Der Duft von Orangenblüten ist kein Buch für zwischendurch. Und definitiv nicht für jede*n geeignet.
Bitte unbedingt die Triggerwarnung lesen.
Wir begleiten Katharina nach einem Überfall – und dieses Buch zeigt nicht „5 Seiten später ist alles wieder gut“. Im Gegenteil: Der gesamte Band ist durchzogen von ihrem Schmerz, ihrer Hilflosigkeit, ihren Ängsten und den vielen Gefühlen, die danach bleiben.
Und genau das macht dieses Buch so intensiv.
Der Schmerz wird so greifbar beschrieben, dass er fast körperlich spürbar wird. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, einen Stein auf der Brust zu tragen.
Katharina begibt sich auf eine Reise um ihr Erbe anzutreten, aber vor allem, um sich selbst wiederzufinden. Diese Entwicklung ist nicht glatt, nicht geradlinig und schon gar nicht einfach.
Es ist schön. Und gleichzeitig zutiefst traurig.
Paul, ihr Mann, ist eine Figur, die mich zwiegespalten zurückgelassen hat. Ich konnte ihn verstehen – und gleichzeitig wollte ich ihn manchmal anschreien. „Lass sie doch mal in Ruhe.“ Genau diese Ambivalenz macht die Figuren so real.
Dieses Buch hat mich emotional stark getroffen.
Allein beim Gedanken daran werden meine Augen wieder feucht.
Ich möchte weiterlesen – aber ich weiß auch: Dafür muss ich innerlich bereit sein.
























