Von mir gibt es die volle Anzahl der Sterne für "Die Welt ist eine Scheibe" und eine beeindruckte Verneigung vor Alexandra Kuitkowskis Talent. Hoffentlich lesen wir bald mehr von der Autorin.

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  • Die Welt ist eine Scheibe

    Die Welt ist eine Scheibe
    KerstinnI

    KerstinnI

    24. July 2013 um 21:42

    Inhalt: Die 16 Jährige Wiebke sitzt auf einem Baum und denkt über ihr Leben nach, über ihren Vater, über die Nachbarn die aus der Stadt aufs Land gezogen sind. Ganz nebenbei beobachtet sie ein Feuer, dass nicht aus Zufall dort zu brennen scheint...   Dieses Buch macht großen Spaß, Wiebke ist ein toller Charakter, der Schreibstil ist sehr gelungen, das ganze Buch liest sich sehr flüssig. Der Umgang zwischen Stadt und Landmenschen ist sehr gut gelungen. Ich bin auch auf dem Land groß geworden, wo immer mehr Stadtmenschen sich ein Ferienhaus zulegen- irgendwie ist das eine andere Welt. Das macht die Autorin auch sehr gut deutlich.   FAZIT: Ein absolut lesenswertes Buch!!

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  • Die Welt kann nicht immer rund sein

    Die Welt ist eine Scheibe
    Sikal

    Sikal

    24. July 2013 um 18:44

    „Die Welt ist eine Scheibe – Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht.“ Protagonistin des Buches ist die junge Wiebke, eine Bauerntochter, die jedoch mit dem Leben auf dem Lande nichts anfangen kann. Sie flüchtet nach einer Verzweiflungstat auf einen Baum und lässt dort Erinnerungen/Rückblicke Revue passieren. Immer wieder gibt es Querverbindungen zu den Strassers, die sehr nahe zu Wiebkes Familie standen und plötzlich ist doch alles ganz anders… Zwischendurch erfährt man viel über Wiebkes Inneres, ihre Träume, Hoffnungen, aber auch ihre grenzenlose Wut auf ihren Vater tritt oftmals in den Vordergrund. Die Autorin schafft es, den Leser ab der ersten Seite zu verzaubern - eine herausragende Geschichte über einen jungen Menschen zwischen dem Hier und Jetzt sowie der Fantasie und Traumwelt zu erzählen. Besonders interessant fand ich wie die Autorin die Spannung durch Andeutungen und Verflechtungen bis zum Schluss aufrechterhalten konnte. Letztendlich schließt sich der Kreis und es bleiben keine offenen Fragen zurück. Das Buch hat einen angenehmen Schreibstil, fesselt ab der ersten Seite und ist in einer wunderbaren bildhaften Sprache geschrieben. Das blau-grüne Cover und das Format sind sehr passend, auch die knapp 150 Seiten sind überschaubar – auf diesen Seiten wird alles gesagt, es gibt kein Zuviel an Worten. Fazit: Das Buch verdient die absolute Leseempfehlung. Es ist ein großes Buch obwohl es doch eher klein geraten ist.

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  • Manchmal fällt einfach jemand runter...

    Die Welt ist eine Scheibe
    Nymphe

    Nymphe

    Die Welt ist eine Scheibe und manchmal fällt jemand runter... Wiebke sitzt auf einem Baum. Das junge Mädchen hat gerade den Heuschuppen ihres Vaters angezündet und rechnet nun in Gedanken mit allen ab. Mit dem dummen Leuten aus ihrem Dorf, die nun alle kommen und das Feuer anstarren, mit ihrem Vater, der nur den Bauernhof im Kopf aht und mit den neuen Nachbarn aus der Stadt, die alles durcheinandergebracht haben. In Alexandra Kuitkowskis Roman geht es nicht nur um den Gegensatz von Stadt und Land. Es geht um Familie, Freunde, Liebe und Unglück. Es geht darum, wie schwierig es ist erwachsen zu werden. Dabei nutzt sie eine wunderschöne Sprache, so dass alles trotz der schweren Themen auch mal leicht wird. Kurz: Ich habe das Buch verschlungen.

