Alexandra Lavizzari

 4 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Somerset, Glanz und Schatten und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alexandra Lavizzari

Sortieren:
Buchformat:
Alexandra LavizzariSomerset
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Somerset
Somerset
 (13)
Erschienen am 01.03.2013
Alexandra LavizzariGlanz und Schatten
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Glanz und Schatten
Glanz und Schatten
 (3)
Erschienen am 15.08.2009
Alexandra LavizzariWenn ich wüsste wohin
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Wenn ich wüsste wohin
Wenn ich wüsste wohin
 (3)
Erschienen am 01.02.2007
Alexandra LavizzariLulu, Lolita und Alice
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Lulu, Lolita und Alice
Lulu, Lolita und Alice
 (1)
Erschienen am 28.04.2005
Alexandra LavizzariFast eine Liebe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Fast eine Liebe
Fast eine Liebe
 (1)
Erschienen am 15.03.2008
Alexandra LavizzariEin Sommer
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ein Sommer
Ein Sommer
 (1)
Erschienen am 01.01.1999
Alexandra LavizzariFast eine Liebe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Fast eine Liebe
Fast eine Liebe
 (1)
Erschienen am 10.01.2017
Alexandra LavizzariDie Muse des Bildhauers
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Muse des Bildhauers
Die Muse des Bildhauers
 (1)
Erschienen am 01.01.2004

Neue Rezensionen zu Alexandra Lavizzari

Neu
HansDurrers avatar

Rezension zu "Fast eine Liebe" von Alexandra Lavizzari

Carson McCullers & Annemarie Schwarzenbach
HansDurrervor einem Jahr

Carson McCullers ist mir, im Gegensatz zu Annemarie Schwarzenbach, mehr als nur ein Begriff. Ich habe, viele Jahre ist es her, mehrere ihrer Bücher gelesen, doch ausser den Titeln erinnere ich nur die Diogenes-Taschenbuchumschläge. Von Annemarie Schwarzenbach weiss ich nur, dass sie viel gereist ist. Soweit meine Ausgangslage.

Sowohl Carson als auch Annemarie sei jegliches bürgerliche Denken fremd und die Selbstverwirklichung das wichtigste Lebensziel gewesen, schreibt Alexandra Lavizzari. Gemeinsam sei beiden auch „eine Tendenz zur Dreieckskonstellation ohne sexuelle Präferenz“. Andererseits hätten sie charakterlich kaum verschiedener sein können. „Carson überbordete geradezu vor Jugend und Optimismus und stand eben am Anfang einer fulminanten literarischen Karriere, als sie sich in Annemarie verliebte, während Annemarie, von Drogen, Enttäuschungen und ungelösten inneren Konflikten verbraucht, nur noch zwei Jahre zu leben hatte.“

Carson McCullers' „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ erschien am 4.Juni 1940 im angesehenen Verlagshaus Houghton & Mifflin. Wie Alexandra Lavizzari den Titel kommentiert, hat meine ganze Sympathie (auch natürlich, weil ich noch nie darüber nachgedacht habe und diese Lesart meinen Horizont weitete): „Es trug einen ungewöhnlichen poetischen Titel, unter dem sich niemand etwas vorstellen konnte, dessen Kombination von zartem Gefühl und Wildheit jedoch auf Anhieb die Fantasie der Leser anregte.“

Als musikalisch talentiert, einzelgängerisch, stur und sehr von sich eingenommen, schildert Alexandra Lavizzari Carson, die es selten lange in einem Job aushielt. Auch Annemarie, aus reichem Schweizer Elternhaus, weitgereist und drogenabhängig, war ein ausgesprochen unruhiger Geist. Als sie sich in New York begegneten, war Carson verheiratet und Annemarie in einer schwierigen Beziehung mit Margot von Opel sowie an Erika Mann interessiert.

