Alexandra Litwina In einem alten Haus in Moskau

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Inhaltsangabe zu „In einem alten Haus in Moskau“ von Alexandra Litwina

»Während alle auf den Sieg anstoßen, warte ich nur auf Papa.« - »1953 haben wir in unserer Wohnung Telefon bekommen, eines für alle Bewohner. Es steht im Flur.« - »Der erste Mensch im All! Ein Sowjetmensch!« In einem alten Haus in Moskau lebt eine Familie. 100 Jahre lang. Kriege, Frieden, Revolutionen, gesellschaftliche und technische Entwicklungen: Alles, was die Welt in den Jahren zwischen 1902 und 2002 bewegt, spiegelt sich im Mikrokosmos rund um Familie Muromzew wider - und wird von Generation zu Generation aus Sicht der Kinder erzählt. Detailreiche Illustrationen liefern authentische Einblicke in die Wohnung und das Lebensumfeld der Familie. Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution: ein einzigartiger, unverstellter Blick auf die russische Geschichte und das Weltgeschehen des 20. Jahrhunderts.

Gelebte Geschichte, anschaulich erzählt, ein Buch, das durch seine tolle und vielfältige Aufmachung besticht

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Ein Haus in Russland- eine Familie -ein Jahrhundert- ein wundervolles Bilderbuch

    In einem alten Haus in Moskau
    Buchraettin

    Buchraettin

    03. July 2017 um 06:47

    „Erzähl mir mal von früher“. Das ist so ein Satz, den mussten sich meine Großeltern als Kind von mir oft anhören. Wie war es damals, als sie noch Kinder waren? Wie haben sie gelebt, welche Spielsachen hatten sie, welche Haustiere? Das macht mich auch als Erwachsener noch neugierig, wie es früher so was. Die Innengestaltung dieses Bilderbuches erinnert mich an eine Art Wimmelbild. Hier finden sich Zeitungsauschnitte, Fotos, Briefe, Postkarten aus vergangenen Zeiten, wie ich durch die vergilbt wirkenden Briefe schließe und auch die Kleidung auf den Fotos. Das macht schon sehr neugierig auf das Buch und seine Geschichte. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Familie in Russland. Eine Wohnung in die sie am 12. 10. 1902 einziehen und jede Doppelseite in diesem Buch zeigt nun ein bestimmtes Jahr im Laufe eines Jahrhunderts und die Wohnung.Zu Beginn des Buches findet sich eine Doppelseite mit kleinen Zeichnungen in Form eines Stammbaums der Familie. Es sind Geburtsdaten und auch Sterbedaten angeben und was mir besonders gut gefiel, auch die Haustier finden sich unten auf der Seite wieder. Im Laufe der Geschichte lädt das Buch ein, hier immer mal nachzuschauen, wer nun die Wohnung bewohnt. Übrigens findet sich hinten im Buch auch so ein Personenverzeichnis aber hier sind die Zeitgenossen der Familie abgebildet.Die Geschichte wird nun aus Sicht eines Familienmitgliedes erzählt, das ist auch immer gekennzeichnet. Rund herum finden sich um die Wohnungsskizze kleine weitere Zeichnungen, Gegenstände, die nun auch im Bild zu finden sind, wie eine Art Wimmelsuchbild. Es wechselt aber, es folgen Seiten mit Ausschnitten der Wohnung, mehr Textbausteine auch mit Informationen zur politischen Lage in Russland im Laufe der Jahre. Gut gefallen haben mir auch die Übersichten. Familienzeichnungen, Münzen der damaligen Zeit, Postkarten, Gegenstände aus dem Haushalt sind hier abgebildet, Kleidungsstücke, aber auch Spielzeuge.Es gelingt diesem Buch und seinen Zeichnungen samt Texten mich als Leser mitzunehmen auf eine Zeitreise durch ein Jahrhundert einer Familie in Russland. Es gibt kurze Texte zur Politik des Landes und auch den Kriegen, zu den Lebensumständen der Familie, zum Alltagsleben der damaligen Zeit. Als Leser werde ich eingeladen in diesem Leben der Familie zu stöbern, es ein wenig mitzuerleben, wie es damals war. Die Idee, auch die Wohnung in den Mittelpunkt zu stellen und dem Leser auch zu zeigen, wie diese sich im Laufe der Jahrzehnte verändert, das fand ich sehr originell.Es ist  kein reines Bilderbuch nur für Kinder. Das ist gelebte Geschichte, anschaulich erzählt, ein Buch, das durch seine tolle und vielfältige Aufmachung besticht und auch erwachsene Leser beeindruckt.Zum Abschluss gibt es noch einen Anhang in dem Begriffe erläutert werden, kurze Erklärungen sich befinden, die realen Personen auch kurz benannt und ein wenig über sie erzählt wird. Und auch auf die Kyrillische Sprache wir hier eingegangen. Einen runden Abschluss des Buches liefert noch das Nachwort der Autorin und der Illustratorin.

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