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    • 2
  • Leserunde zu "Falsche Nähe" von Alexandra Kui

    Falsche Nähe
    cbj_Verlag

    cbj_Verlag

    … plötzlich wird aus atemberaubender Fiktion tödliche Realität! Wir suchen 15 TestleserInnen für Alexandra Kuis neuen Thriller Falsche Nähe. Wagst du es, dem dunklen Familiengeheimnis in die Augen zu schauen, das den beiden Schwestern Noa und Audrey droht, zum Verhängnis zu werden? Zum Inhalt: Der frühe Unfalltod der Eltern hat Noa und ihre große Schwester Audrey zusammengeschweißt. Durch deren Erfolg als Krimiautorin konnten die beiden gerade in die schicke Hamburger Hafencity ziehen, als plötzlich eine unveröffentlichte Romanidee als reale Mordserie in der Tageszeitung auftaucht. Noa bekommt Zweifel, wie gut sie ihre Schwester eigentlich kennt. Was geschah wirklich an dem Tag, als ihre Eltern starben? Je mehr Noa herumschnüffelt, desto klarer wird: Es gibt jemanden in ihrem Umfeld, der nichts Gutes im Sinn hat, und diese Person ist hochgefährlich... Weitere Informationen zum Buch sowie eine Leseprobe findest du hier. Übrigens: Alexandra Kui wird an der Leserunde teilnehmen und freut sich auf deine Fragen! Du möchtest gemeinsam mit der Autorin und 14 anderen Falsche Nähe lesen? Dann bewirb dich bis zum 03. Juni und erzähle uns, ob sich schon einmal einer deiner Träume, Wünsche oder gar selbstgeschrieben Geschichten verwirklicht hat.

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    • 360
  • Debütautoren 2013 - neue Bücher entdecken, lesen & empfehlen!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Das Jahr 2012 stand bei LovelyBooks ganz im Zeichen der deutschsprachigen Debütautoren. Mehr als 200 Leser haben bei unserer Debütautoren-Aktion die Bücher von über 140 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2013 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestseller-Autoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestseller-Autoren von morgen. Aktuelle oder demnächst startende Aktionen: 01. November: Leserunde zu "Der Loser - Lothar Serkowzki" von Florian Gerlach 04. November: Leserunde zu "Samba tanzt der Fussballgott" von Mirco Drewes 5. November: Leserunde zu "Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs" von Fabian Sixtus Körner 5. November: Leserunde zu "Die Wahrheit ist ein Schlund" von Maria Zaffarana 06. November: Leserunde zu "... und was kann man damit mal später machen?" von Alex Burkhard 06. November: Leserunde zu "Mondscheinküsse halten länger" von Carolin Wahl 07.November: Leserunde zu "Der gekaufte Fußball" von Benjamin Best 09. November: Leserunde zu "Desert Heaven" von Oliver Haindl 10. November: Leserunde zu "Weltenreise: Durch die Flut 1" von Julia Beylouny 10. November: Leserunde zu "Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes" von Goetz Markgraf 11. November: Leserunde zu "Die blutroten Schuhe" von Alana Falk 14. November: Leserunde zu "Apple zum Frühstück" von Jackie A. 17. November: Leserunde zu "Nicht menschlich Inc." von Stephanie Linnhe 18. November: Leserunde zu "Hundherum glücklich" von Mara Andeck 20. November: Leserunde zu "Café der Nacht" von Susann Julieva 21. November: Leserunde zu "Die Prüfung" von Kristian Schlüter 28. November: Leserunde zu "High Heels im Hühnerstall" von Sarah Heumann Laufende und beendete Aktionen: 11. Januar: Fragefreitag mit Mara Andeck zu "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" 21. Januar: Leserunde zu "Paradiessucher" von Rena Dumont 08. Februar: Leserunde zu "Mädchenauge" von Christian David 08. Februar: Leserunde zu "Harte Jungs" von Florentine Joop 14. Februar: Buchverlosung zu "Glaube, Liebe, Mafia" von Mark Zak 15. Februar: Leserunde zu "Zurück nach Hollyhill" von Alexandra Pilz 15. Februar: Leserunde zu "Die Gräfin der Wölfe" von Isabela Falk 18. Februar: Leserunde zu " Strawberry Fields Berlin" von Julian Heun 21. Februar: Leserunde zu "Nachtaktiv" von Sophie Senoner 21. Februar: Leserunde zu "Pandämonium - Die letzte Gefahr" von Alexander Odin 26. Februar: Leserunde zu "Ferien mit Traumpferd" von Sonja Kaiblinger 01. März: Fragefreitag mit Florian Kessler zu "Mut Bürger: Die Kunst des neuen Demonstrierens" 02. März: Leserunde zu "Männerwirtschaft" von Florian Herb 02. März: Buchverlosung zu "Schneckenkönig" von Rainer Wittkamp 04. März: Leserunde zu "Zwischen dir und mir" von Lino Munaretto 06. März: Leserunde zu ""Die dunkle Seite des Weiss - Paranormal Berlin 1" von Yalda Lewin" 07. März: Leserunde zu "Im Land der weiten Fjorde" von Christine Kabus 05. März: Leserunde zu "MAMMON - Für deine Sünden wirst du büßen" von Matthias Jösch 11. März: Leserunde zu "Die Rose von Darjeeling" von Sylvia Lott 14. März: Leserunde zu "Ich glaub, mich tritt ein Kind" von Lisa Harmann & Caroline Rosales 17. März: Leserunde zu "Die Ordnung der Sterne über Como" von Monika Zeiner 18. März: Leserunde zu "Schattenfreundin" von Christine Drews 18. März: Leserunde zu "Kondorkinder - Die Suche nach den verlorenen Geschichten" von Sabrina Železný 19. März: Leserunde zu "Die Nacht der Geparden" von Marina Boos 21. März: Leserunde zu "Südbalkon" von Isabella Straub 28. März: Leserunde zu "Himbeersommer" von Anja Saskia Beyer 28. März: Leserunde zu "Die Winterchroniken von Heratia - Die Verfluchte" von Cairiel Ari 08. April: Leserunde zu "Blut ist im Schuh" von Anna Schneider 12. April: Fragefreitag mit Lola Renn zu "Drei Songs später" 12. April: Leserunde zu "Rashen - Einmal Hölle und zurück" von Michaela B. Wahl 15. April: Leserunde zu "Das Rad der Ewigkeit" von Tibor Rode 21. April: Leserunde zu "Flügel aus Asche" von Kaja Evert 23. April: Leserunde zu "Giftgrün" von Bettina Plecher 25. April: Leserunde zu "Hoffentlich schenkt er mir was Schönes!" von Camilla Bohlander 25. April: Leserunde zu "Katerstimmung" von Philipp Reinartz 07. Mai: Leserunde zu "Muscheln für Mutti" von Christoph Dörr 10. Mai: Leserunde zur Anthologie "Stadt, Land, Lust" u.a. von Kathrin Brückmann  15. Mai: Leserunde zu "Das Meer, in dem ich schwimmen lernte" von Franziska Fischer 16. Mai: Leserunde zu "Familie, Liebe und andere Sorgen" von Claudi Feldhaus 28. Mai: Leserunde zu "Alles dreht sich" von Rosemarie Eichinger 31. Mai: Leserunde zu "Die Wanifen" von René Anour 02. Juni: Leserunde zu "Ebers Ende" von Jürgen Flenker 04. Juni: Leserunde zu "Krokofantenküsse" von Sven Ulrich 04. Juni: Leserunde zu "Kirschsommer" von Anneke Mohn 06. Juni: Leserunde zu "Das Leben ist kein Kindergeburtstag" von Daniela Nagel 10. Juni: Leserunde zu "Nachrichten an Paul" von Annegret Heinold 14. Juni: Fragefreitag zu "Hunger, Pipi, Durst!" von Anke Schipp 20. Juni: Leserunde zu "Wie ich Brad Pitt entführte" von Michaela Grünig 21. Juni: Leserunde zu "Hasenpfeffer" von Ralf Waiblinger 24. Juni: Leserunde zu "Nageln will gelernt sein" vin Ina Glückauf 26. Juni: Leserunde zu "Speisende soll man nicht aufhalten" von Patrik Stäbler 29. Juni: Leserunde zu "Das Puppenzimmer" von Maja Ilisch 03. Juli: Leserunde "Meine Nachbarin, der Künstler, die Blumen und der Revolutionär" von Martin Felder 05.Juli: Leserunde zu "Und nie sollst du vergessen sein" von Jörg Böhm 06.Juli: Leserunde zu "7 Männer für Emma" von Jo Berger 08. Juli: Leserunde zu "Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen" von Julia Bähr & Christian Böhm 08. Juli: Leserunde zu "Wirklich alles über Männer" von Anna Wilde 11. Juli: Leserunde zu "Schlecht aufgelegt" von Sven Stricker 15. Juli: Leserunde zu "Ich glaub, mich knutscht ein Troll" von Charly von Feyerabend 18. Juli: Leserunde zu "Nacht ohne Angst" von Angélique Mundt 18. Juli: Leserunde zu "Fucking Moskau" von Chris Helmbrecht 18. Juli: Leserunde zu "Mein wirst du sein" von Katrin Rodeit 20. Juli: Leserunde zu "Auch die Liebe hat drei Seiten" von Susann Rehlein 29. Juli: Buchverlosung zu "Das letzte Sandkorn" von Bernhard Giersche 30. Juli: Leserunde zu "Die Wächter von Avalon" von Amanda Koch 01. August: Buchverlosung zu "Ein Klick zu viel" von Ulrike Sosnitza 07. August: Leserunde zu "Blue - Gebundene Herzen" von Amelia Blackwood 10. August: Leserunde zu "Vor meiner Ewigkeit" von Alessandra Reß 12. August: Leserunde zu "Violett ist erst der Anfang" von Judith Hüller 09. August: Leserunde zu "Verliebt, verlobt, verflucht" von Melanie Neupauer 10. August: Leserunde zu "Easy going - Sydney" von Sonja Bullen 10. August: Leserunde zu "Guten Morgen, Revolution" von Kirsten Ellerbrake 16. August: Leserunde zu "Schachzug" von Rolf von Siebenthal 19. August: Leserunde zu "Verliebe dich nie in einen Rockstar" von Teresa Sporrer 20. August: Leserunde zu "Strom" von Hannah Dübgen 21. August: Leserunde zu "immeer" von Henriette Vásárhelyi 21. August: Leserunde zu "Die Kunstjägerin" von Elis Fischer 21. August: Leserunde zu "Gott ist kein Zigarettenautomat" von Matthias Gerhards 23. August: Leserunde zu "Tief im Hochwald" von Moni Reinsch 23. August: Leserunde zu "Boston Police - Flirt mit de Tod" von Jane Luc 26. August: Leserunde zu "Almuth spielt auswärts" von Tanja Kokoska 26. August: Leserunde zu "Löffelchenliebe" von Julia Kaufhold 27. August: Leserunde zu "Beutelschema" von Sebastian Lehmann 30. August: Fragefreitag zu "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" von Ramona Ambs 02. September: Leserunde zu "Und konnten es einfach nicht fassen" von Sabine Thomas 06. September: Leserunde zu "Wut im Quadrat" von Alexander Emmerich 12. September: Leserunde zu "Wer liebt mich und wenn nicht, warum?" von Mara Andeck 15. September: Leserunde zu "Ferdinand von Schnatter der Viertelnachzweite" von Sarah König 16. September: Leserunde zu "Das schwarze Buch der Gier" von Beile Ratut 18. September: Leserunde zu "Sokrates Lieyes Band 1" von Matthias Meyer Lutterloh 19. September: Leserunde zu "Der Tod des Landeshauptmanns" von Eugen Freund 22. September: Leserunde zu "Burnout - für immer auskuriert" von Alice Spogis 23. September: Leserunde zu "Regenbogenasche" von Anke Weber 23. September: Leserunde zu "Mama muss die Welt retten" von Ina Grütering und Caroline Rosales 23. September: "Leerer Kühlschrank, volle Windeln: Vom Single zum Papa" von Mario D. Richardt 25. September: Leserunde zu "Blow Out" von Uwe Laub 25. September: Leserunde zu "Der letzte Krieger" von David Falk 26. September: Leserunde zu "Papa" von Sven I. Hüsken 26. September: Leserunde zu "Fuck the Möhrchen" von Barbara Ruscher 08. Oktober: Leserunde zu "Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein" von Jochen König 11. Oktober: Leserunde zu "Chroniken von Chaos und Ordnung. Band 1: Thorn Gandir" von J. H. Praßl 14. Oktober: Leserunde zu "Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt" von Tanja Janz 15. Oktober: Leserunde zu "Schicksalsspieler" von Tina Janik 24. Oktober: Leserunde zu "Schwanengrab" von Petra Schwarz 24. Oktober: Leserunde zu "Kotzt du noch oder lebst du schon?" von Diana Fey Ablauf der Debütautoren Aktion: Es geht darum im Jahr 2013 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig im Jahr 2013 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt. Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen. Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2014 zu lesen und zu rezensieren. Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken! 'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2013 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2013 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint! Außerdem könnt ihr hier für eure liebsten deutschsprachigen Debütautoren nominieren und für sie abstimmen. Wie kann man mitmachen? Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet und ich nehme euch in die Teilnehmerliste auf. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Wenn ihr ein passendes Buch gelesen und rezensiert habt, postet ihr hier den Link zur Rezension und ich passe immer euren aktuellen Lesestand an. Weitere Informationen Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich! Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim! Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen. Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen. Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude! Für Autoren: Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautoren Aktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen. Logos zum Einbau auf Blogs oder Webseiten findet ihr hier: http://media.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com/debutautoren_badge_blogs.png http://media.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com/debutautoren_badge_allgemein.png Teilnehmer- und Statusliste: Die Liste der Teilnehmer und der Anzahl ihrer gelesenen Bücher (Stand: 17.01.2014) kannst du dir hier herunterladen! -- PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-) Es zählen alle Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind, für die Aktion:

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  • Rezension zu "Die Welt ist eine Scheibe" von Alexandra Kuitkowski

    Die Welt ist eine Scheibe
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    17. April 2013 um 17:02

    „Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen, die meisten merken es bloß nicht. Wiebke kennt einige, die fallen, und etliche, die kurz davor sind. Und sie? Im Endeffekt könnte sie (wie ihre Mutter) zu den Klebenbleibern gehören, nur so ein Gefühl. Ziemlich lausige Vorstellung.“ Seite 27 Die sechzehnjährige Wiebke sitzt auf einem alten Baum, während unter ihr die Hölle losbricht. Brennendes Heu, welches sie selbst aus Rache angezündet hat und ihrer Familie wohl teuer zu stehen kommt, denn über viele Mittel verfügen sie nicht. Sie versucht nicht zu fliehen, beobachtet lieber die Reaktionen der Dorfbewohner, die durch das Feuer angezogen werden. Je länger sie das Geschehen beobachtet, umso mehr kreisen ihre Gedanken um das Leben in diesem Dorf, die tragischen Schicksale die sie hier schon erlebt hat und sinnt über ihre Racheaktion nach. In „Die Welt ist eine Scheibe“ von Alexandra Kuitkowski reflektiert Wiebke für den Leser, während sie wie aus der Vogelperspektive auf das Dorf niederblickt, welche Verwicklungen zu dem Racheakt führten. Während sie dort oben auf dem Baum in sicherer Entfernung zum Feuer und zu den Dorfbewohnern sitzt, muss sie daran denken, wie viele Träume und Wünsche ein jeder von ihnen in jüngeren Jahren gehabt hat und was daraus geworden ist. Auch sie befürchtet, diesem ländlichen Alltag wohl nie entfliehen zu können. Aber genau das möchte sie nicht und berichtet von ihrer Lust auf das Leben und von großen, bis jetzt unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten. Jedoch ist es nicht so einfach, wenn man aus einer Bauersfamilie stammt, die schon auf neun Generationen zurückblicken kann. Sie vergleicht es mit der Welt als Scheibe: Manche fallen und einige bleiben kleben. Bei dem Versuch auszubrechen, hat sie Angst zu fallen. Wiebke beschreibt ihren ungeliebten Alltag, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Die Leser lernen so, Wiebke und ihre Familie Stück für Stück besser kennen und können mit jedem Kapitel die Puzzleteile zusammenfügen und verstehen, warum Wiebke so verzweifelt war und aus Rache das Heu, welches für die Familie so wertvoll wie Gold ist, angezündet hat. Leider konnte Wiebke mich nur selten mitreißen und hat mich manchmal mit ihrer sehr kummervollen und pessimistischen Art verstimmt. Die ganze Geschichte hat dadurch einen sehr melancholischen Charakter erhalten, an dem ich keine Freude hatte. Auch durch Wiebkes sprunghafte und zum Teil zusammenhangslose Erzählweise - die die Verwirrung des Mädchens gut beschrieb -, wurde die Handlung teilweise etwas zäh und verworren. Gefallen hat mir hingegen die Mischung aus verschiedenen Sprachstilen, die sehr zu Wiebkes vielschichtigen Charakter passen und diesen unterstreichen. „Die Welt ist eine Scheibe“ von Alexandra Kuitkowski konnte mich leider nicht durchgehend begeistern. Die Handlung war für meinen Geschmack etwas zäh und der Geschichte fehlte es an Tiefe. Die sehr pessimistische und trübe Stimmung zog sich durch das ganze Geschehen und konnte mich trotz des besonderen Sprachstils nicht mitreißen.

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  • Echtes Landleben + schöne Sprache = tolles Buch!

    Die Welt ist eine Scheibe
    Arizona

    Arizona

    28. March 2013 um 09:08

    Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht. Und so erzählt die 16 jährige Wiebke uns hier von ihrem Runterfallen. Dabei ist die Erzählperspektive schon etwas Besonderes, so befindet sie sich die ganze Zeit über auf einem Baum, auf den sie geflüchtet ist, nachdem sie ein Feuer im Heuunterstand gelegt hat. Und von hier oben wirft sie einen Rückblick auf ihr Leben auf einem Bauernhof in einem Dorf in Norddeutschland. Auf ihre Familie, ihren Freund Milan und die befreundete Familie Strasser, die von der Stadt aufs Land gezogen sind. Dort im Neubaubaugebiet prallen zwei Welten aufeinander. Es geht um das Leben auf dem Land mit all seinen Facetten, um die Frage nach Schuld und um die Liebe. Die Autorin erzählt alles dies mit einer unglaublich virtuosen Sprache, die Sätze sind wirklich sehr originell, eine richtiges Lesevergnügen. Das Thema des Landelebens ist von der Autorin, die selbst dort in Norddeutschland lebt, sehr authentisch umgesetzt worden. Man kann das Gefühlschaos, in dem Wiebke sich befindet richtig nachvollziehen. Sie ist eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, aber gerade das macht sie so sympathisch. Auch wenn das Buch nur 143 Seiten hat, alles passt genau, es braucht keine Seite mehr um ein ganz grosses Buch zu sein.

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  • Wenn Worte lange schwarze Wurzeln haben und in die Tiefe gehen. Großartig!!!