„Obwohl sie mit dreiundzwanzig Jahren bereits auf dem besten Weg war, sich zur Alkoholikern zu entwickeln, konnte sie sich unter Drogen und ihrer Wirkung nichts vorstellen und wollte nicht verstehen, warum Annemarie sie so inständig davor warnte.“ Annemarie war trotz oder vielleicht wegen ihrer Drogensucht wesentlich hellsichtiger als Carson, die „in ihrer eigenen abseitigen Vorstellungswelt lebte“. Sie will wieder weg aus New York, doch weiss sie nicht, ob nach Sils, Alaska oder in die Mongolei und kommentiert dies wie folgt: „Es handelt sich nicht darum, ob Margot nach Alaska oder in die Wüstenei mitgehen würde, denn dann wäre es für mich ja nicht der Aufbruch oder das von Allem weggehen, – wohl aber ist in mir der Verdacht wach, dieses Weggehen sei eine Neigung, dem Schicksal auszuweichen.“

Annemarie wird immer kränker, der Tod des Vaters wirft sie vollends aus der Bahn. Die Schilderung dieses psychischen Absturzes gehört zu den eindrücklichsten Szenen dieses überaus gelungen Buches.

Die Geschichte von Carson McCullers und Annemarie Schwarzenbach war eine ausgesprochen schwierige, verwickelte und dramatische. Daraus eine gut und spannend zu lesende Geschichte zu machen, verlangt neben viel Wissen auch viel Talent fürs Strukturieren, das Alexandra Lavizzari ganz offenbar eigen ist. Zudem braucht es ein exzellentes Einfühlungsvermögen sowie den Mut zur Vereinfachung. Letztendlich, das wissen gute Biografen, bleibt es natürlich eine persönliche Interpretation – und im Falle von „Fast eine Liebe“ eine fundierte und höchst anregende.

Kommentieren0
1
Teilen
shadow_dragon81s avatar

Rezension zu "Somerset" von Alexandra Lavizzari

Täuschende Idylle
shadow_dragon81vor 5 Jahren

--Die Berner Lehrerin Vera Wyler reist für ein Jahr nach Southcomb in die Grafschaft Somerset um sich dort ihrer Malerei zu widmen. Hier lebt ihre Tochter Nadja mit ihren Mann Tom in der scheinbaren Idylle. Nadja hilft ihr beim Eingewöhnen in die Gepflogenheiten des Lebens in Southcombe und macht sie mit den Traditionen bekannt. Auch mit dem Wassailing einem komischen Fruchtbarkeitsritual welches jedes Jahr stattfindet. Vera kommen immer mehr Zweifel, ob dieses Dorf wirklich so idylisch ist wie es scheint, denn auch die Dorfbewohner erscheinen ihr suspekt.
--Währenddessen lebt in Frankreich Jason, welcher nach einem traumatischen Erlebnis vor Jahren aus Southcombe geflohen ist. Er hat jeglichen Kontakt zu seiner alten Heimat abgebrochen und er lebt versteckt und in Angst.......

Alexandra Lavizzari hat in ihrem Roman zwei Handlungstränge, die sich erst nach und nach ineinander verweben. Dieses lässt sehr viel Spannung aufkommen, weil man immer darauf wartete, was die beiden zusammenführt.
Ihr flüssiger Schreibstil gefällt mir sehr gut. Man merkt dem Buch auch an, dass Frau Lavizzari sich dort in Somerset sehr gut auskennt, weil sie dort lebt. Die Details mit welchen sie die Orte beschreibt sind sehr ausführlich und man fühlt sich beim lesen richtig nach Somerset versetzt.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Die Spannung baute sich immer weiter auf und man konnte sich in die Charaktere ebenso gut hineiversetzen wie in die Ortschaften. Ich konnte sehr schön mitfiebern und mitgruseln. :))

Kommentieren0
8
Teilen
DarkReaders avatar

Rezension zu "Somerset" von Alexandra Lavizzari

Spannend bis zum Schluß - mit Gruselfaktor!
DarkReadervor 5 Jahren

Nachdem ich die Inhaltsangabe des Buches gelesen habe wusste ich: das ist etwas für dich! Ich habe mich beworben für die Leserunde und bin sehr froh, dass ich das Glück hatte, ausgewählt zu werden, denn dieses Buch ist wirklich lesenswert!