    Die Welt ist eine Scheibe
    TanjaWekwerth

    TanjaWekwerth

    27. March 2013 um 22:18

    Alexandra Kuis „Wiedergänger“ (2010 erschienen bei Hoffmann und Campe) ist mir nie ganz aus dem Kopf gegangen. Es war der ungewöhnliche Blick der Autorin auf das, was man sonst eher ahnt als sieht und die unaufgeregte Eindringlichkeit ihrer Sprache. Soeben erschien „Die Welt ist eine Scheibe“, wieder bei Hoffmann und Campe. Diesmal mit ausgeschriebenem Nachnamen, hat Alexandra Kuitkowski einen Roman vorgelegt, der dem „Wiedergänger“ in nichts nachsteht. Es geht um Wiebke, ein aufrührerische Mädchen, ein Teenager, der dem drögen Provinzleben auf dem Hof seiner Eltern zu gern entfliehen möchte. Eigentlich sitzt Wiebke gerade auf einem Baum und beobachtet, was das Feuer, das sie gelegt hat, so alles anstellt. Dieses Feuer „atmet kraftvoll und gleichmäßig: ein gesundes Mädchen“, so beschreibt es Alexandra Kuitkowski. Gesund? Das ist Wiebkes Familie schon lange nicht mehr. In Rückblicken erfährt der Leser, wie der Vater sich einfach aus dem Familiengeschehen ausgeklinkt hat, fremd geht er außerdem und Depressionen hat er. Zum Bruder, dem Kronprinzen hat Wiebke keinen Draht, zur Mutter auch nicht wirklich, und die kleine Schwester ist neun Jahre jünger. Wiebke klaut, ist rotzfrech und querschädelig und will doch eigentlich nur den Bann brechen. Es muss doch anderes auf der Welt geben, als einer Familie, die sich einfach nicht genug Mühe gibt, gerecht zu werden. Doch die Welt ist eine Scheibe. Manche fallen runter. Wiebke sitzt auf der gewaltigen Buche und gibt uns weitere Einblicke in ihr Leben: Sie flirtet mit Clemens, dem neuen Nachbarn, der mit Frau und kleinem Sohn in einen indigoblauen Neubau-Palast gezogen ist. Bald ist es mehr als ein Flirt. Das Unglück braut sich über dem Dorf, „das sich wie im Mittelalter in seinen eigenen Schatten duckt“, zusammen. Dann geht Clemens Sohn verloren, Feuer und Wasser kommen zusammen und Wiebke fällt! Der hypnotischen Wirkung von Alexandra Kuitkowskis eigenwilligem Schreibstil kann man sich schwer entziehen. Ihre Sätze sind mal von poetischer Schönheit, dann wieder ruppig und kurz, sie bergen Untiefen und sind wirklich etwas ganz Besonderes. Unbedingt lesen!  

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  • Der Blick hinter die Fassade

    Die Welt ist eine Scheibe
    claudia_seidel

    claudia_seidel

    26. March 2013 um 13:28

    Alexandra Kuitkowskis Roman „Die Welt ist eine Scheibe“, erschienen im Hoffmann und Campe Verlag, kommt auf den ersten Blick recht unscheinbar daher, mit knapp 150 Seiten Umfang und einem in Grün- und Blautönen gehaltenen Cover, dessen Bedeutung sich erst nach der Lektüre des Buches erschließt. Meine Neugier weckte dann aber schon der Titel „Die Welt ist eine Scheibe“ und die genauere Erklärung dazu, die sich auf der Rückseite des Schutzumschlags befindet: „Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht.“ Dies ließ mich ein ebenso interessantes wie ungewöhnliches Buch erwarten und ich wurde auch nicht enttäuscht.   *~* ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~   Im Mittelpunkt des Buches steht die 16-jährige Wiebke. Ihre Eltern haben seit Generationen einen Bauernhof in einem ehemals kleinen Dorf in der Nähe von Hamburg, das aber immer größer wird, da viele Städter auf dem Land leben wollen und so am Rande des Dorfes ein Neubaugebiet entsteht. So haben auch die Strassers den Weg aus der Großstadt in Wiebkes Dorf gefunden und beide Familien knüpften durch die Freundschaft von Wiebkes jüngster Schwester mit dem kleinen Sohn der Strassers bald Kontakte. Ausgangspunkt der Handlung ist aber ein Feuer, von Wiebke aus Wut gelegt. Aus Angst dafür verantwortlich gemacht zu werden, klettert sie auf einen Baum in der Nähe, beobachtet alle Menschen von oben und lässt dabei die Ereignisse der letzten Zeit Revue passieren, die eng mit dem Zuzug der Strassers verbunden sind. Dabei erhält man einen Blick in das Innerste von Wiebke, die eigentlich andere Pläne hat, als auf dem Dorf zu versauern und immer wieder kleinere Ausbruchsversuche startet, die aber nicht so recht gelingen wollen. Und vor allem blickt man auch hinter die Fassade der scheinbar heilen, traditionsbewussten und konservativen Dorfwelt, die sich Menschen wie die Strassers erträumt haben und die Wiebkes Familie gezwungen versucht, aufrecht zu erhalten, die aber alles andere als das ist.   *~* ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~   Meine Erwartungen an das Buch wurden auf jeden Fall erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Ich bekam tiefe Einblicke in die Welt von Wiebke und konnte am Ende gut nachvollziehen, was sie dazu brachte, das Feuer zu legen. Meiner Meinung nach ist es der Autorin gut gelungen, den vielschichtigen Charakter von Wiebke, die zum Teil noch wie ein unvernünftiger Teenager handelt, sich teilweise aber auch recht reflektiert mit ihrem Leben auseinandersetzt, zu zeichnen. Im Roman finden sich sehr viele interessante Gedankengänge, die zum Nachdenken anregen und es stört dabei gar nicht, dass die Protagonistin erst 16 Jahre alt ist. Die Erzählerin im Buch wirkt auch älter, so, als ob sie die Ereignisse rückblickend betrachtet. Auch alle anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und können überzeugen. Dass man als Leser erst nach und nach mehr über die einzelnen Personen und Zusammenhänge erfährt, ist sehr geschickt gemacht und steigert die Spannung. Besonders gut gefällt mir die anschauliche Sprache mit den vielen treffenden sprachlichen Bildern. Es sind auch relativ viele Ellipsen vorhanden, was den Schreibstil zunächst etwas ungewohnt wirken lässt. Trotzdem blieb aber alles gut verständlich und der Lesefluss wird davon nicht gestört. Ich finde, dass die sprachliche Gestaltung gut zum Roman passt. Gerne empfehle ich das Buch weiter und hoffe, dass es noch viele Leser findet!

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  • Ein gewaltiges Sprachspiel

    Die Welt ist eine Scheibe
    Rosinchen

    Rosinchen

    25. March 2013 um 08:04

    Wiebke zieht Bilanz. Sie zieht Bilanz zu ihrem spießigen Landleben und den Menschen, die darin vorkommen - Familie, Nachbarn, Landeiern. Und sie tut dies nicht einfach so, nein sie tut dies in der luftigen Höhe ihres Lieblingsbaums, praktisch über den Dingen. Wiebkes Abrechnung aber ist mehr als nur die eines pubertierenden Teenagers im Gefühlschaos. Ihre Persönlichkeit ist sehr vielschichtig angelegt. Einerseits ist sie schon zerrissen was ihr Landleben, ihre einseitige Scheibe des Lebens, angeht, auf der anderen Seite ist sie wütend und will aus dem spießigen, einengenden Leben ausbrechen. auf zu neuen Ufern, der anderen Seite der Scheibe. Ich konnte mich zum großen Teil sehr gut in ihre Überlegungen hineinversetzen und sie ist mir als Protagonistin über das Buch hinweg richtig ans Herz gewachsen. Am meisten hat mich jedoch die Sprachgewalt des Buches fasziniert. Es wurde regelrecht mit vielen verschiedenen Sprachstilen gespielt, ganz anders wie ich es von anderen Romanen gewöhnt war. Wenn man sich aber auf diese Sprachbilder einlässt, wird es ein ganz tolles Gemälde, das sich deutlich vom sprachenlichen 0815-Einheitsbrei anderer Romane abhebt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass manche Dinge etwas klarer dargestellt hätten sein können. Dafür bot es für die eigene Gedankenwelt allerdings wieder mehr Futter. Insgesamt daher ein wirklich erfrischendes Buch, bewegend emotional und sprachlich einfach nur genial. Eine kleine Perle unter den Romanen.

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