Die Autorin schreibt ihre Geschichte in zwei Handlungssträngen, die sich am Ende zu einem Ganzen verflechten und rundum stimmig sind.
Ich stelle mir diese Art, ein Buch zu schreiben, recht schwierig vor, denn es muss ja zum Schluß alles passen-
Alexa Lavizzari meistert diese Hürde mit Bravur und ich kann nur den Hut ziehen vor einer solchen Leistung.

Ein fesselnder Schreibstil, eine gut durchdachte und recherchierte Story, die Beschreibung übler heidnischer Bräuche und sehr gute, genaue Beschreibungen der Örtlichkeiten, in denen die Protagonisten sich bewegen, machten dieses Buch für mich zu einem großen Lesevergnügen.

5 Sterne von mir für ein absolut lesenswertes Buch.

Ich kann es sehr weiterempfehlen und hoffe, dass viele Lesebegeisterte sich dieses besondere Buchvergnügen gönnen.
Es lohnt sich!

Kommentieren0
21
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
A
Liebe Leser
Wer hat Lust, für die Dauer eines Romans in England zu weilen - wenigstens in Gedanken? Mein neuer Roman 'Somerset' ist ein Thriller und spielt in der gleichnamigen Grafschaft. Darin lernt Ihr nicht nur ein Stück authentisches England, sondern auch mittelalterliche heidnische Rituale rund um die Apfelernte kennen, die noch heute in gewissen Dörfern durchgeführt werden.
Ich selbst lebe seit fünf Jahren in Somerset, und diese Rituale, die ich miterlebt habe, haben mich inspiriert, sie als Grundlage zu einer unheimlichen Mordstory zu verwenden.
 
Kurz zum Inhalt:
Die Berner Lehrerin Vera Wyler reist im November 2010 nach Southcombe ins liebliche Somerset und mietet sich für ein Sabbatical-Jahr im Station House ein, dem Haus des ehemaligen Bahnwärters direkt an der obsoleten Bahnstation. Nadja, ihre Tochter, die in Southcombe scheinbar glücklich verheiratet ist, hat es vermittelt, und sie ist es auch, die Vera mit dem Dorfleben und den Gepflogenheiten in Somerset vertraut macht. Aber bald schon merkt Vera, dass nicht alles so harmlos und idyllisch im Dorf zugeht, wie Nadja es ihr glauben lassen möchte...
Ein zweiter Handlungsstrang entwickelt sich jenseits des Kanals, in Westfrankreich, wo der neunundzwanzigjährige Jason lebt, der eine Zeitlang in einem Pub in London gejobbt hat und nun in St. Valéry als Handlanger und Gärtner in einem schlossähnlichen Anwesen arbeitet. Er hat nach einem traumatischen Erlebnis in Southcombe jeglichen Kontakt zu seiner Heimat abgebrochen, lebt seither versteckt und in Angst, entdeckt und nach Southcombe zurückgeholt zu werden.
Das Buch verwebt die beiden Geschichten miteinander und lässt sie dann langsam zu einem dramatischen Finale konvergieren. 

Noch kurz zu mir: Ich bin eine Schweizer Autorin und schreibe Romane, Erzählungen und biografische Essays. Ich bin zwar schon seit 2 Jahren bei Lovelybooks dabei, bin aber bis jetzt noch nicht sehr aktiv gewesen, was ich mit diesem Aufruf gern ändern möchte. Ich hätte grossen Spass, mich spontan mit meinen LeserInnen auszutauschen, Fragen zu beantworten - und hoffentlich auch welche beantworten zu können.
Wer sich angesprochen fühlt, melde sich doch; mein Verlag stellt 15 Buchexemplare zur Verfügung.

Ich freue mich auf Eure Antworten
Alexa  
   
A
Letzter Beitrag von  Alexavor 5 Jahren
Zur Leserunde
A
Am 28.5. um 20.00 habe ich meine erste Buchvernissage für 'Somerset' in Bern. Ich hoffe auf möglichst viele Zuhörer.
Zum Thema

Community-Statistik

in 33 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks